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Stadtsaal Wien * Foto: Ewald Judt

Heimspiel


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Stadtsaal Wien





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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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Albumtipp:


Diverse, Weltenklang: The First 20 Years – A Musical Journey Around The Planet
(5-CD-Box; Weltenklang, 2013)



Fuzo, Mahü und der Bierstern

Fünf Jahre Stadtsaal Wien

Eine Suche zwischen den Galaxien

Veran­staltungs­orte haben es in diesen Tagen nicht leicht. Ge­nug Künstler gibt es wohl, aber nicht jedes Haus hat genau die richtige Größe und ein durchlaufend interessantes Programm, mit dem es sich am Markt etablieren könnte. Dem Stadtsaal in Wien ist es gelungen, sich fünf Jahre lang in einer exponierten Lage zu halten.

Text: Harald Justin

Wer in diesen Tagen die Website des „Stadtsaal“ genannten Veranstaltungsorts in Wien besucht, bekommt es mit dem durchaus erklärungsbedürftigen Humor der Betreiber zu tun. „Fuzo Mahü“, heißt es im dort herunterladbaren aktuellen Programmheft, „unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2016. Dies sind die Abenteuer des Stadtsaals, der mit seinem 400 Plätzen fassenden Theater fünf Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen zu bespielen.“ Selbstverständlich kommt diese Anspielung auf die amerikanische TV-Serie Star Trek nicht ohne ein Zitat einer der Hauptfiguren aus. So darf Mr. Spock mit dem Ausspruch „Veränderung ist die Vorraussetzung für die Entwicklung all dessen, was passiert“ glänzen. Wie ist das nun zu erklären? Und was ist eine „Fuzo Mahü“?

Im Kleinkunstuniversum

Zuerst einmal dient die Enterprise-Anspielung der Ankündigung einer zukünftigen Abendveranstaltung, die den Titel trägt: „Bierstern, ich dich grüße – über Vollmondbier, Komasaufen bei Kometen und wie man Photonen betrunken macht.“ Durchgeführt wird der abendliche Flug durchs Universum von den Science Busters, die wöchentlich im österreichischen Fernsehen auf kabarettistische Weise durch das Universum naturwissenschaftlicher Phänomene führen. Auch andere, aus dem österreichischen Funk und Fernsehen bekannte Künstler sind im Stadtsaal häufig zu erleben. Lukas Resetarits, älteren deutschen TV-Zuschauern möglicherweise noch als Darsteller des Kultkommissars Kottan in Erinnerung, längst aber ein Kabarettist eigener Gnaden, tritt hier ebenso auf wie die Kollegen Josef Hader oder Bayer Michael Mittermeier. Theateraufführungen sind ebenso am Platz, demnächst im Oktober etwa die Musiktheatertragödie Tankstelle der Verdammten von Georg Ringsgwandl.
Drittes wichtiges Standbein ist die Musik. Die besten Musiker der Szene des neuen Wienerlieds reichen sich im Stadtsaal den Vorhang in die Hand. Es ist nicht unüblich, dass bei einer Albumpräsentation Überraschungsgäste mit auf die Bühne kommen. Die böshumorigen Strottern, die große Chansonnette Erika Pluhar, der Wahlwiener Bluesmann Hans Theessink, Akkordeonist Walter Soyka, Kultfigur Willi Resetarits, der sonderbare Nino aus Wien und der momentane Liebling der Wiener Szene, Ernst Molden mit seinem neuen Schdrom-Album, sie alle waren schon da. Zudem gibt es Sondervorstellungen, Köchin Sarah Wiener plaudert schon einmal über den Wert gesunder Ernährung.

... mehr im Heft.