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Falk; Foto: Ingo Nordhofen
CHANSONGIPFEL IN SAARBRÜCKEN (25.05.2017)
Falk; Foto: Ingo Nordhofen

Es ist das einzige Mal im Jahr, dass sich die Liedgutträger und -innen aus Deutschland und Frankreich wirklich treffen – und das natürlich im französischsten aller Bundesländer. Vom 23. bis 25. Juni lädt (Folker-Mitarbeiter) Gerd Heger in seiner Eigenschaft als „Monsieur Chanson“ beim Saarländischen Rundfunk im Rahmen des Saarbrücker Altstadtfestes je vier Künstlerinnen und Künstler von beiden Seiten der Grenze zum zweisprachigen Songmatch. Die Aufstellung vor dem Training: für Frankreich Garance, Liz van Deuq, Marie Baraton und Eric Guilleton, für Deutschland Luise Weidehaas, Falk, Erik Manouz und Felix Meyer. Der dritte Chansongipfel ist der bisher bestbesetzte, versichert der Mann, der wissen muss, dass Eric Guilleton, Garance und Marie Baraton großartige heutige Vertreterinnen des poetischen französischen Chansons sind. Zu Leuten wie Felix Meyer muss man eh nichts mehr sagen. www.altstadtfest-saarbruecken.de
jodeln satt
JODELN SATT (23.05.2017)
jodeln satt

Vom 22. bis 25. Juni findet in Brig im Kanton Wallis das dreißigste Eidgenössische Jodlerfest statt. Der Veranstalter erwartet 15.000 Jodler aus der Schweiz und anderen Ländern und 150.000 Gäste. Geplant sind Vorträge, ein Festumzug mit 60 Formationen und natürlich viele Gelegenheiten, Jodel und Alphorn zu erleben. Beides verschwand mit der Verschiebung der Käseproduktion vom Berg ins Tal langsam aus der Bergwelt. Mit dem Aufleben der Volksmusik und dem Aufkommen des Tourismus erlebten der Jodel und das Alphorn aber eine Renaissance, die bis heute anhält (siehe etwa auch den Beitrag zum Revival des Jodelns ab Seite 60 in Heft 3/2017). www.jodlerfest-brig.ch


Solid Ground; Foto: Petra Winkelhardt
EHRE FÜR SOLID GROUND (21.05.2017)
Solid Ground; Foto: Petra Winkelhardt

Das schafft nicht jede deutsche Irish Folk Band. Solid Ground aus Würzburg wurden von der irischen Yeats Society eingeladen, ihr neues Programm im Heimatland des großen irischen Schriftstellers William Butler Yeats (1865-1939) aufzuführen. Die Band widmet dem Literaturnobelpreisträger eine musikalische Lesung, in der der Zuhörer dem Freigeist, der als einer der größten irischen Literaten seiner Epoche gilt, von der Geburt bis zum Tod folgt. Originalgedichte werden auf Englisch oder übersetzt ins Deutsche vorgetragen und von bekannten Liedern wie „Down By The Salley Gardens“, irischen Jigs and Reels und neuen Poesievertonungen umrahmt. Parallel zu dem Programm entsteht derzeit ein neues Album mit einer Auswahl an Vertonungen ausschließlich von Yeats-Gedichten, die im Juni erscheinen soll, rechtzeitig zum Auftritt der Band am 13.6.2017 während der offiziellen Feierlichkeiten rund um den Geburtstagstermin des Dichters im offiziellen Programm der Stadt Sligo. Es wird gleich zwei Konzerte geben, eines unterhalb des Benbulben im Örtchen Drumcliff und das andere in Sligo Town. Ihre Irlandtour starten Solid Ground am 10. Juni in der Würzburger Partnerstadt Bray in Mickey Finn’s Brewerey. Am 16. Juni spielt die Band dann in der St. Fenian’s Church in Dublin und lädt gemeinsam mit der dortigen deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde zu einem deutsch-irischen Freundschaftsabend ein. Alle Infos, auch zu Auftritten mit dem Yeats-Programm in Deutschland, finden sich auf www.solid-ground.de.
Karneval der Kulturen
BERLINER ZITTERPARTY (19.05.2017)
Karneval der Kulturen

