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Hildegard Doebner; Foto: Ingo Nordhofen
45 JAHRE FOLK IN WITTEN (13.12.2019)
Hildegard Doebner; Foto: Ingo Nordhofen

1974 gründete Hildegard Doebner den Wittener Folk-Club. Sie war eine geborene Organisatorin und hatte ein großes Herz für Folkmusik und -musiker, denen sie in ihrem Haus in der Steinstraße Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung anbot. Sie förderte viele junge Künstler, wie Stefan Stoppok, Lydie Auvray, Bernies Autobahn Band, Le Clou und viele andere. Der Nachfolge-Club Witten Folk hat nun auf seiner Website Artikel des Journalisten Michael Winkler zum Abruf bereitgestellt, die er 1975, 1977 und 1978 über die von Doebner und dem Folk-Club veranstalteten legendären Folkfestivals für Wittener Tageszeitungen schrieb. Schön, dass der Club das Andenken Hildegard Doebners hochhält, die im kommenden Januar vor zwanzig Jahren starb. Allerdings: Hätte sie jemand, wie auf der Website, „Hilde“ oder (noch verwerflicher, weil von ihr gehasst) „Folk-Mutter“ genannt – Hildegard wäre die Wände hochgegangen.
wittenfolk.de
Das Kult in Braunschweig
FÜNFZIG JAHRE FOLK 69 (11.12.2019)
Das Kult in Braunschweig

In den Siebzigerjahren war er in Braunschweig eine Institution, der Club FOLK 69. Fast jeden Freitag gab es Folk, Blues, Skiffle, Lieder oder Protestsongs zu hören. Regionale und internationale Musiker (aus Irland, Schottland, den Niederlanden und anderen – meist westeuropäischen – Ländern) waren ebenso zu sehen und zu hören wie auch die örtliche Szene, unter andrem an den Newcomer-Abenden. Die legendären FOLK-MEETING-Festivals erlangten überregionale Bedeutung und verbreiteten jeweils drei Tage einen Hauch von „Love & Peace“ im Bürgerpark. Die Besucher kamen aus der ganzen Republik. Der damalige Organisator Hansi Dobratz avancierte später zu einem erfolgreichen Musikveranstalter. Auch das Stockfisch-Plattenlabel hatte dort seine Wurzeln. Am 5. Oktober blickten die Club-Oldies jetzt im KULT-Theater auf dem Braunschweiger Schimmelhof mit einem großen Jubiläumskonzert auf „50 Jahre FOLK 69“ zurück.
daskult-theater.de


Banner Tibia
MAGAZIN TIBIA GEHT FLÖTEN (09.12.2019)
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Sozusagen. Denn das Fachmagazin für Blockflöte aus dem Verlag des Instrumentenherstellers Moeck stellt nach über vierzig Jahren die Printausgabe ein und bietet stattdessen eine Online-App an. Der Grund dafür liege im geänderten Leserverhalten. „Das nehmen wir auch auf unseren Internetseiten so wahr“, teilt der Verlag in einer Pressemeldung mit. „Rund 3.000 Nutzer besuchen die in der App verbundenen Seiten pro Tag! Und zunehmend sind es Tablets und Smartphones, mit denen die Seiten abgerufen werden. Wir haben uns daher entschlossen, die besten Onlineaktivitäten rund um die Blockflöte in einer App zusammenfassen.“ Immerhin etwas.
moeck.com/tibia
blockfloete.eu
Finalisten
FINALISTEN STEHEN FEST (07.12.2019)
Finalisten

