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Kopf des Magazins Carry On Streamin
NOCH EIN ONLINEMAGAZIN (20.10.2020)
Kopf des Magazins Carry On Streamin

Die Freunde schottischer Musik können sich seit Kurzem im Internet auf dem Laufenden halten. Carry On Streamin lautet seit Juni 2020 der Titel eines etwa zweiwöchentlich erscheinenden PDF-Magazins des Edinburgh Folk Clubs (EFC). Ohne allzu viel verraten zu wollen, wurzelt das Format im altehrwürdigen Sandy Bell’s Broadsheet, und hat etwas mit einem legendären Folker-Mitarbeiter, dem viel zu früh verstorbenen Paddy Bort zu tun. Begleitend gibt es zudem einen gleichnamigen Videoblog im Youtube-Channel des EFC. Neugierig geworden? Natürlich stehen alle bisherigen Ausgaben online, und man kann sich via www.efc1973.com in die Mailingliste eintragen lassen. Es lohnt sich!
www.efc1973.com
Hans-Jürgen Lenhart; Foto: Privat
NEUES VON DEN FOLKER-MENSCHEN (16.10.2020)
Hans-Jürgen Lenhart; Foto: Privat

Folker-Autor Hans-Jürgen Lenhart ist schon seit Urzeiten Fan lateinamerikanischer Musik und nun damit unter die Podcastler gegangen. Seinen „Latin Music Club“ moderiert er ab jetzt (als DJ Hans) unter: www.mixcloud.com/lost-in-latin-music/latin-music-club-2. Voraussichtlich alle zwei Monate wird es eine neue Ausgabe geben. Hierbei wird er über die aktuellen Neuerscheinungen lateinamerikanischer Musik in Deutschland berichtet sowie an unvergessliche Klassikeralben wie auch Songs erinnert. Und es gibt ab und zu ein paar Anekdoten aus seinen dreißig Jahren Musikjournalismus. Eine gute Möglichkeit für musikalische Entdeckungen in allen Facetten und geografischen Wurzeln der lateinamerikanischen Musik. Die englischsprachige Fassung dazu gibt es unter
www.mixcloud.com/greedio


Lümmel-Mobil
SO EIN LÜMMEL (13.10.2020)
Lümmel-Mobil

Mit den Worten des Liedermachers Bodo Wartke: „Mein lieber Kollege Heinz Ratz, der alte Tausendsassa, hat mal wieder eine gute Idee, diesmal für einen proaktiven Umgang mit der derzeitigen Krise …“ In der Tat präsentiert der Kopf der Combo Strom & Wasser ein neues, unterstützenswertes Projekt: Um trotz des anhaltenden Kulturstillstands, der einem Berufsverbot gleichkommt, eine Stimme zu haben und auch anderen zum Stillstand gezwungenen Künstlerinnen und Künstlern Auftritte zu ermöglichen, schuf Ratz den „LÜMMEL“, das „Liedermacher-Überlebens-Mobil“. Dabei handelt es sich um einen alten, zu einer mobilen Bühne umgebauten Mercedes-Pritschen-LKW, mit dem er samt Band seit dem 24. September unermüdlich durch die Republik tourt und eine kleine bewegliche Klangoase in einer Wüste kulturellen Verstummens geschaffen hat. „Vorwiegend möchte ich aber auf die Situation der Kulturschaffenden und Veranstalter aufmerksam machen“, sagt Ratz, „gemeinsam mit lokalen Künstlern wollen wir an fünf bis sechs Veranstaltungsorten jeweils vierzig Minuten spielen und dann zum nächsten weiterziehen. Es ist wie eine kleine kulturelle Solidaritätsaktion, bei der die Veranstalter eigentlich nur Stühle stellen müssen und Corona-Auflagen beherzigen. Die Veranstalter bewerben die kleine Konzertreise mit und sorgen für einen reibungslosen Ablauf und Einhaltung der Hygiene-Auflagen. Durch unsere autarke Bühne entstehen keine weiteren Kosten. Medienaufmerksamkeit für so ein Projekt und so einen Abend ist sehr wahrscheinlich.“ Tolle Aktion! Wer sie mit unterstützen will, kann dies hier tun: www.startnext.com/kultur-luemmel.
www.heinz-ratz.de
Cover Poll-Well 40
POLT & WELL-BRÜDER IN DEN CHARTS (11.10.2020)
Cover Poll-Well 40

