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KULTURBÖRSE DIGITAL (01.12.2020)
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Wie bereits verkündet, wird die Internationale Kulturbörse Freiburg (IKF) im kommenden Jahr coronabedingt in reduzierter Form digital stattfinden, und zwar vom 18.-20.1.2021. Eine Premiere für den Branchentreff, aber auch für die Messe Freiburg insgesamt, denn die IKF wird die erste Eigenmesse der FWTM Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH sein, die virtuell über die Bühne geht. Ziel: „... angesichts der zweiten Welle, die für die Kultur- und Kreativbranche noch weitaus dramatischere Auswirkungen hat ..., ein Angebot zu schaffen, bei dem sich Aussteller, Künstler und Fachbesucher zumindest online vernetzen und ihre Programme für die Zeit nach Corona präsentieren können“, so Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM. Registrierte Fachbesucher erhalten Zugang zu einem passwortgeschützten Bereich, in dem das gesamte Angebotsspektrum der digitalen IKF einsehbar und nutzbar ist. Hier präsentieren Aussteller (u. a. Künstler- und Eventagenturen, Verbände, Fachmedien, Technik- und Dienstleistungsfirmen) sich und ihre Angebote, über einen Onlineterminkalender können Meetings im Videochat vereinbart werden, und Künstler und Künstlerinnen, die bei der 33. IKF für einen Kurzauftritt vorgesehen waren, stellen Videos ihrer Produktionen vor. Hinzu kommt ein umfangreiches Onlinerahmenprogramm, u. a. aus Webinar- und Vortragsangeboten. Ebenso wird die Wahl des Messepreises Freiburger Leiter in den Sparten Darstellende Kunst und Musik online erfolgen. Laut Projektleiterin Susanne Göhner ist die Besucherregistrierung ab Mitte Dezember via www.kulturboerse-freiburg.de geöffnet. Alle weiteren Details und Informationen finden sich ebenfalls auf der Website.
www.kulturboerse-freiburg.de
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FOLKIGE FENSTERCHEN FERTIG (27.11.2020)
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Wir berichteten an dieser Stelle bereits über das von Michael Zachcial initiierte adventliche Solidaritätsprojekt, mit dem von der Coronapandemie arg gebeutelten Musikern geholfen werden soll. Jetzt ist es bald so weit, am 1. Dezember startet auf www.volksliederarchiv.de der „solidarische Adventskalender“. Und inzwischen ist bekannt, welche Musikerinnen und Musiker daran teilnehmen. Es gibt vierundzwanzigmal traditionelle deutschsprachige Weihnachtslieder in neuen Interpretationen, auf Hochdeutsch, Platt, Kurpfälzisch, Bayerisch, vom Mittelalter bis ins zwanzigste Jahrhundert, und zwar von: Manfred Maurenbrecher, Frank Baier, Bube Dame König. Thomas Felder, Otto Groote & Ensemble, Hüsch, Joana, Kelpie, Cynthia Nickschas, Andrea Pancur, den Polkaholics, Dem Singenden Tresen, Suli Puschban, Scarlett O’ & Jürgen Ehle, Andrea Türk, Vivien Zeller (Trads Töchter), Johanna Zeul, Deitsch, den Wellbappn, den Grenzgängern, dem Gert Anklam Jazz Quartett und weiteren Künstlern. Wie bereits verkündet, gehen die gesammelten Spenden zum größten Teil an die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, denen in diesem Jahr so viele Konzerte und Festivals weggebrochen sind. Auch für das nächste Jahr stehen die meisten noch ohne Engagements da, weil die Veranstalter in der unsicheren Situation nicht planen können. Jeweils zehn Prozent der Spenden gehen an ein Bremer Obdachlosenprojekt und die Amadeu-Antonio-Stiftung. Außer auf der Website des Volksliederarchivs wird der Adventskalender auch auf folgenden Kanälen zu finden sein:
www.facebook.com/volksliederarchiv
www.youtube.com/channel/UCdIvVKSC7mWF8ngIeaF8QEA


