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Margarete Schneider und Kenny Legendre, die Macher der Majik Lounge * Foto: Margarete Schneider
WIEDER MAJIK LOUNGE (25.04.2017)
Margarete Schneider und Kenny Legendre, die Macher der Majik Lounge * Foto: Margarete Schneider

Eine weitere Konzertreihe ist zurück. Nach mehren Umzügen und dem schließlichen Ende in Bad Kreuznach der von Kenny Legendre und Margarete Schneider durchgeführten Majik Lounge (der Folker berichtete), hat die Veranstaltung nun im pfälzischen Dielkirchen ein neues Domizil gefunden. Bereits Ende Oktober 2016 ging es wieder los mit einem Konzert der Italo Boys im lokalen Bürgerhaus. Seitdem waren bei dem einmal im Monat stattfindenden Angebot bereits illustre Kollegen wie Martin C. Herberg, Paddy Schmidt oder Papa Legba’s Blues zu Gast. Seit Dezember gibt es auch wieder jeweils am letzten Dienstag im Monat die beliebte offene Bühne „Talent Lounge“. Mehr unter facebook.com/majiklounge.
Hundred Seventy Split
BLUES IM HOF ZURÜCK (23.04.2017)
Hundred Seventy Split

In Ausgabe 3/2013 hatte der Folker zum zehnjährigen Jubiläum des Bluesfestivals im rheinhessischen Frei-Laubersheim noch das große Finale der Veranstaltung angekündigt. Nach diesem Sommer vor vier Jahren war Schluss mit Blues im Hof, Initiator Karlheinz Fröhlich war das Ganze zu aufwendig geworden, und ein Nachfolger, der das Konzept übernommen hätte, fand sich leider nicht. Nun aber gibt es anlässlich der 1250-Jahr-Feier der Tausend-Seelen-Gemeinde eine Wiederauflage mit fünf Konzerten an den Samstagen im Juli. Zu Gast sein werden mit Abi Wallenstein & Blues Culture am 1. Juli, B. B. & The Blues Shacks am 22. Juli und der Blues Company am 29. Juli alte Bekannte, die alle bereits mehrfach bei der alten Ausgabe der Reihe spielten. Zum ersten Mal dabei sind dagegen Sydney Ellis & her Midnight Preachers am 8. Juli sowie Hundred Seventy Split um die beiden ehemaligen Ten-Years-After-Mitglieder Leo Lyons und Joe Gooch am 15. Juli. Und wie es aussieht, soll die diesjährige Ausgabe keine einmalige Geschichte bleiben, auf der Website ist von einer zweiten Auflage der Konzertreihe die Rede. Dafür spricht auch, dass der bisherige Licht- und Tontechniker der Veranstaltung, Wolfgang Heil, mit als Veranstalter eingestiegen ist. Wir sind gespannt. Weitere Infos auf www.bluesimhof.de.


Daniel Bühler
AFRO-PFINGSTEN LEBT (20.04.2017)
Daniel Bühler

Afro-Pfingsten kehrt nach Winterthur zurück. Der einstige Initiator der Festivals, Daniel Bühler hat sich die Namensrechte an dem traditionsreichen Ereignis gesichert. Die Veranstaltung wird in diesem Jahr vom 29. Mai bis 5. Juni von einewelt.ch durchgeführt. Seit Beginn der Neunzigerjahre hatte Afro-Pfingsten Scharen von Besucherinnen und Besuchern in die Winterthurer Altstadt gelockt, die mit bunten Märkten und Angeboten aus aller Welt aufwartete. Zusammen mit den legendären Konzerten in der Halle 53 und diversen Rahmenveranstaltungen hatte sich das Festival zu einem festen Bestandteil im Kulturkalender der Stadt im Kanton Zürich entwickelt. Vor einem Jahr musste dann der damalige Veranstalter vor einem Schuldenberg kapitulieren und die Ausgabe 2016 streichen, die Firma wurde liquidiert. Der einstige Mitgründer und frühere Leiter des Festivals sprang bereits im selben Jahr in die Bresche und stellte mit Eine Welt in kürzester Zeit eine Ersatzveranstaltung auf die Beine. Trotz der dann verregneten Pfingsttage war das Ganze ein Erfolg, und es stand fest, dass Eine Welt auch 2017 durchgeführt werden sollte. Aus der Konkursmasse hat Daniel Bühler nun die Winculture GmbH mit den Namensrechten an Afro-Pfingsten zurückgekauft. „Die Afro-Pfingsten sind vom Namen her an Pfingsten gebunden und gehören einfach nach Winterthur“, erklärte Bühler. Eine Welt sei dagegen weder an Zeit noch an Ort gebunden. Deshalb wird auch über Veranstaltungen in weiteren Schweizer Städten nachgedacht. Eine Vortragsreihe zu globalen, ethischen und nachhaltigen Themen ist bereits in Vorbereitung. Einewelt.ch will Globalisierung nachhaltig positiv und lustvoll umsetzen. Der Verein fördert und entwickelt Begegnung und Austausch zwischen Gruppen, Völkern und Kulturen, um gegenseitiges Verständnis, Respekt, faire Handelsbeziehungen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu befördern. Als Richtschnur dienen dabei die Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030. Weitere Infos unter einewelt.ch.
Gert Kilian
SOMMERKURS BALAFON (18.04.2017)
Gert Kilian

