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Rolly Brings
ROLLY BRINGS 75 (21.07.2018)
Rolly Brings

Er war der Erste, der die Kölner Mundart jenseits jeglicher Alaaf-Seligkeit verwendete, um ganz klar politisch Stellung zu beziehen und Missstände in der Gesellschaft zu benennen. Schon in den frühen Achtzigern wurde sein Song „Morje, morje“ zum Hit. Brings war Lehrer für Englisch, Deutsch und Gesellschaftslehre und aktiver Gewerkschafter. Gleichzeitig schrieb er Lieder für ein besseres Morgen, wie der Titel seines ersten Liederbuches lautet. Egal, wie heiß ein politisches Eisen ist, Rolly Brings thematisiert es in seinen Liedern, besingt Menschen aus dem Arbeitermilieu, Außenseiter, schräge Vögel und von der Gesellschaft Vergessene (Album Minsche, 1989), singt gegen Fremdenfeindlichkeit und den täglichen Faschismus (Album Mer verjesse nit, 1995). Der Kölner veröffentlichte Lieder zur deutschen Geschichte, wie etwa 1848 vun unge (1998), übersetzte und vertonte Charles Bukowski (Sonnebrell, 1996) und Heinrich Böll (Mer kumme wick her, 1993).
Für sein Engagement wurde Brings 2007 mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet und erhielt 2012 den Giesberts-Lewin-Preis der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit für seinen engagierten Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung. Zu seiner „Bände“ gehörten lange Zeit seine Söhne Peter und Stephan, die heute in der Kölschrockband Brings Erfolge feiern. Rolly Brings war in den vergangenen Jahren publizistisch sehr aktiv, veröffentlichte Grimms Märchen, das Evangelium, Fabeln und eine Enzyklopädie Kölner Redensarten sowie Vater-und-Sohn-Bildgeschichten von E. O. Plauen auf Kölsch. Derzeit tritt er mit seinem jüngsten Sohn Benjamin mit Texten des jüdischen Lyrikers Itzik Manger auf – diesmal auf Hochdeutsch. Im Juli wird Rolly Brings 75. Der Folker gratuliert herzlich. Danke für deine Musik und deine Freundschaft!
www.rollybrings.de
Dreiviertelblut
FÖRDERUNG (19.07.2018)
Dreiviertelblut

In der 41. und der 42. Runde des Förderpreises der Initiative Musik gab es finanzielle Unterstützung für insgesamt 98 Projekte aus acht Bundesländern. Darunter für 91 Künstlerprojekte, zum Beispiel für die bayrische Folkband Dreiviertelblut oder die Berliner Singer/Songwriterin Marla Hansen. Unterstützt werden auch sieben Infrastrukturprojekte, wie der gemeinsame Auftritt von Jazz & World Partners und dem Verband unabhängiger Musikunternehmen auf der diesjährigen Weltmusikmesse WOMEX im Oktober. Der Förderpreis der Initiative Musik möchte Künstlern eine Chance geben, sich mittelfristig eine Existenz als professionelle Musiker aufzubauen. Geschäftsführerin der Initiative Musik Ina Keßler: „Die Förderung schafft für die Musiker Freiräume, die dringend notwendig sind. Unser Kernthema ist und bleibt dabei die unmittelbare Unterstützung der Künstler mit dem Ziel, dass sie gemeinsam mit ihren Partnern die aktuellen Projekte optimal umsetzen können.“ Der Abgabeschluss für Anträge zur 43. Förderrunde ist der 7. August 2018.
www.initiative-musik.de


Pressebild Friedensmusik
FRIEDENSSONG-WETTBEWERB 2018 (17.07.2018)
Pressebild Friedensmusik

