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Festivalregisseur Zeno Stanek; Foto: Sabine Hauswirth
UND SIE SCHRAMMELN DOCH (10.07.2020)
Festivalregisseur Zeno Stanek; Foto: Sabine Hauswirth

Sie trotzen dem Virus, die Kolleginnen und Kollegen des niederösterreichischen Schrammel.Klang.Festivals in Litschau am Herrensee. Na klar, umständehalber nicht wie gewohnt, wird in diesem Jahr die nunmehr vierzehnte Ausgabe in angepasster, abgespeckter Form stattfinden, in der „Sicherheitsvariante“ sozusagen. An allen Juliwochenenden öffnen sich an insgesamt zehn Abenden jeden Freitag und Samstag vom 3. Juli bis 1. August 2020 ab 19.00 Uhr die Pforten des Strandbadgeländes exklusiv für 250 Besucher. Das bedeutet im Durchschnitt eine Beschränkung auf weniger als zehn Prozent der sonst üblichen Anzahl! Für die Künstler gilt allerdings kein Diminutiv – sie spielen genauso groß wie immer. Als Schauplätze dienen dabei drei Naturbühnen, auf denen jeweils drei Gruppen zeitgleich musizieren. Ab 20.30 Uhr finden die Konzerte im Herrenseetheater statt. Die Bestuhlung dort berücksichtigt den geforderten Abstand von einem Meter. Regisseur Zeno Stanek wird dafür sorgen, dass das Theater trotzdem charmant und einladend wirken wird. Weitere coronabedingte Maßnahmen werden Maskenpflicht gemäß den gesetzlichen Vorgaben, strenge Hygiene in den Sanitär- und Gastronomiebereichen sowie Clusterbildung durch Registrierung der Besucher (bei Onlinebuchung oder beim Kartenkauf am Eingang) sein. An den Donnerstagabenden werden zudem zusätzlich in den Gastgärten, Höfen und auf den Terras­sen von mindestens drei Lokalen in Litschau „Warming-up-Konzerte“ gegen freie Spende gespielt. Die nächsten erreichbaren Konzerte geben am 10. Juli auf der Naturbühne die 16er Buam, das Duo Haertel & Wascher sowie Albin Paulus, im Herrenseetheater geben sich Roland Neuwirth und das Radio.string.quartett die Ehre.
www.schrammelklang.at
Rätsche Livstream
RÄTSCHE SAMMELTE SPENDEN MIT LIVESTREAMS (08.07.2020)
Rätsche Livstream

Wie alle Kulturveranstalter musste auch die Rätsche in Geislingen Mitte März ihren Veranstaltungsbetrieb einstellen. Bereits am 28. desselben Monats ging allerdings schon der erste Livestream von dort mit professionellem Ton und Bild auf Sendung. Mit diesen Konzerten wollten die Organisatoren Künstlerinnen und Künstler aus der Region unterstützen, die normalerweise ihren Lebensunterhalt mit ihrer Kunst bestreiten, in dieser Zeit jedoch keine Möglichkeit hatten aufzutreten. Die Rätsche bezahlte den Künstlern eine kleine Gage und bot dem Publikum die Möglichkeit, direkt und ohne Abzüge für die Künstler zu spenden. Auf insgesamt 22 Konzerte wuchs die Reihe an, unter anderem mit Auftritten der Kabarettistin Martina Brandl, des Songwriters Axel Nagel, des Folkduos Gudrun Walther & Jürgen Treyz, des Akkordeonvirtuosen Matthias Matzke und der Sopranistin Leonie Kratz sowie der Rockband Tightrope oder Siyou ’n Hell mit dem Kraan-Bassisten Helmut Hattler. Annähernd 12.000 Euro an Spendengeldern kamen auf diesem Weg zusammen. Zusammen mit den Gagen der Rätsche konnten so fast 20.000 Euro Unterstützung an die Auftretenden überwiesen werden – und die Livestreams können natürlich weiter auf Youtube angesehen werden. Ab sofort gibt es dann wieder Livekonzerte im hauseigenen Biergarten. Alle weiteren Infos unter
www.raetsche.com