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BESTE LIEDER IM VIERTEN QUARTAL (25.11.2020)
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Es gibt Dinge, die zeigen in ungewissen Zeiten eine ganz gewisse Konstanz: der Preis der deutschen Schallplattenkritik zum Beispiel. Unbeeindruckt von der Pandemie erscheint vierteljährlich die Bestenliste, auf der die interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate ausgezeichnet werden. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Aus den Folker-relevanten Genres wurden dabei diesmal fünf Werke aufgenommen, im Bereich Weltmusik etwa das Debüt des Berliner Babylon Orchestra sowie in der Rubrik „Traditionelle Ethnische Musik“ das Ensemble Synergia für das Album Musique De L’Île De Chypre. In der Kategorie „Liedermacher“ schafften es Jens Böttcher & das Orchester des himmlischen Friedens mit ihrer Produktion VI: Haben oder Sein auf die Liste, während die dänische Damenkapelle Fiolministeriet für ihr Album Et Nyt Liv im Bereich Folk und Singer/Songwriter ausgezeichnet wurde. Die Wertung in Sachen Blues fiel diesmal zugunsten der deutsch-australischen Jazz- und Bluesband Ginger Blues und ihre CD Unknowable Journey aus.
www.schallplattenkritik.de/bestenlisten
Hoyschrecke – Akkordeon ; Foto: Promo
HOYSCHRECKEN FLIEGEN ONLINE (22.11.2020)
Hoyschrecke – Akkordeon ; Foto: Promo

Am 27. und 28. November sollte das 24. Liederfest Hoyschrecke 2020 in Hoyerswerda stattfinden. Die aktuellen Corona-Bestimmungen verhindern das. Dank Unterstützung durch die Kulturstiftung Sachsen wird es nun wenigstens eine Onlineausgabe der traditionsreichen Veranstaltung geben. Dazu nimmt die Kulturfabrik Hoyerswerda unter Beachtung aller Auflagen die Wettbewerbsbeiträge der acht Teilnehmer – Marlène Colle, Doc Fritz, Josef Hien, Miro, Johannes Molz, Die Nowak, Masha Potempa und Elena Seeger – vorher als Videos auf. Gesendet wird dann am eigentlichen Liederfest-Tag, dem 28.11.2020, ab 20.00 Uhr live auf Youtube und anderen Kanälen. Dazu gibt es eine Online-Publikumswertung und eine Fachjury per Zoomkonferenz für den Jurypreis, unter anderem mit Manfred Maurenbrecher. Bereits am 27.11. wird die offene Bühne mit Publikumswertung durch das deutsch-polnische Radio Slubfurt ab 20.00 Uhr als Audiosendung ausgestrahlt. Alle Gewinner erhalten eine Einladung, nach der Pandemie 2021 in Hoyerswerda bei einem Preisträger-Sonderkonzert zu spielen. Infos unter
www.hoyschrecke.de


Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt Siegburg, abendlicher Marktabschluss; Foto: Michael A. Schmiedel
KEIN WEIHNACHTLICHER MITTELALTERMARKT IN SIEGBURG (19.11.2020)
Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt Siegburg, abendlicher Marktabschluss; Foto: Michael A. Schmiedel

In unserer aktuellen Ausgabe 5+6/2020 haben wir in der Rubrik „Heimspiel“ noch hoffnungsvoll den Mittelalterlichen Markt zur Weihnachtszeit in Siegburg vorgestellt (siehe hier), der heuer zum dreißigsten Mal hätte stattfinden sollen. Ein Hygienekonzept war erarbeitet, doch lassen die Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen sowie die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Virus eine Durchführung wie überall im Land auch hier nicht zu. Der Markt wird leer bleiben, keine Sackpfeifen werden ertönen, keine Jonglage wird die Münder offenstehen lassen, kein Handgeklapper wird die Herzen der Künstlerinnen und Künstler erfreuen. Doch aufgeschoben ist auch in Siegburg nicht aufgehoben. Alle hoffen nun, dass es im Advent 2021 wieder heißen kann: „Seyd willkommen!“
www.mittelalterlicher-markt-siegburg.de
Plakat Liederfest 2020, Ausschnitt * Copyright WDR
LIEDERFEST IM RADIO (17.11.2020)
Plakat Liederfest 2020, Ausschnitt * Copyright WDR

