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Ausgabe 6/2017


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 MARK NOWAKOWSKI: Straßenmusik in Berlin : zwischen Lebenskunst u. Lebenskampf ; e. musikethnolog. Feldstudie.
MARK NOWAKOWSKI
Straßenmusik in Berlin : zwischen Lebenskunst u. Lebenskampf ; e. musikethnolog. Feldstudie.
transcript-verlag.de
(Bielefeld : transcript Verl., 2016. – XIV, 415, XVIII S. : mit zahlr. s/w-Foto)
ISBN 978-3-8376-3385-6 , 34,99 EUR


Zwar beschränkt sich das vorliegende Werk ausschließlich auf Berlin, doch kann es insgesamt gesehen durchaus als erste wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens Straßenmusik in Deutschland betrachtet werden. Autor Mark Nowakowski ist Musikethnologe und verdient sein Geld als wissenschaftlicher Ingenieur für erneuerbare Energien am Umweltbundesamt und betätigt sich zwischenzeitlich selbst als Straßenmusikant. Seine umfangreichen und detaillierten Untersuchungen hat er als Dissertation der Freien Universität Berlin vorgelegt. Aber keine Angst: Es handelt sich keinesfalls um dröges Wissenschaftskauderwelsch, womöglich angereichert mit endlosen Zahlenkolonnen. Im Gegenteil, die einzelnen Abschnitte lesen sich informativ, abwechslungsreich und unterhaltsam – ein gewisses Interesse für die Thematik vorausgesetzt. Der Hauptteil des Buches ist quasi ein alphabetisch angeordnetes Lexikon der Straßenmusikanten in Berlin aus den Jahren 2010 bis 2014. Klar, dass die Szene sich immer wieder verändert. Mithilfe eines standardisierten Fragebogens hat der Autor eine Fülle von Interviews durchgeführt. Die meisten Musiker werden auch bildlich vorgestellt. Neben Alter, Herkunft und Instrument wird nach musikalischer Ausbildung gefragt, nach Motivationen, Repertoire, Intentionen, Publikumsreaktionen, Erfahrungen etc. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit rechtlichen Aspekten der Straßenmusik, mit ihrer Geschichte sowie mit ihrer soziokulturellen Bedeutung. Insgesamt ergibt sich ein plastisches Bild einer nach wie vor sehr lebendigen urbanen Auftrittskultur im steten Wandel.
Kai Engelke
 CHRISTOF MEUELER/FRANZ DOBLER: Die Trikont-Story : Musik, Krawall & andere schöne Künste.
CHRISTOF MEUELER/FRANZ DOBLER
Die Trikont-Story : Musik, Krawall & andere schöne Künste.
heyne.de
(München : Heyne, 2017. – 446 S. : mit zahlr. Farbfotos)
ISBN 978–3-453-27135-7 , 30,00 EUR


