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Summerjam * Foto: Wikipedia

Heimspiel


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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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Albumtipp:


Diverse, Walzer – Schottisch – Poloness. Folkmusik aus alten Handschriften
(Bluebird Café Berlin Records, 2014)



Rastas am Rhein

Das Summerjam-Festival

Reggae und mehr

Summerjam, seit 1986 veranstaltet, hat sich zu einem der größten und wichtigsten Festivals seiner Art in Europa entwickelt. Jedes Jahr versammeln sich Anfang Juli Zehntausende Fans am Kölner Stadtrand, um ein ganz besonderes Wochenende zu erleben. Erfinder und Cheforganisator von Summerjam ist der Stuttgarter Klaus Maack, der sich von Anfang an gegen seine Heimstadt als Veranstaltungsort entschied.

Text: Wolfgang König

„Stuttgart liegt zu weit südlich. Ich wollte einen zentralen Ort haben, weil klar war, dass wir für so ein Festival überregionales Publikum brauchten. Begonnen haben wir mit der Freilichtbühne auf der Loreley am Rhein, aber acht Jahre später wurden die Bühne und der Zeltplatz dort einfach zu klein“, erzählt der Festivalleiter. Nach einem zweijährigen Zwischenspiel in Wildenrath nahe der niederländischen Grenze stieß Klaus Maack auf eine Insel im Fühlinger See am nördlichen Stadtrand von Köln, wo das Festival nun seit über zwanzig Jahren stattfindet.

Breites stilistisches Spektrum

„Von Anfang an wollten wir klotzen, statt nur zu kleckern“, meint Maack. Durch die auf der Loreley aufgezeichneten Rockpalast-Sendungen des WDR hatte die dortige Bühne bereits einen legendären Ruf, weshalb auch gleich die erste Summerjam-Ausgabe eine enorme Aufmerksamkeit bekam und ein echter Erfolg war. „Unser Festival war zwar angelehnt an Sunsplash in Jamaika, aber wir haben uns nie als reine Reggaeveranstalter gesehen, zumal Ende der Achtziger auch die Weltmusikwelle mit voller Kraft anlief“, ergänzt er. „Gleich bei der ersten Ausgabe 1986 hatten wir beispielsweise Manu Dibango aus Kamerun, aber auch Gil Scott-Heron aus den USA. Reggae der Spitzenklasse gab es unter anderem mit Dennis Brown und Black Uhuru. Später sind dann auch Leute wie James Brown, Kool & The Gang oder verschiedene Hip-Hopper und Folkbarden bei uns aufgetreten. Da wurde unter den beinharten Reggaefans schon mal gemurrt, aber wir haben uns diese Offenheit nicht nehmen lassen. Zumal wir ja mehrere Bühnen haben, auf denen zeitgleich Programm stattfindet. Da sollten die Besucher schon die Möglichkeit haben, unter verschiedenen stilistischen Angeboten auszuwählen. Diesen Spagat müssen wir jedes Jahr wieder hinkriegen, aber zumeist funktioniert es.“

... mehr im Heft.