Bis vor Kurzem war es völlig unklar, ob er überhaupt stattfinden wird, doch jetzt sind die Veranstalter guten Mutes – der Berliner Karneval der Kulturen wird auch in diesem Jahr zu Pfingsten gefeiert, und zwar vom 2. bis 5. Juni 2017. Beim Straßenumzug treten neben altbekannten Gruppen neue Formationen auf, darunter Berlin Urban Baladi, die sich Bauchtanz jenseits aller Klischees widmen, und Ghettowhisper, die sich auf Lianen durch den Marzahner Plattenbaudschungel schwingen. Damit spielen sie darauf an, dass das Haus des Karnevals seinen Sitz seit März 2016 in Marzahn hat. Die Grupo Chile widmet ihren Beitrag in ihrem zweiten Karnevalsjahr der Künstlerin Violeta Parra, die 2017 hundert Jahre geworden wäre. Und die deutsch-japanische Gruppe Kashiwa-Ren holt einen originalen Mikoshi-Schrein nach Berlin. Wie immer gibt es vier thematisch ausdifferenzierte Bühnen mit kostenlosen Livekonzerten. Die ehemalige Farafina-Bühne (Schwerpunkt Afrika) heißt dabei ab nun Black Atlantica. Die Latinauta-Bühne widmet ihre Bühnendekoration aus gegebenem Anlass dem Thema „Zaun und Abgrenzung“. Die Veranstalter und der Senat hatten sich wiederholt über Sicherheitsprobleme gestritten, sodass das Festival wochenlang auf der Kippe gestanden hatte. Die Situation war deswegen so kompliziert, weil in der Hauptstadt nahezu zeitgleich mehrere Großveranstaltungen stattfinden. www.karneval-berlin.de


Trio Dhoore
DREIVIERTELTAKT – MEHR ALS WALZER (17.05.2017)
Trio Dhoore

Am Pfingstfreitag, dem 2. Juni, zieht es viele norddeutsche Folkies nicht in die Probstei, wie der bekannte Tanz nahelegt, sondern nach Angeln. Dort, in der internationalen Jugendbildungsstätte Scheersberg bei Flensburg, treffen sich bis Pfingstsonntag, den 4. Juni, wieder zahlreiche Musik- und Tanzbegeisterte. Das Motto „Dreivierteltakt – nicht nur Walzer“ macht klar, dieses Jahr geht es vor allem um Tanz und Tanzmusik. Zwei exzellente junge Bands, das Floating Sofa Quartett aus Skandinavien und das Trio Dhoore aus Belgien (siehe Folker 2/2017), werden im Hauptkonzert am Sonnabend für einen beschwingten Abend sorgen. Die Vielfalt des Dreivierteltakts bildet sich auch in den Werkstätten ab, die sich jeweils auf eine Tanzart von Menuett über Polska und Bourée bis Mazurka und Walzer konzentriert. Zwischen den Ensemblewerkstätten wird im Lauf des Wochenendes gewechselt, man legt sich also nicht auf eine fest. Die letzte Werkstatt bietet ein gemeinsames Angebot für Kinder ab sechs Jahren und ihre Eltern, natürlich im Takt des Wochenendes. Parallel dazu wird für kleinere Kinder ab drei Jahren auf Anfrage eine Kinderbetreuung angeboten. Das Konzert „Musiker für Musiker“ bietet freitags wieder die Möglichkeit, sich mit zwei bis drei Titeln vorzustellen. Nach den Konzerten und auch zwischendurch ist Zeit für Sessions, mehr Tanz, gemeinsames Singen oder gemütliche Unterhaltung mit alten und neuen Freunden. Unterstützt wird das Folktreffen seit vielen Jahren von der LAG Tanz Schleswig-Holstein. Unter www.lagfolk.de ist das Programm mit Preisen und weiteren Infos abrufbar. Zur Teilnahme kann man sich direkt beim Jugendhof unter info@scheersberg.de anmelden. Dort können auch diejenigen, die nur zum öffentlichen Konzert am Sonnabendabend kommen wollen, Karten vorbestellen. www.scheersberg.de
Dieter Rita Scholl
CHANSONTIEF ÜBER BERLIN (15.05.2017)
Dieter Rita Scholl

