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Kai Strauss; Foto: Karoacpyk
VIERZIGSTES LAHNSTEINER BLUESFESTIVAL FINDET STATT (20.09.2020)
Kai Strauss; Foto: Karoacpyk

Die gewohnte Meldung zuerst: Am Samstag, dem 26. September 2020, findet in der Stadthalle Lahnstein das vierzigste Bluesfestival statt. Neu in diesem Coronajahr: Schon um 16.00 Uhr wird die Mike Andersen Big Soul & Blues Revue das Event eröffnen. Der Däne hat seine Fünf-Mann-Band für das Jubiläum um den Percussionisten Mads Michelsen, den Tenorsaxofonisten Niels Mathiasen und die Sängerin Sahra Da Silva verstärkt. Andersens Musik zeichnet sich durch ihre Nähe zu Ray Charles und B. B. King aus. Um 18.00 Uhr folgt die Kai Strauss Band, verstärkt durch die Lahnstein Birthday All Stars, die es wahrhaft in sich haben. Es gehören nämlich so gestandene Musikerinnen und Musiker dazu wie Inga Rumpf, Giorgina Kazungu-Hass, Tosho Todorovic, Tommy Schneller, Dieter Kuhlmann und Gary Winters. Moderieren wird wieder Bluespianist- und -kabarettist Arnim Töpel; den renommierten Blues-Louis erhält Manfred Miller, einer der versiertesten Blueskenner Deutschlands.
www.lahnsteiner-bluesfestival.de
Dánacht; Foto: Doris Joosten
DIETER-WASILKE FOLK-FÖRDERPREIS 2020 (17.09.2020)
Dánacht; Foto: Doris Joosten

Es ist vollbracht. Vergangenen Samstag konnten die Ausrichter vom Verein Venner Folk Frühling (VFF) erstmalig den Dieter-Wasilke-Folk-Förderpreis vergeben, nachdem das diesjährige Festival coronabedingt ausgefallen war und das Finale in den September hatte verschoben werden müssen. Bei bestem Wetter setzten sich vor achtzig Zuhörerinnen und Zuhörern in einem spannenden Finale am Ende Dánacht gegen die Mitbewerber La Kejoca (2. Platz) und Banjax Blend durch. Alle Bands boten Folkmusik europäischer und/oder nordamerikanischer Couleur auf hohem Niveau, und machten es den Jurorinnen und Juroren nicht leicht. Als solche fungierten der Musiker, Komponist und Arrangeur Jens Kommnick, die Sängerin und Pianistin der Gruppe Larún Kathrin Kuhlmann, die VFF-Vorstandsmitglieder Michaela Blum und Jakob Hellmann sowie der Folker-Redakteur und Musiker Ulrich Joosten. Danácht konnten letztlich mit ihren abwechslungsreichen, innovativen und schwungvollen Arrangements sowie spielerisch gestalteten Eigenkompositionen überzeugen. Gratulation!
Gleichzeitig ist die neue Bewerbungsrunde für die Ausgabe 2021 des Preises eröffnet. Bis Ende November können sich wieder Nachwuchsbands und Newcomer über die Website www.folkfruehling.de bewerben. Teilnahmeberechtigt sind wie letztes Jahr alle Musikerinnen und Musiker mit Wohnsitz in Deutschland, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben (Solisten) oder deren Durchschnittsalter 35 Jahre nicht überschreitet (Gruppen). Von der Teilnahme ausgeschlossen ist, wer bereits im Rahmen eines Konzertes des Vereins aufgetreten ist. Die Bewerbungen werden von einer zehnköpfigen Jury im Onlineverfahren beurteilt. Die drei Sieger des Vorentscheids erhalten eine Einladung zum Finalkonzert auf dem Venner Folk Frühling 2021, das wiederum von einer fünfköpfigen Jury vor Ort bewertet wird. Alle Finalisten erhalten ein Preisgeld, der Sieger zudem einen bezahlten Auftritt im Rahmen des nächstjährigen Festivals sowie einen Artikel in der Zeitschrift Folker. Alle weiteren Details finden sich auf der Website.
www.folkfruehling.de


