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Sheevón
35 JAHRE SHEEVÓN (22.06.2017)
Sheevón

Wenige Bands schaffen das. Die Stones vielleicht oder die Scorpions. Aber die Regel ist es nicht im Musikgeschäft, dass eine Gruppe sagenhafte 35 Jahre zusammenbleibt und auf Tour ist. Mit der, laut Presseinfo, Bandbreite von feurig-wirbelnden Instrumentalstücken und deftigen Irish-Folk-Songs über Slow Airs und mehrstimmige A-cappella-Lieder bis zu emotional-melancholischen Balladen und Eigenkompositionen sowie herzerfrischend spontaner Bühnenpräsentation begeisterte das Sextett seine Fans in unzähligen Konzerten, Fernseh- und Radiosendungen. Sheevón gastierten mehrmals in Irland und wurden dort auf Bühnen, in Radiosendungen und einem Livemitschnitt des TV-Senders RTÉ als eine der ersten deutschen Bands gefeiert, die Irish Folk interpretierten. Konzerte von Helgoland bis zu den Alpen, gehören zur Geschichte der Band genauso wie Auftritte in Litauen, Belgien, Italien und Holland. In die Galerie der Ehrungen finden sich unter anderem der Preis der Deutschen Phono-Akademie, die Auszeichnung Stadtmusik des WDR und der niederrheinische Kulturpreis. Zehn Alben sind im Laufe der Jahrzehnte entstanden, und Sheevón dürfen durchaus von sich behaupten, irische Musik flächendeckend unters Volk gebracht zu haben. Der Folker gratuliert. www.sheevon.com
Stéphane Milleret
STAGE DE MUSIQUES TRADITIONELLES (20.06.2017)
Stéphane Milleret

Vom 13. bis 19. August wird in Saint-Ismier im Departement Isère eine Vielzahl von Kursen angeboten: Cornemuse, Klarinette und Bassklarinette, Flöte, Querflöte, Drehleier, Geige, Akkordeon und diatonisches Akkordeon, Gesang, traditionelle Musik des Balkans, der Bretagne und des Massif Central und zu guter Letzt Sound und Heimstudio. Unter den Kursleitern sind Isabelle Pignol, Norbert Pignol, Stéphane Milleret, Anne-Lise Foy und viele weitere Meister ihres Fachs. Abgerundet wird das Ganze mit täglichen Ateliers, Tea Time und abendlichen Konzerten mit Tanz. Das Ganze hat seinen Preis, aber für eine Woche mit Vollpension kosten die Kurse dennoch nicht allzu viel. Genaue Informationen sowie Anmeldung gibt es unter www.stagemydriase.jimdo.com und mydriasestage@free.fr.


Bukahara; Foto: Jason Krüger
HAFENSOMMER-BÜHNE FÜLLT SICH (18.06.2017)
Bukahara; Foto: Jason Krüger

Das Programmteam des diesjährigen Würzburger Hafensommers hat eine Reihe weiterer Bands verpflichtet. Das Publikum darf zwischen dem 21. Juli und dem 6. August gespannt sein auf Musiker und Musikerinnen wie die Fadosängerin Gisela João (siehe auch Beitrag in dieser Ausgabe auf Seite 54) oder die Band Bukahara. Ein spezielles Angebot in diesem Jahr sind die Themenabende. Sie widmen sich einzelnen musikalischen Richtungen wie dem „Migration Blues“ mit drei Bands und den „Maghreb-Klängen“ mit zwei unterschiedlichen Formationen. Tickets für die Konzerte sind in der Touristinformation im Falkenhaus sowie online erhältlich. hafensommer-www.wuerzburg.de
Plakat Folk Jam Session
FUSION FOLK IN MÜNCHEN (16.06.2017)
Plakat Folk Jam Session

