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»Ein Höhepunkt ihrer Konzerte ist ein Rap-Battle.«
Tuuletar * Foto: Aija Lehtonen

5 Minuten mit ...


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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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www.tuuletar.com



Album:


Tules Maas Vedes Taivaal
(Nordic Notes, 2016)



Cover Tules Maas Vedes Taivaal


Tuuletar

Himmlische Stimmen und höllische Beats

„Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt“, flüstert es aus dem Off im Trailer für die siebte Staffel der erfolgreichsten Fernsehserie aller Zeiten, Game of Thrones, während im Hintergrund ein mystisch anmutender Choral überirdisch klingender Stimmen für den perfekten Soundtrack sorgt. „Alku“ heißt das Lied der finnischen A-cappella-Band Tuuletar, und atmosphärisch passender könnte die Musik nicht sein. Sie stammt vom Debütalbum der vier jungen Sängerinnen mit dem Titel Tules Maas Vedes Taivaal, was übersetzt „In Feuer und Erde, in Wasser und Himmel“ bedeutet.    

Text: Ulrich Joosten

Manchmal, wenn das Schicksal ein gutes Händchen hat, führt es außergewöhnliche Menschen zusammen. Im August 2011 begegnen sich vier multitalentierte junge Damen aus Finnland an der königlichen Musikakademie im dänischen Aarhus und befreunden sich. Venla Ilona Blom ist ausgebildete Sängerin und Gesangspädagogin mit einem Faible für Jazz und finnische Volksmusik. Sie hat Weltmusik und interkulturelle Zusammenarbeit studiert. Sini Koskelainen beginnt mit acht Jahren Flöte zu lernen und belegt einen Studiengang für Rhythmische Musik und Improvisation. Johanna Kyykoski spielt seit dem sechsten Lebensjahr Geige, wechselt mit siebzehn zur klassischen Vokalmusik, später zu Pop- und Jazzgesang. Die vierte im Bunde, Piia Säilynoja, startet ihre musikalische Ausbildung als Kind am Klavier und studiert später Gesang und Musikpädagogik.
Als Geschenk zum Abschied einiger Kommilitonen singen die vier ihnen ein finnisches Volkslied. „Während wir sangen“, erinnert sich Johanna Kyykoski, „wurde uns klar, dass etwas Besonderes in der Luft lag. Der gemeinsame Klang war interessant und rein. Anfang 2012 begannen wir ernsthaft als Gruppe zu arbeiten und nannten uns Tuuletar.“ – „So heißt in der finnischen Mythologie die Göttin des Windes“, ergänzt Piia Säilynoja. „Sie ist ein freier Naturgeist, unmöglich zu fassen oder in eine dauerhafte Form zu zwingen. Der Wind reist, er verwandelt sich unversehens von einer sanften warmen Brise in einen Sturm. Wir finden, dass das unsere Musik sehr gut beschreibt.“
„Wir fühlten uns alle mehr mit unserem eigenen kulturellen finnischen Hintergrund verbunden, als wir in Dänemark waren“, meint Sini Koskelainen. „Manchmal muss man weit reisen, um das Naheliegende zu sehen, dass unser Land tatsächlich ein starkes und reiches kulturelles Erbe hat. Wir wurden von alten Geschichten aus der Kanteletar-Gedichtsammlung inspiriert und begannen, Lieder zu diesen Gedichten zu schreiben.“

... mehr im Heft.