Na, das sind mal Neuigkeiten: Kaum hat der Folker in seiner jüngsten Ausgabe und online auf das Jubiläumsalbum der Well-Brüder und Gerhard Polts hingewiesen – schwups, schon steigen sie auf Platz 10 in die Charts ein und freuen sich wie Bolle über die erste derartige Platzierung in ihrer vierzigjährigen Zusammenarbeit. Das kleine JKP-Label der Well-und-Polt-Freunde Tote Hosen freut sich mit. Möglicherweise lag dann der Chartseinstieg doch nicht an so etwas Profanem wie einer Folker-Meldung, sondern vielleicht an der Tatsache, dass die Hosen einen Gastauftritt auf dem Album haben? Man weiß es nicht. Aber über Wunder sollte man nicht spekulieren, sondern sie einfach genießen. Der Folker gratuliert und hofft auf noch höhere Platzierungen.
www.well-brueder.de


Logo Artes Konzertbuero
ERGÄNZUNG ZUM EDITORIAL DER AUSGABE 5+6/2020 (09.10.2020)
Logo Artes Konzertbuero

Da schrieb der Herausgeber (nur im gedruckten Heft) ziemlich wutentbrannt in Sachen Onlinefestival Sang und Klang, dass dem unterstützend tätigen Artes Konzertbüro wegen der Verwaltung der Spenden die Überbrückungshilfen verweigert werden sollten, weil dadurch der „Umsatz“ höher sei als im Vorjahr. Nun, manchmal wenden sich Dinge zum hoffentlich Guten. Gudrun Walther, Ko-Partnerin der Agentur, fand auf der Seite des baden-württembergischen Landesministeriums einen Absatz, der besagte, dass Spenden nicht als Umsatz angerechnet werden müssen. Also konnte sie zwei Tage vor Abgabefrist dann doch noch einen Antrag auf die dringend benötigte Überbrückungshilfe stellen. Ob erfolgreich, steht natürlich in den Sternen der Behörde, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

Gerd Schinkel; Foto: Ingo Nordhofen
GERD SCHINKEL SIEBZIG (07.10.2020)
Gerd Schinkel; Foto: Ingo Nordhofen

Es gibt Künstler, die werden für jeden halbwegs runden Geburtstag gefeiert (und das noch nicht einmal zu Unrecht), und dann gibt es Künstler, die machen einfach ihr Ding, ob Feierstunde oder nicht. Gerd Schinkel ist ein Paradebeispiel dieser Kategorie. Oder wussten Sie, dass er Ende Juli tatsächlich schon siebzig Jahre alt wurde? Na ja, die grauen Haare lassen es vermuten, aber wie wäre es mit der Tatsache, dass er seit fünfzig Jahren auf der Bühne steht (und das jahrzehntelang im Nebenberuf)? Oder bislang 62 unterschiedliche, selbst gebrannte CDs mit meist selbst geschriebenen Liedern unters Volk gebracht hat? Oder … Oder wäre es nicht eigentlich einfach an der Zeit, einem engagierten Künstler wie Gerd Schinkel einen Artikel im Folker zu widmen?
www.gerdschinkel.jimdofree.com


Well-Brüder aus'm Biermoos & Gerhard Polt (2. v. l.); Foto: Hans-Peter Hösl
VIERZIG JAHRE POLT-WELLNESS (05.10.2020)
Well-Brüder aus'm Biermoos & Gerhard Polt (2. v. l.); Foto: Hans-Peter Hösl