Schottischer und irischer Folk werden gerne kombiniert, Musik vom Balkan und Klezmer auch. Ein neues Musikformat in der bayerischen Landeshauptstadt versucht sich nun an verwegeneren Kombinationen. Dazu gehört beispielsweise Schwedisches mit Klezmer und alpenländischen Elementen. Das Beste daran: Jeder kann mitmachen. Jeden dritten Dienstag im Monat veranstaltet nun die Klarinettistin und Bassistin Hannah Ochsner ab 20 Uhr in einem Stadtteilzentrum in der Blumenstraße 7 in 80331 München Folk-Jamsessions. Da das Ganze in einem Café stattfindet, ist für Essen und Trinken gesorgt, Instrumente und Notenständer müssen aber selbst mitgebracht werden. Auftakt für die Sessions war am 21. Februar. Mit den ersten Ergebnissen war Ochsner sehr zufrieden. „Es war bunt gemischt – Akkordeons, Bläser, Geigen, Bass, viele Stile, nette Leute. Und die Location ist für die Sessions genau richtig.“ Kein Wunder, denn auch das Stadtteilzentrum Glockenbachwerkstatt hat sich den interkulturellen Austausch auf die Fahne geschrieben. Es veranstaltet ansonsten Konzerte, zeigt Kinofilme, bietet Kurse an und betreibt einen Kindergarten. www.glockenbachwerkstatt.de


Charles Suberville; Foto: Sandra Wel
RENDEZVOUS-CHANSON-INFOS FÜR EIN JAHR ZUM NACHHÖREN (14.06.2017)
Charles Suberville; Foto: Sandra Wel

Und das geht so: www.sr2.de/rendezvous-chanson aufrufen, nach unten scrollen, den Archivbutton anklicken, auswählen und genießen. Aktuell die Gespräche mit Antoine Lachance und Paule-Andrée und Lou-Adriane Cassidy aus Quebec sowie mit Felix Meyer und Chansonlegende Charles Suberville. In Kombination mit der Musikrecherche von SR 2 wird dadurch die Sendung Rendezvous Chanson noch mehr zu einer der Informationsquellen über frankofone Textmusik im deutschsprachigen Raum. En attendant le podcast.
Ilya Shneyveys; Foto: Ingo Nordhofen
SHTETL NEUKÖLLN GEHT IN SERIE (12.06.2017)
Ilya Shneyveys; Foto: Ingo Nordhofen

Zunächst war es ein Versuchsballon, jetzt wird ein regelmäßiges Festival daraus. Wie die Veranstalter mitteilten, war das erste Shtetl Neukölln im Dezember 2016 so erfolgreich, dass für dieses Jahr eine Neuauflage geplant ist. Das Berliner Festival für jiddische Kultur soll vom 7. bis 14. Dezember 2017 stattfinden. Es bietet tagsüber Workshops von international renommierten Künstlern in den Sparten Instrumentalmusik, Gesang und Tanz. Noch stehen nicht alle Dozenten fest, auf jeden Fall mit dabei sind aber Hampus Melin von Daniel Kahn & the Painted Bird (Schlagwerk) und Ilya Shneyveys von Forshpil (Akkordien), die beide schon als gute Dozenten beim Yiddish Summer in Weimar aufgefallen sind. Am frühen Abend soll es wie beim ersten Festival Jamsessions und danach Konzerte geben. Im vorigen Jahr traten dabei so bekannte Künstler wie Alan Bern, Christian Dawid, Emil Goldschmidt, Daniel Kahn oder Karsten Troyke auf. Auch 2017 wird der Hauptveranstaltungsort die Werkstatt der Kulturen sein. Mehr Infos gibt es in der zweiten Jahreshälfte auf der Website des veranstaltenden Vereins Tănase & Gebirtig. www.tanasegebirtig.org


Impression Yiddish Summer Weimar; Foto: Felikss Livschits
YIDDISH SUMMER, DIE ZWÖLFTE (10.06.2017)
Impression Yiddish Summer Weimar; Foto: Felikss Livschits

