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Logo Karneval der Kulturen
KEIN KARNEVAL DER KULTUREN 2022 (24.01.2022)
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Auch 2022 wird es keinen Karneval der Kulturen in Berlin geben, da die Verantwortlichen eine pandemiekonforme Austragung an Pfingsten zum jetzigen Zeitpunkt als eher schlecht einschätzen und eine erneute kurzfristige Absage nicht riskiert werden soll. Stattdessen will man die verbleibende Zeit bis zum kommenden Jahr für eine Neuausrichtung nutzen, die den heutigen Anforderungen entspricht - mittels partizipativem Verfahren und Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Da heißt es Daumen drücken, dass aus der neuen Vision für den Karneval etwas wird und die Veranstaltung 2023 dann mit neuer Strategie kraftvoll in die Zukunft starten kann. Alle Infos unter
www.karneval.berlin
Basnner Musiklexikon
MUSIKLEXIKON AUF LINIE (22.01.2022)
Basnner Musiklexikon

„On line“ quasi, also im Internet. Interessantes Angebot für alle Musiker, Musikerinnen und Musikbegeisterte, die nicht immer und jederzeit mit allem Fachsprech sofort klarkommen und gerne mal wissen möchten, was eigentlich „Furioso ma non troppo“ übersetzt für Otto Normalfolkie heißt – hier kann man’s erfahren, auf www.musiklexikon.info. So heißt das kostenlos nutzbare Musiklexikon mit Englisch-deutsch-Fachwörterbuch, Weblinkverzeichnis und Suchfunktion für Notenshops, Musikhäuser und -verlage. Es gibt Hilfestellung beim Kauf von Noten, Musikinstrumenten und Musikzubehör.



Fraunhofer Saitenmusik mit Michaela Schmid; Foto: Promo
FRAUNHOFER SAITENAUSKLANG (19.01.2022)
Fraunhofer Saitenmusik mit Michaela Schmid; Foto: Promo

Eine traurige Meldung für ihre Fans, die Musiker und die Musikerin sehen es vermutlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge – einerseits, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, andererseits vom Bühnen- und Tourneeleben Abschied zu nehmen. Mit Richard Kurländer, Gerhard Zink, Michael Klein und Michaela Schmid tritt eine musikalische Institution, die Fraunhofer Saitenmusik, von der Bühne ab, die dem Begriff „Stubenmusi“ eine neue Bedeutung gab. Ein paar wenige Konzerte spielt die Gruppe in der Spielzeit 2021/22 noch (Termine siehe www.fraunhofersaitenmusik.de und www.folkerkalender.de), ehe dann nach 43 Jahren und 14 Alben endgültig der Vorhang fällt. Wir werden euch sehr vermissen. Danke für die Musik!

Lennart Schilgen und Marie Diot; Fotos: Frank Eidel und Fabian Großberg
FÖRDERPREIS DER LIEDERBESTENLISTE (17.01.2022)
Lennart Schilgen und Marie Diot; Fotos: Frank Eidel und Fabian Großberg

