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GRENZEN SPRENGENDE CHÖRE
 LA MÒSSA: A Moss’!
LA MÒSSA
A Moss’!
(Dodicilune Records)


„La Mòssa“ ist ein Hüftschwung, der auf die neapolitanische Schauspielerin Nini Tirabusciò zurückgeht. Beschwingt ist er, der Gesang der fünf in Frankreich ansässigen Sängerinnen. Die musikalische Reise führt von der Tarantella über die brasilianische Samba, die argentinische Zamba, Bulgarien, Finnland, Irland ins Limousin. Das Album tönt wie aus einem Guss, so unterschiedlich die Herkunft der Stücke auch ist. Vom Timbre der Stimmen her ist der Chor am ehesten dem frankofonen Raum zuzuordnen. Wenn’s Brasilianisch wird, kommen zusätzlich Percussioninstrumente zum Zug.
Martin Steiner
 ORCHESTRA BAILAM E CANTERINI GENOVESI: Trallalero Levantìn
ORCHESTRA BAILAM E CANTERINI GENOVESI
Trallalero Levantìn
(Felmay)


Die genuesischen Trallalero-Chöre wiederum weisen spezielle Eigenheiten auf. Immer dabei ist neben den Bass-, Bariton- und Tenorstimmen der Kontratenor. Die hohen Stimmen erzählen die Geschichte, die tiefen sind meist für Borduntöne zuständig. Hinzu kommt die Voce Guitarra, die in Ermangelung eines Saiteninstruments deren Pluckern übernimmt. Das Orchestra Bailam, ein italienisches Sextett, das sich den Klängen der Türkei, des Orients und der Klezmermusik verschrieben hat, entführt den Chor ins Morgenland. Der Dialog der beiden Musikwelten tönt frisch und ungewohnt.
Martin Steiner

 QUINTETTO NIGRA: Cantada – Polifonie Dal Piemonte
QUINTETTO NIGRA
Cantada – Polifonie Dal Piemonte
(Felmay)


In eine ganz andere Richtung führt der Belcanto des Quintetto Nigra. Manche der Interpretationen der traditionellen piemontesischen Lieder erinnern an Madrigalgesänge. Hinzu kommen ab und zu einige jazzige Einsprengsel. Giuseppe Verdi und Gioachino Rossini sind selbstredend Piemontesen. Nicht fehlen darf das Partisanenlied „Bella Ciao“ in einer eigenwilligen Version. Es stammt zwar aus der Gegend von Bologna, doch die Reisfelder erstreckten sich ja bis ins Piemont.

Die drei Produktionen überzeugen durch ihre Offenheit. Das macht sie spannend und empfehlenswert.
Martin Steiner



LOCAL HEROES – LIEDORIENTIERT UND DANN MIT POWER
 CHRISTINE KYDD: Shift & Change
CHRISTINE KYDD
Shift & Change
(Greentrax Recordings)


Kydd ist eine erfahrene Sängerin, Mitglied der Scottish Traditional Music Hall of Fame – und außerhalb Schottlands leider so gut wie unbekannt. Was Interessenten entgeht, zeigt dieses Album eindrucksvoll: traditionelle, zeitgenössische und eigene Lieder (zweimal a cappella), bei denen Mastermind Angus Lyon und vier weitere Musiker mit sparsamer Begleitung den Fokus immer wieder auf den intensiven Gesang richten.
Mike Kamp
 BOB LESLIE: The Barren Fig
BOB LESLIE
The Barren Fig
(Eigenverlag)


Schon immer Musiker gewesen, zuerst Folk, dann eher in Rock/Pop-Richtung. Seit 2012 zurück zu den Wurzeln in Glasgow als Singer/Songwriter in Scots. Nun ging er mit drei Damen (Akkordeon, Fiddle, Clarsach & Flute) ins Studio und nahm sein zweites Album mit guten eigenen Songs auf. Den Arrangements und Aufnahmen allerdings hätte oft ein neutraler Produzent gutgetan, um ein stimmigeres Ergebnis zu erreichen.
Mike Kamp