1979 trafen Gerhard Polt und die Biermösl Blosn erstmals aufeinander, und seit 1980 treten der große Humorist und das subversive Well-Brüder-Trio Seite an Seite auf. 2012 gab es einen personellen Wechsel bei den Wells. Statt Hansi war fortan Karli neben Michael und Stofferl an Bord, die Biermösl Blosn wurde zu den Well-Brüdern. Weiter ging es bis heute in gleicher Manier: Gerhard Polt erzählt Ungeheuerliches auf satirisch höchstem Niveau, die Brüder besingen Politisches und Heimatliches und musizieren auf Teufel komm raus. Jetzt ist es an der Zeit, die gemeinsamen vierzig Jahre mit einem Jubiläumsalbum gebührend zu feiern. Zu hören sind aktuelle Nummern, Lieder und Stücke sowie echte Klassiker. Einen kleinen Gastauftritt haben dabei auch die Toten Hosen. Mit den Düsseldorfern sind die bayerischen Anarchos seit Mitte der Achtziger eng verbandelt. Schon 1990 arbeitete man für das Hosen-Album Auf dem Kreuzzug ins Glück zusammen, ging immer wieder mit speziellen Programmen gemeinsam auf Tour. So schließt sich mit der Veröffentlichung des Jubiläumsalbums Gerhard Polt und die Well-Brüder 40 Jahre auf JKP, dem bandeigenen Label der Toten Hosen, der freundschaftlich-familiäre Kreis. Und auch eine „Gerhard-Polt-&-die-Well-Brüder-Tour 2020“ soll es geben, mit 21 Konzerten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ticketlinks finden sich unter anderem unter
www.well-brueder.de
André Heller; Foto: Albina Bauer
PREIS FÜRS LEBENSWERK (03.10.2020)
André Heller; Foto: Albina Bauer

Da hatten wir doch einen guten Riecher, als wir André Heller in Ausgabe 2/2020 eine Titelstory widmeten (komplett nachzulesen hier). Nun wurde dem Multimediakünstler und Liedermacher bei den diesjährigen Amadeus Austrian Music Awards, dem größten österreichischen Musikpreis, die Auszeichnung für sein Lebenswerk verliehen - überreicht vom Bundespräsidenten der Alpenrepublik Alexander Van der Bellen. Weitere Folker-relevante Gewinner waren Voodoo Jürgens (Songwriter des Jahres), Russkaja (Hard&Heavy) und 5/8erl in Ehr'n (Jazz/World/Blues).
www.amadeusawards.at


Kulturbörse Freiburg; Foto: Promo
FREIBURGER KULTURBÖRSE WEITER AUF KURS (01.10.2020)
Kulturbörse Freiburg; Foto: Promo

Allen Corona-Unwägbarkeiten zum Trotz rief die Internationale Kulturbörse Freiburg bereits Anfang Mai dazu auf, Stände für die vom 17. bis 20.1.2021 geplante 33. Ausgabe der Messe zu buchen. Anfang August verkündeten die Verantwortlichen dann, dass sie aufgrund der (am 29.8. aktualisierten) Coronaverordnung des baden-württembergischen Sozial- und Wirtschaftsministeriums vom 14. Juli 2020 zur Durchführung von Messen guter Dinge ist, dass das Ganze tatsächlich stattfinden kann. Voraussetzung ist die Vorlage eines Hygienkonzepts für das Messegelände, das sich nach den Vorgaben des Landes richtet. Weil sich Landesverordnungen erfahrungsgemäß aber schnell ändern können, kündigen die Veranstalter ihr Konzept für November an. Auf jeden Fall geht man jetzt schon davon aus, dass die Kulturbörse diesmal kleiner ausfallen wird – aufgrund der Abstandsregelungen stehen weniger Theatersäle zur Verfügung, was weniger Kurzauftritte bedeutet, und es werden auch weniger Nationen als in den Vorjahren vertreten sein. Trotz allem misst man der Veranstaltung gerade aufgrund der Situation eine noch größere Bedeutung als Vernetzungsplattform als in der Vergangenheit schon zu. Die Jurysitzungen für die Kurzauftritte in den Bereichen Musik und Darstellende Kunst fanden auf jeden Fall bereits Ende Juli statt, die für den Bereich Straßentheater erfolgt Ende September.
www.kulturboerse-freiburg.de
Monika Lakatos and the Gipsy Voices; Foto: Andras Farkas
WOMEX AWARDS 2020 (28.09.2020)
Monika Lakatos and the Gipsy Voices; Foto: Andras Farkas

