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Wolfgang Weichselbaumer bei Le Son Continu in Chateau d'Ars; Foto: Doris Joosten
ZUM ZWEITEN MAL DAS RAD NEU ERFUNDEN (20.09.2019)
Wolfgang Weichselbaumer bei Le Son Continu in Chateau d'Ars; Foto: Doris Joosten

Er ist einer der innovativsten Drehleierbauer, der immer wieder mit Weiterentwicklungen überrascht. Erst vor einigen Monaten stellte der österreichischen Luthier Wolfgang Weichselbaumer ein neuartiges Drehleierrad vor, das der Spieler ähnlich reaktiv wie einen Geigenbogen führen kann. Es folgte ein Instrument mit einem witterungsunempfindlichen Korpus aus Karbon. Mit seiner neuen Entwicklung erfindet er nun das Rad zum zweiten Mal neu. Nach drei Jahren Entwicklungszeit und über 120 Prototypen stellte Weichselbaumer beim diesjährigen Le-Son-Continu-Festival im französischen Chateau d’Ars ein Rad vor, das die Wattierung der Saiten überflüssig macht. Das ist eine echte Sensation, denn diese Einrichtungsarbeit des Instruments zu erlernen, hat schon manch angehenden Kurbler in den Wahnsinn getrieben. Das Ganze wird zwar von vielen Drehleierspieler noch misstrauisch beäugt, aber das wurden die von Weichselbaumer vor vielen Jahren erfundenen, per Schraube feinjustierbaren Stahlstifttangenten auch. Heute sind sie quasi Standard und werden von vielen Instrumentenbauern kopiert.
www.weichselbaumer.cc
Bandoneon von Hans Quast, 1939; Foto: SIMPK-Anne-Katrin Breitenborn
¡CHE BANDONEÓN! (17.09.2019)
Bandoneon von Hans Quast, 1939; Foto: SIMPK-Anne-Katrin Breitenborn

2019 jährt sich zum 25. Mal die Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires. Dieses Jubiläum nehmen das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung und das Ibero-Amerikanische Institut, beides Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zum Anlass, sich mit dem Bandoneon zu beschäftigen. An der Geschichte des Instruments zeigt sich die besondere Beziehung beider Städte und Länder. In Deutschland von Carl Friedrich Uhlig in Chemnitz und von Heinrich Band in Krefeld um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts aus der deutschen Konzertina entwickelt, gelangte das Bandoneon um 1870 vermutlich über Einwanderer nach Argentinien, wo es zum zentralen Instrument des Tangos wurde. Die zu diesem Anlass eingerichtete Ausstellung präsentiert noch bis 20. Oktober eine Auswahl besonders schöner und wertvoller Bandoneons. In einer begleitenden Veranstaltungsreihe ist in verschiedenen Konzerten sein seelenvoller Klang zu erleben.
www.museumsportal-berlin.de


Törf; Foto: Henk Scholte
DEUTSCH-NIEDERLÄNDISCHES MUSIKFESTIVAL (14.09.2019)
Törf; Foto: Henk Scholte

Das Otto Grote Ensemble hatte im Februar 2019 die Idee, ein neues grenzüberschreitendes deutsch-niederländisches Festival mit Musikern aus der Ems-Dollart-Region ins Leben zu rufen. Am 14. September im Neuen Theater in Emden ist es so weit. Es konnten die Mitwirkenden des Musiktheaterstücks De Grup („Die Grenze“) gewonnen werden sowie der Groninger Liedermacher Bert Hadders. Ebenfalls aus Groningen kommt die legendäre Folkformation Törf, die in Emden noch einmal eine Vorstellung ihrer in Zusammenarbeit mit dem Symphonie-Ensemble Orchestra of the Hedgehog entstandenen Programms Gries Laand („Graues Land“) geben wird. Außerdem stehen Jan Cornelius im Dreeklang Ensemble mit Christa Ehring und Klaus Hagemann als Wegbereiter der Folkmusik Ostfrieslands auf der Bühne sowie der Gitarrist und Multiinstrumentalist Heiko Ahrend und schließlich die Bluegrass-Formation Looping Brothers (siehe auch Rezension des neuen Albums in diesem Heft). Klingt nach einer spannenden Veranstaltung.
https://neuestheater.emden.de
MUSAik
SCHLOSSKONZERT ZUR VÖLKERVERSTÄNDIGUNG (11.09.2019)
MUSAik