Das Dutzend ist voll. Bereits zum zwölften Mal findet unter der Leitung Alan Berns der Yiddish Summer Weimar (YSW) statt – in diesem Jahr vom 15. Juli bis 12. August und unter dem Motto „The Other Israel: Seeing Unseen Diasporas“. Ganz klar ist diese Thematik insofern nicht, weil das aus dem Griechischen stammende Wort Diaspora („Zerstreuung“) im jüdischen Kontext die jüdische Welt außerhalb Israels meint. Auf jeden Fall aber ist Israel die Heimat eines Kaleidoskops von Kulturen aus der ganzen Welt. Die jiddische Kultur ist nur eine davon, die im 21. Jahrhundert oft hermetisch von der Außenwelt abgeschirmt in von Ultraorthodoxen bewohnten Bezirken gelebt wird. Andere Kulturen wie die des Irak, Kurdistans, Marokkos, Äthiopiens, Deutschlands, Argentiniens oder Russlands geben sich hier wesentlich offener. Neben vielen Konzerten sollen Workshops das Motto abrunden, beispielsweise in Form einer Jugendklezmerband, eines Tanzorchesters oder gar durch Tanz als solchen, wobei unter anderem die spannende Frage beantwortet werden soll, welche Tanzkulturen den israelischen Volkstanz maßgeblich beeinflusst haben. www.yiddishsummer.eu
Aynur; Foto: Jean-Baptiste Millot
AUSZEICHNUNG FÜR AYNUR (08.06.2017)
Aynur; Foto: Jean-Baptiste Millot

Das internationale Berklee Mediterranean Music Institute ehrte im März die kurdische Sängerin Aynur mit dem diesjährigen Master of Mediterranean Music Award 2017 für ihren Beitrag zur Erhaltung der traditionellen kurdischen Gesangstraditionen. Indem sie das traditionelle Repertoire interpretiert und mit modernen westlichen Stilen mischt, hat sie einen neuen Weg beschritten. „Wir glauben, Aynurs Beharrlichkeit und Treue zur traditionellen kurdischen Musik und das Überwinden großer Herausforderungen auf ihrem künstlerischen Weg ist ein wichtiges Vorbild für andere Künstlerinnen, die noch dabei sind, eine kreative Stimme in der mediterranen Musikszene zu finden“, so das Institut. www.berklee.edu


Ado Schlier
SONGS AUF TOUR (06.06.2017)
Ado Schlier

Bereits im letzten Jahr war klar, dass der Erfinder und künstlerische Leiter der Songs an einem Sommerabend, Ado Schlier, sich mit der Beendigung seines Engagements in Bad Staffelstein nicht etwa aufs Altenteil zurückgezogen hätte, sondern die Songs, deren Namen er sich gesichert hat, nun in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern auf Wanderschaft schickt. Die Ausgabe 2017 etwa findet mit dem Titelzusatz „Das Original“ in der alten historischen Fuggerstadt Sterzing zwanzig Kilometer südlich des Brenners in Südtirol statt, delikaterweise zum selben Termin wie die Lieder auf Banz, also ebenfalls am 7. und 8. Juli 2017. Eingeladen hat Schlier dazu unter anderem einige altbekannte und Banz-erfahrene Künstler wie Heinz-Rudolf Kunze, Solo zu Viert, Dominik Plangger oder Carolin No. Und auch durch das Programm führt mit Matthias Brodowy ein langjähriger Begleiter der Songs auf Banz. Für die Ausgabe 2018 ist übrigens Würzburg als Austragungsort im Gespräch. Wir werden sehen. www.studio-fuer-veranstaltungen.com
Tonträger; Foto: Jost Schilg
LIEDER AUF BANZ (04.06.2017)
Tonträger; Foto: Jost Schilg

