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No Crows; Foto: Christoph Obrecht
OBESCHWÄBISCH ABGEKUPFERT (13.11.2019)
No Crows; Foto: Christoph Obrecht

Zum 31. Mal vergibt die Ravensburger Zehntscheuer in diesem Jahr das Ravensburger Kupferle als oberschwäbischen Kulturpreis für besonders herausragende Auftritte in der zurückliegenden Spielzeit. Am Samstag, 23. November, werden die No Crows aus Irland und Lüül & Band aus Berlin im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung geehrt, bei der die Künstler mit Auszügen aus ihren aktuellen Programmen im Mittelpunkt stehen. Der Folker gratuliert.
www.zehntscheuer-ravensburg.de
Logo Festival Musik und Politik
KEIN FESTIVAL MUSIK UND POLITIK 2020 (10.11.2019)
Logo Festival Musik und Politik

Nach der Jubiläumsausgabe im vergangenen März – Festivalmacher und -gäste hatten für drei tolle Tage die Berliner Volksbühne komplett in Beschlag genommen – meldete der Vereinsvorstand von Lied und soziale Bewegungen jetzt das vorläufige Aus für das seit zwanzig Jahren stattfindende Festival mit dieser Pressemitteilung: „Das Festival wurde zwei Jahrzehnte ehrenamtlich organisiert und hat niemals Eingang in einen öffentlichen Haushalt gefunden. Das Maximum an finanzieller Förderung, was wir in Berlin – mit allergrößtem Aufwand und erstmals 2019! – erreichen konnten, war eine Fehlbedarfsfinanzierung. Es fehlt jedoch ein echter Etat, für einen Kurator, für Vollzeitstellen in der einjährigen Vorbereitungsphase, für überregionale Werbung. Unsere Inhalte lassen sich zumeist nicht einfach ‚auf Risiko‘ realisieren – oft sind sie zuschussbedürftig. Der Kern des Vereins, diejenigen, die über die Jahre am Festival gearbeitet haben, schrumpft. Altersgründe spielen hier eine Rolle, aber auch persönliche und berufliche Entwicklungen. Wir sehen keine Möglichkeit, mit diesen Voraussetzungen ein gelungenes Programm zu erstellen.“ Die Veranstalter wollen sich jetzt erst einmal anderen Vereinszwecken wie der Erschließung und Nutzbarmachung ihrer Archive (unter anderem vom Festival des politischen Liedes 1970 bis 1990) widmen. Auch die bislang erstellten Ausstellungen sollen noch intensiver als Wanderausstellungen angeboten werden. Da der „kreative Druck“ aber durchaus nicht erloschen sei, soll auch über neue Festivalformen nachgedacht werden, die neben Musik möglichst auch andere Kunstformen miteinbeziehen.
www.musikundpolitik.de


Small Island Big Song in Ostrava
AUSZEICHNUNG FÜR SMALL ISLAND BIG SOUND (07.11.2019)
Small Island Big Song in Ostrava

Eben noch auf dem Cover der letzten Folker-Ausgabe und nun wurde ihnen der Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik verliehen. In der Jurybegründung heißt es: „Selbstverständlich ist der Preis der deutschen Schallplattenkritik kein Klimakritikerpreis, auch wenn das heutzutage angesagt wäre. Aber wenn sich circa fünfzig traditionelle Musiker und Musikerinnen von sechzehn Inseln im Indischen und Pazifischen Ozean zusammentun, um ihre kulturellen Gemeinsamkeiten zu entdecken, dann ist das alleine schon ein spannendes Projekt. Wenn dann noch hinzukommt, dass alle diese Inseln mehr oder weniger die ersten sein werden, die bei steigendem Meeresspiegel verschwinden und mit ihnen eine unverwechselbare Kultur, dann gehen Schallplatten- und Klimakritik in die gleiche Richtung. Eine musikalische Warnung also, manchmal sanft und ergreifend, meistens rhythmisch und mitreißend. Die freie Natur ist das Studio, unzählige seltene Instrumente kommen zum Einsatz, und unterschiedliche Sprachen verschmelzen zu einem wahrlich großen und überzeugenden Lied. Einzigartig und ergreifend!“
www.smallislandbigsong.com
www.schallplattenkritik.de
Faya; Foto: Catarina Vasconcelos
CREOLE GLOBAL – DREI SIEGERBANDS (04.11.2019)
Faya; Foto: Catarina Vasconcelos