Cover Folk Galore
NEUE FOLKZEITSCHRIFT SAMT ONLINESENDER (05.07.2020)
Cover Folk Galore

In diesen Zeiten ein neues Magazin mit Folkschwerpunkt herausbringen? Und dann noch vornehmlich aus dem skandinavischen, baltischen beziehungsweise generell eher osteuropäischen Bereich? Scheint ein gewagtes Unterfangen, aber dahinter steckt einer mit Erfahrung: Christian Pliefke, Betreiber der erfolgreichen Labels Nordic Notes, CPL-Music und Beste Unterhaltung! (siehe „Labelporträt“ in Folker 1/2020), auf denen er Musik genau dieser Regionen seit Langem veröffentlicht. Anlässlich gleich zweier Jubiläen 2020 (fünfzehn Jahre Nordic Notes, zehn Jahre CPL-Music) nun unter dem Titel Folk Galore also der Versuch, eine Zeitschrift zu verlegen, die insbesondere das eigene Labelspektrum abdeckt. „Mir kam es immer so vor, dass Länder, die ich unter meinen Tonträgerlabels veröffentliche, selten bis überhaupt nicht in anderen Folk- und Weltmusikmagazinen vorkommen“, schreibt Pliefke im Editorial der ersten Ausgabe, die unter Mithilfe eines ansonsten komplett weiblichen Autorenteams zum 1. Juli erschienen ist. Und: „Mich interessiert nicht nur die Musik, sondern auch die reichhaltige Kultur.“ Deshalb gibt es neben Künstlerporträts etwa zu Vedan Kolod oder Svjata Vatra auch einen Artikel über die Pastalas, die traditionellen lettischen Schuhe. Leihgaben aus dem Folker sind die Artikel über Lata Donga (4/2019) und Tautumeitas (Heft 2/2020). Damit aber noch nicht genug. Bereits seit Ende Mai läuft auf Laut.fm unter demselben Namen ein labeleigener Radiosender, der rund um die Uhr Folk, Singer/Songwriter und Pop aus Nord- und Osteuropa präsentiert, schwerpunktmäßig Songs, die auf Pliefkes Labels erschienen sind. Bisher noch ohne Wortbeiträge, doch Weiterentwicklung ist beabsichtigt. Wir drücken in beiden Fällen die Daumen.
https://cpl-musicshop.de/magazine/folk-galore
https://laut.fm/folkgalore
Impression Rudolstadt-Festival; Foto: Michael Pohl
ANLÄSSLICH DES JUBILÄUMS (03.07.2020)
Impression Rudolstadt-Festival; Foto: Michael Pohl