Die Juroren der Liederbestenliste haben entschieden und den Förderpreis des Vereins Deutschsprachige Musik für 2021 vergeben – und zwar bereits Anfang Dezember letzten Jahres. Geehrt wurden Marie Diot und Lennart Schilgen. „In Zeiten, in denen Liedermacher:innen immer moralischer und unlustiger werden“, heißt es in der Begründung der Jury (bestehend aus Wolfgang Rumpf, Radio Bremen, und Michael Lohse, WDR), „wirken die Songs von Marie Diot wie eine Frischzellenkur: Die 28-jährige Hannoveranerin mit der markanten Dreadlockfrisur liebt auch in ihrer Kunst den schrägen Einfall und die Albernheit. Doch die Verse, die sie auf ihrem Minikeyboard begleitet, sind keineswegs banal, sondern sprühen vor Selbstironie und raffinierten Wortspielen. Ihre eingängigen Songs lassen zuweilen die Neue Deutsche Welle der frühen Achtziger wiederaufleben. ‚Mitdenk-Indie-Pop‘ nennt Julia Geusch alias Marie Diot ihren Mix aus Hintersinn und Anarchohumor. Sie nimmt einen mit auf einen hypnotisierenden Trip durch Absurdität und Weltschmerz, bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt.“ Zum zweiten Preisträger bemerkt die Jury in ihrer Laudatio: „Lennart Schilgen kann Ohrwürmer komponieren wie die frühen Beatles und zeitlose Texte schreiben wie Reinhard Mey, den er übrigens auch wunderbar parodiert. Doch auch wenn sein aktuelles Album Populärmusik heißt: vom Anbiedern an den Massengeschmack kann bei ihm keine Rede sein. Der 33-jährige Berliner ist ein Feingeist durch und durch, dem alles Plakative zuwider ist. Er feilt an jedem Detail seiner raffinierten Songs, die oft Alltagssätze aufgreifen und dann von Strophe zu Strophe überraschend neu beleuchten. So in dem großartigen Rollensong ‚Ich lass es nur geschehen‘, der einen Mitläufer im Privaten wie im Politischen vorführt. Das alles geschieht ohne Zeigefinger, sondern im besten Sinne unterhaltsam. Eine wahrlich förderpreiswürdige Kombination.“ Weitere Infos unter
www.liederbestenliste.de


Banner Save the Reel Petition
CORONACRASH IN SCHOTTLANDS NORDEN (15.01.2022)
Banner Save the Reel Petition

In Deutschland begeisterten die Schwestern Jennifer und Hazel Wrigley mit Fiddle und Gitarre in den Neunzigerjahren das Publikum des Scottish Folk Festival. Zurück in ihrer Heimat Kirkwall auf Orkney eröffneten sie ein Kulturzentrum mit Pub namens The Reel, das zu einem populären Ort zahlloser Konzerte, Sessions und Unterrichtsstunden in Sachen Folkmusik avancierte – bis Corona kam. Keine Einnahmen, Mietrückstände, Pleite! Verschärfend kam hinzu, dass sich die lokale Verwaltung als Eigentümer unverständlicherweise nicht zu Kompromissen bereit erklären wollte. Seit einiger Zeit läuft ein Crowdfunding, um den Schwestern aus den Miesen zu helfen und die vage Hoffnung am Leben zu halten, dass durch The Reel an anderer Stelle die wichtige soziale Arbeit für die lokale Gemeinschaft weitergeführt werden kann:
bit.ly/3EB1OHo
Cover A Haven for Songs
NEUES VON DEN FOLKER-MENSCHEN (12.01.2022)
Cover A Haven for Songs

Americana, Alternative oder Indie-Country führen in Deutschland ein Nischendasein. Das sie überhaupt wahrgenommen werden, ist auch einigen Begeisterten zu verdanken. Einer davon ist Martin Wimmer, derzeit in Berlin lebend. Seine Liebe zum Song, sein Faible für Künstler und Singer/Songwriter wie Townes van Zandt, Jerry Jeff Walker, John Prine oder Bob Dylan sowie sein Verständnis von Country, Folk und Americana – all dies legt er nun auf 192 Seiten einer kurzweiligen Aufsatzsammlung in englischer Sprache dar: A Haven for Songs. Connecting the Dots about Americana Music (Berlin: The Borderlord Books, 2021). Dabei offenbart er großes Hintergrundwissen, erzählt von seinen Reisen in das Land des Americana und schafft somit einen besonderen Einblick in diese musikalische Welt. Dies wird aber nie belehrend, weil es Wimmer gelingt, stets einen ironischen, humorvollen und manchmal auch schrägen Erzählstil beizubehalten. Seine Sprache ist bildreich und cool, seine Geschichten sind manchmal sehr persönlich. So entsteht ein Leseerlebnis, dessen unmittelbare Folge der Gang zum Plattenregal, das Nachhören bereits bekannter Musik und das Stöbern nach weiteren Aufnahmen aus der Welt des Americana ist. Ideal für Einsteiger ins Genre. Weitere Infos unter
martinwimmer.org/author/deinlandmeinland