Gert Kilian lädt dieses Jahr wieder zu zwei Balafonkursen nach Südwestfrankreich ein. Abseits von hektischem Tourismus, nahe dem malerischen Dorf Montesquieu, zwischen Atlantik und Mittelmeer liegt das Haus Mesuret de Pesquès. Mit Blick auf die Pyrenäen bietet dieser Ort in abgeschiedener Stille ideale Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten und ungezwungenes Musizieren. Die beiden Programme richten sich an Anfänger mit Grundkenntnissen sowie an Fortgeschrittene. Die Workshops finden vom 29. Juli bis zum 2. August 2017 statt, also fünf Tage lang mit je sechs Stunden Kursprogramm. Dazwischen und danach gibt es Zeit zum Üben, Jammen, Musikhören, Essen … Wer noch kein eigenes Instrument besitzt, kann für 5 Euro am Tag ein Balafon mieten. Weitere Infos unter www.gert-kilian.com.


Cover RUDOLSTADT FESTIVAL SAMPLER 2016
FESTIVALSAMPLER 2016 (16.04.2017)
Cover RUDOLSTADT FESTIVAL SAMPLER 2016

Und da isser wieder, heißt zwar dezent anders, weil das TFF bekanntlich Geschichte ist, aber er ist so gut und umfassend wie immer, der Rudolstadt-Festival-Sampler, also prall voll. Zwei Audio-CDs mit Musik der diversen Bühnen plus eine DVD mit der MDR-Sendung Ein irrer Hauch von Welt, dem Ruth-Konzert sowie dem Orchesterprojekt mit Lena Willemark. Dazu natürlich Infos zu den Tracks und tolle Fotos unter anderem von den Folker-Fotografen. Spätestens im Juli steht man dann vor der Festivalbude und kauft das Souvenir. Oder man ordert es vorab via www.rudolstadt-festival.de, als feine Erinnerung und Vorfreudenanheizer gleichzeitig.
VIERTELJAHRESPREISE (15.04.2017)


Die neue Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) für das erste Quartal 2017 liegt vor. Und weil diesmal einige Künstler aus dem Folker-Spektrum dabei sind, wollen wir dies nicht unter den Tisch fallen lassen. So schaffte es Wolf Biermann diesmal nicht mit Klampfe und Gesang, sondern einer von Burghart Klaußner gelesenen Zehn-CD-Edition seiner Autobiografie Warte nicht auf bessere Zeiten als „Chronist des Widerstands“ in die Auswahl (eine Rezension des Buches findet sich in Folker 1/2017). Liedermacher und Ruth-Preisträger Stoppok überzeugte die Jury mit seinem aktuellen Album Operation 17 (wie unser Rezensent es fand, lässt sich in Heft 6/2016 nachlesen). Und nachdem sie im letzten Heft bereits in dieser Zeitschrift mit einer „Besonderen“ für ihr Album Death And Other Animals ausgezeichnet wurden, dürfen sich die britischen Folkmusiker von Faustus nun auch mit dem PdSK schmücken. Weiterhin wird das Wachauer Blechbläserensemble Federspiel für sein Album Smaragd geehrt, das wir übrigens in dieser Ausgabe verlosen (siehe Seite 6). Zudem stellen wir die Formation in der Rubrik „5 Minuten mit …“ vor (siehe Seite 18). Und der finnische Bassist Sami Yaffa erhält die Auszeichnung für sein Mammut-DVD-Projekt Sound Tracker – Explore the World in Music, das Thema der „Plattenprojekte“ auf Seite 69 dieser Ausgabe ist. Unter den weiteren Preisträgern finden sich der Bluesmusiker Joe Bonamassa und die türkische Weltmusikerin Gaye Su Akyo. www.schallplattenkritik.de