Gestern, Donnerstag, den 2. Juli 2020, hätte sie starten sollen, die dreißigste Ausgabe des Rudolstadt-Festivals. Doch wegen Corona kann auch hier bekanntermaßen in diesem Jahr leider nichts stattfinden. Um das Ganze jedoch nicht komplett unberücksichtigt vorüberziehen zu lassen, bringen einige öffentlich-rechtliche Rundfunksender ein umfangreiches Seh- und Hörprogramm mit den Höhepunkten der Festivalgeschichte – insbesondere der letzten zehn Jahre. Besonders aktiv dabei ist der MDR, der bereits seit Mitte Juni auf seiner Radiostation MDR Kultur in loser Folge Beiträge mit Mitschnitten und Reportagen vom und zum Rudolstadt-Festival sendet. Gestern etwa einen Rudolstadt-Abend mit Erinnerungen, Reportagen, Talkrunden und Livemusik sowie heute Freitag, den 3. Juli, ab 20.00 Uhr die zehnstündige Rudolstadt-Konzertnacht unter anderem mit Auftritten von Graham Nash, Fatoumata Diawara, Billy Bragg, Hannes Wader, Wenzel, Youssou N’ Dour, Souad Massi. Im MDR-Fernsehen liefen nachts seit 1. Juli bereits vier vollständige Mitschnitte von Einzelkonzerten, von denen drei noch in der Mediathek abrufbar sind (Imarhan, Toots & the Maytals, Amy Macdonald), am 9. Juli folgen Glen Hansard, Patrice und Element of Crime. Morgen Samstag- und übermorgen Sonntagabend ziehen dann auch Deutschlandfunk Kultur mit einem vierstündigen Special und BR Klassik mit „Rückblicken, Ausblicken, Seitenblicken“ nach. Letztere senden zudem am 11. und 12. Juli Konzertmitschnitte aus dem letzten Jahr. Die eigentliche dreißigste Ausgabe des Rudolstadt-Festivals soll nun vom 1. bis 4. Juli 2021 stattfinden, und wie die Veranstalter berichten, haben bereits viele der für dieses Jahr geplanten Acts zugesagt, darunter A Filetta, Andreas Gabriels Verändler, Imár, Rasga Rasga, Rufus Wainwright und Maria Farantouri. Eine komplette Übersicht über das Radio- und TV-Programm mit den Sendungen zu Rudolstadt gibt es unter
www.rudolstadt-festival.de/media-radio-tv.html


Banner WOMEX
WOMEX SOLL STATTFINDEN (02.07.2020)
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Bereits Mitte Juni gaben die Verantwortlichen der WOMEX bekannt, dass sie nach langer Zeit der Unsicherheit, viel Arbeit, Spekulation und unzähligen Zoom-Sitzungen gemeinsam mit ihren lokalen Partnern von Hangvető beschlossen haben, dass die 26. Ausgabe der Weltmusik-Messe vom 21. bis 25.10.2020 im ungarischen Budapest trotz Corona stattfinden soll. Seit dem 11. Juni kann man also Stände buchen oder sich als Delegierter anmelden. Noch bis 10. Juli gilt dabei die sogenannte „Smart Rate“, der günstigste Tarif, zu dem eine Registrierung möglich ist. Erhältlich ist diese als fünftägiges Paket, das Zugang zum gesamten WOMEX-Programm, einschließlich Messe, Konferenzen, Showcase-Konzerten, Filmvorführungen, Eröffnungs- und Preisverleihungszeremonien bietet sowie ein Jahr lang Zugang zur virtualWOMEX. Anmeldungen oder Standbuchungen sind möglich über https://buff.ly/2IUf3JD. Alle weiteren Infos finden sich unter
www.womex.com.
Die Grenzgänger; Foto: Nichelmann
GRENZGÄNGER-SOLIDARITÄTSNETZWERK (30.06.2020)
Die Grenzgänger; Foto: Nichelmann

In den dreißig Jahren ihres Bestehens hat die Band Die Grenzgänger elf Alben aufgenommen, an die zweitausend Konzerte gespielt, und dann kam Corona! Fast alle Auftritte bis in den Herbst hinein wurden abgesagt oder können nur unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden. Die angekündigten staatlichen Hilfen decken dabei vielleicht zehn Prozent der ausgefallenen Gagen ab. Gleichzeitig stehen viele Veranstalter selbst mit dem Rücken zur Wand. Wie soll das aufgefangen werden können? Bislang konnten die Musiker von ihren Einnahmen aus CD-Verkäufen und Konzerten leben und zum Beispiel die nächste Produktion aus eigener Tasche finanzieren. Allein seit 2014 wurden so sieben Alben veröffentlicht, von denen zwei mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. Nun bittet die Band um Solidarität: „Wir starten ab sofort das Grenzgänger-Netzwerk. Unser Ziel sind regelmäßige Zahlungen von 5 oder 10 Euro pro Monat von Menschen, die unsere Arbeit schätzen und die Inhalte für wichtig erachten. Wir streben eine Art Grundeinkommen an, um weiterhin das inhaltliche und künstlerische Niveau zu halten und auch einmal eine schwierige Phase durchstehen zu können sowie eine besondere Bindung an ein besonderes Publikum!“ Wer sich dem gerne anschließen möchte, findet alle weiteren Informationen unter:
www.die-grenzgänger.de/cd-kategorie/netzwerk.