Die Organisatoren sind begeistert. Über einhundert Lieder mit Friedensthematik wurden rechtzeitig eingereicht und 96 davon erfüllten die Zulassungskriterien. Das zeigt, dass sich viele Künstler der steigenden Notwendigkeit bewusst sind, sich aktiv für den Frieden einzusetzen. Das Wettbewerbsteam hat nun die undankbare Aufgabe, die eingesandten Songs auf die 25 „besten“ (von den Organisatoren bewusst in Anführungsstriche gesetzt) zu reduzieren. Diese Lieder werden dann bis etwa Ende Juli nach minutiösen Kriterien von einer umfangreichen Fachjury bewertet. Die Künstler der fünf Gewinnersongs werden am 22. September in die Harmonie in Bonn-Endenich eingeladen, um dort ihre Werke zu präsentieren. Dabei geht es um richtig gute neue Lieder für den Frieden und so ganz nebenbei auch noch um 5.750 Euro Preisgelder.
www.friedensmusik.de
Szene aus Gundermann, der Film, mit Alexander Scheer als Gerhard Gundermann; Foto: Peter Hartwig, Pandora Film
GUNDERMANN ZUM ZWANZIGSTEN (15.07.2018)
Szene aus Gundermann, der Film, mit Alexander Scheer als Gerhard Gundermann; Foto: Peter Hartwig, Pandora Film

Bereits im Juni fanden rund um den Todestag von Gerhard Gundermann, der sich am 21.6.2018 zum zwanzigsten Mal jährte, zahlreiche Gedenkveranstaltungen unter Federführung des Vereins Gundermanns Seilschaft e. V. und der dortigen Kulturfabrik vor allem in seiner Heimatstadt Hoyerswerda statt. Darunter das Workshop-Projekt „Gundermanns Lieder in Europa“, bei dem Liedermacher aus halb Europa die Lieder des Songpoeten und Tagebauarbeiters in ihre jeweiligen Heimatsprachen übersetzten, die Einweihung der sogenannten Schaltzentrale in der Kulturfabrik, ein dem Führerstand eines Tagebaubaggers nachempfundenes Multimediaprojekt, sowie die Feierlichkeiten zum vierzigjährigen Jubiläum der Brigade Feuerstein, einer von Gerhard Gundermann mitgegründeten Musiktheatergruppe. Darüber hinaus sind für den weiteren Verlauf des Jahres diverse Veröffentlichungen angekündigt wie etwa das Buch Von jedem Tag will ich was haben, was ich nicht vergesse … aus dem Berliner Ch.-Links-Verlag oder ein Hörbuch mit von Gundermann-Darsteller Alexander Scheer gelesenen Zwischentexten bei Buschfunk. Höhepunkt aber wird wohl der deutschlandweite Kinostart des Spielfilms Gundermann von Andreas Dresen sein, der für den 23. August geplant ist und dem mehrere Previews mit Konzerten von Dresen/Prahl & Band vorausgehen – alle Infos dazu finden sich auf www.gundermann-derfilm.de. Ein Interview mit Andreas Dresen sowie eine Besprechung des Films finden sich in der kommenden Ausgabe 5/2018 des Folker.
www.gundi.de
www.kufa-hoyerswerda.de


Paolo Rossetti Murittu
FESTIVAL FÜR RAHMENTROMMELN (13.07.2018)
Paolo Rossetti Murittu

Tamburi Mundi, das weltweit größte Festival für Rahmentrommeln, lädt Trommelbegeisterte aus aller Welt vom 27. Juli bis zum 5. August 2018 bereits zum dreizehnten Mal nach Freiburg ein. Zehn Tage lang gibt es ein breites, interkulturelles Festivalprogramm mit Workshops, Konzerten, Aktionen und internationalen Musikern, zum Beispiel Paolo Rossetti Murittu oder Zohar Fresco. Hier treffen sich RahmentrommlerInnen aus der ganzen Welt, um gemeinsam zu musizieren und das eigene Wissen und Können im Austausch zu vertiefen. Für die Veranstalter ist neben der Ursprünglichkeit und den Wurzeln der Rahmentrommeln ebenso der Bezug zur aktuellen Musik wichtig, und neben diesem eher theoretischen Aspekt steht vor allem die Praxis im Vordergrund. Inzwischen hat sich mit Tamburi Mundi Freiburg e. V. ein Verein gegründet, dessen Hauptanliegen die Durchführung des jährlichen Festivals und all seiner begleitenden Aktivitäten während des Jahres ist. Alle Infos unter
www.tamburimundi.com.
Die Hayner
VIERZIG JAHRE HAYNER (10.07.2018)
Die Hayner