Der Chansonsänger Boris Steinberg gehörte 1996 zu den Mitbegründern des Chansonfestes Berlin. Das erlebte 2015 seine letzte Ausgabe und starb zusammen mit dem Kleinkunsttheater Corbo, dem letzten „Wohnort“ dieses Festivals. Doch die von Steinberg moderierte Reihe „Salon Chanson“ im Grünen Salon der Berliner Volksbühne lebte weiter. Seit 2010 begrüßte er dort alle zwei bis drei Monate in einer abendfüllenden Show wechselnde Gäste aus der Berliner Liederszene (siehe auch Ortstermin in Folker 2/2015). Jetzt schlägt auch für den „Salon Chanson“ die letzte Stunde. Der designierte neue Intendant der Volksbühne, Chris Dercon, hat andere, noch nicht öffentlich gewordene Pläne mit dem Haus, sodass der Vertrag mit dem Grünen Salon zum Spielzeitende ausläuft. Am 20. Mai um 20 Uhr wird Boris Steinberg mit vertrauten und neuen Gästen wie Corinne Douarre, Caroline Bungeroth und Dieter Rita Scholl zum letzten Mal im „Salon Chanson“ das kleine Lied groß feiern. Mehr über die Situation der Berliner Liederbühnen im nächsten Folker. www.gruener-salon.de, www.boris-steinberg.de


Shlomit Butbul
GEDENKEN AN SINTI- UND ROMAKULTUR (13.05.2017)
Shlomit Butbul

Die Barankapark-Gedenkfeier wird seit 2009 jedes Jahr am 20. Mai vom Verein Voice of Diversity auf der ehemaligen Hellerwiese im 10. Wiener Gemeindebezirk mit dem Ziel organisiert, jener Roma und Sinti zu gedenken, die einst auf der Wiese ihren Lager- und Rastplatz fanden, bis sie 1941 Opfer des Nationalsozialismus wurden. Namensgeberin des Barankaparks war die Urgroßmutter des Wiener Jazzmusikers Harri Stojka, Helene „Baranka“ Huber, eine angesehene Naturheilerin und Stammesoberste, die ebenfalls unter den Opfern war. Mit der Feier sollen auch das Leben und die Kultur der Roma und Sinti sowie der jüdischen und Wiener Kultur gefeiert und vermittelt werden. Auch in diesem Jahr präsentieren namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Harri Stojka selbst, Doron Rabinovici, Shlomit Butbul oder Martin Spengler (siehe auch Beitrag in diesem Heft auf Seite 24) ihre Kunst und Kultur und schaffen im Barankapark einen Ort der kulturellen Begegnung. Der Eintritt ist frei. www.voiceofdiversity.at, www.gamuekl.org
Salzmühlen-Gewinner 2017; Foto: Peter Diersch
SALZMÜHLENPREIS VERGEBEN (11.05.2017)
Salzmühlen-Gewinner 2017; Foto: Peter Diersch

Im ausverkauften Saal der Sulzbacher Aula hat nun zum vierten Mal das Finale des deutsch-französischen Chanson- und Liedermacherpreises Sulzbacher Salzmühle stattgefunden (der Folker kündigte es im letzten Heft an), der einzigen Veranstaltung, bei der französisch oder deutsch singende Künstlerinnen und Künstler gemeinsam um die „Palme“ streiten. Ein Lob dafür kam von Catherine Robinet, Frankreichs Generalkonsulin im Saarland, die gemeinsam mit Bürgermeister Michael Adam die Schirmherrschaft übernommen hatte. Moderiert wurde der Abend von Folker-Mitarbeiter und SR-Redakteur Gerd Heger, der die Beiträge für den Saarländischen Rundfunk aufgezeichnet hat und zu einem späteren Zeitpunkt senden wird. Gewinner der beiden gleichwertigen, mit jeweils 2.000 Euro dotierten Hauptreise sind Pauline Paris (Le Moulin à Sel de Sulzbach) und Sebastian Krämer (Sulzbacher Salzmühle). Die beiden mit jeweils 1.000 Euro dotierten zweiten Preise gingen an Antoine Villoutreix (französische Interpretation) und Annika von Trier (deutsche Interpretation). Den Sonderpreis für ein speziell zum Wettbewerb geschriebenes Lied zum Thema „Salz“ erhielt Annika von Trier (500 Euro). Der Publikumspreis ging an Sebastian Krämer (500 Euro). Alle Informationen unter www.chansonpreis.de.