Die Gewinner des zweiten von der Berliner Werkstatt der Kulturen ausgerichteten Wettbewerbs Creole Global stehen fest. Drei Gruppen wurden gleichwertig als erste und einzige Sieger gekürt. Dazu zählt das in Berlin beheimatete Kanun-Bass-Percussion-Trio Japal, das arabische und japanische Musik kombiniert. Zweite im Bunde waren Kurdophone aus Wien. Das iranisch-österreichische Quintett verknüpft iranische Musik mit Jazz. Für gute Laune sorgten als Drittes Faya aus Lissabon, ein italienisch-deutsches Damentrio, das allerlei Ethno-Einflüsse fusioniert. Die Creole Global 2019 fand vom 12. bis 14. September statt.
www.creole-weltmusik.de


Jaron Tripp und Samantha Archer
HANDPAN NICHT NUR IN BERLIN (01.11.2019)
Jaron Tripp und Samantha Archer

Ist es eine Seuche, ein Hype oder einfach nur die tolle Musik, die man mit diesem außergewöhnlichen Instrument machen kann, die zu einem regelrechten Siegeszug der noch recht jungen Handpan führt? Nach den ersten Handpan-Festivals in Berlin schicken sich nun zwei Nürnberger Organisatoren an, in ihrer Heimatstadt ebenfalls ein Festival auf die Beine zu stellen. Am 15. und 16. November gibt es in der Villa Leon sowie im Yoga-Zentrum Nürnberg Infos, Workshops und Konzerte rund um das und mit dem Instrument, unter anderem mit Szenegrößen wie Rainer Rabus, Yatao oder Archer & Tripp. Der Samstag bietet weitere Workshops und ein intimes Solokonzert mit Mike „Caisaman“ Dürigen in kleinerem Rahmen.
www.handpanfestival-nuernberg.de
RasgaRasga; Foto: Ilkay Karakurt
CREOLE NRW – AND THE WINNER IS … (29.10.2019)
RasgaRasga; Foto: Ilkay Karakurt

Der Landesmusikrat NRW gab soeben die Gewinnerbands des 2019er-Wettbewerbs bekannt. Zehn Finalisten begeisterten das Publikum im voll besetzten Domicil in Dortmund, das an zwei Abenden im September die stilistische Bandbreite der Musikkulturen in NRW erleben konnte. Die mit jeweils 1.500 Euro dotierten Hauptpreise gewannen die Kölner Band RasgaRasga sowie das Ayça Miraç Quartett. Der Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro ging an das junge Klezmerquintett Tovte aus Köln.
www.lmr-nrw.de


Rumpelstolz
VIERZIG JAHRE RUMPELSTOLZ (26.10.2019)
Rumpelstolz

Zu den wenigen Gruppen aus der DDR-Folkszene, die noch heute aktiv sind, zählt die Gruppe Rumpelstolz, welche 1979 in Cottbus gegründet wurde und seitdem überwiegend traditionelle deutsche Volkslieder- und tänze spielt. Davon konnten sich Besucher des Rudolstadt-Festivals schon mehrfach überzeugen. Das Jubiläumskonzert findet am 9. November, dem dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls, im Klub am Steintor in Bernau bei Berlin statt. Als Gäste dabei sein werden die Ex-Wacholder-Musikerin Scarlett O’, das Duo Forte Piakko, die Spielleute Allerlei sowie ehemalige Bandmitglieder. Übrigens benannte sich Rumpelstolz nach einem Waschbrett, welches man damals für 6,20 Mark erstand und als Instrument nutzte. Glückwunsch und viel Spaß beim Feiern!
www.rumpelstolz.de
Brian Auger mit Pete York; Foto: Ingo Nordhofen
BLUES-LOUIS FÜR BRIAN AUGER (23.10.2019)
Brian Auger mit Pete York; Foto: Ingo Nordhofen