Banner Showcase Scotland Expo
MUSIKALISCHE GRÜSSE AUS CALEDONIA (13.09.2020)
Banner Showcase Scotland Expo

Eine tolle Idee der Organisation Showcase Scotland Expo. Sie schickte musikalische „Postcards from Scotland“ und verbindet diese mit einer Spendenaktion. Achtzehn von einer Jury ausgewählte Künstlerinnen, Künstler und Bands richten digitale Grüße mit Videos, Sounds und Erzählungen an das Publikum, das die ein oder andere Band in diesem Jahr unter normalen Umständen live gesehen hätte. Unter den Teilnehmern finden sich klangvolle Namen wie Blazin’ Fiddles, Breabach, Elephant Sessions, Fara, Kris Drever, Ross Ainslie & Ali Hutton, RURA, Skerryvore und Talisk. Darüber hinaus beteiligt sind Brìdghe Chaimbeul, Claire Hastings, Hannah Rarity, Kinnaris Quintet, Moishe’s Bagel & Fiona Hunter, Niteworks, Ryan Young und Siobhan Miller. Verteilt wurden die Grüße über verschiedene internationale Festivals. In Deutschland, wie könnte es anders sein, über das Rudolfstadt-Festival, auf dessen Website man den passenden Link zum Video findet: www.bit.ly/2F0qtvP . Die Aktion läuft noch bis Ende November dieses Jahres.
www.showcasescotlandexpo.com
Poster Global Music Match (Ausschnitt)
EINE CORONAIDEE: GLOBAL MUSIC MATCH (09.09.2020)
Poster Global Music Match (Ausschnitt)

Vierzehn Länder taten sich zusammen und nominierten je zwölf Künstler aus der jeweiligen Folkszene. Zu den Ländern zählten zum Beispiel Schottland, England, Wales, Estland, Finnland, Norwegen oder Italien. Wie üblich nicht dabei: Deutschland. Wichtig war, dass die Künstler eine starke Onlinepräsenz in den sozialen Medien haben. Anschließend wurden diese Künstler aus den unterschiedlichen Ländern in kleinen Gruppen zusammengebracht mit dem Ziel, dass sie sich gegenseitig über ihre sozialen Kanäle bewerben und vorstellen, also die Kollegen den eigenen Fans nahebringen. Ein hoch interessantes und bei Redaktionsschluss noch andauerndes Experiment!
www.globalmusicmatch.com


Plakat Folklorum
FOLKLORUM FINDET STATT (01.09.2020)
Plakat Folklorum

Die Kulturinsel Einsiedel in Neißeaue-Zentendorf direkt an der Grenze zu Polen nahe Görlitz lässt sich von Corona nicht abschrecken und veranstaltet auch in diesem Jahr am kommenden ersten Septemberwochenende vom 4. bis 6.9.2020 das inzwischen 27. Folklorum, auch "Turisedische Festspiele" genannt (siehe auch Kooperationsseiten in Folker 3+4/2020). Das Festivalgelände zeichnete sich schon immer durch seine Weitläufigkeit aus und die Tatsache, dass ein Großteil des Programms unter freiem Himmel stattfindet, was den Veranstaltern in diesem Jahr besonders zugutekommt. Die diversen Programmpunkte spielen sich nämlich an sehr vielen, eher kleinen Schaustätten ab, womit es leichter fällt als anderswo, den gesetzlichen Anti-Corona-Auflagen gerecht zu werden. So findet sich unter folgendem Link sich das eigens erarbeitete "Corona-Regelwerk", zu dessen Einhaltung sich alle, die ein Ticket erwerben verpflichten: www.turisede.com/folklorum/carola-regelwerk.html. Neben Headlinerkonzerten wie mit Dota, Gankino Circus, Götz Widmann, Schnaps im Silbersee, Dr. Bajan oder Evelyn Kryger richtet die Kulturinsel Einsiedel auch in diesem Jahr wieder das "Touriseder Troubadorum" aus, den Festivalpreis, für den sich nach dem erneuten Bewerbungsaufruf Ende Juli noch zahlreiche MusikerInnen und Bands aus dem Folkspektrum anmeldeten. Den Gewinnern winken Auftritte beim Foklorum 2021 oder 2022 sowie ein neunzigminütiges Konzert am diesjährigen Festivalsonntag in der großen Halle. Alle Infos zum Programm, dem Ticketkauf etc. gibt es unter
www.turisede.com/folklorum.html
Logo 250 Jahre Schott
250 Jahre Schott (13.08.2020)
Logo 250 Jahre Schott