Folkerdey-Show 2020
FOLKERDEY, DIE SHOW (26.06.2020)
Folkerdey-Show 2020

Eigentlich hätte diesen Samstag, den 27. Juni, die vierzehnte Ausgabe des Folkerdey-Festivals über die Bühne am Eisenzeitlichen Gehöft in Ratingen gehen sollen. Dies ist aus hinlänglich bekannten Gründen nicht möglich, aber die Macher des jährlichen Open Airs haben sich etwas einfallen lassen. Stattdessen wird nun am selben Tag zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr die „Folkerdey-Show“ auf dem eigenen Youtube-Kanal gestreamt (youtube.com/folkerdey) – das eigentliche Festival wurde auf den 26. Juni 2021 verlegt. Das abendfüllende Fernsehformat wird live aus dem Jugendzentrum Lux gesendet und aus Moderation, Interviews, Onlineinteraktion mit den Zuschauern und natürlich viel Musik bestehen. So sind bereits eine Woche zuvor Konzerte der Ratinger Band Drowsy Maggie und der Kölner Bluegrassformation Stompin Gents am Eisenzeitlichen Gehöft gefilmt worden, sodass auch das eigentliche Festivalgelände zur Geltung kommen wird. Der Singer/Songwriter Simon Sandmann wird eigene Songs live in der Show präsentieren. Vor allem aber will man Solidarität mit Künstlern und Technikern des Festivals zeigen, die vom aktuellen Veranstaltungsverbot sehr hart getroffen sind – entsprechend wird zu Spenden an den Förderverein Folkerdey aufgerufen, via PayPal an folkerdey@gmail.com oder auf das Vereinskonto bei der Sparkasse HRV unter der IBAN DE24 3345 0000 0042 1652 74. Der Erlös geht an die Musiker und Techniker.
www.folkerdey.de
Logo Playlist Punkhills
MUSIK STATT WANDERN (25.06.2020)
Logo Playlist Punkhills

Alexandra und Boris Knorr, zwei Outdoor- und Punkliebhaber aus Oberhausen, riefen 2015 den Punkhills Outdoor Blog (www.punkhills.de) ins Leben. Jetzt haben sie aufgrund coronabedingt eingeschränkter Wandermöglichkeiten den Wanderstock einmal beiseite gelegt, sich hingesetzt und einen über dreizehn Stunden langen „Folk Punk Acoustic Mix“ auf Spotify erstellt. Wir glauben, da finden sich in vielem auch der Folker-Leser und die Folker-Leserin wieder, weshalb wir diese in der Form vielleicht einzigartige Zusammenstellung hier nicht vorenthalten möchten – neben Punk und Folk gibt es Singer/Songwriter, Alt. Country, Bluegrass und anderes Akustisches mehr, insbesondere aus den letzten zwanzig Jahren (mit ein paar Ausnahmen). Einfach mal reinhören: https://spoti.fi/2B1HpjI. Und wenn man eh auf Spotify ist, kann man auch gerne wieder mal bei der aktuellen Folker-Playlist vorbeischauen, die gibt’s hier: www.spoti.fi/2YMfi2C.
www.punkhills.de
https://spoti.fi/2B1HpjI
www.spoti.fi/2YMfi2C


Pat Deighan vor dem Arts Hotel in Charlottetown; Foto: Daniel Brown
PRINCE EDWARD ISLANDS TOP FOLKTREFFPUNKT ZIEHT UM (21.06.2020)
Pat Deighan vor dem Arts Hotel in Charlottetown; Foto: Daniel Brown