Zum fünfzigsten Geburtstag des legendären Labels Trikont haben der Journalist Meueler und der Schriftsteller Dobler die Trikont-Story aufgeschrieben – von den wilden Anfängen bis zur großen heutigen Anerkennung (siehe auch „Heimspiel“ auf Seite 41 dieser Ausgabe). Die Trikont-Story ist ein Jubiläumsbuch zum Lesen und Stöbern. Zwischen den Schilderungen der Erzähler kommen die Protagonisten mit vielen O-Tönen zu Wort. Das Buch ist vom Label sogar autorisiert. Zum collagenhaften Eindruck trägt die überbordende Fülle der abgedruckten Dokumente bei: Fotos, Plakate, Plattencover. Und weil in fünfzig Jahren viel passiert ist, wurde das Buch ziemlich dick. Es ist frappierend, wie viele Künstler mit Trikont den Durchbruch schafften, darunter Klaus der Geiger, Hans Söllner, Funny van Dannen und Labrassbanda. Am spannendsten sind die Kapitel über den Anfang der Siebzigerjahre, jedenfalls wenn man sich für linksradikale Zeitgeschichte interessiert. Ausführlich wird die Einbindung der Trikont-Leute in die Gruppe Arbeitersache geschildert. Ungewöhnlich ist dabei die Münchener Perspektive auf diese Zeit. Am Beispiel des Trikont-Labels wird außerdem gut nachvollziehbar, wie sich die Linksradikalen dann Mitte der Siebziger von der Arbeiterbewegung abwenden und die Neuen Sozialen Bewegungen (Umwelt, Frauen, Homosexuelle) als Projektionsfläche entdecken. In den Achtzigern lernt Trikont-Chef Achim Bergmann den Eigensinn der bayerischen Landbevölkerung schätzen und wird auf seine Art konservativ. Im letzten Drittel des Buches verblasst Bergmann als politischer Mensch, während die Autoren einen Trikont-Sampler nach dem anderen vorstellen. Das ist alles nicht uninteressant, wirkt aber manchmal wie ein Werbekatalog. Und als die Autoren dann doch im Jahr 2017 ankommen, ist das Buch zu Ende. Zu einer zusammenfassenden Einschätzung von Wirkung und Bedeutung Trikonts fehlte wohl leider der Platz, die Zeit und/oder die Kraft.
Christian Rath

 JOCHEN WIEGANDT: Hallo, hier Hamburg : Lieder u ihre Geschichte(n) von Waterkant u. See / mit Fotos v. Michael Zapf.
JOCHEN WIEGANDT
Hallo, hier Hamburg : Lieder u ihre Geschichte(n) von Waterkant u. See / mit Fotos v. Michael Zapf.
edel.com
(Hamburg : Edel, 2017. – 249 S. : mit zahlr. Fotos)
ISBN 978-3-8419-0524-6 , 17,95 EUR


Das Buch beginnt mit einem Busenwitz, und schon möchte die Leserin es an die Wand knallen … Aber das wäre voreilig, es wird nämlich doch noch richtig gut. Mal abgesehen von kuriosen Druckfehlern (York statt Jork, ein Ort auf dem Hamburg gegenüberliegenden Elbufer), dem Fehlen eines Bildes von Hans Albers (von dem natürlich viel die Rede ist) und davon, dass der Autor gar zu gern erzählt, was er alles Tolles geleistet hat. Aber sonst ein wunderbares Buch voller Lieder, die irgendwas mit Hafen und Meer zu tun haben, meistens sogar mit Hamburg. Warum das griechische „Ein Schiff wird kommen“ hier auftaucht, bleibt unklar, aber „Wir lagen vor Madagaskar“ passt doch überall hin und wird immer gern gesungen. Jochen Wiegandt stellt uns bekannte und unbekannte Lieder vor, bringt Varianten und versucht, wann immer es geht, den Ursprung der Lieder zu ermitteln und ihre Wanderwege aufzuzeigen. Und nicht nur um die Lieder geht es, sondern auch um die, die sie gesungen haben, von den namenlosen Bänkelsängern früherer Jahrhunderte über sehr unterschiedliche Volkssänger wie Hein Köllisch und eben Hans Albers bis hin zu Tony Sheridan, der viel, und Heino, der zum Glück wenig mit Hamburg zu tun hat. Ein Buch zum Stöbern, Entdecken, Nachschlagen, dazu reich illustriert.
Gabriele Haefs
 KEIVAN AGHAMOHSENI: Tango auf dem Persischen Teppich : d. Medium Schellackplatte im Kontext von Modernisierung und Nationalismus im Iran.
KEIVAN AGHAMOHSENI
Tango auf dem Persischen Teppich : d. Medium Schellackplatte im Kontext von Modernisierung und Nationalismus im Iran.
olms.de
(Hildesheim : Olms, 2017. – 291 S. – (Center for World Music – Studies in M)
ISBN 978-3-487-15548-7 , 34,80 EUR


Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einer frühen Epoche der iranischen Musikindustrie, in der sich diese für Einflüsse von außen öffnete, und beschreibt die Wechselbeziehung zwischen der Entstehung der Musikindustrie und dem Wandel des Musiklebens in der iranischen Gesellschaft. Der Autor verknüpft zwei Arbeitsansätze miteinander, den rein diskografischen und den kulturwissenschaftlichen. Letzterer berücksichtigt auch die gegenseitige Beeinflussung von veröffentlichter Musik und dem Hörverhalten der Musikkonsumenten. Ein Schwerpunkt des Buches liegt auf Aufnahmen aus der Zeit Shah Reza Pahlavis von 1925 bis 1941, an deren Ende die Gründung des ersten nationalen Radiosender Irans stand. Durch die gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit konnten auch Sängerinnen zunehmend am Musikleben partizipieren, wie zum Beispiel Qamar al-Moluk Vasiri, die sich bereits 1924 der bis dahin geltenden Regel widersetzte und ohne Verschleierung konzertierte. Das Buch ist weit mehr als die bloße Beschreibung dessen, wie sich das Medium Schellackplatte im Iran etablierte und welche in- und ausländischen Akteure – darunter die Firmen Polyphon und Odeon – am Aufbau der dortigen Musikindustrie mitwirkten. Es ermöglicht auch einen einordnenden Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge, geht ausführlich auf die Ordnung und Systematik klassischer persischer Musik ein und darauf, wie sich einzelne Musiker davon emanzipierten und den Austausch mit ausländischen Kollegen suchten. Djamshid Sheibani zum Beispiel spielte mit dem Ensemble des Amerikaners Allan Small Tango, Rumba und Walzer in der ihm eigenen Weise und wurde so zu einem der Wegbereiter globaler Musik im Iran. Wer sich Spezialwissen über iranische Musik aneignen möchte und die der wissenschaftlichen Arbeit geschuldeten Einschübe, Querverweise und Fußnoten als hilfreich und nicht als Lesehemmnis zu betrachten vermag, wird das Buch mit viel Gewinn lesen.
Bernd G. Schmitz

 JAMES A. HEALD: World of Wonders : the lyrics and music of Bruce Cockburn. – Rev. and expanded.
JAMES A. HEALD
World of Wonders : the lyrics and music of Bruce Cockburn. – Rev. and expanded.
tinyurl.com/ya5238jx
(o. O. : Missing Link Records, 2017. – XVII 260 S.)
ISBN 978-1546664772 , 13,71 EUR


Der Poet, Gitarrist und Liedermacher James A. Heald legt die zweite, erweiterte Ausgabe seiner englischsprachigen Abhandlung über die Liedtexte und Musik des kanadischen Songwriters Bruce Cockburn vor. Einbezogen wurde die zwischenzeitlich erschienene Autobiografie des Singer/Songwriters, Rumors of Glory; darauf basierend hat der Autor die Analyse beziehungsweise Interpretation einiger Songs gegenüber der Erstauflage revidiert und diese Monografie in verschiedenen Bereichen überarbeitet und verbessert. Wenn man nun aufgrund des Buchtitels vermuten mag, dass Heald komplette Liedtexte abdruckt und dann den Song in seiner Gesamtheit diskutiert, so wird man enttäuscht. Stattdessen nimmt er Auszüge, einzelne Phrasen, Zeilen, Strophen oder Refrains von Hits und weniger bekannten Liedern des Songpoeten, stellt ihre Entstehung in den zeitgeschichtlichen und persönlichen Kontext, analysiert Cockburns jeweilige Situation und Verfassung, während das Lied entstand. Dabei geht Heald auch auf die spirituellen Einflüsse des bekennenden Christen Cockburn ein, spürt den Auswirkungen seiner Reisen in Kriegsgebiete in Zentralamerika, Kambodscha, Afghanistan und Irak nach. Auf diese Weise entwickelt Heald nach und nach ein Gesamtbild Cockburns und seines Werkes in vierzig Jahren und mehr als dreißig Alben, das – bei aller Komplexität – nicht umfassend sein kann. Für die Fans des Singer/Songwriters mag World of Wonders sicher eine spannende und aufschlussreiche Lektüre sein, Leser, die sich nicht mit dem Werk des Kanadiers auskennen, könnten das Buch aber nach einem oder zwei Kapiteln frustriert zur Seite legen.
Ulrich Joosten
 RONNIE BROWNE: That Guy Fae the Corries.
RONNIE BROWNE
That Guy Fae the Corries.
sandstonepress.com
(Dingwall : Sandstone Press, 2015. – XVI, 390 S. : mit Fotos)
ISBN 978-1-910985-06-9 , 9,99 GBP