Anlässlich seines 250-jährigen Bestehens hat der Musikverlag Schott nun einen Zeitstrahl ins Internet gestellt, der die Geschichte des Unternehmens beleuchtet. Gegründet wurde es 1770 von dem Kupferstecher und Klarinettisten Bernhard Schott. Er erhielt vom Kurfürsten von Mainz das Privileg, Noten herzustellen und zu vertreiben. Wer also Musik veröffentlichen wollte, musste damals über Schott gehen. Dieser konnte die Preise diktieren und bereits 1792 ein großes Patrizierhaus erwerben, das noch heute Sitz des Verlages ist. Schott gibt nicht nur Klassiknoten heraus, auch Rock-, Jazz- und Folkfans werden fündig. Empfehlenswert ist die Reihe Schott World Music mit Liedern einzelner Regionen oder Länder. Die Hefte kommen meist mit Melodien, Akkorden und einer CD daher.
www.schott-music.com


Mühleninsel Venne; Foto: Doris Joosten
DIETER-WASILKE FOLK-FÖRDERPREIS 2020 (09.08.2020)
Mühleninsel Venne; Foto: Doris Joosten

Die Macher des Venner Folk Frühlings gehörten zu den ersten Festivalveranstaltern, die vorsorglich und verantwortlich handelten und – sehr zum Leidwesen der Fans – die diesjährige Ausgabe des beliebten Familienfestivals absagten. Und damit auch die Endausscheidung des neu konzipierten Dieter-Wasilke-Folkförderpreises. Nach Monaten des Stillstands beziehungsweise Rückabwickelns und Verschiebens kann zumindest diese Veranstaltung nun doch noch in diesem Jahr ausgerichtet werden, wie die Festivalleitung jetzt mitteilte. Und zwar am 12. September 2020, als Open Air auf der Venner Mühleninsel – verbunden natürlich mit dem mittlerweile üblichen Corona-Vorbehalt. In der Zeit von 15.30 Uhr bis etwa 18.00 Uhr werden sich die drei für den Preis nominierten Gruppen Danácht, La Kejoca und The Scarlet Scallywags in je zwanzigminütigen Auftritten dem Publikum und der Jury (an der bekanntlich auch der Folker beteiligt ist) präsentieren. Für 18.30 Uhr ist dann die Preisverleihung geplant. Ein Porträt der Gewinnerband soll in der ersten Folker-Ausgabe des kommenden Jahres erscheinen. Im Anschluss, gegen 20.00 Uhr, startet ein zweistündiges Konzert der Gruppe Larún mit keltischer Musik auf Fiddle, Flute, Uilleann Pipes, Bodhrán, Piano und Gitarre. Aus organisatorischen Gründen können die Eintrittskarten ausschließlich über die Folk-Frühling-Website erworben werden. Alle weiteren Informationen zu Schutzmaßnahmen und Ticketverkauf gibt es unter
www.folkfruehling.de
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SALAM – DA GEHT WIEDER WAS IN WIEN (05.08.2020)
Banner Salam Orient Festival