In der Presse wurden Die Hayner schon vor Jahren als eine der dienstältesten deutschen Folkgruppen bezeichnet. Vier Jahrzehnte lang spielten sie im In- und Ausland und ließen keine Gelegenheit aus – Folkfestivals, Kneipen und Konzertsäle, Straßenfeste und Hochzeiten. Ihr Markenzeichen sind traditionelle Instrumente wie Drehleier, Dudelsack, Geige, Akkordeon, Flöten und Kontrabass. Von Anfang an hatten sie auch das Tanzpublikum im Blick und ließen im Laufe der Jahre Tausende das Tanzbein schwingen. Deutsche und speziell hessische traditionelle Musik zu spielen war immer Teil des Selbstverständnisses der Hayner. So veröffentlichten sie 1990 ein Album mit rein hessischem Repertoire, während ihre letzte Produktion Sonntag von 2012 die bewährte Mischung aus europäischen und deutschen Stücken sowie Eigenkompositionen enthält. Im Burgkeller Dreieichenhain bei Frankfurt traten Die Hayner 1978 zum ersten Mal öffentlich auf. Was lag näher, als genau dort das Vierzigjährige mit einem Jubiläumskonzert am 23. Juni zu begehen. Nach vier Jahrzehnten kamen Bettina Stier-Zinn, Torsten Dreher, Michael von der Weth, Tilman Teuscher und Martin Fußmann also zurück in den Gründungsort der Hayner. Im Gepäck hatten sie Musik aus vier Jahrzehnten Bandgeschichte und reichlich Repertoire für die Jahrzehnte, die noch kommen. Der Folkerwww.diehayner.de