Die Liederbestenliste muss ihr diesjähriges Liederfest coronabedingt ins Radio verlegen. Zwar findet die Veranstaltung, wie geplant, am 21.11. im Gasthaus im 1/4 in Köln-Nippes statt, jedoch ohne Publikum. Zu hören sein werden die diesjährigen Preisträgerinnen Christina Lux (Hauptpreis) und Rosa Hoelger (Förderpreis) dann am 29.11. und am 6.12., jeweils um 21:05 Uhr, in der „Liederlounge“ auf WDR 5 (Wiederholung am 4. und 11.12. um 22.05 Uhr). Durch den Abend führt Musikerkollegin Astrid Barth, verstärkt durch Philipp Roemer an der Gitarre von ihrem gemeinsamen Duo Barth/Roemer.
www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/liederlounge/liederfest-der-liederbestenliste-124.html
www.liederbestenliste.de


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MUSIKALISCHES STATEMENT GEGEN ANTISEMITISMUS (13.11.2020)
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Corona zum Trotz finden die Internationalen Tage Jüdischer Musik statt. Sämtliche Konzerte werden per Youtube-Kanal und Website professionell live gestreamt. Vom 16. bis 22. November 2020 will die ambitionierte Veranstaltungsreihe so ein Statement gegen Antisemitismus setzen und zugleich ein Auftakt sein zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, das 2021 begangen werden soll. Hochkarätige Musikerinnen und Musiker, Ensembles und Redner haben sich angesagt, um in vier Städten bundesweit Synagogen und jüdische Gemeindehäuser zum Klingen zu bringen, lebendige jüdische Kultur an Orten jüdischen Lebens in Deutschland zu feiern, zu genießen und gemeinsam kennenzulernen. Mit dabei sein werden unter anderem Sarah Kreisler, Nitsan Bernstein, Emilia Lomakova und Noga-Sarai Bruckstein. Alle Informationen finden sich unter
www.internationale-tage-juedischer-musik.de.
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VENNER FOLKFÖRDERPREIS 2021 (11.11.2020)
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Bereits im September, quasi mit Bekanntgabe der Gewinner der ersten Ausgabe des Dieter-Wasilke-Folk-Förderpreises, eröffneten die Verantwortlichen des Venner Folk Frühlings die neue Bewerbungsrunde für das kommende Jahr. Noch bis 30. November ist Zeit, können sich Nachwuchsbands und Newcomer über die Website www.folkfruehling.de bewerben. Teilnahmeberechtigt sind, wie gehabt, Musikerinnen und Musiker mit Wohnsitz in Deutschland, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben (Solisten) oder deren Durchschnittsalter 35 Jahre nicht überschreitet (Gruppen). Von der Teilnahme ausgeschlossen ist allerdings, wer bereits im Rahmen eines Konzertes des Vereins aufgetreten ist. Die Bewerbungen werden von einer zehnköpfigen Jury im Onlineverfahren beurteilt. Die drei Sieger des Vorentscheids erhalten eine Einladung zum Finalkonzert auf dem Venner Folk Frühling 2021, das wiederum von einer fünfköpfigen Jury vor Ort bewertet wird. Alle Finalisten bekommen ein Preisgeld, der Sieger zudem einen bezahlten Auftritt im Rahmen des nächstjährigen Festivals sowie einen Artikel hier bei uns im Folker. Alle weiteren Details finden sich auf der Website.
www.folkfruehling.de


