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The East Pointers
INSEL REIF FÜR DIE INSEL? (19.08.2017)
The East Pointers

Eigentlich ist so eine Expo eher etwas für den aktiven Teil der Szene, also Veranstalter, Agenten oder Presse, aber die English Folk Expo, kurz EFEx, findet immer als Teil eines Festivals statt, und das ist offen für jedermann und jederfrau. Durch den Umzug der EFEx von Bury ins nahe gelegene Manchester ist die Messe nun vom 19. bis 22. Oktober eingebettet in das Manchester Folk Festival, und die Menschen dieser Stadt werden wohl nach den schrecklichen Ereignissen im Mai gerne den Gastgeber für ein friedliches Fest spielen. Der internationale Partner dieses Jahr ist ein auf den ersten Blick erstaunlicher, und zwar Kanadas kleinste Provinz, Prince Edward Island. Gut informierte Folkies jedoch wird das weniger verwundern, sind doch zumindest Künstler wie die East Pointers oder Vishtèn bereits international bekannt. Weitere Infos über www.englishfolkexpo.com.
Malinda Kathleen Reese
WE ALL LIVE IN AN AMBER SUBDOMAINE (16.08.2017)
Malinda Kathleen Reese

Wer als Folkie oder Popmusiker Musikstücke schreibt, greift heutzutage gern mal zu technischen Hilfsmitteln wie etwa Notationsprogrammen. Warum sollte man sich bei fremdsprachigen Texten nicht auch gelegentlich von Google Übersetzer helfen lassen? Was passiert, wenn man dies exzessiv tut, zeigen vergnügliche Videos der New Yorker Sängerin Malinda Kathleen Reese. Sie hat bekannte Songs von dem Übersetzungsprogramm nacheinander in mehrere Fremdsprachen und dann zurück ins Englische übersetzen lassen und präsentiert diese bei Youtube unter der Überschrift „Google Translate Sings“ – Orginal- und Übersetzungstext als Unter- und Oberzeilen inklusive. Aus „We All Live In A Yellow Submarine“ von den Beatles wird da zum Beispiel „We All Live In An Amber Subdomaine“, und „Bohemian Rhapsody“ von Queen mutiert zu einem bizarren psychedelischen Gesamtkunstwerk mit oft zweifelhafter Grammatik. Da bleibt nur der Rat der Beatles in „Hey Jude“: „Take a sad song and make it better“ oder, wie es in der Google-Translate-Fassung heißt, „Making better have a disastrous lyrics“. www.youtube.com/watch?v=rwOH3YsraNs


Matthias Haffner
INTERGALAKTISCHER CHORO (13.08.2017)
Matthias Haffner

Die interessanten Dinge finden in Hinterhöfen statt, diese alte Berliner Weisheit bestätigt sich gerade aufs Neue. Jetzt geht man durch einen Torbogen und nach etwa fünfzig Metern zu einer unscheinbaren Tür, wenn man in der Hauptstadt feinsten Choro hören will. Der auf brasilianische Klänge spezialisierte Percussionist Matthias Haffner, der in den Niederlanden vor einigen Jahren eine Choroschule mitbegründete und damit einen kleinen Boom im Nachbarland auslöste, hat in der Spreemetropole eine Roda de Choro ins Leben gerufen und damit die schon länger brachliegende Choroszene revitalisiert. Dabei spielen Profis und gute Amateure um einen Tisch sitzend den Stil, der als erste eigene Musikgattung Brasiliens bekannt geworden ist. Er ist für Weltmusik-, Klassik- und Jazzenthusiasten gleichermaßen interessant, weil er akustisches Instrumentarium wie Flöte, Gitarre und Cavaquinho, präzises Sechzehntelspiel sowie komplexe Akkorde und Improvisation verbindet. Mitmusiker und Zuhörer sind ausdrücklich erwünscht. Gejammt wird gewöhnlich einmal im Monat sonntags nachmittags im Intergalaktischen Kulturverein in der Sprengelstraße 15 im Wedding. Wer kommen will, sollte sich bei Matthias Haffner wegen der Aufnahme in den E-Mail-Verteiler melden: pandeiromusic@gmail.com.
Dàimh
HIGHLAND BLAST, DIE VIERTE (11.08.2017)
Dàimh