Die Gastgeber der Auberge Musicale - Jürgen und Bärbel Schwab
MUSIKALISCHE HERBERGE (12.04.2017)
Die Gastgeber der Auberge Musicale - Jürgen und Bärbel Schwab

Nach dem erfolgreichen Start 2016 laden der Musiker, Journalist und Pädagoge Jürgen Schwab und seine Frau dieses Jahr wieder zu zwei einwöchigen Urlaubs-Musikworkshops unter dem Titel „Auberge Musicale“ ein. Nach dem Motto „Musik (er)leben wie Gott in Frankreich“ geht es diesmal in ein Landhaus in den französischen Ardennen, wo Raum für Kreativität, Begegnung und Erholung geschaffen und der Liebe zu Musik, gutem Essen und Frankreich gefrönt werden sollen. Die erste Woche vom 9. bis 15. Juli kreist um das Thema Songwriting mit dem Ziel, dass jeder am Ende mit mindestens einem selbst geschriebenen Lied nach Hause geht. Die zweite Woche vom 16. bis 22. Juli behandelt den Weg „vom Song zur Aufnahme“ und geht Fragen nach wie wirkungsvollem Arrangement oder technischen Belangen in Sachen Homerecording. Außerdem bietet die Auberge Musicale vom 25. bis 28. August erstmals einen Wochenendkurs in Deutschland an, der sich dem Thema „Liedbegleitung auf der Gitarre“ widmen wird. Die Plätze für alle Workshops sind begrenzt. Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten unter auberge-musicale.de.
Logo Acoustic Music School
MUSIKWORKSHOPS MIT URLAUBSFEELING (10.04.2017)
Logo Acoustic Music School

Das neue Programm der Acoustic Music School bietet auch für 2017 wieder Wochenendworkshops in Urlaubsregionen Deutschlands und Wochenkurse in der Toskana an. Abschalten vom Alltag und sich ein paar Tage ganz dem Hobby Musik widmen, neue Impulse bekommen, Gleichgesinnte treffen, ein neues Instrument ausprobieren oder das eigene besser kennenlernen, das Ganze noch in einer entspannten Atmosphäre und schönen Umgebung – das bieten die „Musikworkshops mit Urlaubsfeeling“ der etwas anderen Musikschule aus dem hessischen Alsbach-Hähnlein. Im abwechslungsreichen Programm für dieses Jahr finden sich neben den vielfältigen Workshops für Gitarristen auch Kurse für Gesang, Bluesharp, Ukulele, Banjo, Saxofon und Harfe sowie ein Bluegrass-Bandworkshop, die sich jeweils sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene wenden. Die Kombination aus Workshop und Urlaub bietet die Möglichkeit, sich ganz entspannt und intensiv seinem Instrument oder seiner Stimme zu widmen. Dabei soll neben dem Lernerfolg auch der Spaß am (gemeinsamen) Musizieren und Singen nicht zu kurz kommen. www.acoustic-music-school.de


Maryam Akhondy und Banu
MUSIK MIT STICH (07.04.2017)
Maryam Akhondy und Banu

Der Kulturverein Wespennest e. V. in Neustadt an der Weinstraße veranstaltet bereits seit sechsundzwanzig Jahren Weltmusikkonzerte. Nun hat der umtriebige Veranstalter eine neue Reihe mit dem Titel „Stimmen der Welt“ initiiert, die in der Neustädter Stiftskirche im Zeitraum von April bis Oktober durchgeführt werden soll. Geplant sind bisher drei Konzerte, und zwar am 28. April mit dem Naghash Ensemble aus Armenien, am 13. Mai mit Maryam Akhondy & Banu aus Deutschland und dem Iran sowie am 16. Juni mit Vigüela aus der La Mancha in Spanien. Alle Infos unter www.kulturverein-wespennest.de.
Markus Segschneider; Foto: Manfred Pollert
HANDGEMACHTE MUSIK IN KÖLN (03.04.2017)
Markus Segschneider; Foto: Manfred Pollert