Die WOMEX hat die diesjährigen Preisträger ihrer jährlich verliehenen Awards bekannt gegeben. Der Artist Award geht an die ungarische Romakünstlerin Monika Lakatos and the Gipsy Voices, die in ihrem Heimatland eine Minderheit repräsentiert, deren Sprache und Lebensweise nur noch von etwa 30.000 Menschen praktiziert wird. Sie wird ausgezeichnet für ihr Engagement für das Volk der Olah und dessen Musik sowie die Tatsache, dass sie weibliche Romastimmen auf der Weltbühne erklingen lässt. Der Professional Excellence Award geht an die französische Agentur für Künstlerinnen und Künstler im Exil, L'atelier des artistes en exil, die den Betroffenen die Möglichkeiten und den Raum verschafft, sich in ihren eigenen Worten und mit ihren eigenen Mitteln künstlerisch zu betätigen und auszudrücken. Weitere Informationen zu den WOMEX-Awards finden sich unter
https://buff.ly/2KnFxUl
www.womex.com


Balkonsingen, hier in Italien; Foto: Fotograf unbekannt
"BALKONSINGEN" IN LEIPZIG (25.09.2020)
Balkonsingen, hier in Italien; Foto: Fotograf unbekannt

"Möge die Straße uns zusammenführen" heißt ein geistliches Lied, inspiriert von einem irischen Segenswunsch. In Erfüllung ging er während der Coronakrise täglich in der Leipziger Stollestraße. Nach dem italienischen Vorbild des Balkonsingens, aber zu ebener Erde, ließen von April bis Juli jeden Abend Anwohner dieser Straße im Stadtteil Gohlis Volkslieder und Kanons erklingen. Kinder und Jugendliche musizierten auf Geige, Bratsche, Cello, Blockflöte und Klarinette, Eltern und Großeltern sangen „Der Mond ist aufgegangen“, „Die Gedanken sind frei“ oder viersprachig „Bruder Jakob“. Mit dabei war Ex-Folkländer Wolfgang Leyn. Das Repertoire umfasste mehr als dreißig Lieder. Anfangs verwarnte das Ordnungsamt die Initiatoren wegen „unerlaubter Versammlung“, man sang dann an anderer Stelle weiter. Nach der Sommerpause soll es eine Fortsetzung geben.

Sandy Bell's
RETTET SANDY BELL'S (23.09.2020)
Sandy Bell's

Es ist allgemein bekannt, dass Corona auch die Kneipen hart getroffen hat und immer noch trifft. So auch einen der berühmtesten Musikpubs der Welt, das Sandy Bell's in Edinburgh, Schottland, ohne die einer der Vorläufer des Folker, der Folk-Michel, wahrscheinlich nie gegründet worden wäre. Sandy Bell’s musste im Frühjahr wegen Corona schließen, und obwohl man auf eine Wiedereröffnung ab 1. Oktober hofft, fehlt der kleinen Kneipe noch jede Menge Geld. Unterstützer haben eine Kampagne gestartet, die aber noch bei Weitem nicht so erfolgreich ist wie notwendig. Vielleicht hat der eine oder andere Folker-Leser bereits ein Guinness dort getrunken und die Musik genossen. Wie wäre es dann mit ein wenig Einsatz, damit man das Erlebnis bald wiederholen kann?
www.gofundme.com/f/y32az-save-sandy-bells


Kai Strauss; Foto: Karoacpyk
VIERZIGSTES LAHNSTEINER BLUESFESTIVAL FINDET STATT (20.09.2020)
Kai Strauss; Foto: Karoacpyk