Anthony da Costa
STATISCHE WURZELN (08.07.2018)
Anthony da Costa

Am 13. und 14. Juli 2018 findet im Zentrum Altenberg in Oberhausen das mittlerweile dritte Static Roots Festival unter dem Motto „Peace, Love, Rock’n’Roll“ statt. Hervorgegangen ist das Ganze 2016 aus einer Privatinitiative. In diesem Jahr fielen eher zufällig mehrere private Jubiläen zusammen, und so entschied sich Initiator Dietmar Leibecke, statt einer komplett privaten Feier ein eigenes, semi-öffentliches Festival auf die Beine zu stellen. Statt Geschenken zu seinem fünfzigsten Geburtstag wünschte er sich von den Besuchern Spenden an die Organisation Ärzte ohne Grenzen, und so kamen stolze 9.050 Euro zusammen. Und nebenbei entstand ein Festival, das wie eine etwas größere Fete unter Freunden wirkt, die aus den USA, Kanada, Irland, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland dafür anreisen. Leibecke trifft seine Programmauswahl aus der Perspektive eines Fans von Americana und mehr, und so findet man auch in der diesjährigen Ausgabe einige der Künstler zum ersten Mal überhaupt auf deutschen Bühnen. Unter anderem mit dabei sind: Anthony da Costa (Nashville, TN), The Stephen Stanley Band (Wolfe Island, Kanada), The Midnight Union Band (Kilkenny, Irland), Donald Byron Wheatley (London, UK), Prinz Grizzley and his Beargaroos (Bregenz, Österreich). Ausführliche Informationen zu den Künstlern in englischer Sprache sowie Links finden sich auf www.staticrootsfestival.com. Durch das Programm führt auch in diesem Jahr wieder Jeff Robson aus Winnipeg, Kanada. Er ist Moderator der Radiosendung Tell the Band to Go Home bei UMFM.
www.staticrootsfestival.com
Banner Radiokulturpreis
RADIOKULTURPREIS (05.07.2018)
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Der Radiokulturpreis der GEMA geht in diesem Jahr an das SR 2 Kulturradio – und zwar in der Kategorie „Ernste Musik, Jazz sowie sonstige gehobene Vokal- und Instrumentalmusik“. Die Münchner Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte würdigt mit der undotierten Auszeichnung die besondere Musikkultur der SR-Kulturwelle. Gewertet wurde von der Jury anhand von zehn „Kulturfaktoren“, mit denen die kulturelle Bedeutung einer Hörfunkwelle beurteilt werden. Dazu zählen neben der Programmvielfalt auch der Anteil deutschsprachiger Musik sowie das Verhältnis von Eigen- und Auftragsproduktionen und regionaler Repertoires. Darüber hinaus werden etwa auch der Anteil redaktionell betreuter Beiträge mit Musikbezug oder die Anzahl der Beiträge von Nachwuchsurhebern berücksichtigt. In der Jurybegründung heißt es: „Die Klassikwelle SR 2 Kulturradio zeichnet sich durch ihr vielfältiges Nischenrepertoire und eine über Jahre konstant hohe Programmqualität aus. Das sendereigene Orchester, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern (DRP), ist nahezu einzigartig in der Radiolandschaft und prägt den hohen Anteil an Instrumentalmusik der Klassikwelle entscheidend mit.“ Und: „Nicht zuletzt spiegelt die musikalische Aufgeschlossenheit gegenüber dem Nachbarland Frankreich die vielseitige Programmgestaltung von SR 2 Kulturradio wider.“ Wer wollte dem widersprechen? Glückwunsch!
www.sr2kulturradio.radio.de
gema.de/die-gema/auszeichnungen/radiokulturpreis


Logo Schallmagazin
DREI JAHRE ALT – NOCH NICHT VERSCHALLT (02.07.2018)
Logo Schallmagazin

In Zeiten des Printmediensterbens muss man dankbar sein für jede Publikation, die übriggeblieben ist. Geburtstage sind also ein Grund zum Feiern. Und wenn schon keine große Verlagsgesellschaft hinter einem steht, dann darf man wenigstens für ein rundes (ähem!) dreijähriges Jubiläum PR-mäßig groß auftrumpfen. Die Kollegen des Magazins Schall feiern das „Jubiläumsheft“. Dieses erscheint laut Pressemeldung mit „vier verschiedenen Frontcovern und genießt nach wie vor sein Alleinstellungsmerkmal“. Worin letzteres genau besteht, wird in der Pressemeldung nicht so richtig erklärt. Aber sei’s drum, in Sachen Musikberichterstattung sehen die Kollegen das neue Album der Fantastischen Vier als das Thema der Stunde, denen sie eine „besondere Ehre“ zuteilwerden lassen: Jede „der vier Legenden bekommt sein eigenes, exklusives Frontcover“. Wir gratulieren dann mal zum Jubiläum. In zwei Jahren dann wieder, gell?
www.schallmagazin.de
Logo Landesmusikakademie NRW
MUSIKPÄDAGOGIK MULTIKULTURELL (30.06.2018)
Logo Landesmusikakademie NRW