Am 22. April 2017 eröffnen Astrid Barth und Philipp Roemer in Köln eine Reihe, die zukünftig halbjährlich bis jährlich einen neuen Rahmen und Raum für musikalische Kleinkunst bieten soll – die Kölner Kleinstbesetzung. Das mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Duo Barth/Roemer lädt sich hierfür Gäste ein. An einem abwechslungsreichen Konzertabend wird das Publikum die Vielfalt und Faszination von kleinsten musikalischen Besetzungen erleben, also von Duos oder Solokünstlerinnen und -künstlern. Am Premierenabend im Gasthaus im Viertel (ehemals Feez) werden unterschiedlichste Musikstile abgebildet. Klara repräsentiert das neue deutsche Chanson. Bei Markus Segschneider werden nicht nur Liebhaber der Akustikgitarre auf ihre Kosten kommen. Und mit einer Kostprobe ihres Genres „Groove Chanson“ werden die Gastgeber auch selbst zum Gelingen des Abends beitragen. Zwar wird die Premiere der Kölner Kleinstbesetzung ausschließlich von Kölner Künstlerinnen und Künstlern bestritten, es ist allerdings durchaus geplant, bei zukünftigen Ausgaben auch Musiker und Musikerinnen aus anderen Teilen Deutschlands einzuladen. www.koelner-kleinstbesetzung.de


Impression Musikmesse Frankfurt; Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Pietro Sutera
MUSIKMESSE FRANKFURT (01.04.2017)
Impression Musikmesse Frankfurt; Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Pietro Sutera

Die internationale Messe für Musikinstrumente und Noten, Musikproduktion und -vermarktung bietet vom 5. bis 8. April 2017 wieder einen umfassenden Überblick über die neuesten Produkte sowie ein interessantes Rahmenprogramm, das auch die im Folker vorgestellten Genres und Stile zumindest teilweise abbilden sollte. Das legt auch die Aussage der Verantwortlichen nahe, dass mit über tausend Veranstaltungen in den Hallen und auf dem Freigelände sämtliche Besuchergruppen angesprochen werden sollen. Für Fachhändler und Distributoren gibt es eigene Seminare der Business Academy zu aktuellen Branchentrends. Referenten aus Marketing, Wirtschaft und Recht vermitteln Lösungsmodelle für die Herausforderungen am Musikmarkt. Es gibt eine Drum und eine Guitar Academy, und Profis der Branche können an einem Matchmaking-Programm teilnehmen, das Interessen von Händlern und Ausstellern zusammenführt. Darüber hinaus gibt es Produktpräsentationen, Workshops und Unterhaltung in den unterschiedlichsten Bereichen. Für Liebhaber von akustischer Musik oder Blasmusik etwa bieten die Acoustic Stage und die Wood & Brass Stage ein genrespezifisches Programm. An allen Tagen gibt es zudem Konzerte international bekannter Künstler auf der Center Stage, besonders interessant aber dürfte die Fortsetzung des 2016 zum ersten Mal durchgeführten Musikmesse-Festivals sein, das musikalische Highlights in Clubs, Bars und Spielstätten der gesamten Stadt präsentiert. musikmesse.de, musikmesse-festival.net.
Dota Kehr; Foto: Jörg Linnhoff
FOLK BALTICA 2017 (29.03.2017)
Dota Kehr; Foto: Jörg Linnhoff

Das deutsch-dänische Festival steht für innovative Programme und musikalische Entdeckungen und widmet sich nun schon zum dreizehnten Mal vor allem den zahlreichen Facetten der nordeuropäischen Musik. An 34 Spielstätten in 20 Orten in Schleswig-Holstein und Sønderjylland wird es vom 13. bis 21. Mai auch in diesem Jahr wieder Musik internationaler Künstler zwischen Folk, Jazz und Weltmusik zu hören geben. Mit Dota Kehr präsentiert das Festival dabei zum dritten Mal einen eigenen Hauskünstler und widmet sich im diesjährigen Themenschwerpunkt dem Komplex „Die große Reise“. Dazu die Veranstalter: „Die Musik hat schon immer große Reisen unternommen … – sie vereint Kulturen und überwindet Grenzen. In unserer konfliktreichen und polarisierten Welt bringt sie die Menschen zusammen. […] Acht Tage lang reisen wir mit der Musik als Pass von der Hafenstadt Flensburg vorbei an den skandinavischen Ländern und Grönland bis nach Kanada, in die USA und sogar die Karibik.“ Dies spiegelt sich auch in den eingeladenen Künstlern. Auftreten werden unter anderem die in Kanada lebende Kosmopolitin Alejandra Ribera, die US-amerikanische Singer/Songwriterin Aoife O’Donovan (siehe auch Titelstory in Heft 2/2017), Frigg aus Finnland, Kongero aus Schweden, Martin Simpson aus England, das schwedisch-portugiesische Stockholm Lisboa Project und The Original Danish Polcalypso Orchestra. Alle Informationen zum Programm und Weiteres finden sich auf folkbaltica.de.