Im Herbst ist nach Rudolstadt noch einmal in diesem Jahr in Deutschland Schottland angesagt, zumindest, wenn man nördlich des Weißwurstäquators wohnt. Vom 8. bis 19. November 2017 ist es nämlich zum bereits vierten Mal wieder Zeit für „Highland Blast – A Taste Of Scotland“, diesmal besonders jung und authentisch. Das Quintett Dàimh glänzt mit der im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Sängerin Ellen MacDonald, während das Trio Talisk um den ebenso ausgezeichneten Konzertinavirtuosen Mohsen Amini den Schwerpunkt auf mitreißende Instrumentals legt. Dazu kommt noch die Stepptänzerin Sophie Stephenson, die mit ihren Füßen Rhythmen produziert, die unsereins mit den Fingern vor Probleme stellen würden, selbst wenn wir vorher an dem fast schon obligatorischen Whisky-Tasting teilgenommen hätten. Weitere Infos über www.highlandblast.com.


An Erminig
NEUES FOLKFESTIVAL (08.08.2017)
An Erminig

Celtic-Folk-Fans im Saarland dürfen sich auf den 22. Oktober 2017 freuen, an dem ein neues Festival mit Musik unter anderem von der Grünen Insel ins Leben gerufen wird. Veranstaltet wird es vom Kulturzentrum Villa Fuchs im Merziger Zeltpalast. Mit dabei sind die Kilkennys, An Erminig und die Henry Girls. Alle Informationen unter www.villa-fuchs.de.
Oysterband
OYSTERS VIERZIG (06.08.2017)
Oysterband

Sie können es nicht mehr so genau datieren, aber es muss irgendwann zwischen dem Sommer 1977 und dem Frühjahr 1978 gewesen sein, dass sich die erste Inkarnation der Oysterband als Oyster Ceilidh Band im östlichen Kent zusammentat, um anfänglich vor allem zum Tanz aufzuspielen. Ab Mitte der Achtziger kam mehr und mehr eigenes Material mit zunehmend politischer Aussage hinzu, bis die Band im Laufe der Neunziger neben den Levellers zu einer der Hauptakteure der englischen Folkrockszene avancierte – eine Position, die sie bis heute halten können. Und weil so was schon ein Grund zum feiern ist, werden die Oysters das auch ausgiebig tun, unter anderem zu einigen Terminen im Oktober in Deutschland (siehe Serviceseiten in der Heftmitte), bei der auch alle Lieder von Holy Bandits erklingen sollen, des Albums, mit dem sie 1993 den Durchbruch schafften. Seit Anfang dabei ist das Kerntrio auch der heutigen Version der Band, bestehend aus John Jones, Alan Prosser und Ian Telfer, die kommendes Frühjahr dann im Anschluss an die internationale Tour als The Oysters 3 unterwegs sein werden, um in Liedern, Geschichten und Tunes noch tiefer einzutauchen in den Werdegang der Band bis heute – das dann allerdings leider nur auf der Insel, wo es schließlich in der Tradition von Bands wie Fairport Convention vom 28. April bis 1. Mai das große Finale geben wird beim jährlichen eigenen Festival der Oysterband, der Big Session in Buxton in Derbyshire. www.oysterband.co.uk


Holger Harms-Bartholdy
NEUENBURGER GITARRENTAGE (04.08.2017)
Holger Harms-Bartholdy

Gitarreros aufgepasst. Vom 11. bis 15. Oktober 2017 lädt die Gemeinde Zetel zum einundzwanzigsten Mal zu einem Kurs ein, der unter Federführung des Westersteder Gitarrenbauers Holger Harms-Bartholdy organisiert und durchgeführt wird. Gitarristen und -innen verschiedener Genres wie Klassik, Jazz, Gypsy Swing, Folk, Fingerstyle et cetera und auch wieder Violinen- und Bassspielerinnen und -spieler aller Stilrichtungen sind eingeladen, an dreieinhalb Tagen in entspannter Atmosphäre mit renommierten Dozenten aus Polen, Österreich, Tschechien, Belgien, England, Kasachstan, Mexiko und Deutschland zu arbeiten. Der Kurs findet im Vereenshuus, Urwaldstraße 37 in 26340 Zetel-Neuenburg, direkt am Neuenburger Urwald statt. Amateure und Profis jeden Alters als Solisten und im Ensemble – auch mit Beteiligung anderer Instrumente als Gitarre und Geige – sind herzlich willkommen. Inhalte der Unterrichtsstunden können nach Wunsch der Teilnehmer Technik, Interpretation, Improvisation, Komposition et cetera sein. Informationen erteilt Holger Harms-Bartholdy unter Telefon 04488-9382 oder kultur@zetel.de.
Albert Castiglia and Mike Zito
GITARREN STATT KNARREN (01.08.2017)
Albert Castiglia and Mike Zito