Am 28. September erhielt der britische Keyboarder Brian Auger aus den Händen seines langjährigen Freundes und Kollegen Pete York (Preisträger 2014) den renommierten Blues-Louis des Lahnsteiner Bluesfestivals. Quasi als Dankeschön lieferte er anschließend mit seiner Band Oblivion Express ein fulminantes Konzert ab. Yorks Laudatio war geprägt von großer Wärme, Sachkenntnis und vor allem britischem Humor – vielleicht die beste Laudatio in der Geschichte des Preises. Im weiteren Festivalprogramm sorgten Ann Vriend aus Kanada und vor allem Ali Neander’s Blues Bang & Friends, eigens für diese Veranstaltung zusammengestellt, sowie die ebenfalls kanadische Rock-’n’-Soul-Sängerin Shakura S’Aida, deren Bühnenpräsentation an Josephine Baker denken ließ, für Begeisterung.
www.lahnsteiner-bluesfestival.de


Tri Yann; Foto: Konan Mevel
TRI YANN GEHEN IN RENTE (20.10.2019)
Tri Yann; Foto: Konan Mevel

Nein, das fünfzigjährige Bandbestehen wollen oder können sie sich nicht mehr antun, die drei Johannesse aus der Bretagne, denn eigentlich gilt 1971 als das Gründungsjahr der Folkrockband. Aber irgendwie muss es dennoch passen, denn ihre Abschiedstour trägt den Titel „Kenavo tour 50 ans de scène“. Und das Schönste ist, dass Tri Yann auch für zwei Konzerte nach Deutschland kommen werden, leider nur in den Süden. Fans sollten sich die Termine aber unbedingt notieren: 29.2.2020 Karlsruhe, Tollhaus; 1.3.2020 Stuttgart, Theaterhaus. Zum guten Schluss werden Tri Yann dann wohl noch mal die bretonische Nationalhymne intonieren „Bro Gozh Ma Zadoù“.
www.tri-yann.com
Budweis Quartett
DREILÄNDERFOLK IN ETTLINGEN (17.10.2019)
Budweis Quartett

Zum elften Mal gibt es am Samstag, dem 9. November 2019, die Ettlinger Folknacht mit Folkmusik verschiedener europäischer Länder. Dabei sind die irische Band Goitse, die 2015 bei den Ireland Music Awards als beste Band abräumte, Laüsa aus der Gascogne in Frankreich mit meist okzitanischem Gesang, vielschichtiger Begleitung, Riffs und surrenden Saiten. Das Budweis Quartett aus Deutschland, eine sehr eigenständige Bal-Folk-Formation um den Akkordeonisten Jan Budweis, spielt Melodien aus aller Herren Länder. Freitag und Samstag finden Tanzkurse für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Alle Infos unter
www.ettlingen.de


Kimmo Pohjonen mit Minna Tärvamäki; Foto: Minna Hatinen
ZEHNTES AKKORDEON AKUT (14.10.2019)
Kimmo Pohjonen mit Minna Tärvamäki; Foto: Minna Hatinen

Vorsicht, infektiös! In Folker 6/2018 stellten wir es im „Heimspiel“ vor, nun feiert das Global Music Festival Akkordeon Akut vom 30. Oktober bis 10. November 2019 in Halle/Saale seine zehnte Ausgabe. Von einer viertägigen Wochenendveranstaltung hat es sich zum größten Akkordeonfestival Deutschlands entwickelt und zu einer festen Größe im Eventkalender Mitteldeutschlands. Die Organisatoren nehmen das Jubiläum zum Anlass, Revue passieren zu lassen, was sich in dieser Dekade alles ereignet hat – und zwar mit Lieblingskünstlern, Lieblingsprojekten und Lieblingsspielorten der vergangenen Jahre. Ein paar Namen seien als Appetithäppchen „gedroppt“: Rebekka Bakken, Vincent Peirani Kimmo Pohjonen mit Minna Tervamäki oder Renato Borghetti. Anne Niepold aus Belgien sticht seit Jahren durch ihre unkonventionelle kreative Art heraus, Musette und Jazz zu interpretieren, und ist die ideale Partnerin für Richard Galliano im internationalen Doppelkonzert in der Oper. Balkanpower bringen das Boban Marković Orkestar feat. Marko Marković auf die Bühne – das liest sich äußerst hochkarätig. Und eine originelle Idee ist die Akkordeon-Rallye mit kostenfreien Konzerten in der Stadt und der dazu fahrenden Straßenbahn Nr. 8. Mehr über das Festival unter
www.global-music-festival.net
Impression Publikum, Bardentreffen 2018; Foto: Michael Pohl
KONZERTE FÜR EIN LANGES LEBEN (11.10.2019)
Impression Publikum, Bardentreffen 2018; Foto: Michael Pohl