Unter dem Titel „Schlosskonzert Interkulturell“ laden das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart und das Forum der Kulturen Stuttgart am 12. September 2019 zu einem besonderen Konzertabend ins Schloss Rosenstein. Statt eines einzelnen Ensembles zeigen vier migrantische Vereine in einer musikalisch-tänzerischen Collage, wie facettenreich der Sound Stuttgarts sein kann. Der Abend schöpft dabei Inspiration aus der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in der Migrationsgesellschaft, zu der Kulturinitiativen und Vereine einen wichtigen Teil beitragen. Auf dem Programm stehen Aufführungen vom Verein der Mongolischen Akademiker mit der Tänzerin Shinee, vom Internationalen Kulturverein Tohum, von Kridha Budaya Sari, dem Verein zur Förderung der indonesischen Musik- und Tanzkultur sowie von der internationalen Weltmusikband MUSAık aus Stuttgart. Wir finden das eine schöne und förderungswürdige Initiative!
www.forum-der-kulturen.de


Ausstellung Musik für das Auge, Otto-Pankok-Museum
MUSIK FÜRS AUGE (08.09.2019)
Ausstellung Musik für das Auge, Otto-Pankok-Museum

Ein kleines Museum im Grenzeck Niedersachsen, NRW, Niederlande leistet Pionierarbeit mit einer Ausstellung zum Thema Folkmusik. Seit dem 29. Juni ist die diesjährige Sommerausstellung „Musik für das Auge – Protest und Poesie“ im Otto-Pankok-Museum zu Bad Bentheim-Gildehaus für Besucher geöffnet und wird noch bis zum 6. Oktober zu sehen sein. Rund um das Thema „Amerikanische Folkmusik-Bewegung der 50er- und 60er-Jahre“ sind eine Vielzahl von Elementen ausgestellt, die sich alle mit der Kraft der Folkmusik beschäftigen. Besonderes Augenmerk gilt dem Musikforscher Alan Lomax, der mit seinem Aufnahmegerät die Lieder der einfachen Leute vor Ort festhielt und die in einigen Fällen heute zu bekannten Popsongs geworden sind. Mehr über ihn ist im Film Lomax – The Songhunter zu erfahren. Die Besucher haben die Möglichkeit, selbst mit Klängen zu spielen und sich an der Vielfalt der Folkmusik zu erfreuen. Experimentieren erwünscht! Die ans Museum angegliederte Konzertreihe bringt zweimal jährlich unter anderem Künstler aus dem Bereich Folk ins Haus.
www.pankok-museum.de
Ralph McTell; Foto: Tim Mann
LEBENDE LEGENDE IN LÜDENSCHEID (05.09.2019)
Ralph McTell; Foto: Tim Mann

Von den „Streets Of London“ ins Kulturhaus Lüdenscheid. Ganz oben auf der Wunschliste der Programmmacher des Kulturvereins KALLE stand seit vielen Jahren Ralph McTell. Am 8. September kommt die englische Songwriterlegende nun für ein exklusives Deutschlandkonzert ins Sauerland. Ralph McTell ist einer der einflussreichsten Folkmusiker der Britischen Inseln und einer der großen Geschichtenerzähler unserer Zeit, der seine Zuhörer in eine einzigartige Welt einlädt. Sein millionenfach verkaufter Top-Ten-Hit „Streets Of London“ gehört zu den bekanntesten Folksongs überhaupt und wurde Hunderte Male gecovert. In fünf Jahrzehnten unterwegs hat Ralph McTell nichts von seiner Ausstrahlungskraft und Bühnenpräsenz verloren. In England, Irland und Australien tourt er regelmäßig durch ausverkaufte Hallen. Nun ist er bei einem seiner seltenen Konzerte in Deutschland zu erleben.
www.folkpack.de


Logos Folk Musik Award 2020 Hameln und Venner Folk Frühling
ZWEI NEUE PREISE FÜR FOLK (02.09.2019)
Logos Folk Musik Award 2020 Hameln und Venner Folk Frühling