Das schottische Duo The Corries war unter den „echten“ Folkies nie sonderlich populär. Zu musikantenstadlhaft kamen sie daher. Pro oder contra, sie waren faktisch Teil der schottischen Folkszene, wie der umfangreiche Index dieser Autobiografie beweist oder ihre Aufnahme in die Scottish Traditional Music Hall of Fame. Roy Williamson, der musikalischere der beiden, wie Browne mehrfach betont, starb bereits 1990 an einem Hirntumor. Das war das Ende der Corries, nicht aber das Ende ihrer Popularität und erst recht nicht das Ende von „Flower Of Scotland“. Der Song, von Williamson geschrieben, wird bis heute bei diversen Sportereignissen als schottische Nationalhymne gesungen. Der zum Zeitpunkt der Autobiografie 78 Jahre alte Browne erzählt seine Geschichte und die der Corries. Das macht er sehr detailliert und gewissenhaft. Manchmal hat man das Gefühl, einem Buchhalter zu folgen. Das ist wörtlich zu verstehen, denn Browne hält sich auch nicht mit Zahlen zurück, wahrscheinlich um zu zeigen, dass die Corries zwar gut verdient haben, aber keinesfalls in der Liga ihrer Popkollegen spielten. Das geht dann auch ins Persönliche, zum Beispiel wie viel diese Wohnung in Edinburgh gekostet hat und für wie viel sie dann Jahre später wieder veräußert wurde. Browne war und ist auch ein erfolgreicher Porträtmaler, war also nie ausschließlich auf die Musik angewiesen. Interessant für deutsche Leser ist, dass er das Konzert bei der „Matinee der Liedersänger“ des WDR Mitte der Siebziger als „one of the most successful engagements of our careers“ bezeichnet. Der Moderator Achim Sonderhoff kommt dabei besonders gut weg und heißt für Browne immer „Joe Sonderhoff“. Bei aller zeitweise irritierenden Penibilität, hinter der Fassade des erfolgreichen Entertainers steckt wahrscheinlich ein sensibler Mensch. 2014 beendete er seine Liveauftritte, weil sie ihn emotional zu sehr mitnahmen, denn im April 2012 starb seine Frau Pat. Und wenn dieses Buch eines klar und deutlich rüberbringt, dann Brownes bewegend tiefe Liebe zu dieser einzigen Frau, die für ihn ein und alles war. Kein schlechter Grund für ein Buch.
Mike Kamp

 JOHN SPILLANE: Will We Be Brilliant or What? : Songs and Stories / Foreword by Christy Moore.
JOHN SPILLANE
Will We Be Brilliant or What? : Songs and Stories / Foreword by Christy Moore.
collinspress.ie
(Cork : Collins Press, 2016. – XI 220 S.)
ISBN: 978-1-84889-285-9 , 16,99 EUR