Die dreißigste im vergangenen Jahr war gleichzeitig die letzte Ausgabe der Songs an einem Sommerabend – im oberfränkischen Bad Staffelstein. Auf der Wiese vor Kloster Banz geht es nun weiter mit den „Liedern auf Banz“, die sich als legitimer Nachfolger des Vorgängers sehen. Das Liedermacherfestival wird unter neuer Organisationsleitung des Veranstaltungsservice Bamberg, jedoch weiterhin mit Unterstützung des Landkreises Lichtenfels, der Stadt Staffelstein und der Hanns-Seidel-Stiftung stattfinden. Neuer künstlerischer Leiter ist Thomas Schimm, Manager und ehemaliges Mitglied der A-cappella-Formation Viva Voce, die 2004 den Nachwuchspreis der Songs gewann und deren Mitglieder am 7. und 8. Juli als Gastgeber durch das Programm führen werden. Zwar berufen sich die neuen Macher weiter auf die Liedermachertradition der kritischen und humorvollen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen wie sie in den Sechzigern ihren Anfang nahm und wollen mit der Beibehaltung des Förderpreises für Nachwuchsliedermacher der Hanns-Seidel-Stiftung sowie mit einem Gesprächsforum tiefe Einblicke in die Szene gewähren. Doch Namen wie Konstantin Wecker oder Werner Schmidbauer können nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit den anderen Künstlern im Hauptprogramm wie Willy Astor, Purple Schulz, Sebastian Krumbiegel von den Prinzen oder Stefan Jürgens weiterhin, möglicherweise auch aus finanziellen Gründen, die Anbindung an den Popmainstream eine nicht unwichtige Rolle spielt. Die Förderpreisträger dieses Jahres, die am Festival ausgezeichnet werden, stehen mit Fee Badenius, Marcel Brell (siehe Folker 1/2016) und der Gruppe Tonträger übrigens bereits fest. www.lieder-auf-banz.de


Impression vom Gnaoua-Festival
ZWANZIG JAHRE FESTIVAL IN MAROKKO (02.06.2017)
Impression vom Gnaoua-Festival

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 findet im marokkanischen Essaouira zum zwanzigsten Mal das Gnaoua-Festival statt, das der Musik der Bevölkerungsgruppe der Gnawa ein Denkmal setzt. Die Gnawa sind Nachfahren westafrikanischer Sklaven aus dem Reich von Gana. Neben der Tradition spielen auch Fusionsprojekte eine wichtige Rolle. Eingeladen sind immer auch internationale Acts. Außerdem bietet das Festival eine Plattform für die junge Szene. www.festival gnaoua.net
Theater am Spittelberg Aussenansicht; Foto: Flora Huebl
DER SPITTELBERG JUBELT (31.05.2017)
Theater am Spittelberg Aussenansicht; Foto: Flora Huebl

Beeindruckende Zahlen: 6.955 Künstlerinnen und Künstler, 212.560 Besucherinnen und Besucher, insgesamt 1.870 Vorstellungen – das Wiener Theater am Spittelberg feiert fünfzehn Jahre seines Bestehens und mit diesem Jubiläum ein Konzept, das seit Beginn jede Facette künstlerischer Darbietung würdigt. Damit will man die unterschiedlichen kulturellen Ambitionen Wiens aufspüren, diesen respektvoll Raum für Entwicklung geben und sie gereift widerspiegeln. 2011 wurde die ursprünglich für vier Monate geplante Sommerbühne um die Festivals Wien im Rosenstolz – Landpartie und Wintertainment erweitert und somit auf acht Monate Spielzeit ausgedehnt. Zusätzlich erschallt das internationale A-Cappella-Festival Voice Mania. Der Austropop hatte im Theater am Spittelberg stets ein besonderes Zuhause, aber auch Singer/Songwriter und das immer wieder totgesagte Wienerlied, Volksmusik und Internationales Flair finden hier ihren Weg auf die Bühne. Der Spielbetrieb 2017 steht im Zeichen des Jubiläumsjahres, mit Best-of-Programmen, Schwerpunkten aller Kulturen, die im Theater am Spittelberg in den fünfzehn Jahren eine Heimat gefunden haben, und natürlich jeder Menge Überraschungen. www.theateramspittelberg.at


Eva Marxen; Foto: Rene Neumann
RADIOTIPP (29.05.2017)
Eva Marxen; Foto: Rene Neumann