Leute, schmeißt die Yogamatten weg und sucht ein neues Zuhause für euren Hund! Was bislang als unverzichtbare Maßnahmen für Gesundheit und langes Leben galt, rutscht nun auf den zweiten Platz oder gar tiefer. Das neue Geheimrezept heißt: „Ein Livekonzert alle zwei Wochen verlängert das Leben um circa zehn Jahre.“ Das dürfte dafür sorgen, dass ab sofort die Folkclubs wieder knüppeldickevoll sein werden! Es sollte allerdings auch nicht verschwiegen werden, wer diese Studie in Auftrag gab. Die Firma heißt O2 und betreibt die größten Konzerthallen in Großbritannien. Ach so … Die Studie im Wortlaut findet sich unter
www.bit.ly/2KC6nIp


Michael Juan Nunez; Foto: Tammy Nunez
LASST DIE GUTEN ZEITEN ROLLEN (08.10.2019)
Michael Juan Nunez; Foto: Tammy Nunez

Unter diesem Motto geht es wieder auf Tour – schon zum achtzehnten Mal – mit dem American Cajun, Blues & Zydeco Festival. Alle eingeladenen Künstler sind in den Clubs von New Orleans bis Lafayette angesagte Größen und fast alle zum ersten Mal in Deutschland zu hören: Joe Hall & The Canecutters, die Dwight „Blackcat“ Carrier Band und Michael Juan Nunez. Die Musiker, verspricht der Veranstalter, zaubern „das lebensbejahende Gefühl, oder auf Französisch ‚Laissez les bons temps rouler‘ auf die Bühne. Würden die Alligatoren draußen vor den Fenstern schwimmen, man könnte sich wie irgendwo am Bayou fühlen.“ Los geht’s am 23. Oktober in Basel, es folgen vierzehn weitere Konzerte bis zum Finale am 8. November in Mainz. Na dann! Allez les Acadians!
www.americancajunfestival.de
Richard Thompson
SIEBZIG JAHRE RICHARD THOMPSON (05.10.2019)
Richard Thompson

Unsereins feiert die runden Geburtstage im Hinterzimmer der Stammkneipe oder im Dorfgemeinschaftshaus. Aber wir sind ja auch keine lebende Legende wie der Saitenzauberer Richard Thompson. Der hat anlässlich seines Siebzigsten am 30. September mal eben die Royal Albert Hall in London angemietet (wo er circa 23 Jahre nicht mehr gastiert hatte), um ein Geburtstagskonzert mit etlichen sehr speziellen Gästen zu geben. Namen werden natürlich noch geheimgehalten, aber es dürfte ziemlich sicher sein, dass auch das eine oder andere alte Fairport-Convention-Mitglied mit auf der Bühne stehen wird. Auch über einen Ü-Wagen vor der Halle würden wir uns nicht wundern.
www.richardthompson-music.com