Diese Initiative klingt sehr spannend. Sie richtet sich an zugezogene, künstlerisch aktive Musikerinnen und Musiker aus dem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen und orientalischen Kulturraum, unabhängig von dem jeweiligen Instrument. Worum es geht? Ein neuer Lehrgang der Landesmusikakademie NRW und der Hochschule für Musik und Tanz in Köln vermittelt pädagogische Fähigkeiten, gibt Einblick in musikpädagogische Strukturen in Deutschland und lehrt Selbstmanagementkenntnisse. Sowohl kürzlich geflüchtete als auch schon lange hier lebende Menschen mit Migrationshintergrund werden angesprochen und sollen befähigt werden, hierzulande musikpädagogisch aktiv zu werden. Der Lehrgang dauert vom 28. September 2018 bis Juli 2019 und findet alle zwei Wochen am Freitagnachmittag an der Kölner Musikhochschule sowie an zwei Wochenenden an der Landesmusikakademie NRW in Heek im Münsterland statt. Voraussetzung für die Teilnahme sind eine langjährige Praxis auf professionellem künstlerischem Niveau, pädagogische Vorerfahrung und gute Deutschkenntnisse. Es entstehen nur Kosten für Unterkunft/Verpflegung während der beiden Intensivwochenenden, ansonsten ist der Lehrgang kostenlos. Auf Antrag können auch diese Kosten erlassen werden. Ebenso kann in Einzelfällen Unterstützung für die Fahrtkosten zu den Veranstaltungen organisiert werden. Anmeldeschluss ist der 15. Juli 2018, Anmeldungen sind möglich unter
www.landesmusikakademie-nrw.de.


Karine Polwart
BBC RADIO 2 FOLK AWARDS WEITERHIN SEHR SCHOTTISCH (27.06.2018)
Karine Polwart

Auch in diesem Jahr dominierten die Schotten diese britische Award-Zeremonie. Alleine der Nachwuchspreis Horizon Award für Ímar war optisch sein Geld wert, weil ein Teil der Band – welche Sensation! – mit Anzug und Krawatte bewundert werden konnte. Nicht jedoch Konzertina-Berserker Mohsen Amini. Aber der bekam völlig zu Recht auch noch den Preis für den Musiker des Jahres. Für den besten Track wurde Siobhan Miller ausgezeichnet, bestes Duo waren Chris Stout & Catriona McKay, und Sängerin des Jahres wurde Karine Polwart. Aber auch Engländer und Iren wurden ausgezeichnet. In letztere Kategorie fielen Dónal Lunny für sein Lebenswerk (überreicht von Van Morrison!) und die diesjährigen Rudolstadt-Gäste Lankum als Gruppe des Jahres und für den besten Originaltrack. Man muss diese Awards nicht unbedingt mögen, eine grandiose Feier der britischen Folkszene sind sie allemal.
www.bbc.co.uk/events/em6v9r
Uta Holst-Ziegeler (U.T.A.)
FÖRDERPREISE 2018 (24.06.2018)
Uta Holst-Ziegeler (U.T.A.)

In diesem Jahr gibt es gleich zwei Gewinner des Förderpreises der Liederbestenliste. Wir gratulieren dem brandenburgischen Liedermacher Bastian Bandt und seiner Dortmunder Kollegin Uta Holst-Ziegeler alias U.T.A. Bandt treffe, so die Jury „einen ganz eigenen Ton aus Melancholie und lakonischem Witz“, während U.T.A als „charmant, vielschichtig und ausgesprochen sonnig“ beschrieben wird. Zu hören sein werden die beiden zusammen mit den bereits verkündeten Preisträgern des Liederpreises Köster & Hocker sowie Gast Lars Reichow beim Liederfest 2018 am 22. September im Unterhaus in Mainz.
www.liederbestenliste.de


