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Backkatalog   Ausgabe Nr. 4/2016   Internetartikel
»Wir können uns keine Künstler leisten, die nicht auftreten.«
Labelboss Jim Olsen

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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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Auswahldiskografie:

Rani Arbo & Daisy Mayhem, Violets Are Blue
2015)

Diverse, Signature Sounds 20th Anniversary Collection – Rarities From The Second Decade
(2015)

Bridget Kearney & Benjamin Lazar Davis, Bawa
(2015)

The Pine Hill Project, Tomorrow You’re Going
(2015)

Kris Delmhorst, Blood Test
(2014)

Chris Smither, Still On The Levee
(2014)

Jeffrey Foucault, Horse Latitudes
(2011)




Labelporträt (75)

Regional verwurzelt

Signature Sounds

Amerikanische Rootsmusik von internationaler Bedeutung

„Wir haben in den letzten Jahren so viele Umbrüche erlebt, dass wir sicher nicht mehr da wären, wenn wir uns nicht den Veränderungen angepasst hätten“, sagt Jim Olsen, der Betreiber des amerikanischen Labels Signature Sounds. Die Firma hat sich in ihrer mehr als zwanzigjährigen Geschichte als eines der interessantesten Indielabels der alternativen Folk- und Countryszene erwiesen und Musiker wie Josh Ritter, Lake Street Dive und Chris Smither zu bekannten Namen gemacht.

Text: Christoph Wagner

Signature Sounds entstand 1995 und ging aus einer lokalen Radiosendung hervor, in die Olsen involviert war. „Home Grown“ hieß das Programm, das jede Woche Musiker und Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung von Northampton, Massachusetts, vorstellte. Obwohl die zwei Autostunden von Boston entfernte Stadt an der amerikanischen Ostküste kaum dreißigtausend Einwohner hat, ist sie doch wegen ihres alternativen Flairs ein Anziehungspunkt für Bohemiens, Künstler und Lebenskünstler. Auch zahlreiche Musiker leben hier.
Als Olsen aus Musiktiteln der Radiosendung einen Sampler zusammenstellte, wurde ihm das künstlerische Potenzial der Region erst richtig bewusst. Die Mehrzahl der Aufnahmen wurden im Signatures Sound Studio in der nahen Ortschaft Pomfret, Connecticut, eingespielt. Dort lernte Olsen den Studiobetreiber Mark Thayer kennen, woraufhin die beiden beschlossen, eine Plattenfirma zu gründen, die denselben Namen wie das Studio erhielt. „Wir wollten uns bewusst auf die reichhaltige regionale Musikszene im Westen von Massachusetts konzentrieren, wo es eine Vielzahl äußerst talentierter Musiker und Musikerinnen gibt“, beschreibt Olsen den Ausgangspunkt. „Wir hatten nicht vor, beliebige Künstler aus der ganzen Welt zu präsentieren, sondern mit Musikern vor Ort zu arbeiten, die man persönlich kennt und mit denen man deswegen leichter und enger kooperieren kann.“
Anfangs hatte das Label keine großen Ambitionen. Es ging darum, die lokale Szene zu unterstützen, Musikern und Bands aus der Gegend auf die Beine helfen. Aus dieser Zeit rührt der Zusatz „Artist Development“ im Emblem von Signature Sounds her. Mehr denn je sieht Jim Olsen im Karriereaufbau von Musikern auch heute eine wichtige Aufgabe der Firma.
Bald wurde klar, dass der regionale Markt für das Überleben nicht ausreichend war. Zuerst wurde ein Vertrieb in den ganzen Vereinigten Staaten organisiert, dann ein weltweiter. Die Methode war Learning by Doing, denn keiner der Beteiligten verfügte über Erfahrungen im Musikgeschäft. „Wir fingen klein an und wuchsen organisch, dennoch mussten wir ziemlich schnell ziemlich viel über die Branche lernen“, erinnert sich Olsen an die Anfänge.

... mehr im Heft.

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