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Die Filmkolumne von Michael Freerix


Vincent Moon – Reisender im Dienst der Musik

Vincent Moon * Foto: Jennifer Contreras „Ich bin auf einer Reise, die nie aufhören wird, in einer Art Selbstfahrmodus, aber dem besten, den es gibt, den des Unbewussten“, sagt der unabhängige Filmemacher Vincent Moon über sich und seine Arbeit. Diese Reise begann bereits um das Jahr 2000, als Moon noch Fotograf war und seine Bilder mit Hilfe von Überblendungsprogrammen in kurze Filme verwandelte. Moon erzählt, dass der österreichische


Avantgarde-Filmer Peter Tscherkassky ihn zu diesem Zeitpunkt anregte, mit seiner Kamera doch „richtige“ Filme zu machen.
Auf seiner Website ist eindrucksvoll nachzuvollziehen, wie sich das Werk von Vincent Moon, der in Paris geboren wurde und bürgerlich Mathieu Saura heißt, von Beginn an entwickelt hat. Sind seine frühen Arbeiten zwischen 2000 und 2005 noch Musikfilme, in denen er Songs von Bands und Musikern mit Bildern der Fremdheit unterlegt und auf diese Weise Stimmungslandschaften entwirft, geht er später dazu über, die Musiker in von ihm gewählte Settings zu stellen und sie dort, akustische Instrumente spielend, zu filmen.
Doch irgendwann „hatte ich genug davon, mit einer sehr begrenzten Musik wie Rock oder Indie zu arbeiten“, und sein Interesse verlagert sich auf das Reisen, um Menschen zu besuchen, die in weit entfernten Regionen Musik machen. So geht Moon auf Entdeckungsfahrt durch Nordafrika, Südamerika und auch durch Teile von Russland. Eine spirituelle Komponente schleicht sich während dieser Zeit in seine Filme, weil er beginnt, religiöse Zeremonien zu filmen. Allerdings ist es schwierig, genau einzuordnen, was er macht, viel zu weitschweifig und grenzübergreifend sind seine musikalischen wie auch filmischen Interessen. Seine Website lädt zum vorurteilsfreien Entdecken ein. „Ich gehe immer gleich vor, plane nichts und filme alles in einer Aufnahme, jedenfalls so viel es geht,“ schildert Moon seine unkonventionelle Vorgehensweise. Je jünger das Herstellungsdatum seiner Arbeiten ist, umso größer wird der Raum, den er den Musik machenden Menschen und ihrem Leben einräumt.