Alle Jahre wieder seit 1981 wird uns Deutschlands dienstältestes Bluesfestival beschert, diesmal am Samstag, dem 30. September, ab 19.00 Uhr, wie immer in der Stadthalle von Lahnstein. Unter dem Motto „Make Blues, Not War“ werden, angelehnt an das Thema des Kultursommers Rheinland-Pfalz („Epochen und Episoden“), unterschiedliche Aspekte der Bluesgeschichte beleuchtet. Unter der bewährten Moderation des Bluespianisten und -kabarettisten Arnim Töpel (Spezialität: Rappen und Reimen) präsentieren sich heuer zum Beispiel der von der Blues Foundation für den Blues Music Award 2017 nominierte Gitarrist und Sänger Mike Zito aus St. Louis und sein New Yorker Kollege Albert Castiglia. Dem Titel von Zitos aktuellem Album ist zudem das Motto der Veranstaltung entlehnt. Und natürlich wird auch in diesem Jahr der Blues-Louis an einen verdienten Bluesmusiker überreicht. Der mehr als würdige Kandidat ist der Hamburger Pianist Joja Wendt. Sein Kollege Stefan Gwildis wird ihn musikalisch unterstützen. Wo Gospel und Blues aufeinandertreffen, entsteht Soul – Futter für die Seele. Angerichtet wird es von der texanischen Sängerin und Gitarristin Ruthie Foster. Und dann ist Partytime! Da heißt es: Hotten und chillen mit netten Letten – wetten? Denn mit Pauken und Trompeten, mit Funk und Soul und Rock ’n’ Roll spielt die Latvian Bluesband zum dröhnenden Abschluss des Festivals auf. Und wem ein Bluesabend nicht reicht, für den gibt es das traditionelle Warm-up am Freitag, dem 29. September, ab 20.00 Uhr im Jugendkulturzentrum Lahnstein. www.lahnsteiner-bluesfestival.de


Hannes Wader; Foto: Karl Anton Koenigs
HEUTE NICHT MEHR HIER, MORGEN NICHT MEHR DORT (30.07.2017)
Hannes Wader; Foto: Karl Anton Koenigs

Am Donnerstag, dem 30. November 2017, war’s das dann, und das schier Unvorstellbare geschieht im Berliner Tempodrom: Der Liedermacher und (wie er eines seiner Alben betitelte) „Volkssänger“ Hannes Wader verabschiedet sich nach über fünfzig Jahren on the road von seinen Fans und vom Tourneeleben. Unter dem Motto „Macht’s gut“ geht er ab Oktober 2017 auf seine letzte Konzertreise. Die erste Tour unternahm er 1967 zusammen mit Reinhard Mey, stand seitdem meist als Solist auf unzähligen Bühnen und sang seine „mächtigen Lieder“, wie Hanns Dieter Hüsch sie einmal bezeichnete. Immer wieder ist es ihm gelungen, Sentiment und Sarkasmus, Unterhaltung und Haltung, Zorn und Zuversicht, Protest und intime Poesie in seiner Person, seinen Werken und seiner Darbietung zu vereinen. Wader füllt bis heute die Konzertsäle und versteht es, allein mit seiner Gitarre das Publikum in den Bann zu ziehen. Noch immer hat seine Stimme den vollen, ganz eigenen Klang, noch immer ist sein unverkennbares Fingerpicking ein Markstein der Gitarrenkunst. Bei aller Konstanz in seiner langen Karriere blieb er ohne Rücksicht auf Markt- und Mediengesetze immer auf eigenem Kurs und weigerte sich, Erwartungen zu erfüllen. Wader verstand sich immer als ein „Rohr im Wind“, das nicht als Halt für andere dienen kann. Aber in seinen Liedern finden die Menschen seit jeher Trost, Freude, Orientierung und, ja, auch Halt. Nun geht Hannes Wader zum letzten Mal auf Tour, um sich mit einem eigens dafür ausgewählten Programm von seinem Publikum zu verabschieden. Die Lieder werden bleiben und auch neue wird es noch geben, das hat der Künstler versprochen. Immerhin … www.scala-kuenstler.de/hannes-wader.html
Duck Tape Ticket; Foto: Marsha Zeitheim
NACHSOMMER SCHWEINFURT 2017 (28.07.2017)
Duck Tape Ticket; Foto: Marsha Zeitheim