Vom 9. bis 19. Oktober 2020 findet Corona zum Trotz eine neue Ausgabe des jährlichen Salam-Orient-Festivals statt. Außergewöhnlich ist das Ganze nicht nur im Hinblick darauf, dass mit bildender Kunst und zahlreichen literarischen Veranstaltungen zwei neue Kultursparten Einzug ins Programm gefunden haben. Die Covid-19-Maßnahmen machen zudem einen Plan B erforderlich, der die einzelnen Programmpunkte auf verschiedene Spielstätten verteilt, sich aber, so die Veranstalter, trotz allem sehen lassen kann. Unter anderem treten auf: Elaha Soroor & Kefaya (Afghanistan/UK), das Duo Naqsh (Iran/Österreich), Salah Ammo & Wiener Diwan (Syrien/Österreich), 47Soul (Palästina), Hamayun & Friends (Afghanistan/International), Damir Imamović (Bosnien/Türkei/USA), Tazeen Qayyum (Pakistan) sowie noch einmal Damir Imamović zusammen mit Jelena Poprzan (Serbien/Österreich/Bosnien). Alle Infos und Details finden sich unter
www.salam-orient.at


Logo Folkmagazin
AUCH DAS FOLKMAGAZIN ... (01.08.2020)
Logo Folkmagazin

... stellt sein gedrucktes Erscheinen mit der Ausgabe 350 ein. Nach verdienstvollen 42 Jahren und einigen Umbenennungen sind es aber weniger Corona oder die Krise der Printmagazine, die das Ende einer weiteren Publikation verursacht haben. Vielmehr sind es ernsthafte gesundheitliche Probleme der zentralen Figur, Hedo Holland, dem wir auf diesem Wege eine gute Besserung wünschen. Hedo hofft, dass er das Folkmagazin ab September über die Website weiterbetreiben kann.
www.folkmagazin.de
Marcia Taborda; Silvana Marques
DIE GITARRE IN RIO (28.07.2020)
Marcia Taborda; Silvana Marques

Bis vor zehn Jahren gab es kaum Informationen zur zentralen Stellung der Gitarre in der Kultur Brasiliens. Dann erschien die portugiesischsprachige Dissertation von Marcia Taborda über die Gitarre und nationale Identität. Dazu ist nun ein 45-minütiger Film entstanden, der die Geschichte des Instruments in Rio bis 1950 nachzeichnet. Taborda erzählt, spielt Gitarre sowie Vihuela und präsentiert selten zu sehenes Material. Sie schrieb ihre Magisterarbeit über den Gitarristen Dino 7 Cordas und habilitiert derzeit über die brasilianische Gitarre in 78-RPM-Aufnahmen.
www.youtube.com/watch?v=2JyqdB1FdGs&t=114s


Sandy Wolfrum; Foto: Promo
DAS DILEMMA MIT DEM JUBILÄUM (24.07.2020)
Sandy Wolfrum; Foto: Promo

In diesem Jahr wollte der Liedermacher Sandy Wolfrum sein vierzigjähriges Bühnenjubiläum feiern. Mit Konzerten, Festen, und Radiosendungen. Durch den Coronashutdown und das Auftrittsverbot für Künstler war erst mal alles anders. Das daraus folgende Chaos ist laut Wolfrum keinesfalls als Herausforderung zu sehen, sondern als ein gezieltes „Schachmatt“. O-Ton Wolfrum: „Ich fühle mich wie ein Vogel im Käfig. Habe Trinken und Essen, alle sind mir wohlgesonnen, aber ich darf nicht fliegen!“ Derzeit arbeitet Wolfrum mit den Travelling Feelsaitig Friends an einem akustischen Lagerfeueralbum unter dem Titel Beating The Campfire, das im September erscheinen soll. Ob aber auch das geplante Jubiläumsalbum erscheinen kann, steht in den Sternen – seine 2020er-Jubiläumstour sollte teilweise mitgeschnitten werden und kommendes Jahr als Live-CD veröffentlicht werden. Dem hat das Virus erst einmal einen Riegel vorgeschoben.
www.sandywolfrum.de
Matthias Koch; Foto: 30M Records
NEUES LABEL FÜR PERSISCHE MUSIK (20.07.2020)
Matthias Koch; Foto: 30M Records