New York Gypsy All Stars; Foto: Martin Co
VIERZIG JAHRE ERFOLGREICHE KULTURARBEIT (09.05.2017)
New York Gypsy All Stars; Foto: Martin Co

Das Kulturzentrum Pavillon in Hannover feiert in diesem Jahr sein vierzigjähriges Bestehen. Das Kultur- und Kommunikationszentrum, das vom gemeinnützigen Trägerverein Bürgerinitiative Raschplatz betrieben wird, ist ein offenes Haus der unterschiedlichen Kulturen und organisiert unter anderem Konzerte, Theater-, Kabarett- und Comedy-Veranstaltungen, Lesungen, politische Debatten, Ausstellungen, Seminare und Vorträge. In den letzten Jahren wurde der Pavillon besonders durch das renommierte jährliche Masala-Weltbeat-Festival bekannt, das in diesem Jahr vom 12. bis 21. Mai zum 23. Mal stattfindet mit Künstlern wie Salif Keita, den New York Gypsy All Stars, Adesa und Oana Cătălina Chiţu. Bereits im März gab es eine große Feier zum Jubiläum anlässlich des traditionellen Frühlingsempfangs, der ganz im Zeichen der Rückschau auf vierzig Jahre erfolgreiche Kulturarbeit stand und einen Ausblick in die Zukunft des Kulturzentrums wagte. Gut sechshundert Gäste aus Politik, Kultur und Stadtgesellschaft waren zugegen. Der Folker gratuliert ebenfalls! www.pavillon-hannover.de, www.masala-festival.de
The Furrow Collective
SCHOTTLAND GEWINNT KLAR GEGEN ENGLAND (07.05.2017)
The Furrow Collective

Nein, wir reden hier (leider) nicht von Fußball oder Rugby. Da kriegt Schottland nämlich gegen seinen südlichen Nachbarn keinen Fuß auf die Erde. Es geht um die achtzehnten BBC Radio 2 Folk Awards 2017. Konnten die Engländer gerade noch mit dem Aus- und Übertragungsort punkten (live aus der Royal Albert Hall in London), gehörte die Bühne größtenteils den Schotten. Das begann mit Kris Drever, der nicht nur „Sänger des Jahres“ wurde, sondern auch für den besten Song ausgezeichnet wurde. Die Harfenistin Rachel Newton wurde „Musikerin des Jahres“ und holte den nächsten Preis als Mitglied der „Gruppe des Jahres“, The Furrow Collective. Den Preis für das beste Duo erhielten schließlich Ross Ainslie & Ali Hutton. Rudolstadt weiß schon, warum sich der Länderschwerpunkt dieses Jahr auf Schottland konzentriert! Nebenbei bemerkt: Ry Cooder und Al Stewart bekamen den Preis für ihr Lebenswerk und Woody Guthrie dürfte sich ebenfalls gefreut haben – er ist jetzt in der Hall of Fame. www.bbc.co.uk


Gerd Köster & Frank Hocker
LIEDERMACHERSOMMER BONN (05.05.2017)
Gerd Köster & Frank Hocker