Die gewohnte Meldung zuerst: Am Samstag, dem 26. September 2020, findet in der Stadthalle Lahnstein das vierzigste Bluesfestival statt. Neu in diesem Coronajahr: Schon um 16.00 Uhr wird die Mike Andersen Big Soul & Blues Revue das Event eröffnen. Der Däne hat seine Fünf-Mann-Band für das Jubiläum um den Percussionisten Mads Michelsen, den Tenorsaxofonisten Niels Mathiasen und die Sängerin Sahra Da Silva verstärkt. Andersens Musik zeichnet sich durch ihre Nähe zu Ray Charles und B. B. King aus. Um 18.00 Uhr folgt die Kai Strauss Band, verstärkt durch die Lahnstein Birthday All Stars, die es wahrhaft in sich haben. Es gehören nämlich so gestandene Musikerinnen und Musiker dazu wie Inga Rumpf, Giorgina Kazungu-Hass, Tosho Todorovic, Tommy Schneller, Dieter Kuhlmann und Gary Winters. Moderieren wird wieder Bluespianist- und -kabarettist Arnim Töpel; den renommierten Blues-Louis erhält Manfred Miller, einer der versiertesten Blueskenner Deutschlands.
www.lahnsteiner-bluesfestival.de
Dánacht; Foto: Doris Joosten
DIETER-WASILKE FOLK-FÖRDERPREIS 2020 (17.09.2020)
Dánacht; Foto: Doris Joosten

Es ist vollbracht. Vergangenen Samstag konnten die Ausrichter vom Verein Venner Folk Frühling (VFF) erstmalig den Dieter-Wasilke-Folk-Förderpreis vergeben, nachdem das diesjährige Festival coronabedingt ausgefallen war und das Finale in den September hatte verschoben werden müssen. Bei bestem Wetter setzten sich vor achtzig Zuhörerinnen und Zuhörern in einem spannenden Finale am Ende Dánacht gegen die Mitbewerber La Kejoca (2. Platz) und Banjax Blend durch. Alle Bands boten Folkmusik europäischer und/oder nordamerikanischer Couleur auf hohem Niveau, und machten es den Jurorinnen und Juroren nicht leicht. Als solche fungierten der Musiker, Komponist und Arrangeur Jens Kommnick, die Sängerin und Pianistin der Gruppe Larún Kathrin Kuhlmann, die VFF-Vorstandsmitglieder Michaela Blum und Jakob Hellmann sowie der Folker-Redakteur und Musiker Ulrich Joosten. Danácht konnten letztlich mit ihren abwechslungsreichen, innovativen und schwungvollen Arrangements sowie spielerisch gestalteten Eigenkompositionen überzeugen. Gratulation!
Gleichzeitig ist die neue Bewerbungsrunde für die Ausgabe 2021 des Preises eröffnet. Bis Ende November können sich wieder Nachwuchsbands und Newcomer über die Website www.folkfruehling.de bewerben. Teilnahmeberechtigt sind wie letztes Jahr alle Musikerinnen und Musiker mit Wohnsitz in Deutschland, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben (Solisten) oder deren Durchschnittsalter 35 Jahre nicht überschreitet (Gruppen). Von der Teilnahme ausgeschlossen ist, wer bereits im Rahmen eines Konzertes des Vereins aufgetreten ist. Die Bewerbungen werden von einer zehnköpfigen Jury im Onlineverfahren beurteilt. Die drei Sieger des Vorentscheids erhalten eine Einladung zum Finalkonzert auf dem Venner Folk Frühling 2021, das wiederum von einer fünfköpfigen Jury vor Ort bewertet wird. Alle Finalisten erhalten ein Preisgeld, der Sieger zudem einen bezahlten Auftritt im Rahmen des nächstjährigen Festivals sowie einen Artikel in der Zeitschrift Folker. Alle weiteren Details finden sich auf der Website.
www.folkfruehling.de


Banner Showcase Scotland Expo
MUSIKALISCHE GRÜSSE AUS CALEDONIA (13.09.2020)
Banner Showcase Scotland Expo