Die Musikwissenschaftlerin, Journalistin und Musikerin Eva Marxen hat seit Januar 2016 eine monatliche zweistündige Folksendung bei WDR 3 Jazz & World, in der sie im letzten Jahr Rückblicke zur Martinee der Liedersänger zusammenstellte und für 2017 bisher unter anderem Beiträge zum WDR-Folkfestival (ab 1997 WDR-Weltmusikfestival) wieder aus den Archiven hervorholte. Sie hat ihre Reihe Fundstücke aus dem Folkarchiv genannt und für Juni und Juli Sendungen über Folk aus England, unter anderem mit Fairport Convention, June Tabor, der Albion Band, Richard Thompson und Whippersnapper, geplant sowie über das Tanz- & Folkfestival Rudolstadt 1992 mit Kat yn’t Seil, Luis Rico, Appenzeller Space Schöttl, Helmut Debus oder Déanta geplant. Angekündigt werden die Sendetermine immer ein paar Tage vorher auf der Website von WDR 3. Immer wieder schreiben Hörerinnen und Hörer der Journalistin, wie sehr ihnen bei dieser Musikauswahl das Herz aufgeht. Hoffentlich spricht sich das bis zu den Programmverantwortlichen herum. www.wdr.de/radio/wdr3
Michael Frowin; Foto: Bernd Brundert
CHANSONTIEF AUCH ÜBER HAMBURG (27.05.2017)
Michael Frowin; Foto: Bernd Brundert

Neben dem Ende des Berliner „Salon Chanson“ ist auch das des Chansonfestes Hamburg zu verkünden. Seit 2010 wurden im Rahmen eines kleinen, aber feinen Festivals auf dem Hamburger Theaterschiff im Abstand von zwei bis drei Jahren jeweils zwei Chansonpreise vergeben. Mit Pigor & Eichhorn, Anna Depenbusch und Tim Fischer, der den Deutschen Chansonpreis bekamen, ehrte sich das Theaterschiff wohl eher selbst. Doch der ebenfalls verliehene Nachwuchspreis war wichtig für Künstler, die gerade ihre ersten Schritte auf die Bühnen wagten. Schwarz un Schmitz, Felix Oliver Schrepp und Lennart Schilgen behaupteten sich hier in der öffentlich ausgetragenen Finalrunde und konnten anschließend weiteres Interesse für sich verbuchen. Das Festival und die Preisverleihungen von 2015 waren die letzten, wie jetzt auf Anfrage mitgeteilt wurde. Die Begründung von Michael Frowin, Kabarettist und künstlerischer Leiter des Theaterschiffs: „Zu viel Arbeit, Aufwand und Geld – für einen sehr überschaubaren Ertrag und eine sehr geringe Öffentlichkeitswirkung. Wir werden eine andere Art der Nachwuchsförderung versuchen – und da soll Chanson gern drin vorkommen. Aber es wird nicht der Schwerpunkt sein.“ www.deutscher-chansonpreis.de, www.theaterschiff.de


Falk; Foto: Ingo Nordhofen
CHANSONGIPFEL IN SAARBRÜCKEN (25.05.2017)
Falk; Foto: Ingo Nordhofen

Es ist das einzige Mal im Jahr, dass sich die Liedgutträger und -innen aus Deutschland und Frankreich wirklich treffen – und das natürlich im französischsten aller Bundesländer. Vom 23. bis 25. Juni lädt (Folker-Mitarbeiter) Gerd Heger in seiner Eigenschaft als „Monsieur Chanson“ beim Saarländischen Rundfunk im Rahmen des Saarbrücker Altstadtfestes je vier Künstlerinnen und Künstler von beiden Seiten der Grenze zum zweisprachigen Songmatch. Die Aufstellung vor dem Training: für Frankreich Garance, Liz van Deuq, Marie Baraton und Eric Guilleton, für Deutschland Luise Weidehaas, Falk, Erik Manouz und Felix Meyer. Der dritte Chansongipfel ist der bisher bestbesetzte, versichert der Mann, der wissen muss, dass Eric Guilleton, Garance und Marie Baraton großartige heutige Vertreterinnen des poetischen französischen Chansons sind. Zu Leuten wie Felix Meyer muss man eh nichts mehr sagen. www.altstadtfest-saarbruecken.de
jodeln satt
JODELN SATT (23.05.2017)
jodeln satt