Gawurra
TØNDER AUF NEUEN WEGEN (21.06.2018)
Gawurra

Eine schöne Idee. Das Tønder-Festival präsentiert in der diesjährigen Ausgabe mit „Indigenous“ einen neuen Themenbereich, der Künstlerinnen und Künstler mit Wurzeln in den Kulturen der Urbevölkerungen von Kanada, Grönland, Australien und des nördlichsten Skandinaviens auf die Bühne bringt. Die eingeladenen Musikerinnen und Musiker geben, so informiert die Festivalleitung, „eine gegenwärtige Interpretation ihrer musikalischen Erzählkunst, die in hohem Grad auf die Kultur baut, in der sie ihre Wurzeln haben, Kulturen, die mehrere Tausend Jahre zurückgehen, als die Musik schon eine entscheidende Rolle spielte“. Man darf sehr gespannt sein. Weitere Infos auf
www.tf.dk
Abdullah Akat, Herausgeber des Musicologist
NEUE ONLINEMUSIKZEITSCHRIFT (18.06.2018)
Abdullah Akat, Herausgeber des Musicologist

Mancher Leser hat vielleicht das Gefühl, der Folker beschäftige sich mit Nischenthemen. Doch alles ist relativ. Noch um einiges abseitiger geht es jetzt in einer neuen musikwissenschaftlichen Fachpublikation zu, die unter dem Namen Musicologist Ende Dezember 2017 erstmals herauskam. Dort analysiert zum Beispiel Charulatha Mani auf 26 Seiten die Gestik bei musikalischer Deklamation anhand von Beispielen karnatischer, also südindischer und frühmoderner europäischer Musik. Und auf rekordverdächtigen 46 Seiten seziert Athena Katsanevka Klagelieder aus Nordwestgriechenland. Das Schöne an der neuen Zeitschrift ist, dass man einfach mal vorbeischauen kann. Sie ist nämlich kostenlos im Internet verfügbar. Englisch sollte man allerdings können. Zweimal pro Jahr, im Juni und Dezember, sind neue Ausgaben geplant. Die gewöhnlich fünf längeren Beiträge durchlaufen ein internationales Panelverfahren, werden also höchsten akademischen Ansprüchen gerecht. Als Herausgeber verantwortlich zeichnet der Direktor der Technischen Universität der Schwarzmeerregion in Trabzon, Abdullah Akat.
www.musicologistjournal.com


Fanfare Ciocarlia
A SCHEENS FESTIVAL (15.06.2018)
Fanfare Ciocarlia

Haben wir das bis jetzt übersehen? Schon zum sechsten Mal findet im Passionsspielort Oberammergau das Heimatsound-Festival statt, das auch in diesem Jahr wieder ein attraktives Line-up garantiert. Die Banana Fishbones, Fatoni, Fanfare Ciocărlia, Balloon Pilot, Folkshilfe, Lenze und de Buam, Flut, Express Brass Band, Zitronen Püppies sind bestätigt, erwartet werden viele weitere Künstler. Am 27. und 28. Juli 2018 öffnet das weltberühmte Passionstheater wieder für zwei Tage und Nächte seine Türen und bringt, so die Veranstalter, „echtes Festivalfeeling ins Ammertal“. Das mit einem fahrbaren Dach ausgestattete Theater ist weltweit die größte Freiluftbühne mit überdachtem Zuschauerraum. In den ersten Jahren war das Heimatsound-Festival immer so gut wie ausverkauft, Tausende Besucher feierten im und um den Veranstaltungsort. Alle Infos unter
www.passionstheater.de/heimatsound-festival
Hang aus dem Jahr 2001
25 JAHRE PANART (13.06.2018)
Hang aus dem Jahr 2001