Kim Edgar; Foto: Alan Graham
KIM EDGAR UND IHRE „CONSEQUENSES“ (09.01.2022)
Kim Edgar; Foto: Alan Graham

Die schottische Singer/Songwriterin Kim Edgar ist hierzulande in erster Linie beliebt und bekannt als Mitglied der Gruppe Cara. Als Solokünstlerin jedoch hat sie sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Bis in den Herbst 2022 will sie jeden Monat unter dem Projekttitel „Consequenses“ gemeinsam mit einem anderen von ihr geschätzten Künstlerkollegen (oder natürlich einer Kollegin) einen neuen Song schreiben. Generell geht es dabei immer um das Thema des menschlichen Verhaltens. Da die dafür notwendige Crowdfundingaktion bei Erscheinen dieses Heftes bereits abgeschlossen ist, gibt es weitere Infos und Unterstützungsmöglichkeiten auf ihrer Website
kimedgar.com/shop
Birgit Ellinghaus wurde in die Transglobal World Music Hall of Fame aufgenommen; Foto: Alba Kultur
TRANSGLOBALE WELTMUSIKRUHMESHALLE (07.01.2022)
Birgit Ellinghaus wurde in die Transglobal World Music Hall of Fame aufgenommen; Foto: Alba Kultur

Die Verantwortlichen der Transglobal World Music Chart haben mithilfe einer unabhängigen internationalen Jury 2021 erstmals eine Reihe von Personen und Organisationen in drei Kategorien in die neu gegründete, virtuelle Transglobal World Music Hall of Fame aufgenommen. In der Kategorie „Artists“ wurde diese Ehre dem brasilianischen Sänger, Komponisten und Liedermacher Caetano Veloso zuteil ebenso wie der afroperuanischen Singer/Songwriterin, Musikethnologin und Kulturpolitikerin Susana Baca, der malischen Musikerin und Schauspielerin Fatoumata Diawara, dem polnischen Multiinstrumentalisten Janusz Prusinowski und dem amerikanischen Slidegitarristen Ry Cooder. Für ihre Verdienste erfolgte die Aufnahme aber auch für die Direktorin der Kölner Agentur Alba Kultur, Birgit Ellinghaus, und zwar in der Kategorie „Branchen- und Medienkompetenz“. Die emsige Kulturmanagerin erfuhr damit eine verdiente Würdigung ihres unermüdlichen, Kulturen verbindenden Engagements. Ebenfalls in dieser Kategorie aufgenommen wurden das Festival WOMAD bzw. Label Real World Records rund um Peter Gabriel sowie die Weltmusikmesse WOMEX. Weitere Ehrungen gab es für die verstorbenen Musikpersönlichkeiten Ali Farka Touré, Ravi Shankar, Nusrat Fateh Ali Khan, Alan Lomax und Violeta Parra in der Katgorie „In Memoriam“. Alle weiteren Infos unter
www.transglobalwmc.com


Cover Sagenhafte Geschichten
NEUES VON DEN FOLKER-MENSCHEN (05.01.2022)
Cover Sagenhafte Geschichten

Sie haben es schon wieder getan! Nach den Märchen in Es war einmal … und ist noch immer haben Karin Braun und Gabriele Haefs in ihrem neuen Buch Sagenhafte Geschichten – Was Sagen sind, bestimmen wir! (Hamburg: tredition GmbH, 2021, 408 S., ISBN 978-3-347-29219-2, EUR 12,99) Kurzgeschichten gesammelt, die sich irgendwie …, nun ja, irgendwie als Sagen definieren lassen. Und erneut ist die folker-Beteiligung nicht zu leugnen. Neben Gabriele Haefs ist auch Ulrich Joosten wieder an Bord, der sein kölsches Heinzelmännchen Roter Ranunkel mit einem neuen Kumpel namens Jode Kabänes („Kumpel“) ein weiteres köstliches Abenteuer bestehen lässt. Aber auch Schreiber aus dem weiteren oder ehemaligen folker-Umfeld sind beteiligt, wie Liederjan Jörg Ermisch, Willi Basler oder Nikolaus Gatter. Kurzweil zwischen Taschenbuchdeckeln. Infos:
bit.ly/3GFlTy6
Paul Bartsch; Foto: Manfred Pollert
RADIO AUF PAPIER (30.12.2021)
Paul Bartsch; Foto: Manfred Pollert