Eine tolle Idee der Organisation Showcase Scotland Expo. Sie schickte musikalische „Postcards from Scotland“ und verbindet diese mit einer Spendenaktion. Achtzehn von einer Jury ausgewählte Künstlerinnen, Künstler und Bands richten digitale Grüße mit Videos, Sounds und Erzählungen an das Publikum, das die ein oder andere Band in diesem Jahr unter normalen Umständen live gesehen hätte. Unter den Teilnehmern finden sich klangvolle Namen wie Blazin’ Fiddles, Breabach, Elephant Sessions, Fara, Kris Drever, Ross Ainslie & Ali Hutton, RURA, Skerryvore und Talisk. Darüber hinaus beteiligt sind Brìdghe Chaimbeul, Claire Hastings, Hannah Rarity, Kinnaris Quintet, Moishe’s Bagel & Fiona Hunter, Niteworks, Ryan Young und Siobhan Miller. Verteilt wurden die Grüße über verschiedene internationale Festivals. In Deutschland, wie könnte es anders sein, über das Rudolfstadt-Festival, auf dessen Website man den passenden Link zum Video findet: www.bit.ly/2F0qtvP . Die Aktion läuft noch bis Ende November dieses Jahres.
www.showcasescotlandexpo.com
Poster Global Music Match (Ausschnitt)
EINE CORONAIDEE: GLOBAL MUSIC MATCH (09.09.2020)
Poster Global Music Match (Ausschnitt)

Vierzehn Länder taten sich zusammen und nominierten je zwölf Künstler aus der jeweiligen Folkszene. Zu den Ländern zählten zum Beispiel Schottland, England, Wales, Estland, Finnland, Norwegen oder Italien. Wie üblich nicht dabei: Deutschland. Wichtig war, dass die Künstler eine starke Onlinepräsenz in den sozialen Medien haben. Anschließend wurden diese Künstler aus den unterschiedlichen Ländern in kleinen Gruppen zusammengebracht mit dem Ziel, dass sie sich gegenseitig über ihre sozialen Kanäle bewerben und vorstellen, also die Kollegen den eigenen Fans nahebringen. Ein hoch interessantes und bei Redaktionsschluss noch andauerndes Experiment!
www.globalmusicmatch.com


Plakat Folklorum
FOLKLORUM FINDET STATT (01.09.2020)
Plakat Folklorum

Die Kulturinsel Einsiedel in Neißeaue-Zentendorf direkt an der Grenze zu Polen nahe Görlitz lässt sich von Corona nicht abschrecken und veranstaltet auch in diesem Jahr am kommenden ersten Septemberwochenende vom 4. bis 6.9.2020 das inzwischen 27. Folklorum, auch "Turisedische Festspiele" genannt (siehe auch Kooperationsseiten in Folker 3+4/2020). Das Festivalgelände zeichnete sich schon immer durch seine Weitläufigkeit aus und die Tatsache, dass ein Großteil des Programms unter freiem Himmel stattfindet, was den Veranstaltern in diesem Jahr besonders zugutekommt. Die diversen Programmpunkte spielen sich nämlich an sehr vielen, eher kleinen Schaustätten ab, womit es leichter fällt als anderswo, den gesetzlichen Anti-Corona-Auflagen gerecht zu werden. So findet sich unter folgendem Link sich das eigens erarbeitete "Corona-Regelwerk", zu dessen Einhaltung sich alle, die ein Ticket erwerben verpflichten: www.turisede.com/folklorum/carola-regelwerk.html. Neben Headlinerkonzerten wie mit Dota, Gankino Circus, Götz Widmann, Schnaps im Silbersee, Dr. Bajan oder Evelyn Kryger richtet die Kulturinsel Einsiedel auch in diesem Jahr wieder das "Touriseder Troubadorum" aus, den Festivalpreis, für den sich nach dem erneuten Bewerbungsaufruf Ende Juli noch zahlreiche MusikerInnen und Bands aus dem Folkspektrum anmeldeten. Den Gewinnern winken Auftritte beim Foklorum 2021 oder 2022 sowie ein neunzigminütiges Konzert am diesjährigen Festivalsonntag in der großen Halle. Alle Infos zum Programm, dem Ticketkauf etc. gibt es unter
www.turisede.com/folklorum.html
Logo 250 Jahre Schott
250 Jahre Schott (13.08.2020)
Logo 250 Jahre Schott