Das Festival der Grenzüberschreitungen wird in diesem Jahr bereits zum achtzehnten Mal gefeiert und ist inzwischen fester Bestandteil des Kulturlebens in Franken. Erneut wird Schweinfurt zum Schauplatz von Erlebnissen im Spannungsfeld zwischen Klassik, Weltmusik, Percussion, Jazz, A Cappella und Brass. Diesmal setzt der Tanz einen weiteren Schwerpunkt. An vier Wochenenden zwischen dem 8. und 29. September werden Künstler aus dem In- und Ausland die Stadt am Main, in der Kunst und Industrie eine inspirierende Symbiose eingehen, besuchen und dem Publikum Konzerte in spannenden, charmanten Spielstätten präsentieren. Mit dabei sind Canadian Brass und Moop Mama mit ihrem Urban Brass, Percussionisten von drei Kontinenten vereinen sich rhythmisch zu einem einzigartigen World Percussion Ensemble, während ein besonders begabter Vokalpercussionist auch den Grundrhythmus für die angesagte A-cappella-Band Viva Voce spendet. Das E-volution Dance Theater verwandelt sich in einen „Night Garden“ und die Mobilés präsentieren das Schattentanztheater Moving Shadows. Ebenfalls dabei: Sängerin Anna Depenbusch, das Jazzstreichtrio Duck Tape Ticket sowie die drei Damen von Ganes mit ihrem ladinischen Folkpop. Alle Infos unter www.nachsommer.de.


Niteworks; Foto: Callum Woodbridge
SCHOTS WEEKEND, DIE ZWEIUNDDREISSIGSTE (26.07.2017)
Niteworks; Foto: Callum Woodbridge

Nicht allzu weit hinter der deutsch-belgischen Grenze am Schloss Alden Biesen treffen sich bekanntlich alljährlich unzählige schottophil geprägte Menschen (siehe auch Folker 4/2016), teils stilecht mit Kilt, um dort unter anderem den Highland Games und den offenen belgischen Pipe-Band-Meisterschaften beizuwohnen sowie den umfangreichen schottischen Markt zu besuchen. Dieses Wochenende, das in diesem Jahr vom 8. bis 10. September stattfindet, ist auch bekannt für viel gute Musik mit keltischem Touch. Ein brandheißer Auszug aus der diesjährigen Gästeliste: Niteworks, Norrie MacIver (jeweils Schottland), Shantalla, New Road, Moxie (jeweils Irland). Camping ist möglich und preiswert. Infos über www.schottsweekend.be.
Afro Celt Sound System; Foto: Tom Oldham
SONGLINES MUSIC AWARDS, DIE NEUNTE (24.07.2017)
Afro Celt Sound System; Foto: Tom Oldham

Irgendetwas machen wir falsch! Alle Welt zeichnet aus, verleiht Preise oder schiebt verdiente Künstler und -innen in irgendwelche Ruhmeshallen, nur der Folker berichtet lediglich darüber. Vielleicht sollten wir doch irgendwann mal die Folkers vergeben. Oder besser doch nicht? In der Zwischenzeit kommen wir jedoch unserer Chronistenpflicht nach und dokumentieren die Aktivitäten der Kollegen, und die von der englischen Zeitschrift Songlines sind bereits zum neunten Mal unterwegs. Ein Auszug aus den acht Kategorien: bester Künstler, Baaba Maal; beste Gruppe, Afro Celt Sound System; CD Europa; Onwards To Mars! der Fanfare Ciocărlia; CD Fusion, 2 von The Gloaming. www.songlines.co.uk


Phønix; Foto: Ard Jongsma
ES WURZELT MUSIKALISCH IM RUHRTAL (19.07.2017)
Phønix; Foto: Ard Jongsma