Sie polarisiert wie wenige Instrumentenmanufakturen, die Schweizer Firma Panart. Jetzt feiert sie ihren 25. Geburtstag. Am 12. Mai 1993 wurde sie ins Handelsregister eingetragen, exakt einen Monat später fand die Eröffnungsfeier in Bern statt. Zunächst gegründet, um die bei den Eidgenossen seit den Siebzigern so beliebten Steeldrums vor Ort zu bauen, wurde die Manufaktur vor allem für ein Instrument bekannt – das Hang. Es sieht aus wie ein Wok, soll Eigenschaften der südindischen Tontrommel Gatham mit der Steeldrum kombinieren und wurde 2001 auf der Frankfurter Musikmesse erstmals präsentiert. Als immer mehr Menschen ihre Hangs für ein Vielfaches des ursprünglichen Verkaufspreises auf Internetplattformen anboten, stellte Panart 2013 aus Protest gegen die Geldmacherei die Produktion ein. Heutzutage produzieren mehrere Hundert Manufakturen auf der ganzen Welt hangähnliche Instrumente, sogenannte Handpans, während Panart andere Percussioninstrumente (Hang Urgu, Hang Guru, Hang Gede), Klangskulpturen (Gubal, Hang Bal) und verschiedene Saiteninstrumente (Pang Sui, Pang Sai, Pang Sei) herstellt. Diese sind alle aus Metall, sehen teilweise hangartig aus, konnten die Berühmtheit des Hangs bisher allerdings nicht ansatzweise erreichen. In der inzwischen globalen Handpanszene, die mit den Hangs ihren Anfang nahm, wird Panart zum Teil wegen des Obertonreichtums und des in sich stimmigen Klangs seiner Erzeugnisse sehr verehrt, zum Teil aber auch als zu elitär und extrem schwierig im Umgang wahrgenommen, etwa weil sich Panart immer geweigert hat, das Hang als Handpan zu bezeichnen. Sicherlich sind die beiden Protagonisten Felix Rohner und Sabina Schärer eigen und medienscheu. Fakt ist aber auch: Insbesondere mit dem Hang haben sie Menschen auf allen Kontinenten fasziniert und viele Musikliebhaber zu Musizierenden gemacht.
www.panart.ch


Logo House of Songs
HAUS DER LIEDER (11.06.2018)
Logo House of Songs

Zu Beginn des Jahres 2018 gründete sich ein gemeinnütziger Verein mit Namen Haus der Lieder und Sitz in Oldenburg als Kooperation zwischen dem Deutschamerikaner Bernd Häber (Worldstrings Promotion) und Jørgen Lang (ehemals Hölderlin Express) sowie mit Unterstützung unter anderem des Verbands für Lied, Folk und Weltmusik, Profolk. Das langfristige Konzept ist ein tatsächliches Haus, in dem Musiker das ganze Jahr über zusammenkommen können, um neue Songs und Stücke zu schreiben und ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen, Netzwerke knüpfen und mit Musik Brücken zwischen den Kulturen bauen zu können. Kurz- und mittelfristig werden Artist-in-Residence-Programme und Co-Writing-Workshops stattfinden. Auf längere Sicht sind zudem Austauschprogramme, Fortbildungen, Konzerte und vieles mehr geplant. Das „House of Songs“ ist ein seit vielen Jahren erfolgreiches Konzept musikalischer Zusammenarbeit von renommierten Mentoren mit talentierten Musikern aus verschiedenen Ländern. Es begann, als im Jahr 2009 der Singer/Songwriter und Filmproduzent Troy Campbell das House of Songs in Austin, Texas, als Musikeraustauschprogramm ins Leben rief. Seitdem ist das Ganze zu einem globalen Phänomen herangewachsen, mit mehreren festen Stützpunkten in den USA und starken Verbindungen nach Kanada, Australien, Spanien, Skandinavien – und nun auch Deutschland. In den mehr als fünf Jahren seiner Existenz haben sich um die tausend Liedermacher und Songwriter unter dem Dach des House of Songs zusammengefunden und gemeinsam Lieder erarbeitet, die dann einem erweiterten Publikum vorgestellt wurden, unter anderem beim texanischen South-by-Southwest-Festival sowie auf Folk-Alliance-International-Konferenzen in den USA. Einige der dabei entstandenen Lieder erhielten Grammynominierungen und erreichten internationale Chartplatzierungen.
www.hausderlieder.de
www.thehouseofsongs.com
Folkways-Gründer Moe Asch; Foto: Diana Davies, Smithsonian Institution
FOLKWAYS ZUM SIEBZIGSTEN (08.06.2018)
Folkways-Gründer Moe Asch; Foto: Diana Davies, Smithsonian Institution