Es ist entschieden! Wie die Ausrichter des Folk Music Award 2020 bekanntgegeben haben, stehen die drei Nominierten für das Finale des vom Landschaftsverband Hameln-Pyrmont erstmals ausgelobten Preises am 21. Februar 2020 in der Lalu Traumfabrik in Hameln fest: Es sind Bube Dame König aus Halle an der Saale, Schnaps im Silbersee aus Berlin sowie das belgische Trio Dhoore aus Flandern. Die sechsköpfige Jury hat sich die Entscheidung nicht leichtgemacht, lagen doch zahlreiche hochwertige Bewerbungen vor. Einstellen kann man sich auf jeden Fall jetzt schon auf einen spannenden Abend, wenn moderne deutsche Volksmusik auf Wortjongleure und Klangdompteure sowie innovative Instrumentalmusik mit starken Wurzeln in der flämischen Tradition treffen. Eine kurze Vorstellung der drei Bands erfolgt in der kommenden Ausgabe 1/2020 des Folker. Freuen kann man sich zudem auf die Reel Talents, eine von Fiddlespielerin und -lehrerin Sabrina Palm aus Bonn angeleitete Nachwuchsband für Kinder ab zehn Jahren, die sich der traditionellen Musik Irlands und Schottlands verschrieben hat und im Hamelner Rahmenprogramm auftreten wird. Und auch der Folker wird im Februar mit einem Jurymitglied vor Ort zugegen sein. Also: Auf nach Hameln!
www.facebook.com/folkmusicaward2020


Der Weise Panda - Kandidat für die Freiburger Leiter 2020
INTERNATIONALE KULTURBÖRSE (04.12.2019)
Der Weise Panda - Kandidat für die Freiburger Leiter 2020

Die 32. Internationale Kulturbörse Freiburg vom 26. bis 29. Januar 2020 rückt immer näher, und die Jury war tätig, was die Auswahl der Künstler angeht, die sich dort prestigeträchtig vorstellen dürfen. Dabei sind unter anderem Frollein Smilla, Erin K, Aline Frazão, Handmade Moments, Vołosi oder The Outside Track. Nominiert für die Freiburger Leiter wurden in der Sparte Musik Der Weise Panda, Bobby Rausch, Elina Duni & Rob Luft sowie die Lehmanns Brothers. Das und mehr nachzulesen unter
kulturboerse-freiburg.de
Peggy Luck
LEIPZIGER FOLKSPEZIAL (01.12.2019)
Peggy Luck

„Immer Lieder sonntags“ heißt eine Reihe im kleinen Leipziger Laden auf Zeit. Die Liedermacherin Peggy Luck und die Kulturstudentin Helene Déus stellen dort einmal im Monat Songpoeten vor, zeigen aber auch Interesse für Folkmusik. Am 29. September fand erstmalig ein Folkspezial statt. In einer Art Session musizierten die beiden jungen Damen gemeinsam mit Größen der einstigen DDR-Folkszene: Jürgen B. Wolff und Uli Doberenz von den Folkländern, Jochen Rockstroh und Heiko Guter von den Findlingen und weitere Musiker, unterstützt vom begeistert mitsingenden Publikum. Es gab die beliebten unzüchtigen Gesellen- und Trinklieder bis hin zu zeitlosen Auswandererliedern. Dazu berichtete Folkexperte Wolfgang Leyn von den Anfängen der Szene. Bemerkenswert waren die musikalische Qualität und die Anwesenheit vieler junger Leute, passend zum Liedtext „Alle, die dies’ Lied gesungen, / So die Alten wie die Jungen …“. Über weitere Folkspezials wird nachgedacht.
facebook.com/immerliedersonntags


Colbinger beim Fair-Play-Konzert in der Buchhandlung von Blum
HUT WAR GESTERN (28.11.2019)
Colbinger beim Fair-Play-Konzert in der Buchhandlung von Blum

Sogenannte „Hutkonzerte“ sind weitverbreitet und zu Recht umstritten. Wenn Zuhörer sich selbst aussuchen können, ob und was sie bezahlen, ist das für Künstler keine Basis zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts. Zudem macht die Praxis Musiker zu Bittstellern, die mit viel Aufwand und Herzblut etwas auf die Beine stellen, das einen Gegenwert hat. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf hat die Hamelner Buchhandlung von Blum das Format der „Fair-Play-Konzerte“ eingeführt – für Veranstalter, die keine hohen Gagen zahlen können. „Jeder Gast legt vor Beginn mindestens 5 Euro in die Kiste, erst dann geht es los. In der Pause kann sich jeder entscheiden, zu bleiben oder zu gehen; bleiben heißt, noch einmal mindestens 5 Euro in die Kiste. Für die Musiker bedeutet das auf der einen Seite zumindest einen Grundbetrag, auf der anderen Seite möglicherweise ein kleineres Publikum im zweiten Set. Es geht also auch um Qualität“, erklärt Inhaberin Cornelie von Blum. Die Resonanz bei Künstlern wie Publikum und der lokalen Presse ist groß. Beide bisherigen Konzerte im Juli mit Jody Cooper und Omid Gollmer sowie im September mit dem Singer/Songwriter Colbinger waren ausgebucht, und die Veranstalter erreichen zahlreiche Bewerbungen von Künstlern aus ganz Deutschland. Das Konzept scheint aufzugehen und wird definitiv 2020 fortgesetzt. Möge es viele Nachahmer finden.