Die Frage, ob Liedermacher noch zeitgemäß sind, stellt sich für die Pantheon-Macher seit über einer Dekade nicht. Die relevante Frage ist vielmehr: Wie kriegt man ein Programm zusammengestellt, das möglichst die komplette Bandbreite dessen abbildet, was gute Lieder ausmacht? Mit anderen Worten, das Poesie, Satire, Politik, Lachen, Liebe, Mundart und schlicht und ergreifend gute Musik enthält. Das ist in diesem Jahr wieder bestens gelungen, allerdings nicht wie bisher im Bonn-Center unweit des alten Bundeskanzleramts, sondern an neuer Spielstätte auf der anderen (manche sagen richtigen) Rheinseite im Stadtteil Beuel. An sieben Abenden erfreuen dreizehn Liedermacher und -innen die Freunde der anspruchsvollen Songs, und zwar zwischen dem 11. Mai und dem 8. Juli 2017. Mit dabei unter anderem Köster & Hocker, Lars Reichow, Dota, Simon & Jan, Stoppok und Götz Widmann. Infos und Karten über www.pantheon.de.
The Outside Track
FÀILTE IN KONSTANZ (03.05.2017)
The Outside Track

Das ist ja schon fast peinlich: Zum vierzehnten Mal findet unter dem Titel „Fàilte“ (gälisch für „willkommen“) in Konstanz ein irisch-schottisches Musikwochenende statt, und die Folker-Redaktion wusste bisher nichts davon. Zumindest bis heute. Aber besser spät als nie! Vom 5. bis 7. Mai 2017 findet die Veranstaltung im Kunst- und Kulturzentrum K9 und in der Volkshochschule Konstanz statt. Freitags geht es um 20 Uhr mit einem Konzert der multinationalen und mit Preisen mehrfach ausgezeichneten Folkband The Outside Track los (siehe auch Beitrag in Folker 5/2015). Gemeinsam mit der schottischen Sängerin Christina Stewart werden die Bandmitglieder am Samstag und Sonntag Gesangs- und Instrumentalworkshops auf Fiddle, Pianoakkordeon, Irish Flute, Tin Whistle, keltischer Harfe und Gitarre anbieten. Am Samstag lädt zudem der Irish Pub Shamrock um 20.30 Uhr zur Session mit den Musikern ein. An den Workshops können Kinder ab zehn Jahren, Jugendliche und Erwachsene teilnehmen, sollten aber Grundlagenkenntnisse haben und keine kompletten Anfänger sein. Instrumente und ein Aufnahmegerät sind selbst mitzubringen. Infos zur Anmeldung und zu den Kosten gibt es per Mail an konstanz@vhs-landkreis-konstanz.de oder auf www.vhs-landkreis-konstanz.de.


Duo Haertel Wascher; Foto: Miriam Günkel
MUSIKALISCHER SCHMELZTIEGEL DER KULTUREN (02.05.2017)
Duo Haertel Wascher; Foto: Miriam Günkel

Der neunte Musikmarkt dreht sich dieses Jahr ganz um Wien als Schmelztiegel der Kulturen, mit Bands wie Vila Madalena, Global Groove, Wienerglühn, den Aasgeigern, Nowhere Train, den Tanzhausgeigern, Circus Domino und den Duos Haertel Wascher, Marion & Erich Zib und Perfler & Schöndorfer. Ausgewählte Wiener Marktplätze werden erneut zum Schauplatz des Ausdrucks kultureller Erfahrungen und der unendlichen musikalischen Vielfalt unterschiedlichster Kulturen, die in der österreichischen Hauptstadt aufeinandertreffen, miteinander verschmelzen und Neues entstehen lassen. Im Vordergrund steht das ausschließlich akustische Musikerlebnis direkt am Marktplatz ohne jegliche Technik und die gemeinsame Begegnung und unmittelbare Interaktion aller Teilnehmenden im öffentlichen Raum. Die Zuschauer erwartet ein spannendes Soundgemisch aus wilder Geigenmusik, den unverwechselbaren Rhythmen Südamerikas, traditionellem Walzer, Hip-Hop, Wienerlied und vielem mehr. Da heißt es: schwingen, tanzen, singen, stampfen, jauchzen, jubeln. Start ist am 5. Mai. www.basiskultur.at
Steffen Mensching; Foto: Friederike Lüdde
ENKEL UND ANDERES FOLK (30.04.2017)
Steffen Mensching; Foto: Friederike Lüdde