Günter Gall
SIEBZIG JAHRE GÜNTER GALL (26.03.2017)
Günter Gall

Er ist Folk- und Bänkelsänger, Liedermacher, Komödiant, Rezitator, Liedersammler und Buchautor. Die Themenvielfalt seiner Programme reicht von irischen Folksongs über plattdeutsche Lieder vom Niederrhein, Liedern des Vormärz und der Revolution von 1848 bis hin zu einer ansehnlichen Reihe anspruchsvoller Musik- und Literaturprogramme – zum Beispiel zu Mascha Kaléko, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz, Fritz Graßhoff, Wolfgang Amadeus Mozart, Erich-Maria Remarque und – in ganz besonderer Weise und nicht nachlassender Inbrunst – zu den Liedern des schwedischen Rokokodichters und Spielmanns Carl Michael Bellman. Selbstverständlich hat Gall auch ein Programm für Kinder anzubieten. Dabei geht es ihm keineswegs um schnelle Lacher und vordergründigen Klamauk, sondern vielmehr um die kindgerechte Vermittlung (vertonter) Gedichte beispielsweise von Goethe, Wilhelm Busch, James Krüss oder Clemens von Brentano. Der überzeugte Niederrheiner, der seit über dreißig Jahren in Osnabrück lebt, hat sich immer wieder mit besonderen Musikern umgeben, um seine unterschiedlichsten Bühnenprogramme zu realisieren, so zum Beispiel mit Kalle Heydecke und Wolfgang Meyering, mit Volker Leiß und dem Multiinstrumentalisten Jörg Fröse. Seit etwa fünfzehn Jahren arbeitet Günter Gall eng mit dem klassisch ausgebildeten Gitarristen Konstantin Vassiliev zusammen. Deren aktuelles Programm, zu dem auch ein Album erschienen ist, trägt den Titel Radlers Seligkeit und präsentiert „Vergnügliche Lieder und Geschichten zu 200 Jahren Fahrrad“. Auftrittstermine und weitergehende Informationen finden sich unter www.guenter-gall.de. Man mag es kaum glauben, aber Mitte März feiert der umtriebige und unermüdliche Dichter und Musiker seinen siebzigsten Geburtstag. Der Folker gratuliert herzlich.
Rachel Newton; Foto: Louis DeCarlo
SCOTS TRAD MUSIC AWARDS 2016 (23.03.2017)
Rachel Newton; Foto: Louis DeCarlo

Hollywood ist es noch nicht ganz, was da alljährlich über die Bühne wechselnder Städte geht (2016 war es Dundee), aber die MG Alba Scots Trad Music Awards sind durchaus eine glamouröse und prestigeträchtige Veranstaltung. Und sie sind auch als eine solche konzipiert, um der schottischen Folkmusik den Stellenwert zu geben, der ihr nach Meinung der Organisatoren zweifelsohne zusteht. Unter den Preisträgern 2016 waren die Doppelgewinner Breabach, die sowohl in Sachen „Album des Jahres“ als auch „Band des Jahres“ abräumten – und die wir im Rahmen unseres Schottland-Schwerpunktes im kommenden Heft genauer vorstellen werden. Kris Drever gewann bei den Komponisten, Rachel Newton bei den Instrumentalisten, Lori Watson bei den Sängern und Sängerinnen, und Skerryvore waren die Liveband des Jahres. www.projects.handsupfortrad.scot/scotstradmusicawards


Flyer - Rudolstadt im Kino
RUDOLSTADT IM KINO (21.03.2017)
Flyer - Rudolstadt im Kino

