Folker-Logo Probeabo & Abo     Mediadaten/Anzeigen


Suche
    Intern     Über uns


Kontakt/Impressum/Datenschutz

       
Backkatalog   Ausgabe Nr. 4/2018   Internetartikel




»Wir vergleichen uns nicht, wir spielen so, wie es für uns selbstverständlich ist.«
Dàimh

SHORTstory


Weitere Artikel aus der Rubrik SHORTstory in dieser Ausgabe:

47Soul

Aca Seca Trio

Lüül





[Zurück zur Übersicht]



Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

Oder gleich zum (Probe-)Abo.







Aktuelles Album:


The Rough Bounds
(Goat Island Music, 2018)



Cover The Rough Bounds


Dàimh

Gälisch aus Prinzip

Die unbeugsamen Gallier um Asterix und Obelix hatten ihr kleines bretonisches Dorf, die renitenten Gälen dagegen wohnen in Lochaber an der schottischen Westküste in einer Gegend, die übersetzt den Namen „The Rough Bounds“ trägt. Überhaupt nicht zufällig heißt so auch das neue Album der Gruppe Dàimh, die ebendort vor zwanzig Jahren gegründet wurde.

Text: Mike Kamp

Die drei Herren, die für die Existenz von Dàimh (ausgesprochen übrigens wie das englische dive) verantwortlich zeichnen, sind Gabe McVarish, Fiddle, Ross Martin, Gitarre, und Angus MacKenzie, Highland Pipes, Border Pipes und Whistles. Letzterer ist Nachfahre schottischer Einwanderer von der kanadischen Insel Cape Breton, kam zwecks Musikstudiums nach Schottland und blieb im Mutterland hängen. Ist der sehr eigene Cape-Breton-Stil in der Musik von Dàimh zu hören? „Ich habe dort die Pipes und die Fiddle spielen gelernt und daher ist mein Stil tatsächlich von der tanzbaren Musik der Insel beeinflusst“, meint Angus. „Die Melodien können aus Schottland, Cape Breton sein oder unsere eigenen, aber es kommt eben darauf an, wie man sie spielt, und das ist mir wichtig.“
Angesichts der Menge an qualitativ exzellenten Bands in Schottland fällt Angus eine Abgrenzung schwer. „Wir vergleichen uns nicht, wir spielen so, wie es für uns selbstverständlich ist. Ich denke, heutzutage lastet ein riesiger Druck auf den Bands der schottischen oder keltischen Szene, irgendwie anders zu klingen, weil es so viele großartige Musiker gibt und alle gehört werden wollen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir überleben könnten, wenn wir heute anfangen würden. Glücklicherweise ist es uns mit den Jahren gelungen, für unsere Musik eine kleine Nische zu schaffen.“
Dazu hat die zurückhaltende CD-Veröffentlichungspolitik der Band beigetragen. Sieben Silberlinge
in zwanzig Jahren, das spricht für sorgfältiges Arbeiten, und das gilt auch für das brandaktuelle Werk The Rough Bounds. Sofort fällt ins Auge: Das Quintett ist zu sechst! „Dàimh sind tatsächlich fünf Musiker, aber der Fiddler Alasdair White wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Er hat schon so oft mit uns gespielt und Gabe bei US-Tourneen vertreten, wenn der mit seiner Brauerei auf der Isle of Eigg beschäftigt war, da wollten wir auf Alasdairs Ideen im Studio auch nicht verzichten.“

... mehr im Heft.