Hamburg und Teheran rücken in diesem Jahr ein ganzes Stück näher zusammen. Grund dafür ist der Startschuss des Labels 30M Records, hinter dem Matthias Koch steht, ein Veteran im Musikgeschäft und begeisterter Liebhaber der persischen Kultur.  Mit 30M Records möchte Matthias Koch die jungen iranischen Künstlerinnen und Künstler, welche ursprüngliche Instrumentierungen und Stile mit in ihre zeitgenössischen Kompositionen und Produktionen einfließen lassen, einem weltweiten Publikum zugängig machen. 30M schlägt dabei eine Brücke zwischen traditioneller und gegenwärtiger iranischer Musik. Koch ist zuversichtlich, dass jede Menge musikalisches Potenzial vorhanden ist, das die Menschen außerhalb Irans begeistern wird. „Die melancholische Schönheit der Harmonien, die Beats und für uns neuen Sounds sind perfekt für ein neugieriges, internationales Publikum. Und die Geschichten dahinter geben der Musik sogar noch mehr Kraft“, sagt er. Die erste Veröffentlichung wird den Namen Raaz („Geheimnis“) tragen. Dahinter stehen die beiden Künstler Hooshyar Khayam und Bamdad Afshar, die ein Licht auf die wenigen verbleibenden Künstler und Bewahrer der iranischen Folktradition werfen möchten, die die alten Baluchi-Rhythmen aus dem Süden des Landes in einen Rahmen aus Elektronik, präparierten Klavieren, Streichern und Gesangsaufnahmen einfügen. Anschließend sind Releases verschiedener Genres geplant, auch elektronische Musik aus dem Iran.
www.30m-records.com


Banner Yiddish Summer Weimar
ZWANZIG JAHRE YIDDISH SUMMER (16.07.2020)
Banner Yiddish Summer Weimar

Den Machern des vielfach ausgezeichneten Festivals Yiddish Summer Weimar (YSW) ist es gelungen, dieses Jahr ein Konzept zu entwickeln, das es ermöglicht, das zwanzigjährige Jubiläum trotz coronabedingter Einschränkungen zu feiern. „Gerade die Coronapandemie zeigt uns deutlicher als je zuvor, wie wichtig die körperliche, soziale Dimension für unser Dasein ist. Deshalb findet der diesjährige YSW nicht in erster Linie online statt, sondern vor Ort“, begründet der künstlerische Leiter und Musiker Alan Bern diesen Schritt. Die zwanzigste Ausgabe findet vom 30. Juli bis zum 23. August unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen mit Konzerten und Workshops in Weimar, Eisenach und Erfurt statt. Das Konzertprogramm wird demnächst veröffentlicht. Workshops zu Themen wie Tanzmusikorchester oder jiddisches Lied werden für vom COVID-19-Lockdown betroffene Musiker/innen und Freelancer/innen zu einem Sondertarif angeboten. Es werden noch freiwillige Helfer gesucht, bei Interesse bitte melden bei johannes.graesser@othermusicacademy.eu. Der Folker gratuliert herzlich!
www.yiddishsummer.eu/de
Logo WOMEX
UMFRAGEERGEBNISSE (13.07.2020)
Logo WOMEX

Die WOMEX veröffentlicht die Ergebnisse ihrer im Mai unter den Betroffenen durchgeführten Umfrage zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die globale Musikgemeinschaft. 633 Menschen aus 88 Ländern nahmen daran teil. 77 Prozent gaben an, stark von der Situation betroffen zu sein, während 87 Prozent der Veranstaltungen der Teilnehmer für 2020 abgesagt wurden. Nicht alle waren zum jetzigen Zeitpunkt in der Lage, die Höhe des finanziellen Verlustes zu bemessen, aber allein bei denen, die sich dazu äußerten, belief sich die Gesamtsumme auf bereits 60 Millionen Euro. Hilfen von staatlicher oder sonstiger Seite erhielten nur gut 50 Prozent der Befragten. Insgesamt zeigt die Umfrage, dass die Auswirkungen der Pandemie auf die Musikszene äußerst schwerwiegend sind. Alle Ergebnisse und Antworten lassen sich hier nachlesen: https://buff.ly/3iCSsRc. Auch aufgrund dieser Ergebnisse hält die WOMEX weiter daran fest, ihre 26. Ausgabe im Oktober auszurichten – die sogenannte „Smart-Rate“-Registrierung, also die Anmeldung zum günstigsten Tarif, wurde bis 24. Juli verlängert. Bisher schrecken offenbar noch viele wegen der unsicheren Verhältnisse vor einer festen Buchung zurück.
www.womex.com