Der bereits in Heft 2/2010 des Folker näher vorgestellte irische Liedermacher John Spillane ist in seinem Heimatland eine über Folkkreise hinaus angesehene Persönlichkeit, was nicht zuletzt die Riege an namhaften Künstlern diverser Genres zeigt, die Lieder von ihm gecovert haben und dadurch mit dazu beitragen, dass diese über kurz oder lang selbst Teil des traditionellen Repertoires werden dürften. Seine Alben waren teilweise Chartstürmer, er erhielt nationale Preise und hat im vergangenen Jahr mit Will We Be Brilliant or What? ein Buch vorgelegt, das die Texte von knapp sechzig der über zweihundert Songs enthält, die er bisher verfasst hat. Außerdem lässt Spillane darin sein musikalisches Leben Revue passieren, wobei er sich in erster Linie an seinen Liedern orientiert und erzählt, was zu deren Entstehung führte oder an welche Begebenheiten sie ihn erinnern. Zwischendrin eingestreut sind immer wieder längere Passagen, in denen er seinen musikalischen Werdegang von den ersten Schritten in einer Rockband über Swing und Jazz bis hin zu traditioneller Musik, Folk und schließlich seiner Solokarriere als Singer/Songwriter schildert. Es ist ein sehr intensives Buch, an dem besonders die positive Ausstrahlung heraussticht, die Spillane sprachlich und inhaltlich an den Tag legt. Er schreibt genauso verschmitzt und aufgeräumt, wie er die Ansagen in seinen Konzerten gestaltet. So kann auch, wer mit seinen Liedern nicht vertraut ist, in der poetischen und lebensbejahenden Art des Musikers eine lohnenswerte Lektüre finden. Und es lässt sich verschmerzen, dass es keine Diskografie gibt oder meist nicht ersichtlich ist, auf welchem Album ein Song erschienen ist. Dafür schrieb ihm der zum Freund und zeitweisen Kollaborateur gewordene Christy Moore ein liebevolles Vorwort, und nach einem knappen Drittel des Buches bekommt der Leser einen waschechten Workshop im Songschreiben. „Jeder trägt ein Buch in sich, hier ist meins …“, bekundet Spillane in der Einleitung. Gut, dass er es geschrieben hat.
Stefan Backes
 ANDREA DAUN: Jan und Jules Weihnachtswunder [Buch] / Ill. v. Régis Noël.  ANDREA DAUN / TOM DAUN: Jan und Jules Weihnachtswunder [Hörbuch].
ANDREA DAUN
Jan und Jules Weihnachtswunder [Buch] / Ill. v. Régis Noël.
tomdaun.de
rgverlag.at
(Dörfles : Götz, 2017. – 48 S. : mit zahlr. Ill.)


ANDREA DAUN / TOM DAUN
Jan und Jules Weihnachtswunder [Hörbuch].
tomdaun.de
rgverlag.at
(Dörfles : Götz, 2017.)
ca. 40:00 , 15,00 EUR


Noch im Druck sind Buch und Hörbuch, sodass wir bei Redaktionsschluss noch nicht alle Informationen für eine Bestellung vorliegen hatten. Geplanter Erscheinungstermin war der 1. November, aber diese Geschichte sollte möglichst schon dieses Jahr die Vorweihnachts- und Weihnachtszeit in den Kinderstuben sein. Einerseits schlicht, dabei jedoch wunderschön illustriert, erzählt und musikalisch untermalt ist das, was Jan und Jule am Vorabend von Weihnachten und am Weihnachtstag erleben. Anfangs erinnert es ein wenig an Hänsel und Gretel, doch dann kommt ein wildes Tier ins Spiel, das normalerweise nicht in einem Winterwald zu finden ist. Und es passiert das Weihnachtswunder, welches Jan und Jule erleben. Für die Eltern, die die Kinder erst am Weihnachtstag im Wald finden, wird ein alter Mythos lebendig. Obwohl es keine bizarre oder aufsehenerregende Geschichte ist, passt sie zur Weihnachtszeit, und es kommen immer wieder Weihnachtslieder vor. Auf dem Hörbuch sind diese von Tom Daun schlicht, schön und ohne Gesang auf der Harfe eingespielt. Weihnachtsstimmung ist also vorprogrammiert. Und im Buch sind es die liebevollen Illustrationen von Régis Noël, die die Produktion abrunden. Ein schönes Geschenk zu Nikolaus oder Weihnachten.
Doris Joosten