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FIERUNDZWANZIG FOLKIGE FENSTERCHEN (09.11.2020)
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Das muss man zugeben: Ideen hat er, Michael Zachcial, der neben seiner Mitgliedschaft in der Band Die Grenzgänger auch als Herausgeber des Volksliederarchivs fungiert. Und er möchte helfen. Den Künstlerinnen und Künstlern, die seit März faktisch unter einem Auftrittsverbot stehen, dessen Ende lange noch nicht in Sicht ist. „Der Erfolg des Sang und Klang Festivals aus diesem Sommer mit über 30.000 Euro gesammelten Spenden macht Mut, etwas ähnliches für den Winter zu versuchen“, schreibt Zachcial in einem Rundbrief und lädt zu einem Adventskalender besonderer Art ein: „Jeden Tag öffnet sich ein ‚Türchen‘ mit einem deutschsprachigen, traditionellen Weihnachtslied. Die Besucher des Kalenders können dann Geld spenden.“ Und weiter: „Das Weihnachtsfest steht ja nicht nur für einen Kaufrausch, bei dem die Händler den größten Teil ihres Jahresumsatzes machen. Es ist und war auch immer ein Lichterfest in dunkler Jahreszeit und es erzählt von einer hochschwangeren Frau, die in einem Stall gebären muss, weil sie mit ihrem Mann keine Herberge findet und überall abgewiesen wird. Und schon bald befinden Sie sich auf der Flucht vor einem grausamen Tyrannen. Und doch: Ein neues Leben, Zeichen der Hoffnung. Was für eine großartige Geschichte – und wie aktuell!“
Der musikalische Adventskalender soll online verfügbar sein und Spenden für die hiesige darbende Musikszene sammeln, traditionelle Weihnachtslieder vorstellen und bekannte wie weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler und das Publikum zusammenführen. Eingespielt werden sollen die Lieder von Musikerinnen, Musikern und Bands, die derzeit ohne Einkommen dastehen. Es wird eine virtuelle Spendenbüchse geben, wobei das gesammelte Geld geht zu sechzig Prozent an die Beteiligten gehen soll, zu zehn Prozent an die Bremer Suppenengel zur Unterstützung von Obdachlosen sowie zu zehn Prozent an die Amadeu-Antonio-Stiftung zur Unterstützung von Projekten gegen Rechtsextremismus und für die Zivilgesellschaft. Zwanzig Prozent sollen der Finanzierung des Projekts dienen. Zum Mitmachen sind ausdrücklich alle Musikerinnen und Musiker aufgerufen, deren Lebensunterhalt durch die Coronaverordnungen gefährdet ist. Eingeladen sind aber auch Schüler, Laienchöre und -ensembles. Musikerinnen und Musiker, die einen krisensicheren Arbeitsplatz haben und Musik quasi „als Hobby“ betreiben, werden um Solidarität und gegebenenfalls um Rückspende gebeten. Eine tolle, unterstützenswerte Idee, wie wir finden. Die Teilnahmebedingungen gibt es hier:
www.volksliederarchiv.de/nachrichten/der-solidarische-adventskalender
Banner Folker auf Byte FM Mixtape
FOLKER ZUM LETZTEN MAL IM BYTE-FM-MIXTAPE (07.11.2020)
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Das wird keine einfache Sendung! Mehr Moll als Dur! Diesen Sonntag, den 8. November 2020, von 23.00-24.00 Uhr, läuft zum tatsächlich letzten Mal das Mixtape Folker bei Byte FM. Als musikalische Außenseiter hat sich unser Magazin bei diesem mehrfach ausgezeichneten Internetradio immer sehr wohl gefühlt, und wir verlassen den Sender mit mehr als einer Träne im Knopfloch. Vielen Dank für 10 Jahre und rund 120 Sendungen mit toller Folker-Musik! Wie es dazu kommen konnte und welche Musik diesen zumindest vorläufigen Abschied untermalen wird, das erfährt nur, wer einschaltet. Also, gebt dem Mixtape Folker die Ehre, sozusagen die letzte Ehre. Am Mikrofon sein wird unser geschätzter Herausgeber, Mike Kamp. Er freut sich auf euch!
www.byte.fm/sendungen/bytefm-mixtape


Logo Liederleute e. V.
HIGHLIGHTS AUS 20 JAHREN LIEDERTAGEN (05.11.2020)
Logo Liederleute e. V.