Das erste Ruhrtal Roots Festival möchte am 26. August zahlreiche Fans nach Arnsberg im Sauerland locken. Am Ende der Sommerferien steht die Stadt stets im Zeichen des Arnsberger Kunstsommers – Anlass für den Arnsberger Folkclub, das Kulturbüro der Stadt und den Event- und Wanderzirkus Garten Freede, unter Förderung des Landes NRW ein ausgewachsenes Folk- und Weltmusikfestival zu platzieren. Es sind illustre Musiker dabei: Lassatil Abbalari aus Palermo, Phønix aus Dänemark, das Trio Fado um die portugiesische Sängerin Maria Carvalho und die persische Santurvirtuosin und Sängerin Arezoo Rezvani mit Ensemble. Mit hiesigen Wurzeln lassen Skyebound und die Werl Pipers keltische Klänge erklingen. Die Freedes sorgen mit Songs & Impros aus dem Bereich Funky-Cheese-Space-Pop für Stimmung in den Ruhrauen, und Samba Piranha verwandeln den Arnsberger Neumarkt in eine brasilianische Sambameile. Zu internationalen Mitmachfolktänzen spielt die Arnsberger Folktanzbigband auf, und von der Hauptbühne erklingt die Musik der elfköpfigen ostwestfälischen Polka- und Skaformation Von Weiden. Besonders lobenswert an diesem neuen Festival ist, dass es für das Publikum völlig umsonst ist. Es wird hoffentlich in Arnsberg Wurzeln schlagen und zukünftig für eine freudvolle und weltoffene Folkkultur sorgen. www.ruhrtal-roots-festival.de, www.arnsberger-folkclub.de
Logo Die Nächte des Ramadan
NETZWERKINITIATIVE (18.07.2017)
Logo Die Nächte des Ramadan

Die Partner des Kulturfests Die Nächte des Ramadan möchten gemeinsam mit allen interessierten Akteuren eine gemeinsame Berliner Plattform schaffen, die die vielfältigen Kulturangebote der Stadt aus dem Bereich muslimisch geprägter Kunst und Kultur zusammenbringt und in eine gemeinsame Kommunikationsstrategie einbezieht. Das Netzwerk ist eine Initiative von Piranha Arts in Kooperation mit den Partnern Prof. Dr. Stefan Weber vom Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum, Sören Birke vom Softwareunternehmen Consense GmbH, Halime Karademirli und Nima Ramezani vom Konservatorium für türkische Musik Berlin, Tamer Ergün Yikici vom Radiosender Metropol FM und der Islamwissenschaftlerin Riem Spielhaus. Interessierte Kulturveranstalter können sich hier eintragen: http://bit.ly/2qIiIBL. Fragen und Anregungen werden unter kultur@piranha-arts.com oder Telefon 030-3186140 entgegengenommen.


Anja Lechner; Foto: Andrea Boccalini
UND EWIG TÖNT DER BERG (16.07.2017)
Anja Lechner; Foto: Andrea Boccalini

Ebenfalls vom 18. bis 20. August findet im Schweizer Altdorf im Kanton Uri das zehnte Internationale Musikfestival Alpentöne statt. An drei Festivaltagen gibt es rund fünfzig Konzerte und Veranstaltungen, darunter Premieren, Kompositionsaufträge und zahlreiche Formationen, die so nur bei Alpentöne zu hören sind. Altdorf wird auch bei seiner Jubiläumsausgabe zum musikalischen Mittelpunkt für Musikgruppen aus dem ganzen Alpenraum. In diesem Jahr hat das Akkordeon einen starken Auftritt. Eingeladen sind prominente Musikerinnen und Musiker, darunter neue Formationen wie die Samurai Accordion Masters mit Spitzenkräften der europäischen Szene zwischen Folklore und Jazz. Eine Entdeckung ist sicher auch der junge Italiener Simone Bottasso am Organetto, und der Urner Akkordeonist Fränggi Gehrig gehört genauso zur Spitze wie Markus Flückiger, der mit seinem Trio Ambäck auftritt. Ebenfalls wieder dabei ist der blinde Akkordeonspieler Otto Lechner aus Wien, der bei seinem Konzert erstmals mit der finnischen Akkordeonistin Maria Kalaniemi auf der Bühne stehen wird. Mehr als bisher sind auch „fremde“ musikalische Einflüsse zu hören. Musiker aus Irland, der Türkei und Finnland kommen nach Altdorf, außerdem der faszinierende iranische Hackbrettspieler Alireza Mortazavi im Duo mit der Cellistin Anja Lechner. Nadja Räss kommt mit einem äußerst charmanten Trio mit finnischer Beteiligung, und ein weiteres Finnland-Highlight ist das kuriose Mundharmonikaquartett Sväng aus Helsinki, das finnische Volksmusik mit ganz heutigen Tönen anschlägt. Damit sollte gesichert sein, dass die Alpentöne auch 2017 zum Begegnungsort für vielerlei musikalische Entdeckungen und Überraschungen werden. www.alpentoene.ch
Alpenklangrausch; Foto: Ernst Bimminger
KLANGVOLL RAUSCHEN DIE ALPEN (13.07.2017)
Alpenklangrausch; Foto: Ernst Bimminger