Logo Profolk
IN SACHEN FÖRDERUNG (25.11.2019)
Logo Profolk

Im Rahmen des Bardentreffens in Nürnberg fand am 27. Juli das erste Netzwerktreffen des Vereins PROFOLK statt. Die Initiatoren und Vorstandmitglieder Christian Pliefke und Frank Reglin hatten Player der Folk- und Weltmusikszene aus Deutschland zum Gespräch eingeladen. Es ging um das „Miteinander reden – und nicht nur einmal“. Weitere Treffen sollen folgen. Außer den beiden Initiatoren waren als Teilnehmer dabei: Cecilia Aguirre (Folker/WDR), Anja Bötger (CWR-Barndancer), Jens Bötger (PROFOLK), Daniel Dinkel (Galileo Music), Birgit Ellinghaus (alba KULTUR), Anja Hövelmann (Laviola), Hinrich Langeloh (LAG Folk Schleswig-Holstein), Rainer Pirzkall (Bardentreffen Nürnberg), Andreas Radlmaier (Bardentreffen Nürnberg/creole Bayern), Johannes Theurer (RBB) sowie Doreen und Maik Wolter (beide PROFOLK). In vierstündiger Gesprächsrunde erfolgte ein reger Austausch verschiedenster Erfahrungen und Ideen, die letztlich als Konsens ergaben, dass sich unter Nutzung bestehender Kontakte darum bemüht werden soll, ein Forschungsinstitut zu beauftragen, eine für die bundesweite Kulturlandschaft relevante Folk- und Weltmusik-Studie zu erstellen, angelehnt an die 2016 erstellte Jazzstudie. Des Weiteren wurde vereinbart, beim Bardentreffen 2020 ein Panel durchzuführen, zu dem Personen aus der Kulturpolitik eingeladen werden sollen. Die Gesprächsrunde war sich einig, dass die Politik dringend Zahlen benötigt, die die Förderungswürdigkeit der Folk- und Weltmusikszene in Deutschland begründen.
www.profolk.de


Andreas Berchtold; Foto: Herbert Zotti
VOLKSTANZKURS IN WIEN (22.11.2019)
Andreas Berchtold; Foto: Herbert Zotti

Vom 3. bis 7. Februar 2020 gibt es in Wien wieder einen Tanzkurstermin mit Andreas Berchtold aus Schweden (uniarts.se/english/people/co-workers/andreas-berchtold). Dieser einwöchige Tanzkurs zum Paartanzen bietet eine außergewöhnliche Gelegenheit zur tänzerischen Vertiefung. Der schwedische Geiger Patrik Andersson Tidman (youtube.com/watch?v=SSjDIC8HM28) wird die ganze Woche zum Unterricht musizieren. Abgerundet wird der Kurs mit täglichen Angeboten zum gemeinsamen abendlichen Musizieren und Tanzen sowie einem abschließenden Fest mit Tanz. Baldiges Anmelden wird empfohlen, alle Details unter
www.winterkurs.tradmus.org
uniarts.se/english/people/co-workers/andreas-berchtold
youtube.com/watch?v=SSjDIC8HM28
Ian A. Anderson; Foto: Elly Lucas
fROOTS MAGAZIN ABGEWICKELT (19.11.2019)
Ian A. Anderson; Foto: Elly Lucas

Wie stand es im Editorial unserer letzten Ausgabe: „Er [fRoots-Chef Ian A. Anderson] sagte zwar, man werde weiter nach Lösungen suchen, aber wer nur die leiseste Ahnung vom Zeitschriftengeschäft hat, der/die weiß, wie schwierig das ist.“ Weise Worte, denn am 10. September ließ Anderson Abonnenten, Anzeigenkunden und die Öffentlichkeit wissen, dass die Southern Rag Ltd. und damit fRoots abgewickelt wird. „Voluntary Insolvency“ nennt sich das, und man braucht des Englischen nicht mächtig zu sein, um zu begreifen: Nach genau vierzig Jahren ist die einflussreichste Zeitschrift unseres Genres unwiderruflich am Ende! Traurig, traurig, traurig.
www.frootsmag.com