Die Nachricht dürfte alle Musikfilmliebhaber und Freunde von Deutschlands größtem Ereignis in Sachen Roots, Folk und Weltmusik interessieren: Ende März startet eine Tour durch ausgewählte Programmkinos des bei der Ausgabe im letzten Jahr vorgestellten Films zum Festival Wo Worte nicht hinreichen ... der Berliner Regisseurin Josephine Links. Die Dokumentation begleitet Musiker, Fans und Veranstalter in persönlichen Geschichten vor und während des Rudolstadt-Festivals, wobei Künstler- und Festivalporträts ineinanderfließen. "In poetischen Bildern macht der Film die verbindende Kraft der Musik spürbar und schickt die Zuschauer mitten hinein in vier berauschende Sommertage im Juli", versprechen Macher und Veranstalter. Termine, Orte und weitere Infos finden sich unter www. rudolstadt-festival.de/de/media/festival-film.html. Ab Anfang Mai soll die Doku dann auch auf DVD erhältlich sein.
Maїa Barouh
FREIBURGER LEITER 2017 (18.03.2017)
Maїa Barouh

Zum neunten Mal wurde im Januar die Freiburger Leiter vergeben, der Preis der Internationalen Kulturbörse Freiburg – auch in diesem Jahr in den drei Sparten Theater, Musik und Straßentheater. Die Preisträger wurden dabei aus einem Kreis von vier nominierten Künstlern pro Sparte durch Wahl des Fachpublikums ermittelt. Gewählt und damit Gewinner der Freiburger Leiter 2017 sind in der Sparte Theater Stefan Sing und Cristiana Casadio (Bewegungstheater, Tanz) und in der Sparte Straßentheater Psirc (Akrobatik, Zirkus). Im Bereich Musik wurde die japanisch-französische Electrofolkerin Maїa Barouh ausgezeichnet, die der Folker bereits in Heft 4/2016 vorstellte. Die Künstler erhalten neben einer wertvollen Skulptur und einem Preisgeld Auftritte bei der dreißigsten Ausgabe der Kulturbörse im kommenden Jahr sowie in der Schweiz. www.kulturboerse-freiburg.de


Das Team des Steirischen Volksliedwerks
VOLKSLIEDWERK-SPIELWIESE (15.03.2017)
Das Team des Steirischen Volksliedwerks

Soeben erschien das Jahresprogramm des Steirischen Volksliedwerks. Darin finden sich alle Kurse und Veranstaltungen des Jahres 2017, wie zum Beispiel diverse Jodelkurse, ein Harfenkurs, ein Alphornspielkurs, ein Okarinabau- und -spielkurs und viele andere mehr. Das Jahresprogramm in Bild und Wort findet sich unter www.steirisches-volksliedwerk.at. Man kann sich das Programmheft aber auch per Post zusenden lassen. Bestellungen bitte an: Steirisches Volksliedwerk, Sporgasse 23/III, 8010 Graz, Telefon 0043-(0)316-908635.
Zohra Orchestra
FREEMUSE AWARD 2017 (13.03.2017)
Zohra Orchestra

Das Frauenorchester Zohra aus Afghanistan, das erste und bisher einzige rein weibliche Ensemble des Landes, hat den diesjährigen Freemuse Award erhalten. Alle Mitglieder studieren am National Institute of Music, das sich zum Ziel gesetzt hat, junge Mädchen und Frauen durch Musik zu stärken und so ihr Selbstbewusstsein zu unterstützen. Die Ausgezeichneten sind seit dreißig Jahren die ersten Frauen, die in Afghanistan Musik studieren. „Zohra ist ein kleines Wunder“, so Freemuse-Geschäftsführer Ole Reitov. „Mit der Verleihung des Preises an die Musikerinnen erkennen wir auch die bahnbrechende Arbeit des von Ahmad Sarmast gegründeten afghanischen National Institute of Music an.“ Freemuse ist eine NGO mit Sitz in Kopenhagen, die sich für die freie Meinungsäußerung von Musikerinnen und Musikern einsetzt und ihren Award seit 2008 verleiht. Dass ihre Arbeit vonnöten ist, zeigt auch wieder der ebenfalls gerade veröffentlichte Jahresbericht der Organisation für 2016 über die weltweiten Verletzungen der künstlerischen Freiheit. Aus dem „Art under Threat“ betitelten Papier geht unter anderem hervor, dass sich die Lage sowohl für Künstlerinnen und Künstler als auch für ihr Publikum verschlechtert hat. Weitere Details zu allem finden sich auf www.freemuse.org.