Coronabedingt mussten nun auch die jährlich im November an der Ostseeküste stattfindenden Liedertage Boltenhagen abgesagt werden. Die Veranstalter vom Verein Liederleute wollen das Ganze aber nicht ungehört verklingen lassen. In einer dreistündigen Sendung am kommenden Samstag, dem 7. November 2020, ab 21.00 Uhr im Freien Radio Kassel präsentiert der Vereinsvorsitzende Richy Thorstensen Highlights der Veranstaltung aus 20 Jahren. Wobei es das nicht so ganz genau trifft, denn die Liedertage gibt es bereits seit 1998, hätten also zum 23. Mal über die Bühne gehen sollen. Seit 2001 werden sie vom Verein durchgeführt, unter dessen Federführung es demnach die 20. Ausgabe gewesen wäre. Das kleine Festival widmet sich immer einem bestimmten Thema in Vorträgen, Hörstunden und Konzerten. So kann man Wissenswertes etwa über die deutsche Liedszene, Musik aus anderen Ländern oder Vorgetragenes zum Zeitgeschehen erfahren. Wer nicht nur zuhören möchte, kann sich an Workshops oder der sehr beliebten offenen Bühne beteiligen. Thorstensen wird in seiner Sendung Musik spielen von bekannten und weniger bekannten Künstlerinnen und Künstlern, die bei den bisherigen Liedertagen zu Gast waren. Vielleicht kann sie so ein kleines Trostpflaster sein für diejenigen, die sich schon sehr auf das Festival gefreut haben, aber auch interessant für jene, die von dem Event bisher noch nichts gehört haben.
www.liederleute.de
www.freies-radio-kassel.de
Logo Staatsschauspiel Dresden
GUNDERMANN IM THEATER (03.11.2020)
Logo Staatsschauspiel Dresden

Nach den viel beachteten Filmen über Gerhard Gundermann haben in der Pandemie-Zwangspause gleich drei Theater den Liedermacher für die Bühne entdeckt. Das interessanteste Stück davon dürfte wohl Gundermann: Alle oder keiner – eine Revue über Helden, Gras und Kohle von Regisseur Tom Kühnel sein, das am 9. Oktober im Staatsschauspiel Dresden Premiere hatte. In der kurzweiligen Show treten gleich sechs Gundermänner, davon drei Frauen, im typischen Fleischerhemd-Outfit auf. Die Revue besticht durch fantasievolle Spielszenen, Filmeinblendungen, wechselnde Bühnenbilder und viel Musik sowie großartige Schauspieler. Schade, dass aufgrund der Corona-Auflagen der ausverkaufte Saal beklemmend leer sein muss. Weitere Stücke brachten bereits im September das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin mit Gundermann – Männer, Frauen und Maschinen sowie das Schauspielhaus Magdeburg mit Ich mache meinen Frieden – ein Abend für Gundermann auf die Bühne.



Arlo Guthrie; Foto: Schorle, Wikipedia
ARLO GEHT ANGELN (31.10.2020)
Arlo Guthrie; Foto: Schorle, Wikipedia

Der US-amerikanische Singer/Songwriter, Folksänger und Storyteller Arlo Guthrie („Alice’s Restaurant“, „City Of New Orleans“) hat nach über fünfzig Jahren on the road angekündigt, dass er aufgrund gesundheitlicher Probleme keine weiteren Konzerte mehr geben wird. Dies teilte der Sohn Woody Guthries auf Facebook seinen Fans mit. Als Folksänger habe er nie wirklich viel über das Älterwerden nachgedacht, schreibt er. „Es schien mir, ich könne Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt einfach weitersingen und -spielen, wie ich es den größten Teil meines Lebens getan hatte. Im Laufe der Jahre wurde es immer schwieriger, weiter auf Tournee zu gehen, aber ich habe es geschafft, hauptsächlich, weil ich es mein ganzes Leben lang getan habe. Es war das Leben, das ich kannte und liebte.“ Nach einem leichten Schlaganfall, dem ein etwas ernsterer folgte, musste Guthrie in einer Rehamaßnahme das Gehen und das Gitarrespielen neu erlernen. Er habe versucht, mit seiner Band zu üben und ein paar kurze Auftritte zu geben, jedoch habe er das Gefühl, dass er seine eigenen Standards und Erwartungen nicht mehr erfüllen könne. „Die Haltbarkeit eines Folksängers mag etwas länger sein als die eines Tänzers oder Sportlers, aber irgendwann, wenn man nicht unglaublich viel Glück hat oder einfach nur verrückt ist (entweder das eine oder das andere), ist es an der Zeit, das ‚Gone-Fishing‘-Schild aufzuhängen. Von Stadt zu Stadt zu fahren und Bühnenshows zu machen und unterwegs zu bleiben, ist keine Option mehr.“ Du wirst uns fehlen, Arlo!
www.arloguthrie.com
Jan Reichow; Foto: Privat
DR. JAN REICHOW WIRD ACHTZIG (27.10.2020)
Jan Reichow; Foto: Privat