Vom 22. bis 25. Juni findet in Brig im Kanton Wallis das dreißigste Eidgenössische Jodlerfest statt. Der Veranstalter erwartet 15.000 Jodler aus der Schweiz und anderen Ländern und 150.000 Gäste. Geplant sind Vorträge, ein Festumzug mit 60 Formationen und natürlich viele Gelegenheiten, Jodel und Alphorn zu erleben. Beides verschwand mit der Verschiebung der Käseproduktion vom Berg ins Tal langsam aus der Bergwelt. Mit dem Aufleben der Volksmusik und dem Aufkommen des Tourismus erlebten der Jodel und das Alphorn aber eine Renaissance, die bis heute anhält (siehe etwa auch den Beitrag zum Revival des Jodelns ab Seite 60 in Heft 3/2017). www.jodlerfest-brig.ch


Solid Ground; Foto: Petra Winkelhardt
EHRE FÜR SOLID GROUND (21.05.2017)
Solid Ground; Foto: Petra Winkelhardt

Das schafft nicht jede deutsche Irish Folk Band. Solid Ground aus Würzburg wurden von der irischen Yeats Society eingeladen, ihr neues Programm im Heimatland des großen irischen Schriftstellers William Butler Yeats (1865-1939) aufzuführen. Die Band widmet dem Literaturnobelpreisträger eine musikalische Lesung, in der der Zuhörer dem Freigeist, der als einer der größten irischen Literaten seiner Epoche gilt, von der Geburt bis zum Tod folgt. Originalgedichte werden auf Englisch oder übersetzt ins Deutsche vorgetragen und von bekannten Liedern wie „Down By The Salley Gardens“, irischen Jigs and Reels und neuen Poesievertonungen umrahmt. Parallel zu dem Programm entsteht derzeit ein neues Album mit einer Auswahl an Vertonungen ausschließlich von Yeats-Gedichten, die im Juni erscheinen soll, rechtzeitig zum Auftritt der Band am 13.6.2017 während der offiziellen Feierlichkeiten rund um den Geburtstagstermin des Dichters im offiziellen Programm der Stadt Sligo. Es wird gleich zwei Konzerte geben, eines unterhalb des Benbulben im Örtchen Drumcliff und das andere in Sligo Town. Ihre Irlandtour starten Solid Ground am 10. Juni in der Würzburger Partnerstadt Bray in Mickey Finn’s Brewerey. Am 16. Juni spielt die Band dann in der St. Fenian’s Church in Dublin und lädt gemeinsam mit der dortigen deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde zu einem deutsch-irischen Freundschaftsabend ein. Alle Infos, auch zu Auftritten mit dem Yeats-Programm in Deutschland, finden sich auf www.solid-ground.de.
Karneval der Kulturen
BERLINER ZITTERPARTY (19.05.2017)
Karneval der Kulturen

Bis vor Kurzem war es völlig unklar, ob er überhaupt stattfinden wird, doch jetzt sind die Veranstalter guten Mutes – der Berliner Karneval der Kulturen wird auch in diesem Jahr zu Pfingsten gefeiert, und zwar vom 2. bis 5. Juni 2017. Beim Straßenumzug treten neben altbekannten Gruppen neue Formationen auf, darunter Berlin Urban Baladi, die sich Bauchtanz jenseits aller Klischees widmen, und Ghettowhisper, die sich auf Lianen durch den Marzahner Plattenbaudschungel schwingen. Damit spielen sie darauf an, dass das Haus des Karnevals seinen Sitz seit März 2016 in Marzahn hat. Die Grupo Chile widmet ihren Beitrag in ihrem zweiten Karnevalsjahr der Künstlerin Violeta Parra, die 2017 hundert Jahre geworden wäre. Und die deutsch-japanische Gruppe Kashiwa-Ren holt einen originalen Mikoshi-Schrein nach Berlin. Wie immer gibt es vier thematisch ausdifferenzierte Bühnen mit kostenlosen Livekonzerten. Die ehemalige Farafina-Bühne (Schwerpunkt Afrika) heißt dabei ab nun Black Atlantica. Die Latinauta-Bühne widmet ihre Bühnendekoration aus gegebenem Anlass dem Thema „Zaun und Abgrenzung“. Die Veranstalter und der Senat hatten sich wiederholt über Sicherheitsprobleme gestritten, sodass das Festival wochenlang auf der Kippe gestanden hatte. Die Situation war deswegen so kompliziert, weil in der Hauptstadt nahezu zeitgleich mehrere Großveranstaltungen stattfinden. www.karneval-berlin.de