 DOUGIE MACKENZIE with BRIAN MILLER: Along The Way
DOUGIE MACKENZIE with BRIAN MILLER
Along The Way
(Greentrax Recordings)


Die erste CD im fortgeschrittenen Alter – alles hat seine Gründe. Aber es stimmt auch alles: Die Aufnahme und Produktion von Ian McCalman, die A-cappella-Songs oder Brian Millers Gitarrenbegleitung, die zwölf traditionellen Lieder (und zwei neuere von Dave Goulder und Mike Waterson) und überhaupt, der entspannte, unaufgesetzte und warme Gesang. Ein rundum gelungenes Debüt.
Mike Kamp
 ALEXANDER McCALL SMITH & JAMES ROSS: These Are The Hands
ALEXANDER McCALL SMITH & JAMES ROSS
These Are The Hands
(Greentrax Recordings)


Interessante Kombination – der weltberühmte Autor McCall Smith (The No.1 Ladies’ Detective Agency) schreibt die geerdeten Gedichte, die der folkaffine Pianist Ross vertont. Es geht um Schottland, das Meer, das Land, die Menschen. Hervorragend interpretiert von Michelle Burke und Kathleen MacInnes und neun profilierten Musikern. Ein ungewöhnliches, packendes, teils majestätisches und überzeugendes Projekt.
Mike Kamp

 JOANNE McIVER & CHRISTOPHE SAUNIÈRE: Canty
JOANNE McIVER & CHRISTOPHE SAUNIÈRE
Canty
(Buda Musique)


Siebte CD und das Duo ist dennoch eine unbekannte Größe. Sie Schottin, er Franzose, er spielt die Harfe, sie Smallpipes, Flöte, Low Whistle – und sie singt und schreibt alle Lieder, zwei in Gälisch (plus zwei Instrumentals). Die Musik ist selten keltischer Mainstream, eher jazzig, aber mit deutlichen schottisch-gälischen Wurzeln, was besonders die Themen der Lieder betrifft. Eine Bereicherung.
Mike Kamp
 PAUL McKENNA BAND: Breathe
PAUL McKENNA BAND
Breathe
(Eigenverlag)


Das einzig Konstante ist der Wechsel – das gilt auch für die Paul McKenna Band, jetzt mit (nicht übermäßig) Uilleann Pipes. Der Sound ist komplex und überzeugend, was sicherlich auch an Produzent Mike Vass liegt. McKenna schreibt die meisten Songs, manchmal in Kooperation, und singt sie mit seiner stark emotionalen Stimme. Der eine oder andere aktuelle politische Song hätte gut gepasst. Eine gute CD.
Mike Kamp

 RED HOT CHILLI PIPERS: Fresh Air
RED HOT CHILLI PIPERS
Fresh Air
(Eigenverlag)


Die Chillis wie gehabt mit einer Power, die Kleinstädte mit Licht versorgen könnte, die rockige, funkige E-Truppe plus Bläsersektion und davor normalerweise drei Piper, die Tunes wie „Highland Cathedral“ und Songs wie „Hallelujah“ intonieren. Es hat Personalwechsel gegeben, und die aktuelle Formation bleibt ob der zwanzig CD-Akteure (davon sechs Piper!) unklar. Sicher ist nur: Die Post geht ab – live sowieso.
Mike Kamp
 SKIPINNISH: Steer By The Stars
SKIPINNISH
Steer By The Stars
(Eigenverlag)


Die acht Folkrocker überzeugen mit einem neuen Album und gewähren so ganz nebenher zwei Runrig-Mitgliedern bei ein paar Stücken Asyl. Ansonsten sind die erfolgreichen Zutaten die üblichen: gälische und englische Songs, oft mit maritimen Themen, immer mitsingbar, gerne auch mal hymnisch, und zwischendurch knackige, fetzige Instrumentals mit der Kraft der zwei Pipes. Der Skipinnish-Sound – grandios!
Mike Kamp