Bis Anfang des Jahres residierte das Trailside Music Café noch etwas versteckt auf dem Lande bei Mount Stewart. Das Adjektiv „schnuckelig“ beschrieb das Haus treffend, und in der von Meghann und Pat Deighan geschaffenen intimen Atmosphäre waren so gut wie alle namhaften Folkkünstler zu erleben, die durch Kanada tourten. Nun ist das Music Cafè zur Music Hall mutiert und in das Arts Hotel der Inselhauptstadt Charlottetown umgezogen. Die Räumlichkeiten sind etwas großzügiger, aber die Inhaber versichern, dass sich an ihrem Konzept nichts geändert habe und dass die Trailside Music Hall ein „Raum zum Hören bleibt, in dem der Spaß an der Musik die oberste Priorität hat“. Seit Anfang Mai sollen sich die Größen der Szene wie Tara MacLean, J. P. Cormier oder David Francey dort wieder ein Stelldichein geben – vorausgesetzt, der Virus hat die Tür freigegeben. Infos über
www.trailside.ca
Logo Vokalmusikzentrum NRW
INSTITUT FÜR VOKALMUSIK (18.06.2020)
Logo Vokalmusikzentrum NRW

Unter diesem Namen hat die Stadt Dortmund das seit 2009 existierende Musikfestival Klangvokal und das frisch gegründete Vokalmusikzentrum NRW (VMZ) zusammengelegt. Das Ziel des neugeschaffenen Institutes besteht in der Vernetzung bestehender im Vokalmusikbereich aktiver Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen und in der gemeinsamen Entwicklung neuer Aktivitäten im Vokalmusiksegment durch Ausbildung und Weiterentwicklung von Partnerschaften im Bereich der Förderung von Kinder- und Jugendprojekten, der kulturellen Diversität und Integration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund, der Weiterbildung von Profis und Laien oder der Inklusion von Behinderten. Das VMZ soll Plattform, Treffpunkt, Kompetenzzentrum und Aktionsraum (mit Konferenzen, Workshops, Konzerten, Festivals) gleichermaßen sein. Die für Mai respektive Juni angesetzten Festivals Klangvokal und das Fest der Chöre wurden aufgrund der Corona-Pandemie verschoben und werden ab September 2020 bis Juni 2021 nachgeholt.
www.klangvokal-dortmund.de
www.vokalmusikzentrum.de


Banner Liederfest 2020
LIEDERPREISE UND LIEDERFEST 2020 (15.06.2020)
Banner Liederfest 2020

Die Liederbestenliste vergibt ihren diesjährigen Liederpreis an die Singer/Songwriterin Christina Lux für ihr Lied „Was zählt für dich“, das im Wertungszeitraum die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte und mit dem ihr „das kleine, feine Kunststück einer Symbiose zwischen engagierter Aussage und musikalisch toll gestaltetem Song“ gelungen sei. Und auch der Förderpreis 2020 geht an eine Frau: Die experimentierfreudige Erfurterin Rosa Hoelger hat sich mit ihren Songs voller Witz, Lakonie und präziser Beobachtungen gegen die starke Konkurrenz der Nominierten durchgesetzt. Die Preisverleihung beim Liederfest 2020 findet dabei zum ersten Mal nach langen Jahren im Mainzer Unterhaus an einem neuen Ort statt. Gastgeber wird am 21. November das Gasthaus im 1/4 in Köln-Nippes sein, durch den Abend führt die Musikerin Astrid Barth vom Duo Barth/Roemer. WDR 5 sendet einen Mitschnitt in seiner Sendung „Liederlounge“ und bereits zuvor am 14. und 15.6. ein „Liederlounge-Spezial“ zum Förderpreis. Details unter www.facebook.com/liederbestenliste und
www.liederbestenliste.de.
Kulturbörse Freiburg; Foto: Promo
KULTURBÖRSE FREIBURG 2021 (13.06.2020)
Kulturbörse Freiburg; Foto: Promo