Paul Bartsch ist deutschlandweit eigentlich nicht als Radiomensch bekannt, sondern eher als sehr guter, zuweilen rockiger Liedermacher. Das hat ihn aber nicht davon abgehalten, im Internet bei Radio Corax eine Sendung mit dem Titel Liverillen zu moderieren. Den Inhalt lässt der Titel vermuten: Es geht um Livekonzerte auf Vinyl. Da ist natürlich viel alter Rock zu hören – Clapton, Deep Purple, Bruce Springsteen –, aber es gibt auch interessante Themensendungen wie „Folk und Verwandtes“, „Irish Music – so klingt die grüne Insel“ oder „Runde Songwriter-Geburtstage“. Und weil Bartsch sorgfältig recherchiert und unterhaltsam moderiert, gibt es die Manuskripte der bislang gesendeten Folgen auch in Buchform: LiveRillen No. 1 bis No. 3, jeweils für preiswerte 7 Euro (ISBNs 978-3-754323991, 978-3-754324004, 978-3-754324011), erhältlich über seine Website
zirkustiger.de


Banner Neustart Kultur
KULTURFÖRDERUNG AUF REKORDHÖHE (27.12.2021)
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Bereits in der Septemberausgabe der Zeitschrift Orchester stand zu lesen, dass die (alte) Bundesregierung 2,1 Milliarden Euro für Kultur und Medien in den Haushalt 2022 eingestellt hat und dass das eine Steigerung von 73 Prozent gegenüber 2013 bedeutet. Fürwahr ein dicker Batzen Geld, besonders wenn man bedenkt, dass die Kulturförderung in Deutschland in erster Linie Sache der Länder und Gemeinden ist. Aber dennoch stellt sich die leise Frage: Wie wird dieses Geld denn verteilt? Was und wie viel bekommen Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Folk, Lied und Weltmusik? Antworten auf diese Fragen, besonders die letzte, sind herzlich willkommen.

Tannara; Foto: Elly Lucas
SCHOTTLAND GREIFT DEUTSCHLAND AN (24.12.2021)
Tannara; Foto: Elly Lucas

Klingt martialisch, ist aber nett gemeint, denn der November und Dezember 2021 markieren den Start einer schottischen Folkoffensive hierzulande. Siobhan Miller ist ebenso unterwegs wie das Dudelsackduo Ross Ainslie & Ali Hutton. Und dann geht die Pakettour Highland Blast nach der erzwungenen Pause im vergangenen dieses Jahr nun mit der Paul McKenna Band, Tannara und Harfenistin Rebecca Hill wieder auf Reise. Alexandra Stein, die Leiterin des Berliner Büros der schottischen Regierung, hofft, mit diesem proaktiven Ansatz die Initiative ergreifen zu können, schottische Musik in Deutschland noch besser bekannt und populärer zu machen. In die gleiche Kerbe schlägt Lisa Whytock, Produktionsleiterin von Showcase Scotland Expo: „Schottland ist ebenso wie Deutschland durch und durch eine europäische Nation, und wir freuen uns, diese Touren zu lancieren. Und das ist nur der Anfang. In den Jahren 2022 und 2023 wird so einiges zu erwarten sein.“ Wir sind gespannt!