Beim Berliner Festival Musik und Politik im Februar widmete sich der erste Tag der Liedszene in den Siebzigerjahren der DDR. Unter dem Titel „Enkel und anderes Folk – Umbrüche in den 70ern“ präsentierten die Veranstalter eine neue Ausstellung, dazu eine Gesprächsrunde mit Prominenten wie Reinhold Andert, Bernd Rump oder Steffen Mensching, ein Liederkino und ein Abendkonzert, alle mit außerordentlich hoher Publikumsresonanz. Die Liedszene der Siebziger war in der DDR zunächst geprägt von den obligatorischen Singeklubs der FDJ und den zehnten Weltfestspielen der Jugend und Studenten. Später wandelte sich das, es entstand die Folkszene, Liedermacher und Liedtheater wie Schicht, Karls Enkel oder Brigade Feuerstein traten auf den Plan. Die Ausstellung und die Gesprächsrunde stellten dies sehr anschaulich dar. Dabei wurde auch ausführlich auf den Fall Biermann und auf Probleme der Musiker mit der FDJ und der Staatsmacht eingegangen. www.musikundpolitik.de


Plakat Rudolstadt-Festival 2017
SCHOTTLAND IM FOKUS (28.04.2017)
Plakat Rudolstadt-Festival 2017

(For English version see below)
Der Folker hat den diesjährigen Schwerpunkt des Rudolstadt-Festivals zum Anlass genommen, ein eigenes Special zu dem musikalischen Land im Norden der Britischen Inseln zu bringen – mehr dazu gibt’s hier auf der Website sowie vor allem in der Printversion von Heft 3/2017. In Rudolstadt wird vom 6. bis 9. Juli entsprechend ein besonderes Aufgebot aus rund einem Dutzend Acts „zwischen Dudelsack und Clubbeats“ die musikalische Vielfalt des Landes präsentieren. Neben Folkpopstar Amy Macdonald, die das Festival eröffnet, stehen so unterschiedliche Künstler wie Meisterpiper Fred Morrison, das Folkquintett Breabach (siehe Titelstory in Folker 3/2017), die Electronic-Celtic-Fusion-Gruppe Niteworks oder die Performancekünstlerin Mairi Campbell (siehe „5 Minuten mit …“ in Folker 3/2017) auf dem Programm. Das Festival bietet außerdem mehrere Specials, die es in dieser Form noch nie gegeben hat, darunter eine Hommage an den schottischen Nationaldichter Robert Burns, bei der Künstler verschiedener Länder ausgewählte Werke des Poeten und Songwriters in ihrer jeweiligen Sprache vorstellen. Kurator des Schwerpunkts ist Folker-Herausgeber Mike Kamp, der weiß: „In Schottland herrschen in Sachen Folkmusik nahezu paradiesische Zustände. Die tiefen Wurzeln der traditionellen Musik werden nachhaltig gefördert, und darauf aufbauend gibt es eine unglaublich kreative und offene Szene.“ Insgesamt präsentieren in diesem Jahr 130 Bands und über 1.000 Künstler bei rund 300 Konzerten, Workshops, Tanzveranstaltungen und Gesprächen wieder Musik quer durch alle Genres und Kontinente bei Deutschlands größtem Festival für Roots, Folk, Weltmusik, unter anderem Ani DiFranco, Asaf Avidan, Bears of Legend, Dreiviertelblut, Sven Helbig mit den Thüringer Symphonikern und Toots and the Maytals. Alle Informationen auf rudolstadt-festival.de

