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»Ich liebe Schottland, und ohne Frage hatte meine Zeit dort einen großen Einfluss auf meine Musik und mein Songwriting.«
Lorraine Jordan * Foto: Debbie Dickinson

5 Minuten mit ...


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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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www.lorrainejordan.net



Aktuelles Album:


Send My Soul
(Eigenverlag, 2016)


Lorraine Jordan

Celtic Soul in der Stimme

Im Mai stattet Lorraine Jordan dem Venner Folk Frühling einen ihrer seltenen Besuche ab, mit einigen zusätzlichen Konzerten in Hof, Nürnberg und Bad Honnef. Heute lebt Jordan in London. Ihre Geschichte jedoch macht sie zu einer Singer/Songwriterin, die die keltische Seele in sich trägt, ohne sich notwendigerweise auf traditionelle Lieder berufen zu müssen. Geboren wurde sie in Wales in eine große irische Familie und zog später nach Schottland, wo sie zwanzig Jahre blieb – umfassend keltischer geht es wohl kaum.

Text: Mike Kamp

Dabei kommt die walisische Komponente ihrer Einflüsse zugegebenermaßen etwas zu kurz. „Meine Eltern kamen aus Irland nach Wales“, so Jordan. „Beide waren sehr musikalisch und daher sind die irische Musik und Kultur ein Teil von mir, seit ich mich zurückerinnern kann. Und weil ich aus einer katholischen Familie stamme, kam ich auf eine katholische Schule, wo die meisten meiner Freunde irischstämmig waren. Ich habe gern in Wales gelebt, aber wenig von der lokalen Kultur mitbekommen, zumal ich direkt nach der Schule der Liebe wegen nach Schottland zog. Dort bin ich dann Musikerin geworden. Ich liebe Schottland, und ohne Frage hatte meine Zeit dort einen großen Einfluss auf meine Musik und mein Songwriting.“
In Schottland erschien auch 1993 Lorraine Jordans erste Veröffentlichung Inspiration. Viele Tonträger hat sie seitdem allerdings nicht eingespielt, danach folgten lediglich zwei weitere unter ihrem Namen, die letzte, A Light Over There, erschien 2007. Da ist die Ankündigung eines neuen Silberlings mit dem Titel Send My Soul schon fast eine kleine Sensation. „Diese langen Zeiträume zwischen den Alben waren nie geplant, aber manchmal klopft das Leben an deine Tür und CDs sowie Karriere landen weiter hinten“, so Jordan. Selbstverständlich dauert es auch eine gewisse Zeit, bis neue Songs nicht nur geschrieben, sondern auch den Grad an Reife und Perfektion erreicht haben, der für eine Einspielung im Studio sinnvoll ist. Es ist nämlich nicht so, dass Lorraine Jordan damit zufrieden wäre, sich mit Gitarre oder Bouzouki wie in einem Konzert vors Mikrofon zu stellen und mit ihrer beseelten und unverkennbaren Stimme ihre gefühlvollen Lieder zu zelebrieren. Nein, auf Tonträger soll das Hörerlebnis definitiv ein besonderes und abwechslungsreiches sein.
„Wir begannen im August letzten Jahres mit den Aufnahmen. Es war wirklich schön, dass ich und meine Partnerin Debbie Dickinson als Koproduzentin es geschafft haben, alle für mich wichtigen Musiker zusammenzubringen. Einige von meinem ersten ebenso wie von meinem letzten Album, Musiker, mit denen ich auf Tour war, und solche, mit denen ich einfach gerne mal

... mehr im Heft.