Banner Bluegrass Jamboree Radio
BLAUES GRAS UND MEHR AUF DIE OHREN (21.12.2021)
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Die Internetseite Laut.fm ist ein Webportal für die Gestaltung eigener Radioprogramme durch die Anwender und Anwenderinnen und hat seit Kurzem einen neuen Sender namens „Bluegrassjamboree Tübingen“, der, wie der Promotext verspricht, „Gute Musik zum Durchhalten“ spielt. „Ihr seid nicht allein!“, heißt es dort weiter. „Jede Menge Tröstendes, Inspirierendes, Beruhigendes, Lustiges und Berührendes aus dem Kosmos von ‚3 Chords and the Truth‘. Kommt doch mal vorbei!“ Und zwar auf www.laut.fm/bluegrassjamboree. Dass es sich lohnen könnte, mag man erahnen, wenn man weiß, dass sich hinter DJ Mando Yogi niemand Geringeres als Mandolinenexperte und Veranstalter Rainer Zellner verbirgt, der immer wieder viele Playlisten aktualisiert, einige sogar moderiert. Ausflüge in Bluegrass, Old-Time, Country, Western Swing, Newgrass, Americana, Swing und Blues inklusive. Volles Programm täglich im 24/7-Stream mit Neuerscheinungen, bewährten Klassikern und Geheimtipps.

Banner RTE Folk Awards 2021
RTÉ FOLK AWARDS 2021 (17.12.2021)
Banner RTE Folk Awards 2021

Die diesjährigen Preise des öffentlich-rechtlichen irischen Senders RTÉ wurden bereits Mitte November verliehen. Große Gewinner des Abends waren John Francis Flynn als bester Folksänger sowie bester Nachwuchskünstler sowie das Duo Ye Vagabonds, die als beste Folkgruppe sowie für den besten traditionellen Song ausgezeichnet wurden. Vor den Augen unter anderem des irischen Präsidenten Michael D. Higgins wurde Altmeister Christy Moore für sein Lebenswerk geehrt, während Gesangslegende Sarah Makem posthum Aufnahme in die Folk Awards Hall of Fame fand.
Der Preis für das beste Folkalbum ging an Solas An Lae von Eoghan Ó Ceannabháin und Ultan O’Brien, der vielseitig begabte Caoimhin O’Fearghaill wurde als bester Folkinstrumentalist ausgezeichnet. Die Ehrung für den besten selbst komponierten Folksong ging zum zweiten Mal in Folge an Mick Flannery und Susan O’Neill. Alle Infos sowie die Möglichkeit, den Mitschnitt der Verleihung nachzuhören gibt es unter
https://bit.ly/3xZjt9L


Banner IKF 2022 abgesagt
KULTURBÖRSE FREIBURG ABGESAGT (15.12.2021)
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Eine sehr traurige Nachricht aus Freiburg. Die Verantwortlichen für die Durchführung der für Ende Januar geplanten 34. Ausgabe der Internationale Kulturbörse Freiburg mussten die Veranstaltung nun aufgrund der aktuellen Pandemielage und der entsprechenden Maßnahmen der baden-württembergischen Landesregierung schweren Herzens absagen. Das von langer Hand geplante Hygiene- und Sicherheitskonzept inklusive großzügiger Hallenaufplanung und hervorragendem Belüftungssystem könnten unter den aktuellen Bedingungen die Durchführung einer internationalen Messe mit angekündigten Gästen aus 25 Ländern nicht in Präsenz gewährleisten, so das Organisationsteam. Weitere Infos sowie der genaue Wortlaut der Pressemitteilung finden sich unter
www.kulturboerse-freiburg.de
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VIER CHARTS ONLINE (12.12.2021)
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Es macht wenig Sinn, in einem Vierteljahresmagazin monatliche Hitparaden abzudrucken, aber natürlich wollen wir Interessierten diesen Service nicht vorenthalten. Daher gilt in Zukunft: Die Liederbestenliste, die Transglobal World Music Chart und die World Music Charts Europe werden wir jeden Monat online veröffentlichen. Und nicht nur das. Getreu unserem Untertitel „song, folk & world“ freuen wir uns, euch nun auch eine folkorientierte monatliche Verkaufs-Top-20 aus Großbritannien präsentieren zu können. Siehe
https://folker.de/service/charts.php