Und wie das klingt, kann man am besten, wie in jedem Jahr, im oberösterreichischen Steyr erfahren. Dort findet bereits zum neunten Mal der Alpen-Klangrausch statt, in diesem Jahr am Wochenende vom 18. bis 20. August. Alpen-Klangrausch ist ein entspanntes Treffen, Gelegenheit zum gemeinsamen Feiern, miteinander Tanzen und Musizieren, Essen, Ausspannen. Hier lernt man Leute aus verschiedenen Ländern, musikalischen Richtungen und Interessengebieten kennen. Man sollte gute Laune, Tanzschuhe, Instrumente, Familie und Freunde mitbringen. Wer will, kann auch aktiv mitmachen und mit eigenen Beiträgen auftreten, Workshops oder Vorträge anbieten, Instrumente, CDs, Notenhefte ausstellen, nach Belieben musizieren, zuhören oder tanzen. Idyllisch mitten in der Region Nationalpark Kalkalpen gelegen, gibt es Tanzfläche, Saal, Zeltplatz, Workshops, offenes Tanzen rund um eine Gastwirtschaft mit Garten, Zimmern und Bogensportparcours sowie einer Sandkiste für die ganz Jungen. Erstmalig gibt es in den Tagen vor der eigentlichen Veranstaltung einen mehrtägigen Tanz- und Musiksommerkurs, und zwar vom 14. bis 16. August. Alle Infos unter www.alpenklangrausch.net.


Lillebjørn Nilsen
EIN SCHÖNER PREIS (10.07.2017)
Lillebjørn Nilsen

Am 12. Mai wurde dem Liedermacher Lillebjørn Nilsen mit der St.-Hallvard-Medaille die höchste Auszeichnung überreicht, die die Stadt Oslo an ihre Bürger zu vergeben hat. Ist das an sich schon eine wunderbare Ehrung für einen wunderbaren Künstler, kommt noch hinzu, dass zum ersten Mal in den sechzig Jahren, in denen die Medaille verliehen wird, die Osloer Bevölkerung aufgefordert worden war, Vorschläge zu machen, und Nilsen lag dabei zusammen mit der ebenfalls ausgezeichneten Sozialarbeiterin Marianne Lind einsam an der Spitze. In ihrer Laudatio bezog sich Oslos Bürgermeisterin Marianne Borgen vor allem auf die Tage nach dem 22. Juli 2011, als ganz Norwegen Nilsens Nachdichtung von Pete Seegers „My Rainbow Race“ sang. „Barn Av Regnbuen“ („Kinder des Regenbogens“) heißt Nilsens Lied, das der Massenmörder Anders Behring Breivik ganz besonders verabscheut und als Mittel zur Indoktrinierung unschuldiger norwegischer Kinder bezeichnete. Weshalb sich über 50.000 Menschen damals vor dem Osloer Gerichtshaus versammelten, um Breivik genau dieses Lied vorzusingen. Natürlich erklang es auch jetzt, als Nilsen der Orden an die Brust geheftet wurde. www.lillebjorn.no
Handpanfestival; Foto: George Townsend
REGELMÄSSIG SPHÄRENKLÄNGE (08.07.2017)
Handpanfestival; Foto: George Townsend

