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Kathrin Müller-Beck und Maike Bretnütz (Festivalassistenz)

Heimspiel


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Zum fünfzehnten Mal Klezmore in Wien





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Global Music Festival Akkordeon Akut

Akkordeon-Alarm aus aller Welt an der Saale

In Halle an der Saale und Leipzig dreht sich im November elf Tage lang alles um das Akkordeon – und zwar unter welt­weitem Blickwinkel und auf hohem Niveau. Denn auftreten darf nur, wer den hohen Ansprüchen der Veranstalter genügt.

Text: Imke Staats

„Global Music Festival“? Diese Bezeichnung haben wir gefühlt schon hunderte Male gehört. Aber da ist noch ein Zusatz: „Akkordeon Akut“. Aha, darum geht es also – ein ganzes Festival nur für dieses Instrument. Vom 1. bis 11. November wird es in Halle und Leipzig zum neunten Mal gefeiert. So viel Zeit nur für Akkordeon, Bandoneon, Quetschkommode? Gründerin und Organisatorin Kathrin Müller-Beck findet das nicht zu viel. Die gelernte Kulturmanagerin hatte erkannt, dass der Ruf des Instruments in Deutschland dringend aufpoliert werden musste, denn es hatte sich in vielen Köpfen festgesetzt, dass das Akkordeon stellvertretend für Volkstümlichkeit schlechthin steht. Auch war zu wenig bekannt, wie vielfältig dieses Instrument in anderen Ländern im Folkbereich eingesetzt wird.

Aufräumen mit der konservativen Vorstellung von Schunkelgedudel

Als frischgebackene Absolventin ihres Studiums der Theaterwissenschaft suchte Müller-Beck eine Aufgabe und entdeckte in Wien zufällig ein modernes Akkordeon-Festival, das sie begeisterte. Sie nahm sich vor, auch in Deutschland die Vielfältigkeit dieses Instruments zu zeigen. Halle eignete sich, weil es dort bereits herausragende Akkordeonisten wie die Mitglieder des Landes-Akkordeon-Ensembles Sachsen-Anhalt (LAESA) und gute Kooperationen gab und der Programmgestalter Frank Heinecke dort lebte. „Die Bauchentscheidung zwischen Halle und Leipzig fiel auf die kleinere, familiärere Stadt, womit wir glücklich sind“, so die Kulturmanagerin. Das erste Festival 2010 – gedacht als einmalig stattfindendes Ereignis – war so erfolgreich, dass sie beschloss, es weiter zu veranstalten. Zunächst mussten Förderanträge für die Anschubfinanzierung gestellt, dann Gelder für die weiteren Ausgaben gesichert werden. „Kultur kann nicht ungefördert funktionieren“, konstatiert Müller-Beck, die eine annehmbare Bezahlung aller Beteiligten anstrebt. Trotz des Erfolgs ihres Festivals muss sie bei den Geldgebern jedes Jahr immer wieder Überzeugungsarbeit leisten. Neben der öffentlichen Hand gibt es mehrere Sponsoren.

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