Cover Staritsa
RUSSIAN WORLD MUSIC CHART 2021 (08.12.2021)
Cover Staritsa

Kaum vorgestellt, liegt auch schon das Ergebnis der ersten Ausgabe der Russian World Music Chart vor (wir hatten erst Anfang Januar damit gerechnet …). Gewonnen haben Staritsa mit ihrem Album Klyukva vor Vedan Kolod mit Gorodische. Auf den weiteren Plätzen der Top 20 finden sich unter anderem Namen wie Uutai, Tatyana Molchanova, Gralitsa, Mila Kikina oder Zakaria. Aus hiesiger Sicht erfreulich ist, dass gleich zwei deutsche Label es mit Veröffentlichungen in die Top Ten schafften. So sind die Alben gleich der beiden Erstplatzierten bei CPL-Music erschienen wie auch das von Shoodja-Choodja, die den sechsten Platz belegen. Das Album We Will Never Die von Yat-kha, das Fünfter wurde, kommt aus dem Hause Lollipop Shop. Gratulation! Alle weiteren Platzierungen und Infos unter
www.facebook.com/russianworldmusicchart
Russian World Music Chart 2021
RUSSIAN WORLD MUSIC CHART GEHT AN DEN START (30.11.2021)
Russian World Music Chart 2021

Russische Volks- und Weltmusik sichtbar machen – das haben sich die Organisatorinnen Daryana Antipova und Irina Brykova auf die Fahne geschrieben und im Oktober 2021 die erste russische World Music Chart (RWMC) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, „die Aufmerksamkeit der Weltmusikcommunity auf die Neuheiten der Volksmusik des multinationalen Russland zu lenken sowie einzigartige Musikerinnen und Musiker aus entlegenen Winkeln Russlands in der Russischen Föderation und im Ausland bekannt zu machen und zu fördern“. Insgesamt wurden für 2021 39 in diesem Jahr veröffentlichte Alben von 15 Labels aus den Bereichen der Welt-, Ethno- und Volksmusik für die Rangliste berücksichtigt, darunter 12 Alben mit traditioneller Musik. Eine internationale Jury, der 17 Vertreterinnen und Vertreter aus Australien, Norwegen, den USA, Ungarn, der Slowakei, Deutschland, Belgien, Katalonien, dem Vereinigten Königreich, der Tschechischen Republik und Russland angehören, wird bis Ende des Jahres die 20 besten Alben auswählen und bekannt geben. Dazu gehören Radioleute und Musikjournalist:innen von Publikationen aus aller Welt, die sich mit russischer Folk- und Weltmusik beschäftigen. Neben Kollegen wie Simon Broughton vom britischen Magazin Songlines oder Marc Bauduin vom belgischen Le Canard Folk wurde auch folker-Anzeigenakquisiteur und Folk-Galore-Herausgeber Christian Pliefke in die Riege der Jurorinnen und Juroren berufen. Dann gibt’s also bald wieder Neues auf die Ohren...
www.worldmusicchart.ru
www.facebook.com/russianworldmusicchart


Max Prosa; Foto: Sandra Ludewig
FÖRDERPREIS DER HANNS-SEIDEL-STIFTUNG 2021/22 (26.11.2021)
Max Prosa; Foto: Sandra Ludewig

Ein Zeichen in schwierigen Zeiten für Musikerinnen und Musiker will die Hanns-Seidel-Stifung mit ihren Preisen für den musikalischen Nachwuchs setzen. Das hat für die Stiftung eine jahrzehntelange Tradition. Auch während der gerade für Künstlerinnen und Künstler besonders schwierigen Zeit mit wenigen öffentlichen Auftritten setzt sich die CSU-nahe Stiftung aus München weiter für deren Belange ein. Zwei frisch gekürte Preisträger und eine Preisträgerin werden am ersten Juliwochenende 2022 neben acht Hochkarätern der deutschen und internationalen Liedermacherszene (z. B. Hubert von Goisern, Haindling oder Annett Louisan) auf großer Bühne bei der Open-Air-Veranstaltung Lieder auf Banz auftreten. Ausgewählt wurden Georg auf Lieder, Max Prosa und Alexandra Janzen. Moderiert wird die Veranstaltung vom früheren Preisträger Bodo Wartke unter Organisation des Gesamtevents durch den Veranstaltungsservice Bamberg.
www.hss.de/ueber-uns/preisverleihungen/foerderpreis-fuer-junge-liedermacher
Logo Preis der deutschen Schallplattenkritik
VIERTE BESTENLISTE 2021 (22.11.2021)
Logo Preis der deutschen Schallplattenkritik

