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Dr. John * Foto: Derek Bridges New Orleans, Louisiana, Wikipedia,  https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dr._John_2.jpg

MALCOLM „MAC“ JOHN REBENNACK, JR. (AKA DR. JOHN)


20.11.1941, New Orleans, Louisiana, USA,
bis 6.6.2019, New Orleans, Louisiana, USA


Sein großer Moment im Scheinwerferlicht fand inThe Last Waltz statt, dem Abschiedsfilm von The Band, gleichzeitig ein großer Abgesang auf die Rockszene der Siebzigerjahre mit Van Morrsion, Bob Dylan und Neil Young. Und nicht wenige Zuschauer dürften sich gefragt haben, wer der Zwerg im Glitzer-Tuxedo mit der Reibeisenstimme war, der mit „Such A Night“ nicht nur diesen Film (Regie: Martin Scorsese) so großartig auf den Punkt gebracht hat. Es war Malcolm „Mac“ John Rebennack, nicht nur den Rockfans geläufig als Dr. John, der die Musik seiner Heimatstadt New Orleans geradezu verkörpert hat. Die Rolling Stones waren Fans des sechsfachen Grammy-Preisträgers, der 1968 mit dem Album Gris-Gris debütierte (auf dem Mick Jagger mitwirkte) und Zeit seines Lebens nicht nur durch seine opulente und manchmal unheimliche Musik, sondern auch durch seine fantasievollen und optisch prachtvollen Outfits faszinierte. Seiner Heimatstadt hat der Pianist und Sänger, der auch humorvoll mit dem Voodoo-Kult sympathisierte, mehrfach die Ehre erwiesen, am schönsten wohl auf dem reichhaltigen Album Goin’ Back To New Orleans von 1992. Am 6. Juni ist Mac Rebennack alias Dr. John, the Night Tripper, im Alter von 77 Jahren – nach anderen Quellen war er bereits 78 – in New Orleans an einem Herzinfarkt gestorben.

Rolf Thomas