Festivalregisseur Zeno Stanek; Foto: Sabine Hauswirth
UND SIE SCHRAMMELN DOCH (10.07.2020)
Festivalregisseur Zeno Stanek; Foto: Sabine Hauswirth

Sie trotzen dem Virus, die Kolleginnen und Kollegen des niederösterreichischen Schrammel.Klang.Festivals in Litschau am Herrensee. Na klar, umständehalber nicht wie gewohnt, wird in diesem Jahr die nunmehr vierzehnte Ausgabe in angepasster, abgespeckter Form stattfinden, in der „Sicherheitsvariante“ sozusagen. An allen Juliwochenenden öffnen sich an insgesamt zehn Abenden jeden Freitag und Samstag vom 3. Juli bis 1. August 2020 ab 19.00 Uhr die Pforten des Strandbadgeländes exklusiv für 250 Besucher. Das bedeutet im Durchschnitt eine Beschränkung auf weniger als zehn Prozent der sonst üblichen Anzahl! Für die Künstler gilt allerdings kein Diminutiv – sie spielen genauso groß wie immer. Als Schauplätze dienen dabei drei Naturbühnen, auf denen jeweils drei Gruppen zeitgleich musizieren. Ab 20.30 Uhr finden die Konzerte im Herrenseetheater statt. Die Bestuhlung dort berücksichtigt den geforderten Abstand von einem Meter. Regisseur Zeno Stanek wird dafür sorgen, dass das Theater trotzdem charmant und einladend wirken wird. Weitere coronabedingte Maßnahmen werden Maskenpflicht gemäß den gesetzlichen Vorgaben, strenge Hygiene in den Sanitär- und Gastronomiebereichen sowie Clusterbildung durch Registrierung der Besucher (bei Onlinebuchung oder beim Kartenkauf am Eingang) sein. An den Donnerstagabenden werden zudem zusätzlich in den Gastgärten, Höfen und auf den Terras­sen von mindestens drei Lokalen in Litschau „Warming-up-Konzerte“ gegen freie Spende gespielt. Die nächsten erreichbaren Konzerte geben am 10. Juli auf der Naturbühne die 16er Buam, das Duo Haertel & Wascher sowie Albin Paulus, im Herrenseetheater geben sich Roland Neuwirth und das Radio.string.quartett die Ehre.
www.schrammelklang.at
Rätsche Livstream
RÄTSCHE SAMMELTE SPENDEN MIT LIVESTREAMS (08.07.2020)
Rätsche Livstream

Wie alle Kulturveranstalter musste auch die Rätsche in Geislingen Mitte März ihren Veranstaltungsbetrieb einstellen. Bereits am 28. desselben Monats ging allerdings schon der erste Livestream von dort mit professionellem Ton und Bild auf Sendung. Mit diesen Konzerten wollten die Organisatoren Künstlerinnen und Künstler aus der Region unterstützen, die normalerweise ihren Lebensunterhalt mit ihrer Kunst bestreiten, in dieser Zeit jedoch keine Möglichkeit hatten aufzutreten. Die Rätsche bezahlte den Künstlern eine kleine Gage und bot dem Publikum die Möglichkeit, direkt und ohne Abzüge für die Künstler zu spenden. Auf insgesamt 22 Konzerte wuchs die Reihe an, unter anderem mit Auftritten der Kabarettistin Martina Brandl, des Songwriters Axel Nagel, des Folkduos Gudrun Walther & Jürgen Treyz, des Akkordeonvirtuosen Matthias Matzke und der Sopranistin Leonie Kratz sowie der Rockband Tightrope oder Siyou ’n Hell mit dem Kraan-Bassisten Helmut Hattler. Annähernd 12.000 Euro an Spendengeldern kamen auf diesem Weg zusammen. Zusammen mit den Gagen der Rätsche konnten so fast 20.000 Euro Unterstützung an die Auftretenden überwiesen werden – und die Livestreams können natürlich weiter auf Youtube angesehen werden. Ab sofort gibt es dann wieder Livekonzerte im hauseigenen Biergarten. Alle weiteren Infos unter
www.raetsche.com