Trio Dhoore
DREIVIERTELTAKT – MEHR ALS WALZER (17.05.2017)
Trio Dhoore

Am Pfingstfreitag, dem 2. Juni, zieht es viele norddeutsche Folkies nicht in die Probstei, wie der bekannte Tanz nahelegt, sondern nach Angeln. Dort, in der internationalen Jugendbildungsstätte Scheersberg bei Flensburg, treffen sich bis Pfingstsonntag, den 4. Juni, wieder zahlreiche Musik- und Tanzbegeisterte. Das Motto „Dreivierteltakt – nicht nur Walzer“ macht klar, dieses Jahr geht es vor allem um Tanz und Tanzmusik. Zwei exzellente junge Bands, das Floating Sofa Quartett aus Skandinavien und das Trio Dhoore aus Belgien (siehe Folker 2/2017), werden im Hauptkonzert am Sonnabend für einen beschwingten Abend sorgen. Die Vielfalt des Dreivierteltakts bildet sich auch in den Werkstätten ab, die sich jeweils auf eine Tanzart von Menuett über Polska und Bourée bis Mazurka und Walzer konzentriert. Zwischen den Ensemblewerkstätten wird im Lauf des Wochenendes gewechselt, man legt sich also nicht auf eine fest. Die letzte Werkstatt bietet ein gemeinsames Angebot für Kinder ab sechs Jahren und ihre Eltern, natürlich im Takt des Wochenendes. Parallel dazu wird für kleinere Kinder ab drei Jahren auf Anfrage eine Kinderbetreuung angeboten. Das Konzert „Musiker für Musiker“ bietet freitags wieder die Möglichkeit, sich mit zwei bis drei Titeln vorzustellen. Nach den Konzerten und auch zwischendurch ist Zeit für Sessions, mehr Tanz, gemeinsames Singen oder gemütliche Unterhaltung mit alten und neuen Freunden. Unterstützt wird das Folktreffen seit vielen Jahren von der LAG Tanz Schleswig-Holstein. Unter www.lagfolk.de ist das Programm mit Preisen und weiteren Infos abrufbar. Zur Teilnahme kann man sich direkt beim Jugendhof unter info@scheersberg.de anmelden. Dort können auch diejenigen, die nur zum öffentlichen Konzert am Sonnabendabend kommen wollen, Karten vorbestellen. www.scheersberg.de
Dieter Rita Scholl
CHANSONTIEF ÜBER BERLIN (15.05.2017)
Dieter Rita Scholl

Der Chansonsänger Boris Steinberg gehörte 1996 zu den Mitbegründern des Chansonfestes Berlin. Das erlebte 2015 seine letzte Ausgabe und starb zusammen mit dem Kleinkunsttheater Corbo, dem letzten „Wohnort“ dieses Festivals. Doch die von Steinberg moderierte Reihe „Salon Chanson“ im Grünen Salon der Berliner Volksbühne lebte weiter. Seit 2010 begrüßte er dort alle zwei bis drei Monate in einer abendfüllenden Show wechselnde Gäste aus der Berliner Liederszene (siehe auch Ortstermin in Folker 2/2015). Jetzt schlägt auch für den „Salon Chanson“ die letzte Stunde. Der designierte neue Intendant der Volksbühne, Chris Dercon, hat andere, noch nicht öffentlich gewordene Pläne mit dem Haus, sodass der Vertrag mit dem Grünen Salon zum Spielzeitende ausläuft. Am 20. Mai um 20 Uhr wird Boris Steinberg mit vertrauten und neuen Gästen wie Corinne Douarre, Caroline Bungeroth und Dieter Rita Scholl zum letzten Mal im „Salon Chanson“ das kleine Lied groß feiern. Mehr über die Situation der Berliner Liederbühnen im nächsten Folker. www.gruener-salon.de, www.boris-steinberg.de