Er ist auf diesen Seiten schon häufiger gewürdigt worden, zuletzt zum 75-Jährigen von Michael Kleff in der Ausgabe 6/2015. Am 6. Dezember 2020 ist nun der achtzigste Geburtstag dran. Auf Wikipedia wird Jan Reichow schlicht beschrieben als „Geiger und Musikredakteur“ – aber was für ein Musikredakteur! Er war der Verantwortliche für die goldene Zeit der Folk- und Weltmusik im WDR. Und diese Zeitschrift ist ihm für immer und ewig zu Dank verpflichtet, weil Reichow – ähnlich wie sein großer schottischer Kollege Hamish Henderson und im Gegensatz zu vielen deutschen Ethnologen – immer den Sinn und Zweck einer Publikation, wie sie der Folker ist oder seinerzeit der Folk-Michel war, für das große Ganze gesehen und uns entsprechend unterstützt hat. Danke, Jan, und mögen dir noch viele gesunde und aktive Jahre beschieden sein!
www.janreichow.de


Förderpreisträgerin Rosa Hoelger (li.) mit Judith Retzlik; Foto: Stefano di Puma
LIEDERFEST 2020 (23.10.2020)
Förderpreisträgerin Rosa Hoelger (li.) mit Judith Retzlik; Foto: Stefano di Puma

Die Preisträger der diesjährigen Liederpreise der Liederbestenliste hatten wir an dieser Stelle bereits bekannt gegeben: Der Hauptpreis ging an die Singer/Songwriterin Christina Lux, den Förderpreis konnte Rosa Hoelger einheimsen. Beide werden nun beim Liederfest am 21. November auf der Bühne des Gasthauses im 1/4 in Köln-Nippes zu sehen und zu hören sein. Durch den Abend führt die Musikerin Astrid Barth und vervollständigt damit das Line-up starker Frauen. Unterstützung erfährt sie dabei von ihrem Duopartner Philipp Roemer an der Gitarre. WDR 5 sendet im Nachhinein einen Mitschnitt in seiner Sendung Liederlounge. Details unter
www.facebook.com/liederbestenliste
www.liederbestenliste.de
Kopf des Magazins Carry On Streamin
NOCH EIN ONLINEMAGAZIN (20.10.2020)
Kopf des Magazins Carry On Streamin

Die Freunde schottischer Musik können sich seit Kurzem im Internet auf dem Laufenden halten. Carry On Streamin lautet seit Juni 2020 der Titel eines etwa zweiwöchentlich erscheinenden PDF-Magazins des Edinburgh Folk Clubs (EFC). Ohne allzu viel verraten zu wollen, wurzelt das Format im altehrwürdigen Sandy Bell’s Broadsheet, und hat etwas mit einem legendären Folker-Mitarbeiter, dem viel zu früh verstorbenen Paddy Bort zu tun. Begleitend gibt es zudem einen gleichnamigen Videoblog im Youtube-Channel des EFC. Neugierig geworden? Natürlich stehen alle bisherigen Ausgaben online, und man kann sich via www.efc1973.com in die Mailingliste eintragen lassen. Es lohnt sich!
www.efc1973.com


Hans-Jürgen Lenhart; Foto: Privat
NEUES VON DEN FOLKER-MENSCHEN (16.10.2020)
Hans-Jürgen Lenhart; Foto: Privat

Folker-Autor Hans-Jürgen Lenhart ist schon seit Urzeiten Fan lateinamerikanischer Musik und nun damit unter die Podcastler gegangen. Seinen „Latin Music Club“ moderiert er ab jetzt (als DJ Hans) unter: www.mixcloud.com/lost-in-latin-music/latin-music-club-2. Voraussichtlich alle zwei Monate wird es eine neue Ausgabe geben. Hierbei wird er über die aktuellen Neuerscheinungen lateinamerikanischer Musik in Deutschland berichtet sowie an unvergessliche Klassikeralben wie auch Songs erinnert. Und es gibt ab und zu ein paar Anekdoten aus seinen dreißig Jahren Musikjournalismus. Eine gute Möglichkeit für musikalische Entdeckungen in allen Facetten und geografischen Wurzeln der lateinamerikanischen Musik. Die englischsprachige Fassung dazu gibt es unter
www.mixcloud.com/greedio
Lümmel-Mobil
SO EIN LÜMMEL (13.10.2020)
Lümmel-Mobil