SPOTLIGHT ON SCOTLAND
Folker magazine took the opportunity of this year’s focus at the Rudolstadt-Festival to do a special on Scotland as well – more on this is to be found here on this website but especially in the print edition of issue 3/2017. From 6 to 9 July about a dozen acts will represent Scotland’s incredibly vibrant music scene “from bagpipes to club beats”. Singer/songwriter and folk pop star Amy Macdonald will kick off the festival and will be followed by such diverse Scottish artists as master piper Fred Morrison, folk quintet Breabach (see Folker 3/2017), electronic Celtic fusion group Niteworks or the musical performance artist Mairi Campbell (see also Folker 3/2017). The festival will also be hosting a number of special events, most notably a tribute to Scottish national poet Robert Burns in which artists from various countries will be performing selected works by the poet and songwriter in their native languages. “Scotland has an ideal environment for folk music: very deep roots, continuous support for traditional music, and building on this an incredibly creative, receptive scene”, says Mike Kamp, curator of the country of focus and editor of Folker magazine. All in all, 130 bands and more than 1.000 artists at approximately 300 concerts, workshops, dancing events and talks will present music from all genres and continents at Germany’s biggest festival of roots, folk and world music. For example: Ani DiFranco, Asaf Avidan, Bears of Legend, Dreiviertelblut, Sven Helbig & the Thuringian Symphony Orchestra, Toots and the Maytals and many more. All information to be found at rudolstadt-festival.de.
Wolfgang Rieck; Foto: J.-H. Janßen, Wikipedia
LIEDERPREISE (27.04.2017)
Wolfgang Rieck; Foto: J.-H. Janßen, Wikipedia

Er war die eine Hälfte des plattdeutschen Duos Piatkowski & Rieck, damals in der DDR, dann wurde er „dritter Mann“ der legendären westdeutschen Folkband Liederjan, ehe er als Solist mit Programmen für Erwachsene und Kinder sowie mit musikalischen Lesungen reüssierte. Sein Lied „Vergessene Helden“ konnte im Zeitraum von August 2016 bis Februar 2017 sieben Mal einen Rang in den Top Ten der Liederbestenliste belegen, darunter fünfmal Platz eins. Der Preis wird dem Rostocker Liedermacher am 23. September 2017 im Rahmen des Liederfestes im Mainzer Unterhaus verliehen. Eine verdiente Ehrung, die längst überfällig war. Den Förderpreis erhält in diesem Jahr der junge Berliner Liedermacher Tobias Thiele. Beiden wird sich der Folker in den Ausgaben 5 und 6/2017 noch eingehender widmen. www.liederbestenliste.de


Margarete Schneider und Kenny Legendre, die Macher der Majik Lounge * Foto: Margarete Schneider
WIEDER MAJIK LOUNGE (25.04.2017)
Margarete Schneider und Kenny Legendre, die Macher der Majik Lounge * Foto: Margarete Schneider

Eine weitere Konzertreihe ist zurück. Nach mehren Umzügen und dem schließlichen Ende in Bad Kreuznach der von Kenny Legendre und Margarete Schneider durchgeführten Majik Lounge (der Folker berichtete), hat die Veranstaltung nun im pfälzischen Dielkirchen ein neues Domizil gefunden. Bereits Ende Oktober 2016 ging es wieder los mit einem Konzert der Italo Boys im lokalen Bürgerhaus. Seitdem waren bei dem einmal im Monat stattfindenden Angebot bereits illustre Kollegen wie Martin C. Herberg, Paddy Schmidt oder Papa Legba’s Blues zu Gast. Seit Dezember gibt es auch wieder jeweils am letzten Dienstag im Monat die beliebte offene Bühne „Talent Lounge“. Mehr unter facebook.com/majiklounge.
Hundred Seventy Split
BLUES IM HOF ZURÜCK (23.04.2017)
Hundred Seventy Split

In Ausgabe 3/2013 hatte der Folker zum zehnjährigen Jubiläum des Bluesfestivals im rheinhessischen Frei-Laubersheim noch das große Finale der Veranstaltung angekündigt. Nach diesem Sommer vor vier Jahren war Schluss mit Blues im Hof, Initiator Karlheinz Fröhlich war das Ganze zu aufwendig geworden, und ein Nachfolger, der das Konzept übernommen hätte, fand sich leider nicht. Nun aber gibt es anlässlich der 1250-Jahr-Feier der Tausend-Seelen-Gemeinde eine Wiederauflage mit fünf Konzerten an den Samstagen im Juli. Zu Gast sein werden mit Abi Wallenstein & Blues Culture am 1. Juli, B. B. & The Blues Shacks am 22. Juli und der Blues Company am 29. Juli alte Bekannte, die alle bereits mehrfach bei der alten Ausgabe der Reihe spielten. Zum ersten Mal dabei sind dagegen Sydney Ellis & her Midnight Preachers am 8. Juli sowie Hundred Seventy Split um die beiden ehemaligen Ten-Years-After-Mitglieder Leo Lyons und Joe Gooch am 15. Juli. Und wie es aussieht, soll die diesjährige Ausgabe keine einmalige Geschichte bleiben, auf der Website ist von einer zweiten Auflage der Konzertreihe die Rede. Dafür spricht auch, dass der bisherige Licht- und Tontechniker der Veranstaltung, Wolfgang Heil, mit als Veranstalter eingestiegen ist. Wir sind gespannt. Weitere Infos auf www.bluesimhof.de.