Cover Folk Galore
NEUE FOLKZEITSCHRIFT SAMT ONLINESENDER (05.07.2020)
Cover Folk Galore

In diesen Zeiten ein neues Magazin mit Folkschwerpunkt herausbringen? Und dann noch vornehmlich aus dem skandinavischen, baltischen beziehungsweise generell eher osteuropäischen Bereich? Scheint ein gewagtes Unterfangen, aber dahinter steckt einer mit Erfahrung: Christian Pliefke, Betreiber der erfolgreichen Labels Nordic Notes, CPL-Music und Beste Unterhaltung! (siehe „Labelporträt“ in Folker 1/2020), auf denen er Musik genau dieser Regionen seit Langem veröffentlicht. Anlässlich gleich zweier Jubiläen 2020 (fünfzehn Jahre Nordic Notes, zehn Jahre CPL-Music) nun unter dem Titel Folk Galore also der Versuch, eine Zeitschrift zu verlegen, die insbesondere das eigene Labelspektrum abdeckt. „Mir kam es immer so vor, dass Länder, die ich unter meinen Tonträgerlabels veröffentliche, selten bis überhaupt nicht in anderen Folk- und Weltmusikmagazinen vorkommen“, schreibt Pliefke im Editorial der ersten Ausgabe, die unter Mithilfe eines ansonsten komplett weiblichen Autorenteams zum 1. Juli erschienen ist. Und: „Mich interessiert nicht nur die Musik, sondern auch die reichhaltige Kultur.“ Deshalb gibt es neben Künstlerporträts etwa zu Vedan Kolod oder Svjata Vatra auch einen Artikel über die Pastalas, die traditionellen lettischen Schuhe. Leihgaben aus dem Folker sind die Artikel über Lata Donga (4/2019) und Tautumeitas (Heft 2/2020). Damit aber noch nicht genug. Bereits seit Ende Mai läuft auf Laut.fm unter demselben Namen ein labeleigener Radiosender, der rund um die Uhr Folk, Singer/Songwriter und Pop aus Nord- und Osteuropa präsentiert, schwerpunktmäßig Songs, die auf Pliefkes Labels erschienen sind. Bisher noch ohne Wortbeiträge, doch Weiterentwicklung ist beabsichtigt. Wir drücken in beiden Fällen die Daumen.
https://cpl-musicshop.de/magazine/folk-galore
https://laut.fm/folkgalore
Impression Rudolstadt-Festival; Foto: Michael Pohl
ANLÄSSLICH DES JUBILÄUMS (03.07.2020)
Impression Rudolstadt-Festival; Foto: Michael Pohl

Gestern, Donnerstag, den 2. Juli 2020, hätte sie starten sollen, die dreißigste Ausgabe des Rudolstadt-Festivals. Doch wegen Corona kann auch hier bekanntermaßen in diesem Jahr leider nichts stattfinden. Um das Ganze jedoch nicht komplett unberücksichtigt vorüberziehen zu lassen, bringen einige öffentlich-rechtliche Rundfunksender ein umfangreiches Seh- und Hörprogramm mit den Höhepunkten der Festivalgeschichte – insbesondere der letzten zehn Jahre. Besonders aktiv dabei ist der MDR, der bereits seit Mitte Juni auf seiner Radiostation MDR Kultur in loser Folge Beiträge mit Mitschnitten und Reportagen vom und zum Rudolstadt-Festival sendet. Gestern etwa einen Rudolstadt-Abend mit Erinnerungen, Reportagen, Talkrunden und Livemusik sowie heute Freitag, den 3. Juli, ab 20.00 Uhr die zehnstündige Rudolstadt-Konzertnacht unter anderem mit Auftritten von Graham Nash, Fatoumata Diawara, Billy Bragg, Hannes Wader, Wenzel, Youssou N’ Dour, Souad Massi. Im MDR-Fernsehen liefen nachts seit 1. Juli bereits vier vollständige Mitschnitte von Einzelkonzerten, von denen drei noch in der Mediathek abrufbar sind (Imarhan, Toots & the Maytals, Amy Macdonald), am 9. Juli folgen Glen Hansard, Patrice und Element of Crime. Morgen Samstag- und übermorgen Sonntagabend ziehen dann auch Deutschlandfunk Kultur mit einem vierstündigen Special und BR Klassik mit „Rückblicken, Ausblicken, Seitenblicken“ nach. Letztere senden zudem am 11. und 12. Juli Konzertmitschnitte aus dem letzten Jahr. Die eigentliche dreißigste Ausgabe des Rudolstadt-Festivals soll nun vom 1. bis 4. Juli 2021 stattfinden, und wie die Veranstalter berichten, haben bereits viele der für dieses Jahr geplanten Acts zugesagt, darunter A Filetta, Andreas Gabriels Verändler, Imár, Rasga Rasga, Rufus Wainwright und Maria Farantouri. Eine komplette Übersicht über das Radio- und TV-Programm mit den Sendungen zu Rudolstadt gibt es unter
www.rudolstadt-festival.de/media-radio-tv.html