Breabach
ESSLINGER NÄCHTE SIND KELTISCH (17.11.2019)
Breabach

Die haben’s schon drauf, die Esslinger. Zwei Nächte lang präsentiert das Kulturzentrum Dieselstraße irische und schottische Topkünstler. So werden am 29. November zum Gastspiel des 24. Guinness Irish Christmas Festivals die Supergruppe Breabach sowie die in Schottland lebenden drei irischen Schwestern des Ensembles Friel Sisters erwartet, deren Musik in der Tradition des Countys Donegal verwurzelt ist. Paul McKenna aus Glasgow komplettiert mit wunderschönen irischen und schottischen Liedern das Line-up dieser Tour, die bis zum 21. Dezember vor allem in Österreich unterwegs sein wird. Tags darauf, am 30. November, kann man drei Virtuosen aus Irland auf einer Bühne erleben. Zu dem Akkordeonisten Máirtín O’Connor braucht man nicht viel Worte verlieren. Er arbeitete als Solist und Komponist mit Musikern wie Rod Stewart, Elvis Costello und Mark Knopfler, war treibende Kraft des Riverdance-Phänomens, und seine Mitarbeit in den Gruppen De Dannann, Midnight Well und Skylark sind in bester Erinnerung. Wenn sich ein solcher Hochkaräter mit einer der Spitzengeigerinnen Irlands zusammentut, darf man Großes erwarten. Zoë Conway ist neben ihrer musikalischen Heimat in der traditionellen irischen Musik im Latin-Jazz engagiert und wird den Abend zunächst mit ihrem Duopartner John McIntyre eröffnen. Das Trio mit O’Connor komplettiert schließlich Gitarrist und Bouzoukispieler Dónal Lunny, zu dem man ebenfalls nichts mehr sagen muss und sich nur die Namen der Bands auf der Zunge zergehen lassen braucht, in denen er mitgespielt hat – allen voran natürlich Planxty, die Bothy Band, die Moving Hearts oder Mozaik.
www.dieselstrasse.de
Irish World Academy of Music und Dance Banner
FIDDLE-DI-HO (15.11.2019)
Irish World Academy of Music und Dance Banner

Die North Atlantic Fiddle Convention (NAFCo) veranstaltet vom 24. bis 28. Juni 2020 an der University of Limerick eine Konferenz über Traditionen der Fiddlemusik und des Tanzes der Länder und Kulturen um den Nordatlantik. Neben Konzerten, Workshops und Vorträgen findet eine akademische Tagung zu dem Themenbereich „Fiddling and its Frontiers: Transforming Practices and Rethinking Questions“ statt. Sämtliche Infos finden sich unter www.irishworldacademy.ie. Vor der Konferenz gibt es am 23. Juni ein Symposium zum akademischen Verständnis der anglokeltischen Traditionen unter der Überschrift „Traditional Music and Dance of the Anglo/Celtic World and Its Peripheries“. Dazu können bis zum 31. Dezember 2019 Vorschläge für die NAFCo über colin.quigley@ul.ie eingereicht werden, Vorschläge für das Symposium bis zum 31. Januar 2020 an angloceltic2020@gmail.com. Die Vorschläge (300 Wörter, Biografie, 100 Wörter) werden anonym begutachtet.
www.irishworldacademy.ie


No Crows; Foto: Christoph Obrecht
OBERSCHWÄBISCH ABGEKUPFERT (13.11.2019)
No Crows; Foto: Christoph Obrecht

Zum 31. Mal vergibt die Ravensburger Zehntscheuer in diesem Jahr das Ravensburger Kupferle als oberschwäbischen Kulturpreis für besonders herausragende Auftritte in der zurückliegenden Spielzeit. Am Samstag, 23. November, werden die No Crows aus Irland und Lüül & Band aus Berlin im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung geehrt, bei der die Künstler mit Auszügen aus ihren aktuellen Programmen im Mittelpunkt stehen. Der Folker gratuliert.
www.zehntscheuer-ravensburg.de
Logo Festival Musik und Politik
KEIN FESTIVAL MUSIK UND POLITIK 2020 (10.11.2019)
Logo Festival Musik und Politik