Im Jahr 2018 begeht das legendäre, 1948 von Moses „Moe“ Asch gegründete, heutige gemeinnützige Plattenlabel des Smithsonian Institutes, Folkways Recordings, seinen siebzigsten Geburtstag. Folkways ist seit jeher als Heimat für Aufnahmen von Woody Guthrie, Lead Belly, Pete Seeger, Elizabeth Cotten und Tausenden anderer bekannt. „Seine Mission, Volksmusik und Klänge aus der ganzen Welt zu dokumentieren, gepaart mit der Weisung des Smithsonian Institute, das Verständnis unter den Menschen zu fördern und die kulturelle Vielfalt zu unterstützen, bleibt so wichtig und relevant wie immer“, heißt es auf der Smithsonian-Website. Das Jubiläum wird das ganze Jahr über mit einer Vielzahl von Alben, Projekten und Künstlerkooperationen gefeiert. Wie genau findet sich unter
www.folkways.si.edu


Tautumeitas und Auļi; Foto: Foto: Andrejs Vasjukevičs
DIE LETTISCHEN GRAMMIES … (06.06.2018)
Tautumeitas und Auļi; Foto: Foto: Andrejs Vasjukevičs

… heißen „Zelta Mikrofons“. Sie wurden im Jahr 2018 bereits zum 22. Mal verliehen. In einer Fernsehshow werden besondere Akteure in der lettischen Musik des vergangenen Jahres von einer Jury aus 44 internationalen Mitgliedern bewertet und ausgezeichnet. In der Kategorie „Folk and World Music Album“ gewannen in diesem Jahr Auļi & Tautumeitas. Das lettische Dudelsack- und Trommelensemble Auļi existiert seit dem Jahr 2003 und hat in seiner Heimat bereits mehrere Alben aufgenommen. Die Gruppe überzeugt mit einer Mischung aus traditionellen und modernen Elementen. Die Künstler selbst bezeichnen ihren Stil als „ethnische Trancemusik“ und lassen sich vor allem von der Natur der baltischen Republik und ihren ausgedehnten Wäldern inspirieren und kombinieren dies mit der wilden Energie des Rock. Tautumeitas sind ein stimmgewaltiges lettisches Frauenensemble, das sich der Tradition des polyfonen Gesangs seiner Heimat verpflichtet fühlt und zu den aufregendsten Newcomern der lettischen Folkszene gehört. Weitere Infos unter
www.auli.lv
www.tautumeitas.mozello.lv
www.zeltamikrofons.lv
Neil Young; Foto: Andy Roo, Wikipedia
EIN GOLDIGES HERZ (04.06.2018)
Neil Young; Foto: Andy Roo, Wikipedia

Anfang Dezember letzten Jahres hatte Neil Young damit begonnen, sämtliche Werke seiner jahrzehntelangen Karriere in den eigens dafür geschaffenen Neil Young Archives online als Stream zur Verfügung zu stellen. Nun kommen laut Aussage der kanadischen Musikerlegende zwölf bis vierzehn bislang unveröffentlichte Alben zu den bereits zugänglichen offiziellen Studioproduktionen hinzu. Noch unbekannte Livemitschnitte sollen folgen. Bis Ende Juni soll das Archiv kostenlos zugänglich sein, danach zu einer geringfügigen Gebühr. Young arbeitete mit einem Team von Mitarbeitern jahrelang auf die Veröffentlichung des Portals hin. Als Hintergrund gab der Musiker an, Fans und Musikhistorikern einfachen Zugang an einem Ort zu seinem Gesamtwerk ermöglichen zu wollen – und zwar in bester Klangqualität.
www.neilyoungarchives.com