Sie faszinieren in der Fußgängerzone, in Unterführungen und im Stadtpark. Menschen werden angelockt von den sphärischen Klängen, bleiben für zehn Minuten gebannt stehen und gehen dann weiter. So kennt man die Handpans, aber taugen sie auch für ein ganzes Festival, oder wird es dann monoton? Dieser Frage ist der Handpanspieler George Townsend zusammen mit dem Betreiber der UFO Sound Studios, Jens Reule Dantas nachgegangen. Die beiden stellten Anfang Mai das erste Berliner Handpanfestival auf die Beine. Das Ergebnis: Ja, ein solches Festival klappt, und zwar supergut, wenn der Spielort spannend ist und die Musiker versiert sind. In den hohen Räumen der kargen, kaum mit Fenstern ausgestatteten Musikbrauerei betrat das Publikum eine eigene Welt, in der sich Acts wie Yatao, Mandakini, Nils Lagoda, David Kuckhermann und Marcel Hutter dank des grandiosen Klangs voll entfalten konnten. Bereits durch den Vorverkauf hatte sich das Projekt finanziert und geht nun – auch dank des positiven Feedbacks von Publikum und Musikern – in Serie. Einmal jährlich im Frühjahr will George Townsend künftig die Protagonisten der ansonsten eher online und durch Workshops vernetzten Szene für ein Handpanfestival nach Berlin holen. www.handpanfestival.de


Scarlett O‘; Foto: Katy Otto
GEBURTSTAGSKONZERT FÜR SCARLETT (06.07.2017)
Scarlett O‘; Foto: Katy Otto

Was die Queen kann, sagte sich die Sängerin Scarlett O’, das könne sie auch. „Ich mach das einfach auch so, Geburtstag feiern im Sommer.“ Auf die paar Monate kommt es bei der Zahl nun auch nicht mehr an. Und da ihr musikalischer Partner Jürgen Ehle im vergangenen Jahr seinen eigenen Sechzigsten verheimlichte, nutzen die beiden die Gelegenheit gleich zum doppelten Nachfeiern – musikalisch natürlich. „Wir haben uns Gäste eingeladen. Einige haben schon zugesagt, andere müssen noch Termine schieben. Wir lassen uns überraschen. Auf alle Fälle wird es viele gemeinsam gespielte und gesungene Songs geben.“ Und das Schöne daran ist, dass die gesamten Einnahmen des Abends nach Abzug der Kosten zu gleichen Teilen an die SOS-Kinderdörfer und ein Tierschutzprojekt gespendet werden. Am 19. August ist es soweit. Alle Infos zum Wo und Wann finden sich auf der Website der Künstlerin. Zum Geburtstag macht sich Scarlett auch selbst ein Geschenk und geht noch einmal mit ihrem immer wieder gewünschten allerersten Soloprogramm „Zum Beispiel Nilpferde“ auf Tournee, und zwar in der damaligen Originalbesetzung zusammen mit Jörg „Ko“ Kokott. Fürs Geburtstagskonzert gibt es noch ein paar Restkarten, man sollte also schnell sein. Infos ebenfalls auf www.scarlett-o.de.
Logo Preis der deutschen Schallplattenkritik
SCHALLPLATTENKRITI (03.07.2017)
Logo Preis der deutschen Schallplattenkritik

In der Vierteljahresbestenliste 2/2017 des Preises der deutschen Schallplattenkritik hat es auch wieder Kolleginnen und Kollegen aus dem Folker-Dunstkreis erwischt, die wir nicht unterschlagen wollen. Die Jury „Liedermacher“ ehrt dabei die fünfte Veröffentlichung des ambitionierten Europeana-Projekts des Niederländers Johan Meijer mit dem Titel Dazumal. In der Kategorie „Folk & Singer/Songwriter, Weltmusik & traditionelle ethnische Musik“ sind gleich drei Einträge zu verzeichnen: einmal das aktuelle Album Ballad Of The Broken Few des Engländers Seth Lakeman, des Weiteren das neue Werk des Nishtiman Projekts rund um den Komponisten Sohrab Pournazeri mit dem Titel Kobane sowie Darandi des Honduraners Aurelio Martínez. Zudem hat es der italienische Akkordeonist Richard Galliano mit New Jazz Musette in die „Jazz“-Auswahl geschafft, und Big Daddy Wilson wird im Bereich „Blues“ für Neckbone Stew bedacht. www.schallplattenkritik.de