Nach der Jubiläumsausgabe im vergangenen März – Festivalmacher und -gäste hatten für drei tolle Tage die Berliner Volksbühne komplett in Beschlag genommen – meldete der Vereinsvorstand von Lied und soziale Bewegungen jetzt das vorläufige Aus für das seit zwanzig Jahren stattfindende Festival mit dieser Pressemitteilung: „Das Festival wurde zwei Jahrzehnte ehrenamtlich organisiert und hat niemals Eingang in einen öffentlichen Haushalt gefunden. Das Maximum an finanzieller Förderung, was wir in Berlin – mit allergrößtem Aufwand und erstmals 2019! – erreichen konnten, war eine Fehlbedarfsfinanzierung. Es fehlt jedoch ein echter Etat, für einen Kurator, für Vollzeitstellen in der einjährigen Vorbereitungsphase, für überregionale Werbung. Unsere Inhalte lassen sich zumeist nicht einfach ‚auf Risiko‘ realisieren – oft sind sie zuschussbedürftig. Der Kern des Vereins, diejenigen, die über die Jahre am Festival gearbeitet haben, schrumpft. Altersgründe spielen hier eine Rolle, aber auch persönliche und berufliche Entwicklungen. Wir sehen keine Möglichkeit, mit diesen Voraussetzungen ein gelungenes Programm zu erstellen.“ Die Veranstalter wollen sich jetzt erst einmal anderen Vereinszwecken wie der Erschließung und Nutzbarmachung ihrer Archive (unter anderem vom Festival des politischen Liedes 1970 bis 1990) widmen. Auch die bislang erstellten Ausstellungen sollen noch intensiver als Wanderausstellungen angeboten werden. Da der „kreative Druck“ aber durchaus nicht erloschen sei, soll auch über neue Festivalformen nachgedacht werden, die neben Musik möglichst auch andere Kunstformen miteinbeziehen.
www.musikundpolitik.de


Small Island Big Song in Ostrava
AUSZEICHNUNG FÜR SMALL ISLAND BIG SOUND (07.11.2019)
Small Island Big Song in Ostrava

Eben noch auf dem Cover der letzten Folker-Ausgabe und nun wurde ihnen der Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik verliehen. In der Jurybegründung heißt es: „Selbstverständlich ist der Preis der deutschen Schallplattenkritik kein Klimakritikerpreis, auch wenn das heutzutage angesagt wäre. Aber wenn sich circa fünfzig traditionelle Musiker und Musikerinnen von sechzehn Inseln im Indischen und Pazifischen Ozean zusammentun, um ihre kulturellen Gemeinsamkeiten zu entdecken, dann ist das alleine schon ein spannendes Projekt. Wenn dann noch hinzukommt, dass alle diese Inseln mehr oder weniger die ersten sein werden, die bei steigendem Meeresspiegel verschwinden und mit ihnen eine unverwechselbare Kultur, dann gehen Schallplatten- und Klimakritik in die gleiche Richtung. Eine musikalische Warnung also, manchmal sanft und ergreifend, meistens rhythmisch und mitreißend. Die freie Natur ist das Studio, unzählige seltene Instrumente kommen zum Einsatz, und unterschiedliche Sprachen verschmelzen zu einem wahrlich großen und überzeugenden Lied. Einzigartig und ergreifend!“
www.smallislandbigsong.com
www.schallplattenkritik.de
Faya; Foto: Catarina Vasconcelos
CREOLE GLOBAL – DREI SIEGERBANDS (04.11.2019)
Faya; Foto: Catarina Vasconcelos

Die Gewinner des zweiten von der Berliner Werkstatt der Kulturen ausgerichteten Wettbewerbs Creole Global stehen fest. Drei Gruppen wurden gleichwertig als erste und einzige Sieger gekürt. Dazu zählt das in Berlin beheimatete Kanun-Bass-Percussion-Trio Japal, das arabische und japanische Musik kombiniert. Zweite im Bunde waren Kurdophone aus Wien. Das iranisch-österreichische Quintett verknüpft iranische Musik mit Jazz. Für gute Laune sorgten als Drittes Faya aus Lissabon, ein italienisch-deutsches Damentrio, das allerlei Ethno-Einflüsse fusioniert. Die Creole Global 2019 fand vom 12. bis 14. September statt.
www.creole-weltmusik.de