Nachdem vor Jahren der Deutsche Folkförderpreis in Rudolstadt zugunsten der RUTH aufgegeben worden war, gab es neben dem Eisernen Eversteiner des Malzhauses in Plauen – der im kommenden Frühjahr übrigens schon zum 28. Mal verliehen wird (malzhaus.de) – lange keinen weiteren Preis für europäisch oder nordamerikanisch orientierte Folkmusik. Innerhalb kurzer Zeit haben sich jedoch nun gleich zwei Auslober entschlossen, solche Preise ins Leben zu rufen. Und zwar schreibt der Landschaftsverband Hameln-Pyrmont den Folk Music Award 2020 aus, an dem sich Musiker aus dem In- und Ausland beteiligen können. Entgegengenommen werden bis 31. Oktober Bewerbungen von Solisten und Bands aus dem weiten Feld der Folkmusik. Eine sechsköpfige Jury entscheidet, welche drei Acts sich im Finalkonzert am 21. Februar 2020 in der Lalu-Traumfabrik in Hameln präsentieren können.
Nahezu zeitgleich loben die Veranstalter des Venner Folk Frühlings den Dieter-Wasilke-Folk-Förderpreis aus, in Erinnerung an den viel zu früh verstorbenen Festivalgründer, dem die Förderung des Nachwuchses ein besonderes Anliegen war. So richtet sich die Venner Ausschreibung auch gezielt an den Folknachwuchs. Teilnahmeberechtigt sind alle Musikerinnen und Musiker mit Wohnsitz in Deutschland, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben (Solisten) oder deren Durchschnittsalter 35 Jahre nicht überschreitet (Gruppen). Einsendeschluss ist hier der 30. November. Das Finalkonzert mit ebenfalls drei Teilnehmern besteht aus Kurzauftritten auf der Venner Mühlenteichinsel während des Venner Folk Frühlings 2020, die von einer fünfköpfigen Jury vor Ort bewertet werden. Selbstredend entspricht der Folker dem Wunsch beider Ausrichter nach Unterstützung, zumal wir in beiden Jurys mit je einem Redaktionsmitglied vertreten sind. Die kompletten Ausschreibungstexte finden sich weiter hinten in diesem Heft auf den Kooperationsseiten sowie alle Infos auf
facebook.com/folkmusicaward2020
folkfruehling.de/dieter-wasilke-folk-foerderpreis
Sedaa; Foto: JoTitze
PIPEN UN DANSEN IN MECKPOMM (30.08.2019)
Sedaa; Foto: JoTitze

Vom 6. bis 8. September wird beim Windros-Festival im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß wieder einmal vier Tage lang musiziert, getanzt, geworkshoppt und gelauscht. Es gibt Konzerte mit hochkarätigen Künstlern, darunter La Machine mit dem großartigen Grégory Jolivet an der Drehleier, Wenzel & Band, Sedaa, das Pipenbock-Orchester, Ruthie Dornfeld & Morten Alfred Høirup, JAMS Tanzhaus, Budweis & Meyering sowie ein vielversprechendes Festivalprojekt des Windros-Orchesters 2019 mit dem Titel „Atlantic Bridges“. Dazu treffen sich Musiker aus verschiedenen Ländern kurz vor dem Festival, um ein gemeinsames Konzertprogramm zu erarbeiten. Weitere Infos unter
www.windros-festival.de


Kayhan Kalhor & Erdal Erzincan; Foto: Madjid Jahanbakhsh
WOMEX ARTIST AWARD 2019 (27.08.2019)
Kayhan Kalhor & Erdal Erzincan; Foto: Madjid Jahanbakhsh