Allen Corona-Unwägbarkeiten zum Trotz rief die Internationale Kulturbörse Freiburg bereits Anfang Mai dazu auf, seinen Stand für die vom 17.-20.1.2021 geplante 33. Ausgabe der Messe zu buchen. Die Veranstalter sind sich jedoch der allgemeinen Problematik bewusst und wären bereit, alternativ ein erweitertes digitales Angebot zur Verfügung zu stellen, sollte sich das Verbot von Messen und Großveranstaltungen bis ins neue Jahr hineinziehen. Ebenfalls seit Anfang Mai ist das Bewerbungsportal für Liveauftritte geöffnet. Alle Infos zu den Teilnahmebedingungen finden sich im Flyer für Künstlerinnen und Künstler unter folgendem Link: www.kulturboerse-freiburg.de/fileadmin/content/IKF-Relaunch/Dokumente/IKF_Besucherflyer. Bewerbungsschluss für die Bereiche Darstellende Kunst und Musik ist der 10. Juli 2020. Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich Straßentheater können sich sogar noch bis 15. September bewerben.
www.kulturboerse-freiburg.de


Reema; Foto: Promo
ERSTE BARDENALE (11.06.2020)
Reema; Foto: Promo

Eigentlich hätte das Ganze als „analoge“ Publikumsveranstaltung auf der Oper-Air-Bühne der Berliner Ufa-Fabrik stattfinden sollen. Angesichts der aktuellen Covid-19-Lage treten die Künstlerinnen und Künstler der ersten Bardenale am 13. Juni nun live vor der Kamera im Theatersaal auf. Die Idee zu diesem Festival hatte der Berliner Musiker Lüül. Sieben Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster Couleur konnte er für einen Auftritt gewinnen, und die Namen garantieren ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches Programm. Mit dabei ab 18.00 Uhr im Livestream via www.ufafabrik.de sind Maike Rosa Vogel, Sebastian Krämer, Die Zöllner, Toni Mahoni, der Ukulelenprediger, The Incredible Herrengedeck, Reema und natürlich Lüül selbst. Alle Infos unter
www.ufafabrik.de/de/19021/bardenale.html
Cover Musical Life in Germany
RUHIG MAL EIN WENIG AUF DEN PUTZ HAUEN (09.06.2020)
Cover Musical Life in Germany

Was nützt die kreativste oder aktivste Musikszene, wenn sie über die eigenen Landesgrenzen hinaus nicht wahrgenommen wird? Oder nicht wahrgenommen werden kann, weil schlicht und ergreifend die Information darüber fehlt? Diese Frage stellt sich nicht nur die deutsche Folk- und Weltmusikszene. Dankenswerterweise hat sich der Deutsche Musikrat beziehungsweise das Deutsche Musikinformationszentrum nun aufgemacht, hier etwas Abhilfe zu schaffen. Sie haben das epochale Werk Musikleben in Deutschland (siehe auch Rezension in Folker 5/2019, S. 94) unter dem Titel Musical Life in Germany auf Englisch herausgebracht. Ja, wir und unsere Szene sind bekanntlich auch dabei. Winkt nun weltweiter Ruhm? Eher nicht, aber der Preis (10,00 Euro im Inland,14,50 Euro im EU-Ausland, 20,00 Euro außerhalb der EU – online zu bestellen unter miz.org) sollte kein Hindernis sein, dieses Werk außerhalb unserer engen Landesgrenzen zu empfehlen.
www.musikrat.de
www.miz.org


Florian Paul & Die Kapelle der letzten Hoffnung * Foto: Florian Bergweiler, © Lennart Heidtmann
AUSGEZEICHNETE LIEDERMACHER (06.06.2020)
Florian Paul & Die Kapelle der letzten Hoffnung * Foto: Florian Bergweiler, © Lennart Heidtmann