Laway
EIN ABEND, VIER LEGENDEN (02.10.2019)
Laway

Für Freunde der plattdeutschen Folkmusik wird es am Freitag, dem 27. September, ein ganz besonderes Konzert geben – in der Kirche Jheringsfehn in einem Ort mit dem lauschigen Namen Boekzetelerfehn in Moormerland im niedersächsischen Landkreis Leer. Seit vielen Jahren haben die Brüder Jan und Jürn Cornelius nicht zusammen auf der Bühne gestanden – nun wird es bei „Legenden up Platt“ ein Comeback geben. Die beiden machten sich bereits in den Siebzigern mit zeitkritischen bis politischen Texten einen Namen. Ab 1984 machte Jan als Solist weiter, wobei einen breiten Raum seines Schaffens plattdeutsche Kinderlieder einnehmen. Er wurde mit dem Bad-Bevensen-Preis ausgezeichnet. Doch mit den beiden ist die Liste der Legenden für das Konzert nicht zu Ende. Einmal wäre da noch Helmut Debus, der mit Frömde Frünnen soeben sein zwanzigstes Album veröffentlicht hat (siehe Rezension in Folker 3/2019). Der Siebzigjährige wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturpreis der Stadt Kappeln und ebenfalls dem Bad-Bevensen-Preis. Und dann feiern Laway in diesem Jahr ihr vierzigjähriges Bühnenjubiläum. Die von Gerd Brandt 1979 gegründete Band hat bis heute vierzehn Tonträger veröffentlicht und bei unzähligen Konzerten ihr Publikum begeistert. Ein Artikel folgt in Folker 6/2019. Und nun gibt es also alle vier Legenden auf einer Bühne! Denn man tau!<(i> Karten sind im Vorverkauf erhältlich via E-Mail an legenden-up-platt@gmx.de.

Folk-Legacy Records, Mitgründer Sandy und Caroline Paton
NEUE HEIMAT FÜR FOLK-LEGACY RECORDS (29.09.2019)
Folk-Legacy Records, Mitgründer Sandy und Caroline Paton

Das ist eine gute Nachricht! Das US-amerikanische Smithsonian Institut übernimmt das 1961 von Sandy und Caroline Paton sowie Lee Haggerty gegründete Label Folk-Legacy Records. Ihre Mission: traditionelle Volksmusik zu bewahren, zu kreieren und mit der Öffentlichkeit zu teilen. Folkmusik, Lieder, Geschichten und Melodien, die über Generationen weitergegeben wurden, waren für sie von besonderer Bedeutung. Zu den frühen Veröffentlichungen von Folk-Legacy zählen Feldaufnahmen traditioneller Sänger und Instrumentalisten der Britischen Inseln sowie aus Regionen der USA, darunter die Appalachen, die Ozarks, Neuengland, der Südwesten und weitere darüber hinaus. Viele Alben in späteren Jahren enthalten aufstrebende Künstler oder Interpreten, wobei das Fortsetzen der Tradition im Auge behalten wird. Der Katalog umfasst über 140 Alben, die von den Patons bei informellen Treffen von Freunden, Livekonzerten, Sessions im Folk-Legacy-Studio sowie im Familienheim auf Sharon Mountain in der nordwestlichen Ecke von Connecticut oder direkt in den Häusern traditioneller Musiker aufgenommen wurden. Die Sammlung bietet eine breite Palette an schöner und lebendiger Musik, die von reichen Volkstraditionen durchdrungen ist. Nun gelangte sie dank der Unterstützung von Freunden des Labels zu Smithsonian Folkways Recordings, wo das Erbe dauerhaft gesichert ist und weiterleben wird.
www.folkways.si.edu/folk-legacy


Drehleier von MM Instruments; Foto: Doris Joosten
NEUE QUELLE FÜR DIE KURBELFRAKTION (26.09.2019)
Drehleier von MM Instruments; Foto: Doris Joosten

Viele angehende Drehleierspieler drehen schon am Rad, ehe sie überhaupt ein Instrument besitzen. Denn diese Teile sind vor allem eines: sehr, sehr teuer. Und die Lieferzeit ist sehr, sehr lang. Michalina Malisz, Drehleierspielerin der Band Eluveitie, tat sich deshalb mit einigen Experten (Instrumentenbauer, Tontechniker) zu einem Team zusammen, um erschwingliche Instrumente in guter Qualität zu entwickeln, die nach alter Tradition, aber mit einer modernen Herangehensweise gebaut werden. MM Instruments heißt die im polnischen Krakau ansässige Firma, die Wert auf gute Spielbarkeit, vollen Klang und Bühnentauglichkeit bei einem frischen Design legt. Die Instrumente können mit einem Drei-Wege-Piezo-Tonabnehmersystem einschließlich externem Verstärker ausgestattet werden. Sie sind im natürlichen Holzlook oder in verschiedenen Trendfarben erhältlich. Momentan ist die Warteliste mit circa sieben Monaten Lieferzeit recht kurz. Das wird vermutlich nicht lange so bleiben. Der Onlineshop von MM-Instruments bietet übrigens nicht nur Drehleiern, sondern auch Dudelsäcke oder Saiteninstrumente an – alle Details auf
www.mminstruments.com
Rosier
HÜHNCHEN WEG, HAT KEIN ZWECK (23.09.2019)
Rosier