Für seine meisterhafte Virtuosität auf der persischen Streichlaute Kamantsche, für die unablässige Innovation und Zusammenarbeit, um aufregende neue Musiksprachen zu erschaffen und die persische Tradition der klassischen Musik den Menschen auf der ganzen Welt nahezubringen, verleiht das WOMEX-Team von Piranha Arts dem iranischen Musiker Kayhan Kalhor den diesjährigen Artist Award. Der Musiker nimmt die Auszeichnung am Sonntag, dem 27. Oktober, im Rahmen des Abschlusskonzerts der 25. Ausgabe der WOMEX im finnischen Tampere entgegen, wo er im Duo mit Erdal Erzincan auf der Langhalslaute Bağlama auftreten wird. „Den WOMEX Artist Award zu erhalten“, sagt Kalhor, „bedeutet für mich sehr viel. Der Preis ist eine Anerkennung der reichen Kultur meines Heimatlandes Iran und einer zeitlosen persischen Kunst, die auf der ganzen Welt gedeiht und geliebt wird. Wenn sich überall Kräfte bemerkbar machen, die nach Spaltung, Grenzen und Intoleranz streben, bringt uns Musik zusammen und erinnert uns an unsere gemeinsame Menschlichkeit.“ Der Folker gratuliert herzlich.
www.womex.com
Joaquim Antônio da Silva Calado Júnior
CHORO WIRD 150 JAHRE ALT (24.08.2019)
Joaquim Antônio da Silva Calado Júnior

Wer fragt, wie alt der Choro – der älteste der großen brasilianischen Musikstile – ist, erhält häufig die Antwort, er stamme aus den 1870er-Jahren. Die Antwort ist auch insofern richtig, als dass er in dieser Zeit Fahrt aufnahm. Doch die erste Choro-Komposition erschien bereits 1869 im Druck, „Querida Por Todos“ von Joaquim Antônio da Silva Calado Júnior. Damit wird der Choro schon in diesem Jahr 150 Jahre alt. Das Genre war in Brasilien mehrfach in und aus der Mode. Aktuell ist es wieder sehr beliebt. Auch in Deutschland treffen sich in mehreren Städten Musiker zu sogenannten Rodas de Choro (Jamsessions).



Ann Vriend; Foto: Jen Squires Photography
BLUES VON TOHUUS (22.08.2019)
Ann Vriend; Foto: Jen Squires Photography

Das Motto des 39. Lahnsteiner Bluesfestivals lautet „Home Cooking“ und findet statt am 27. (Warm-up im JUKZ) und 28. September 2019 (Stadthalle Lahnstein). Ali Neander (Rodgau Monotones) verstärkt seine Ali Neander’s Blues Bang um die Sängerin Jessica Born, den Gitarristen Biber Hermann und die Bläser der Boomer Horns. Hier trifft Delta-Blues auf Funk, Chicago auf Weltmusik. In den Sechzigern köchelte Organist Brian Auger kräftig mit am Zaubertrank aus Blues, Jazz und Rock. Er wird mit dem Blues Louis ausgezeichnet. Dazu serviert er mit seiner Band Oblivion Express und dem langjährigen Santana-Sänger Alex Ligertwood einen verschärften Mix aus Rhythm and Blues, Jazzrock und Latin. Die Stimme der kanadischen Sängerin/Pianistin Ann Vriend erinnert an Größen wie Aretha Franklin oder Etta James – Gospel-Wärme mit Blues-Power steht also auf der Karte. Ebenfalls aus der kanadischen Soul-Food-Küche schöpft die Sängerin Shakura S’Aida, musikalisch in der Tradition afroamerikanischer Bluesfrauen wie Billie Holiday und Nina Simone. Durch den Abend führt wiederum der überzeugte Europäer, gebürtige Berliner und gelernte Kurpfälzer Blueskabarettist Arnim Töpel. Alle Infos:
lahnsteiner-bluesfestival.de
Fred Morrison; Foto: Frank Szafinski
ZUM 34. MAL BELGIUM GOES SCOTLAND (19.08.2019)
Fred Morrison; Foto: Frank Szafinski

Und zwar anlässlich des Schots Weekend vom 13. bis 15. September in Alden Biesen, eine knappe Autostunde von der deutschen Grenze entfernt. Neben richtigen Highland Games, Pipeband- und Tanzwettbewerben sowie einem schottischen Markt erklingt natürlich viel Musik, nicht ausschließlich aus schottischen Landen. Nur ein Auszug: das Fred Morrison Trio und Emily Smith & Jamie McLennan, das Atlantic Arc Orchestra featuring Donal Lunny, Pádraig Rynne, das Ross Ainslie & Jarlath Henderson Trio, Cassie & Maggie MacDonald sowie als Zückerchen das fünfzigjährige Jubiläum der belgischen Legende Rum. Weitere Infos via
schotsweekend.be


Logo VUT Jazz & World Partners
FACHGRUPPE DER JAZZ & WORLD PARTNERS (16.08.2019)
Logo VUT Jazz & World Partners