Mit den Worten des Liedermachers Bodo Wartke: „Mein lieber Kollege Heinz Ratz, der alte Tausendsassa, hat mal wieder eine gute Idee, diesmal für einen proaktiven Umgang mit der derzeitigen Krise …“ In der Tat präsentiert der Kopf der Combo Strom & Wasser ein neues, unterstützenswertes Projekt: Um trotz des anhaltenden Kulturstillstands, der einem Berufsverbot gleichkommt, eine Stimme zu haben und auch anderen zum Stillstand gezwungenen Künstlerinnen und Künstlern Auftritte zu ermöglichen, schuf Ratz den „LÜMMEL“, das „Liedermacher-Überlebens-Mobil“. Dabei handelt es sich um einen alten, zu einer mobilen Bühne umgebauten Mercedes-Pritschen-LKW, mit dem er samt Band seit dem 24. September unermüdlich durch die Republik tourt und eine kleine bewegliche Klangoase in einer Wüste kulturellen Verstummens geschaffen hat. „Vorwiegend möchte ich aber auf die Situation der Kulturschaffenden und Veranstalter aufmerksam machen“, sagt Ratz, „gemeinsam mit lokalen Künstlern wollen wir an fünf bis sechs Veranstaltungsorten jeweils vierzig Minuten spielen und dann zum nächsten weiterziehen. Es ist wie eine kleine kulturelle Solidaritätsaktion, bei der die Veranstalter eigentlich nur Stühle stellen müssen und Corona-Auflagen beherzigen. Die Veranstalter bewerben die kleine Konzertreise mit und sorgen für einen reibungslosen Ablauf und Einhaltung der Hygiene-Auflagen. Durch unsere autarke Bühne entstehen keine weiteren Kosten. Medienaufmerksamkeit für so ein Projekt und so einen Abend ist sehr wahrscheinlich.“ Tolle Aktion! Wer sie mit unterstützen will, kann dies hier tun: www.startnext.com/kultur-luemmel.
www.heinz-ratz.de


Cover Poll-Well 40
POLT & WELL-BRÜDER IN DEN CHARTS (11.10.2020)
Cover Poll-Well 40

Na, das sind mal Neuigkeiten: Kaum hat der Folker in seiner jüngsten Ausgabe und online auf das Jubiläumsalbum der Well-Brüder und Gerhard Polts hingewiesen – schwups, schon steigen sie auf Platz 10 in die Charts ein und freuen sich wie Bolle über die erste derartige Platzierung in ihrer vierzigjährigen Zusammenarbeit. Das kleine JKP-Label der Well-und-Polt-Freunde Tote Hosen freut sich mit. Möglicherweise lag dann der Chartseinstieg doch nicht an so etwas Profanem wie einer Folker-Meldung, sondern vielleicht an der Tatsache, dass die Hosen einen Gastauftritt auf dem Album haben? Man weiß es nicht. Aber über Wunder sollte man nicht spekulieren, sondern sie einfach genießen. Der Folker gratuliert und hofft auf noch höhere Platzierungen.
www.well-brueder.de
Logo Artes Konzertbuero
ERGÄNZUNG ZUM EDITORIAL DER AUSGABE 5+6/2020 (09.10.2020)
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Da schrieb der Herausgeber (nur im gedruckten Heft) ziemlich wutentbrannt in Sachen Onlinefestival Sang und Klang, dass dem unterstützend tätigen Artes Konzertbüro wegen der Verwaltung der Spenden die Überbrückungshilfen verweigert werden sollten, weil dadurch der „Umsatz“ höher sei als im Vorjahr. Nun, manchmal wenden sich Dinge zum hoffentlich Guten. Gudrun Walther, Ko-Partnerin der Agentur, fand auf der Seite des baden-württembergischen Landesministeriums einen Absatz, der besagte, dass Spenden nicht als Umsatz angerechnet werden müssen. Also konnte sie zwei Tage vor Abgabefrist dann doch noch einen Antrag auf die dringend benötigte Überbrückungshilfe stellen. Ob erfolgreich, steht natürlich in den Sternen der Behörde, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.