Jaron Tripp und Samantha Archer
HANDPAN NICHT NUR IN BERLIN (01.11.2019)
Jaron Tripp und Samantha Archer

Ist es eine Seuche, ein Hype oder einfach nur die tolle Musik, die man mit diesem außergewöhnlichen Instrument machen kann, die zu einem regelrechten Siegeszug der noch recht jungen Handpan führt? Nach den ersten Handpan-Festivals in Berlin schicken sich nun zwei Nürnberger Organisatoren an, in ihrer Heimatstadt ebenfalls ein Festival auf die Beine zu stellen. Am 15. und 16. November gibt es in der Villa Leon sowie im Yoga-Zentrum Nürnberg Infos, Workshops und Konzerte rund um das und mit dem Instrument, unter anderem mit Szenegrößen wie Rainer Rabus, Yatao oder Archer & Tripp. Der Samstag bietet weitere Workshops und ein intimes Solokonzert mit Mike „Caisaman“ Dürigen in kleinerem Rahmen.
www.handpanfestival-nuernberg.de
RasgaRasga; Foto: Ilkay Karakurt
CREOLE NRW – AND THE WINNER IS … (29.10.2019)
RasgaRasga; Foto: Ilkay Karakurt

Der Landesmusikrat NRW gab soeben die Gewinnerbands des 2019er-Wettbewerbs bekannt. Zehn Finalisten begeisterten das Publikum im voll besetzten Domicil in Dortmund, das an zwei Abenden im September die stilistische Bandbreite der Musikkulturen in NRW erleben konnte. Die mit jeweils 1.500 Euro dotierten Hauptpreise gewannen die Kölner Band RasgaRasga sowie das Ayça Miraç Quartett. Der Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro ging an das junge Klezmerquintett Tovte aus Köln.
www.lmr-nrw.de


Rumpelstolz
VIERZIG JAHRE RUMPELSTOLZ (26.10.2019)
Rumpelstolz

Zu den wenigen Gruppen aus der DDR-Folkszene, die noch heute aktiv sind, zählt die Gruppe Rumpelstolz, welche 1979 in Cottbus gegründet wurde und seitdem überwiegend traditionelle deutsche Volkslieder- und tänze spielt. Davon konnten sich Besucher des Rudolstadt-Festivals schon mehrfach überzeugen. Das Jubiläumskonzert findet am 9. November, dem dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls, im Klub am Steintor in Bernau bei Berlin statt. Als Gäste dabei sein werden die Ex-Wacholder-Musikerin Scarlett O’, das Duo Forte Piakko, die Spielleute Allerlei sowie ehemalige Bandmitglieder. Übrigens benannte sich Rumpelstolz nach einem Waschbrett, welches man damals für 6,20 Mark erstand und als Instrument nutzte. Glückwunsch und viel Spaß beim Feiern!
www.rumpelstolz.de
Brian Auger mit Pete York; Foto: Ingo Nordhofen
BLUES-LOUIS FÜR BRIAN AUGER (23.10.2019)
Brian Auger mit Pete York; Foto: Ingo Nordhofen

Am 28. September erhielt der britische Keyboarder Brian Auger aus den Händen seines langjährigen Freundes und Kollegen Pete York (Preisträger 2014) den renommierten Blues-Louis des Lahnsteiner Bluesfestivals. Quasi als Dankeschön lieferte er anschließend mit seiner Band Oblivion Express ein fulminantes Konzert ab. Yorks Laudatio war geprägt von großer Wärme, Sachkenntnis und vor allem britischem Humor – vielleicht die beste Laudatio in der Geschichte des Preises. Im weiteren Festivalprogramm sorgten Ann Vriend aus Kanada und vor allem Ali Neander’s Blues Bang & Friends, eigens für diese Veranstaltung zusammengestellt, sowie die ebenfalls kanadische Rock-’n’-Soul-Sängerin Shakura S’Aida, deren Bühnenpräsentation an Josephine Baker denken ließ, für Begeisterung.
www.lahnsteiner-bluesfestival.de