Der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) als Sprachrohr der kleinen und mittleren Unternehmen der deutschen Musikindustrie hat eine Fachgruppe gegründet, in der sich auch das Folker-Segment wiederfinden kann. Zu erwarten ist zwar eine Dominanz der Jazzakteure, aber welche Präsenz Folk und globale Musik zeigen werden, liegt nicht zuletzt am Engagement der Beteiligten. Die Fachgruppe jedenfalls verspricht eine Bündelung der Kräfte, zum Beispiel durch gemeinsame Messestände und einfacheres Networking. Also an die Arbeit!
vut.de
Allan Taylor
TAYLOR MACHT SCHLUSS (13.08.2019)
Allan Taylor

Seit weit über fünfzig Jahren tourt er nun schon überall auf der Welt, aber irgendwann muss mal Schluss sein. Der englische Singer/Songwriter Allan Taylor, dessen „It’s Good To See You“ zu einer internationalen Hymne wurde, hat sich entschieden, 2020 im Vollbesitz seiner geistigen, körperlichen und künstlerischen Fähigkeiten im Alter von 75 Jahren seine letzten Tourneen durchzuführen, weitere Festivalauftritte aber nicht völlig ausgeschlossen. Für Deutschland hat er Mai/Juni reserviert, und wenn Clubs die lebende Legende (so kann man ihn nach all den Jahren durchaus bezeichnen) noch mal buchen wollen, dann geht das über die Website
allantaylor.com


Banner Friedensmusik
SONGS FÜR DEN FRIEDEN VOLUME 3 (11.08.2019)
Banner Friedensmusik

Letztes Jahr führte die Ortsgruppe Bonn-Rhein-Sieg der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e. V. bereits zum dritten Mal ihren Wettbewerb durch, mit dem sie die dringend notwendigen neuen Lieder für den Frieden sucht – durchaus erfolgreich, wie die gerade erschienene CD mit den 18 Songs beweist, die es in die Wertungsrunde geschafft hatten, natürlich inklusive des Siegersongs „Frieden für die Kinder dieser Welt“ von der Gruppe Heiwa. Die CD zu ordern ist nicht nur möglich, sondern auch nachdrücklich empfohlen, denn alle Überschüsse gehen in die Finanzierung des vierten Wettbewerbs übernächstes Jahr. Infos via
friedensmusik.de
Efisio Contini & Dodo Hug; Foto: Ingo Nordhofen
EHRUNG FÜR SCHWEIZER MUSIKERPAAR (08.08.2019)
Efisio Contini & Dodo Hug; Foto: Ingo Nordhofen

„Wir sind überglücklich, fühlen uns außerordentlich geehrt und können es kaum fassen!“ Das schweizerisch-sardische Duo Dodo Hug & Efisio Contini erhält den sardischen Premio Maria Carta 2019 für die Verbreitung der sardischen Musik im Ausland und für ihr soziales Engagement in der Musik, bei Konzerten und auf diversen Tonträgern. Der Preis wurde nach der vor 25 Jahren verstorbenen Ikone des sardischen Liedes, Maria Carta, benannt. Die Preisverleihung findet am 22. September 2019 in Cremona statt. Der Folker gratuliert!
dodohug.ch


Afrika Mamas; Foto: Artist Archive
ZWANZIGSTE SPIELZEIT (05.08.2019)
Afrika Mamas; Foto: Artist Archive

Ziel des Netzwerks globaler Musik in NRW ist es, Orte im Land zu schaffen und bestehende Orte der Musik zu vernetzen, um regelmäßig Musiker und Weltmusikkonzerte live erlebbar zu machen sowie Begegnungen und Austausch inmitten urbaner Betriebsamkeit für alle Menschen zu bieten – egal welcher Nationalität, Konfession, Generation oder soziokulturellen Kontexts. Die Konzerte sollen Neugier auf und ein tieferes Verständnis für Kulturen der Welt im Erlebnis des gemeinsamen Musikhörens wecken. Klangkosmos NRW bietet die Möglichkeit, mehr zu den Hintergründen der Musiker, der Instrumente oder Länder zu erfahren und sich so auf musikalische Abenteuer einzulassen. Die Arbeit des Netzwerkes versteht sich ausdrücklich als praktischer Beitrag zur Umsetzung des „UNESCO-Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“. Die neunzehnte Spielzeit ist im Juni zu Ende gegangen, die zwanzigste beginnt im September und bringt unter anderem das schwedische Duo Symbio, Sazet e Përmetit aus Albanien oder die Afrika Mamas aus Südafrika auf die Bühnen. Alle Künstler und ausführliche Informationen auf
klangkosmos-nrw.de
Logo Riffs + Zeichen; Foto Lutz Voigtländer
RIFFS UND ZEICHEN (03.08.2019)
Logo Riffs + Zeichen; Foto Lutz Voigtländer

