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Dresen, Prahl & Band * Foto: Peter Hartwig, BuschFunk

Ortstermin


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Kommissar und Regisseur auf Tour

Dresen/Prahl & Band

Kulturfabrik, Hoyerswerda, 20.1.2018



Text: Reinhard „Pfeffi“ Ständer

„Alle Filme, die ich drehen wollte, sind schon gedreht“, sang einst Gerhard „Gundi“ Gundermann in „Leine los“. Diesen Song konnte man nun im Konzert von Andreas Dresen hören, dem international erfolgreichen Filmregisseur, der diese Liedzeile hoffentlich nicht ernst gemeint hat, sind doch alle Gundermann-Fans schon jetzt auf seinen Spielfilm über den Lausitzer Baggerfahrer und Liedrockpoeten gespannt – und auf weitere Dresen-Filme.
Nun kam er mit Tatort-Kommissar Axel Prahl und ihrer gemeinsamen Band zum ersten Mal nach Hoyerswerda in die restlos ausverkaufte Kulturfabrik, zehn Jahre nach ihrem ersten Konzert in Berlin. Ein Großteil des Abends bestand erwartungsgemäß aus Gundi-Liedern, darunter mit „Brunhilde“, „Schwarze Galeere“ und „Alle oder keiner“ Stücke, die zu den beliebtesten des einstigen Hoyerswerdaers gehören. Eines seiner schönsten Lieder, „Gras“, wurde um eine zusätzliche Strophe ergänzt, die Hans-Eckardt Wenzel geschrieben hat. Gundermanns Worte verblüffen viele Besucher immer wieder, und möglicherweise stehen sie irgendwann in einem Zitatenlexikon, etwa „Alle wissen wo es langgeht, aber keiner weiß warum“ aus dem erwähnten „Leine los“.
Nicht nur die Songs des Lausitzer Liedermachers sind zeitlos, auch die von Rio Reiser – den Prahl als den „Gundermann des Westens“ bezeichnete – und Ton Steine Scherben, von denen „Ich hab nix“ und das wunderbare „Halt dich an deiner Liebe fest“ gespielt wurden, dazu Reisers „Übers Meer“ zur Hawaiigitarre, bei dem man sich Axel Prahl prima als kauzigen Seemann vorstellen konnte. Sowohl Prahl als auch Dresen sind als Sänger keine professionellen Musiker, was unschwer erkennbar ist. Beide glichen das aber mit unbändiger Spielfreude aus, die sich auf das Publikum übertrug. Drei weitere Titel stammten von Gisbert zu Knyphausen, darunter „Das Licht dieser Welt“ aus dem Dresen-Film Timm Thaler oder das verkaufte Lachen und „Sommertag“ aus Halt auf freier Strecke, einem weiteren herausragenden Film des Regisseurs.

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