Klang-Hölzer' musizieren auf selbst gebauten Instrumenten; Foto: Karin Grusdat
ZWANZIG JAHRE KLANGHOLZ (11.03.2017)
Klang-Hölzer' musizieren auf selbst gebauten Instrumenten; Foto: Karin Grusdat

Er taucht in nahezu jedem Spandau-Porträt des RBB auf und ist doch außerhalb Berlins nahezu unbekannt, der Klangholz e. V. Kürzlich konnte er sein zwanzigjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und vielen kleinen Konzerten feiern. Der Verein, der drei Räume in der Spandauer Zitadelle gemietet hat, hat vor allem zwei Ziele, eine Plattform für Musizierende sowie eine Werkstatt für Instrumentenbauer zu bieten. Sympathisch ist dabei schon einmal, dass das Angebot nicht nur für ausgewiesene Experten, sondern auch für blutige Anfänger offen ist. So jammen beim allmonatlichen Klangholz-Café – am ersten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr – Gitarristen mit ausgefeilter Technik und Alles-vom-Blatt-Leser schon mal zusammen mit absoluten Musikneulingen, die gerade einmal eine Rassel halten können. Der Verein geht auf eine Initiative von Norbert Dobisch zurück. Eines der Anliegen des 2006 verstorbenen Musikers war, in Vergessenheit geratene Instrumente zu revitalisieren. Klangholz-Besucher finden daher in den Räumen und auf den Fluren nicht nur jede Menge bekannte, sondern auch selten zu sehende Instrumente wie Cistern, Chrottas und Lyras. Mit grünen Punkten versehene Instrumente dürfen dabei unter Aufsicht sogar gespielt werden. Klangholz arbeitet zudem mit Schulen zusammen und organisiert Zeltlager. Auch im 21. Jahr seines Bestehens bleibt der Verein aktiv. Die Werkstatt ist an den meisten Tagen belegt, und auch die Konzertagenda füllt sich. www.klangholz.de
Banda Internationale; Foto: Ralf Jakubski
RUTH 2017 (09.03.2017)
Banda Internationale; Foto: Ralf Jakubski

Die Gewinner der diesjährigen Ausgabe des von MDR Kultur (federführend für weitere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten der ARD), dem Trägerkreis Creole und dem Rudolstadt-Festival ausgelobten Weltmusikpreises Ruth stehen fest. Den Hauptpreis erhält in diesem Jahr der bayerische Liedermacher und Kabarettist Ringsgwandl, der laut Jury die Fähigkeit besitzt „seine Heimat Bayern künstlerisch ganz und gar zu erfassen, ihre Eigenheiten seinen Landsleuten vor Augen zu führen und sie … den Nichtbayern verständlich zu machen“. Und weiter: „Sein Blick bleibt scharf, seine Feder schwarzhumorig, seine Songs angriffslustig und offenbarend. Schließlich gibt es eine ganze Menge zu vermelden über unsere Wohlstandskultur und unser Streben nach immer mehr.“ Der Förderpreis geht an Banda Internationale, zu der sich in Dresden Musiker aus Deutschland, Iran, Irak, Syrien und Burkina Faso zusammengetan haben. Die Auszeichnung gilt vor allem der Musik, würdigt aber auch politisches Engagement. Hier wird, so die Jury, „menschliche Hilfe gelebt und gleichzeitig eine musikalische Vision entwickelt, die den Musikern aus Dresden neue Horizonte und den Musikern aus anderen Kulturen Wertschätzung entgegenbringt.“ Mit der Ehren-Ruth würdigen die Juroren in diesem Jahr das langjährige Engagement des renommierten Schweizer Musikethnologen Max Peter Baumann. Der international renommierte Forscher befasst sich seit Langem mit der Frage, wie sich (traditionelle) Musik in Zeiten der Globalisierung entwickelt. Dazu die Jury: „Den Diskurs über damit zusammenhängende Fragen hat er immer wieder belebt und vorangetrieben; damit hat er Kollegen wissenschaftlich herausgefordert und ungezählt viele StudentInnen für ihren späteren Lebensweg geprägt.“ Der Sonderpreis geht an das österreichische Quintett Alma, das lustvoll mit Jazz, Volksmusik und Klassik experimentiert und eine Musik spielt, „die alpin und transalpin ist, lyrisch und lebendig, intelligent und unterhaltend.“ Traditionell überreicht werden die Preise der insgesamt mit 11.500 Euro dotierten Auszeichnung wie jedes Jahr am Samstag des ersten Juliwochenendes beim größten deutschen Festival für Roots, Folk und Weltmusik in Rudolstadt. www.weltmusikpreis.de