Kein Wunder angesichts der aktuellen Entwicklungen bei WDR 3 Jazz & World, dass dort tätige Jazzjournalisten sich zusätzliche Betätigungsfelder suchen. Wie etwa Stefan Hentz (u. a. Die ZEIT, Neue Zürcher Zeitung, WDR 3, Jazzthetik) und Martin Laurentius (u. a. Jazz thing, WDR 3, SWR2), die seit April mit einem neuen Webportal namens „Riffs und Zeichen – Texte zu Jazz und anderer Musik“ innerhalb der Internetplattform Riffreporter regelmäßig über das Jazzkonzertleben berichten. Dabei sollen vor allem auch die Bezüge zu anderen Gattungen aktueller Musik und Kunst eine Rolle spielen und auf die Bedeutsamkeit von Jazz und improvisierter Musik für gesellschaftliche und politische Debatten aufmerksam gemacht werden. Klingt, als sei das auch für Folker-Leserinnen und -Leser nicht ganz uninteressant ...
riffreporter.de/riffsundzeichen


Der Jung mit dem Tüdelband, Hamburg; Foto: Hamburger Deern64, Wikipedia
DENKMAL FÜR EIN LIED (01.08.2019)
Der Jung mit dem Tüdelband, Hamburg; Foto: Hamburger Deern64, Wikipedia

Das Lied vom Jung mit dem Tüddelband (der an der Eck steiht und irgendwann mit dem Dassel op’n Kantsteen rasselt, weil dat Tüddelband so gar nicht will wie er) ist sicher einer der bekanntesten Hamburger Gassenhauer. Ohnsorg-Theater-Fans haben ihn lange mit Heidi Kabel assoziiert, aber in den letzten Jahren ist immer mehr über die eigentlichen Urheber der Vergessenheit entrissen worden. Die Gebrüder Wolf machten zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts als Jungs von der Waterkant Furore und hatten auch international Erfolg. Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurden sie in der Nazizeit verfolgt – der eine Bruder, James Wolf, wurde im KZ Theresienstadt ermordet. In ihrer Heimatstadt Hamburg gibt es seit 2008 den Gebrüder-Wolf-Platz. Und nun auch ein Denkmal. Über dem Eingang zum Haus Hütten 82, in dem Ludwig Wolf (1868-1955) gewohnt hat, hängt seit Mai 2019 ein Werk des Bildhauers Siegfried Assmann. Wie im plattdeutschen Lied beschrieben, hält der Junge in der einen Hand einen Stock, mit dem er einen Fassreifen vor sich hertreibt, und „in de anner Hand ’n Bodderbrood mit Kees“.

Paul Anderson; Foto: Steve Rennie
MEISTERFIDDLER BEKÄMPFT KREBS (30.07.2019)
Paul Anderson; Foto: Steve Rennie

Manche Nachricht reist sehr langsam von Nord nach Süd. Bereits im September 2018 wurde bei Fiddler Paul Anderson (siehe auch Albumrezension in diesem Heft) eine seltene Art von Krebs festgestellt, glücklicherweise im Frühstadium. Anderson, der 2017 beim Schottland-Schwerpunkt in Rudolstadt dabei war, hat gute Heilungschancen und war so begeistert von der medizinischen Arbeit der Aberdeen Royal Infirmary, dass er am 3. Mai ein großes Unterstützungskonzert für die Krebsabteilung organisierte. Mit dabei waren nicht nur Topmusiker aus Schottland, sondern auch Hollywoodstars wie Kevin McKidd. Ein wunderbares Dankeschön.
paulandersonscottishfiddler.com