Am 15. November veröffentlichten die 158 Juror:innen des Preises der deutschen Schallplattenkritik die vierte Bestenliste des Jahres 2021. Aus dem Pool der Nominierten schafften es 26 Siegertitel auf die Bestenliste, darunter fünf mit folker-Relevanz. In der Sparte „Weltmusik“ ausgezeichnet wurden Pulcinella & Maria Mazzotta mit Grifone. „Maria Mazzotta, die leuchtende Stimme aus dem italienischen Salento, trifft auf die Folk-Jazz-Freigeister Pulcinella aus dem französischen Toulouse. Das große Gemeinsame zwischen Mazzotta und dem Quartett ist die Improvisation. Folk und Jazz leben durch schöpferische Re-Interpretation, nicht durch imitierende Repetition“, begründet die Jury.
Die „Traditionelle Ethnische Musik“ von Kudsi Erguner & Lâmekân Ensemble überzeugte die Preisrichterinnen und -richter mit dem Album Fragments Des Cérémonies Soufies L’Invitation À L’Extase. „Der bekannte Virtuose auf der türkischen Ney-Flöte, präsentiert … mit dem Lâmekân-Ensemble rituelle Gesänge des Mevlevi-Ordens, der sich auf den persischen Mystiker … Rumi beruft und seit dem 13. Jh. besteht: meditative Klänge, die auf den klassischen Maqam-Skalen des Orients beruhen.“
Überraschend die Sparte, in der die Folkländer ausgezeichnet wurden: „Liedermacher“. Dort hätten wir eher Florian Schneider mit Hals an Hals & Bein an Bein: Schangsongs erwartet, der seine Ehrung stattdessen im Bereich „Folk & Singer/Songwriter“ erhielt, wo wir wiederum die Folkländer eher verortet hätten. „[Die] Lieder [des Schweizer Liedermachers] und sein Vortrag wirken wie … aus der Zeit gefallen – eine Erinnerung an längst versunkene Tage, in denen Leute wie er noch über Land zogen und Bänkelsänger genannt wurden. Aber es ist nichts Altmodisches an seinen Liebes- und Reiseliedern, Balladen und Moritaten.“ Verdient haben ihren Preis aber auch so die Folkländer mit So viele Wege Vol.1. „Spezialität der Formation ist seit jeher“, so die Begründung, „traditionelles und eigenes Material taufrisch zu präsentieren. Aus der Zusammenstellung der Lieder ergibt sich mancher Denkanstoß, alles ist angereichert mit Humor, Ironie und Satire. Die in Leipzig gegründete Band musiziert seit mehr als vier Jahrzehnten in unterschiedlichen Besetzungen …“
In der Kategorie „Blues“ schließlich tat sich die Tedeschi Trucks Band feat. Trey Anastasio mit Layla Revisited hervor. Um ein geschichtsträchtiges Album wie Layla & Other Assorted Love Songs von Derek and the Dominos aus dem Jahr 1970 unter Beibehaltung der Songfolge neu einzuspielen, braucht es Mut. Susan Tedeschi und Derek Trucks gelang dabei ein absolut überzeugender Spagat. Einerseits sollte das Erbe nicht verfälscht oder verfremdet werden, andererseits gaben sie sich mit einer reinen Reproduktion der Stücke um den Klassiker „Layla“ nicht zufrieden. Hier wurde genau die richtige Mitte gefunden. Ein überragendes Werk.
www.schallplattenkritik.de