Daniel Bühler
AFRO-PFINGSTEN LEBT (20.04.2017)
Daniel Bühler

Afro-Pfingsten kehrt nach Winterthur zurück. Der einstige Initiator der Festivals, Daniel Bühler hat sich die Namensrechte an dem traditionsreichen Ereignis gesichert. Die Veranstaltung wird in diesem Jahr vom 29. Mai bis 5. Juni von einewelt.ch durchgeführt. Seit Beginn der Neunzigerjahre hatte Afro-Pfingsten Scharen von Besucherinnen und Besuchern in die Winterthurer Altstadt gelockt, die mit bunten Märkten und Angeboten aus aller Welt aufwartete. Zusammen mit den legendären Konzerten in der Halle 53 und diversen Rahmenveranstaltungen hatte sich das Festival zu einem festen Bestandteil im Kulturkalender der Stadt im Kanton Zürich entwickelt. Vor einem Jahr musste dann der damalige Veranstalter vor einem Schuldenberg kapitulieren und die Ausgabe 2016 streichen, die Firma wurde liquidiert. Der einstige Mitgründer und frühere Leiter des Festivals sprang bereits im selben Jahr in die Bresche und stellte mit Eine Welt in kürzester Zeit eine Ersatzveranstaltung auf die Beine. Trotz der dann verregneten Pfingsttage war das Ganze ein Erfolg, und es stand fest, dass Eine Welt auch 2017 durchgeführt werden sollte. Aus der Konkursmasse hat Daniel Bühler nun die Winculture GmbH mit den Namensrechten an Afro-Pfingsten zurückgekauft. „Die Afro-Pfingsten sind vom Namen her an Pfingsten gebunden und gehören einfach nach Winterthur“, erklärte Bühler. Eine Welt sei dagegen weder an Zeit noch an Ort gebunden. Deshalb wird auch über Veranstaltungen in weiteren Schweizer Städten nachgedacht. Eine Vortragsreihe zu globalen, ethischen und nachhaltigen Themen ist bereits in Vorbereitung. Einewelt.ch will Globalisierung nachhaltig positiv und lustvoll umsetzen. Der Verein fördert und entwickelt Begegnung und Austausch zwischen Gruppen, Völkern und Kulturen, um gegenseitiges Verständnis, Respekt, faire Handelsbeziehungen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu befördern. Als Richtschnur dienen dabei die Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen und die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030. Weitere Infos unter einewelt.ch.
Gert Kilian
SOMMERKURS BALAFON (18.04.2017)
Gert Kilian

Gert Kilian lädt dieses Jahr wieder zu zwei Balafonkursen nach Südwestfrankreich ein. Abseits von hektischem Tourismus, nahe dem malerischen Dorf Montesquieu, zwischen Atlantik und Mittelmeer liegt das Haus Mesuret de Pesquès. Mit Blick auf die Pyrenäen bietet dieser Ort in abgeschiedener Stille ideale Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten und ungezwungenes Musizieren. Die beiden Programme richten sich an Anfänger mit Grundkenntnissen sowie an Fortgeschrittene. Die Workshops finden vom 29. Juli bis zum 2. August 2017 statt, also fünf Tage lang mit je sechs Stunden Kursprogramm. Dazwischen und danach gibt es Zeit zum Üben, Jammen, Musikhören, Essen … Wer noch kein eigenes Instrument besitzt, kann für 5 Euro am Tag ein Balafon mieten. Weitere Infos unter www.gert-kilian.com.