Bereits seit 1989 zeichnet die Münchener Hanns-Seidel-Stiftung jedes Jahr junge Künstler, die sich im Rahmen des traditionsreichen Liedermacherfestivals Lieder auf Banz präsentieren, mit einem mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis aus. Die diesjährige Open-Air-Veranstaltung sollte am 3. und 4. Juli auf der Klosterwiese vor Kloster Banz im oberfränkischen Bad Staffelstein stattfinden. Es hatte mehr als hundert Bewerbungen gegeben. Am Ende setzten sich die A-cappella-Band Unduzo, Florian Paul & die Kapelle der letzten Hoffnung sowie Ina Regen als Gewinner 2020 durch. Über ihren jeweiligen Anteil am Preisgeld dürfen sie sich auf jeden Fall freuen, das Preisträgerkonzert und der Auftritt neben etablierten Künstlern wie Haindling, Annett Louisan, Bodo Wartke und anderen dürfte aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen bis 31. August noch auf sich warten lassen. Infos unter
www.lieder-auf-banz.de
Musik unterm Marillenbaum bei Glatt & Verkehrt, Vila Madalena; Foto: Osaka
GLATT & VERKEHRT ABGESAGT (03.06.2020)
Musik unterm Marillenbaum bei Glatt & Verkehrt, Vila Madalena; Foto: Osaka

„Meine Sprache verstehet man durch die ganze Welt!“ Getreu diesem Motto Joseph Haydns hätte vom 10. bis 26. Juli die diesjährige 24. Ausgabe des Festivals Glatt & Verkehrt im niederösterreichischen Krems stattfinden und die Sprachenvielfalt in den Mittelpunkt rücken sollen. Nun wurden aufgrund der in Österreich vorerst bis 1. August geltenden Vorgaben zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie sämtliche dazugehörigen Veranstaltungen abgesagt. Es sei „… weder inhaltlich noch atmosphärisch noch wirtschaftlich möglich, das Festival wie gewohnt abzuhalten. Die An- und Abreise- sowie Quarantänebestimmungen für ausländischen Künstler*innen sowie die eingeschränkte Besucher*innenkapazität verunmöglichen die Durchführung des Festivals“, so die Ausrichter um den künstlerischen Leiter Albert Hosp. Sämtliche Karten werden zurückerstattet oder gegen einen Gutschein eingetauscht. Zudem soll es vom 22. bis 26. Juli in Krems Konzertabende und Mittagsveranstaltungen in kleinem Rahmen geben, um einen Hauch des sonstigen Festivalfeelings spürbar werden zu lassen. Das genaue diesbezügliche Programm wird am 19. Juni bekannt gegeben.
www.glattundverkehrt.at


Logo Liedermacherliga
LIEDERMACHERLIGA IN STUTTGART (31.05.2020)
Logo Liedermacherliga

Das Kulturbüro Sorglos holt gemeinsam mit dem Veranstaltungsort clubCANN die Liedermacherliga nach Stuttgart, wo dieses Format (basierend auf einer Idee der Potsdamer Gruppe Ernstgemeint) der Musikszene einen neuen Impuls geben soll. Als nächste Termine sind der 24. Juni, 28. Oktober und 16. Dezember 2020 geplant – wenn Corona-bedingt nicht vor Publikum auf der Bühne, dann im Livestream online. In lockerer Atmosphäre, schreiben die Veranstalter, können Musikerinnen und Musiker neue Entwürfe spinnen und ausprobieren. Auf der Liedermacherbühne seien alle gleich – ob Profi oder Anfänger. „Und hinterher genießt man ein gemeinsames Kurzkonzert und holt sich so neue Impulse.“ Klingt spannend. Infos unter
www.kulturbuero-sorglos.de
Robbie Doyle; Foto: Promo
VIERZIGÄHRIGES BÜHNENJUBILÄUM (28.05.2020)
Robbie Doyle; Foto: Promo