Es war eigentlich ein origineller Name, Les Poules à Colin, übersetzt „Colins Hühner“, basierend auf dem Titel einer traditionellen Melodie aus Quebec. Aber die vier Mädel und der eine Herr – der tatsächlich Colin heißt – haben nun keine Lust mehr auf die vielen Schreibfehler, mit denen sie sich rumschlagen mussten, zum Beispiel „Paula Collins“, „Los Pollos á Colins“ oder gar „Colin’s Chicks“. Ab sofort heißt das Quintett Rosier, also so viel wie „Rosenstrauch“. Riecht definitiv besser als Hühner. Die Gruppe versichert, dass sich nur der Name, nicht aber die musikalische Vision geändert hat. Eine neue EP erscheint im September. Die Website ist entsprechend nun:
www.rosierband.com


Wolfgang Weichselbaumer bei Le Son Continu in Chateau d'Ars; Foto: Doris Joosten
ZUM ZWEITEN MAL DAS RAD NEU ERFUNDEN (20.09.2019)
Wolfgang Weichselbaumer bei Le Son Continu in Chateau d'Ars; Foto: Doris Joosten

Er ist einer der innovativsten Drehleierbauer, der immer wieder mit Weiterentwicklungen überrascht. Erst vor einigen Monaten stellte der österreichischen Luthier Wolfgang Weichselbaumer ein neuartiges Drehleierrad vor, das der Spieler ähnlich reaktiv wie einen Geigenbogen führen kann. Es folgte ein Instrument mit einem witterungsunempfindlichen Korpus aus Karbon. Mit seiner neuen Entwicklung erfindet er nun das Rad zum zweiten Mal neu. Nach drei Jahren Entwicklungszeit und über 120 Prototypen stellte Weichselbaumer beim diesjährigen Le-Son-Continu-Festival im französischen Chateau d’Ars ein Rad vor, das die Wattierung der Saiten überflüssig macht. Das ist eine echte Sensation, denn diese Einrichtungsarbeit des Instruments zu erlernen, hat schon manch angehenden Kurbler in den Wahnsinn getrieben. Das Ganze wird zwar von vielen Drehleierspieler noch misstrauisch beäugt, aber das wurden die von Weichselbaumer vor vielen Jahren erfundenen, per Schraube feinjustierbaren Stahlstifttangenten auch. Heute sind sie quasi Standard und werden von vielen Instrumentenbauern kopiert.
www.weichselbaumer.cc
Bandoneon von Hans Quast, 1939; Foto: SIMPK-Anne-Katrin Breitenborn
¡CHE BANDONEÓN! (17.09.2019)
Bandoneon von Hans Quast, 1939; Foto: SIMPK-Anne-Katrin Breitenborn

2019 jährt sich zum 25. Mal die Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires. Dieses Jubiläum nehmen das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung und das Ibero-Amerikanische Institut, beides Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zum Anlass, sich mit dem Bandoneon zu beschäftigen. An der Geschichte des Instruments zeigt sich die besondere Beziehung beider Städte und Länder. In Deutschland von Carl Friedrich Uhlig in Chemnitz und von Heinrich Band in Krefeld um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts aus der deutschen Konzertina entwickelt, gelangte das Bandoneon um 1870 vermutlich über Einwanderer nach Argentinien, wo es zum zentralen Instrument des Tangos wurde. Die zu diesem Anlass eingerichtete Ausstellung präsentiert noch bis 20. Oktober eine Auswahl besonders schöner und wertvoller Bandoneons. In einer begleitenden Veranstaltungsreihe ist in verschiedenen Konzerten sein seelenvoller Klang zu erleben.
www.museumsportal-berlin.de