Anlässlich seines 250-jährigen Bestehens hat der Musikverlag Schott nun einen Zeitstrahl ins Internet gestellt, der die Geschichte des Unternehmens beleuchtet. Gegründet wurde es 1770 von dem Kupferstecher und Klarinettisten Bernhard Schott. Er erhielt vom Kurfürsten von Mainz das Privileg, Noten herzustellen und zu vertreiben. Wer also Musik veröffentlichen wollte, musste damals über Schott gehen. Dieser konnte die Preise diktieren und bereits 1792 ein großes Patrizierhaus erwerben, das noch heute Sitz des Verlages ist. Schott gibt nicht nur Klassiknoten heraus, auch Rock-, Jazz- und Folkfans werden fündig. Empfehlenswert ist die Reihe Schott World Music mit Liedern einzelner Regionen oder Länder. Die Hefte kommen meist mit Melodien, Akkorden und einer CD daher.
www.schott-music.com


Mühleninsel Venne; Foto: Doris Joosten
DIETER-WASILKE FOLK-FÖRDERPREIS 2020 (09.08.2020)
Mühleninsel Venne; Foto: Doris Joosten

Die Macher des Venner Folk Frühlings gehörten zu den ersten Festivalveranstaltern, die vorsorglich und verantwortlich handelten und – sehr zum Leidwesen der Fans – die diesjährige Ausgabe des beliebten Familienfestivals absagten. Und damit auch die Endausscheidung des neu konzipierten Dieter-Wasilke-Folkförderpreises. Nach Monaten des Stillstands beziehungsweise Rückabwickelns und Verschiebens kann zumindest diese Veranstaltung nun doch noch in diesem Jahr ausgerichtet werden, wie die Festivalleitung jetzt mitteilte. Und zwar am 12. September 2020, als Open Air auf der Venner Mühleninsel – verbunden natürlich mit dem mittlerweile üblichen Corona-Vorbehalt. In der Zeit von 15.30 Uhr bis etwa 18.00 Uhr werden sich die drei für den Preis nominierten Gruppen Danácht, La Kejoca und The Scarlet Scallywags in je zwanzigminütigen Auftritten dem Publikum und der Jury (an der bekanntlich auch der Folker beteiligt ist) präsentieren. Für 18.30 Uhr ist dann die Preisverleihung geplant. Ein Porträt der Gewinnerband soll in der ersten Folker-Ausgabe des kommenden Jahres erscheinen. Im Anschluss, gegen 20.00 Uhr, startet ein zweistündiges Konzert der Gruppe Larún mit keltischer Musik auf Fiddle, Flute, Uilleann Pipes, Bodhrán, Piano und Gitarre. Aus organisatorischen Gründen können die Eintrittskarten ausschließlich über die Folk-Frühling-Website erworben werden. Alle weiteren Informationen zu Schutzmaßnahmen und Ticketverkauf gibt es unter
www.folkfruehling.de
Banner Salam Orient Festival
SALAM – DA GEHT WIEDER WAS IN WIEN (05.08.2020)
Banner Salam Orient Festival

Vom 9. bis 19. Oktober 2020 findet Corona zum Trotz eine neue Ausgabe des jährlichen Salam-Orient-Festivals statt. Außergewöhnlich ist das Ganze nicht nur im Hinblick darauf, dass mit bildender Kunst und zahlreichen literarischen Veranstaltungen zwei neue Kultursparten Einzug ins Programm gefunden haben. Die Covid-19-Maßnahmen machen zudem einen Plan B erforderlich, der die einzelnen Programmpunkte auf verschiedene Spielstätten verteilt, sich aber, so die Veranstalter, trotz allem sehen lassen kann. Unter anderem treten auf: Elaha Soroor & Kefaya (Afghanistan/UK), das Duo Naqsh (Iran/Österreich), Salah Ammo & Wiener Diwan (Syrien/Österreich), 47Soul (Palästina), Hamayun & Friends (Afghanistan/International), Damir Imamović (Bosnien/Türkei/USA), Tazeen Qayyum (Pakistan) sowie noch einmal Damir Imamović zusammen mit Jelena Poprzan (Serbien/Österreich/Bosnien). Alle Infos und Details finden sich unter
www.salam-orient.at