Der irische Folksänger und Entertainer Robbie Doyle wuchs an der Atlantikküste der Grafschaft Clare und im westlichen Waterford auf, wo die traditionelle Musik Irlands sehr lebendig ist. Während des Folkrevivals der Siebzigerjahre war er in seiner Heimat eine bekannte Figur in der Szene, vor allem in und um Dublin. 1980 siedelte er in das damalige Westberlin um. Im Laufe der vergangenen vierzig Jahre gab er zahlreiche Konzerte in der ganzen Welt und wirkte als Gastmusiker an Projekten diverser Künstler mit, etwa des deutschen Liedermachers Reinhard Mey. Robbies Markenzeichen sind seine unverwechselbare Stimme und sein spontaner, scharfer irischer Humor; er spielt die Bodhrán, Rhythm Bones, Whistles und Mundharmonika. Ob die geplante Jubiläumstour im Sommer dieses Jahres (mit seinem aktuellen Album Many’s The Mile im Gepäck) stattfinden kann, steht bisher leider noch nicht fest.
www.robbiedoyle.com


Cover des kommenden Albums Von der Quelle bis zur See
CORONA – FLUCHT NACH VORN  (25.05.2020)
Cover des kommenden Albums Von der Quelle bis zur See

Sämtliche Livekonzerte sind durch die Covid-19-Epidemie bis auf Weiteres abgesagt – ein schwerer Schlag für freischaffende Musiker, denen plötzlich ihr Betätigungsfeld wegbricht. Die halleschen Musikanten Juliane Weinelt und Jan Oelmann versuchen zusammen mit dem Leipziger Bandkollegen Till Uhlmann, die Zwangspause kreativ zu nutzen und mit ihrem Trio Bube Dame König (siehe auch oben) ihr viertes Album zu realisieren – mittels einer eigens programmierten Crowdfunding-Plattform. Dort können Fans der Gruppe für das neue Album spenden. Der Auftrittsstopp ist für die Musiker besonders ärgerlich, denn mit Bube Dame König ging es zuletzt steil bergauf. „Wir hatten gerade einen Musikpreis gewonnen, wurden in der Mitteldeutschen Zeitung, im Promimagazin Gala und im MDR-Fernsehen vorgestellt, hatten viele Konzerte organisiert“, sagt Sängerin Weinelt. „Wir haben sieben Jahre für diesen Erfolg gearbeitet. Als dann die Absagen losgingen, fühlten wir uns, als ob man uns den Stecker gezogen hätte.“ Doch aufgeben wollen die Musiker nicht, und die Fans spenden reichlich, und zwar nicht nur Trost – bereits in den ersten Tagen der Aktion gingen rund 1.000 Euro Spendenzusagen ein. Weitere Informationen unter
www.neue-volkslieder.de/crowdfunding
Logo Musica Sacra International Online Edition
WENN DAS PUBLIKUM NICHT ZUM FESTIVAL KOMMEN KANN ... (23.05.2020)
Logo Musica Sacra International Online Edition

... kommt das Festival eben zum Publikum. Seit fast dreißig Jahren vereint Musica Sacra International (MSI) zu Pfingsten Sängerinnen und Sänger aller Länder und Weltreligionen zum gemeinsamen Musizieren im allgäuischen Marktoberdorf. Da aufgrund der Corona-Pandemie die Durchführung des Festivals in gewohnter Form für das Jahr 2020 nicht möglich ist, haben die Veranstalter beschlossen, auf das Internet zu setzen. In einer neuartigen Onlineausgabe soll den Zuhörern der Zugang zu den Inhalten von MSI kostenlos auf verschiedenen Plattformen im Internet sowie auf der Website www.musica-sacra-international.org zur Verfügung gestellt werden. Dort lassen sich also am Pfingstwochenende Konzerte, Moderationen und die Atelierkonzerte von zu Hause aus verfolgen. So ist es interessierten Zuhörern aus aller Welt möglich, die Musik der Weltreligionen zu erleben, wo und wie oft sie möchten.
www.musica-sacra-international.org