Banner WOMEX
WOMEX SOLL STATTFINDEN (02.07.2020)
Banner WOMEX

Bereits Mitte Juni gaben die Verantwortlichen der WOMEX bekannt, dass sie nach langer Zeit der Unsicherheit, viel Arbeit, Spekulation und unzähligen Zoom-Sitzungen gemeinsam mit ihren lokalen Partnern von Hangvető beschlossen haben, dass die 26. Ausgabe der Weltmusik-Messe vom 21. bis 25.10.2020 im ungarischen Budapest trotz Corona stattfinden soll. Seit dem 11. Juni kann man also Stände buchen oder sich als Delegierter anmelden. Noch bis 10. Juli gilt dabei die sogenannte „Smart Rate“, der günstigste Tarif, zu dem eine Registrierung möglich ist. Erhältlich ist diese als fünftägiges Paket, das Zugang zum gesamten WOMEX-Programm, einschließlich Messe, Konferenzen, Showcase-Konzerten, Filmvorführungen, Eröffnungs- und Preisverleihungszeremonien bietet sowie ein Jahr lang Zugang zur virtualWOMEX. Anmeldungen oder Standbuchungen sind möglich über https://buff.ly/2IUf3JD. Alle weiteren Infos finden sich unter
www.womex.com.
Die Grenzgänger; Foto: Nichelmann
GRENZGÄNGER-SOLIDARITÄTSNETZWERK (30.06.2020)
Die Grenzgänger; Foto: Nichelmann

In den dreißig Jahren ihres Bestehens hat die Band Die Grenzgänger elf Alben aufgenommen, an die zweitausend Konzerte gespielt, und dann kam Corona! Fast alle Auftritte bis in den Herbst hinein wurden abgesagt oder können nur unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden. Die angekündigten staatlichen Hilfen decken dabei vielleicht zehn Prozent der ausgefallenen Gagen ab. Gleichzeitig stehen viele Veranstalter selbst mit dem Rücken zur Wand. Wie soll das aufgefangen werden können? Bislang konnten die Musiker von ihren Einnahmen aus CD-Verkäufen und Konzerten leben und zum Beispiel die nächste Produktion aus eigener Tasche finanzieren. Allein seit 2014 wurden so sieben Alben veröffentlicht, von denen zwei mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. Nun bittet die Band um Solidarität: „Wir starten ab sofort das Grenzgänger-Netzwerk. Unser Ziel sind regelmäßige Zahlungen von 5 oder 10 Euro pro Monat von Menschen, die unsere Arbeit schätzen und die Inhalte für wichtig erachten. Wir streben eine Art Grundeinkommen an, um weiterhin das inhaltliche und künstlerische Niveau zu halten und auch einmal eine schwierige Phase durchstehen zu können sowie eine besondere Bindung an ein besonderes Publikum!“ Wer sich dem gerne anschließen möchte, findet alle weiteren Informationen unter:
www.die-grenzgänger.de/cd-kategorie/netzwerk