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KULTURBÖRSE NORDWEST ZUM ZWEITEN (14.10.2021)
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Gerade nach dem langen Corona-Lockdown und den damit verbundenen Beschränkungen suchen die Menschen verstärkt nach Begegnung und Austausch. Dem will auch die Oldenburger Kulturbörse Nordwest Rechnung tragen. Konnte die erste Durchführung noch gerade so vor Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 über die Bühne gehen, startet die zweite Ausgabe nun im Herbst. Vom 31. Oktober bis 2. November bietet der Veranstalter allen am Kulturbetrieb im Nordwesten Deutschlands Beteiligten die Möglichkeit, Liveacts zu erleben, an Workshops und Vorträgen teilzunehmen oder die Abende in gemütlicher Atmosphäre bei persönlichen Gesprächen in der „Kulturbörsen-Lounge“ ausklingen zu lassen. Nach dem Vorbild der Freiburger Kulturbörse, die traditionell im Januar stattfindet, schafft das norddeutsche Pendant einen kreativen Rahmen für Professionalisierung und fördert den Austausch zwischen Kreativen, Veranstalter:innen, Kunst- oder Kulturvermittler:innen, Medienvertreter:innen und der interessierten Öffentlichkeit. Im Rahmen der Messe werden sowohl Künstlerinnen und Künstler mit Auftrittserfahrung als auch Newcomerinnen und Newcomer zu hören und zu sehen sein. Neu ist dabei das Element der Nachwuchsentwicklung und des Mentorings junger Musikerinnen und Musiker. Ein Livesymposium am 31. Oktober widmet sich der „Zukunft der Kultur“ und wird zusätzlich gestreamt. Den Abschluss bildet die Verleihung des Kulturpreises Nordwest in den Bereichen „Musik“ und „Darstellende Kunst“ sowie für den bzw. die „Newcomer:in des Jahres“. Alle Infos unter
www.kulturboerse-nordwest.de
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NEUE SÄNGERIN (10.10.2021)
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Die schwäbische Folkrockband Wendrsonn (siehe Folker 2/20217) verabschiedet nach fünfzehn Jahren Sängerin Biggi Binder und heißt ihre Nachfolgerin Anke Hagner willkommen. Binder nutzte den Corona-Lockdown, um sich neu auf ihre Liebe zu Soul, Blues und Funk zu besinnen, und spielt nun mit Barbara Gräsle im Duo Hearts and Bones, mit anderen Freunden in der Band Wildflower und mit dem Wendrsonn-Kollegen Klaus Marquart feine Songs unter dem Namen KayToBee. Marquart selbst bleibt Wendrsonn weiterhin treu. Anke Hagner aus Welzheim sang bisher in der Indiefolkband The Frame und der schwäbischen Folkrockband Gradaus, die sich ebenfalls schon in den Folker-Rezensionen besprochen fand. Wendrsonn-Bandleader Markus Friedemann Stricker ist guten Mutes, und auch Biggi Binder meint, dass somit für „Wendrsonn eine gute, neue Ära anbricht“.



Sebastian Krämer; Foto: Christian Biadacz
JAHRESPREISE 2021 (05.10.2021)
Sebastian Krämer; Foto: Christian Biadacz

Woran merkt man untrüglich, dass es auf den Winter zugeht? Richtig, wie in jedem Jahr werden die Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik verliehen. 106 Titel waren von der Gesamtjury vorgeschlagen worden, 103 davon schafften es auf die Longlist, 10 wählte der Jahresausschuss für einen Preis aus. Die Preise werden den Preisträgern in den nächsten Wochen und Monaten individuell überreicht, Termine und Orte der zehn Preisverleihungen zeitnah bekannt gegeben. Aus Folker-Sicht zu beglückwünschen sind zum einen der Liedermacher und Chansonnier Sebastian Krämer, der für sein aktuelles Album Liebeslieder an deine Tante geehrt wird. „Diese Liebeslieder“, begründet Matthias Wegner für den Jahresausschuss, „sind gewohnt ungewöhnlich, sie leben von Verfremdungen und Überraschungen. Der Humor: entrückt, skurril, trocken, manchmal beißend. Sebastian Krämer hat aber auch eine andere Seite. Dann werden seine Lieder zärtlich-liebevoll, sehnsüchtig und melancholisch.“ Der andere Geehrte mit Folker-Relevanz ist Chris Eckman, in Slowenien wohnhafter amerikanischer Folkrocker mit Walkabouts- und Dirtmusic-Hintergrund, dessen aktuelles Werk Where The Spirit Rests die Jury ebenfalls überzeugen konnte. „Bei seinem fünften Soloalbum setzt er nun konsequent auf Innerlichkeit. In konzentrierten, lyrisch fein abgewogenen Songs reflektiert er die Zeiten der Dunkelheit und Isolation, der Orientierungslosigkeit und Suche. In selten gewordener Intensität, trostvoll, so fügen sich seine Songs zum Gesamtkunstwerk, getragen vom Duktus dieser ruhigen, rauchig gefärbten Stimme: ein Folk-, Gospel- und Pedalsteel-Universum“, so Christine Heise für den Jahresausschuss.
Alle Ausgezeichneten samt Begründungen finden sich unter
www.schallplattenkritik.de/jahrespreise/2021
Folk My Life mit Preis in Venne; Foto: Wolfgang Behnke
FOLK MY LIFE GEWINNEN IN VENNE (27.09.2021)
Folk My Life mit Preis in Venne; Foto: Wolfgang Behnke

Die Gewinner des 2021 zum zweiten Mal ausgelobten Dieter-Wasilke-Folk-Förderpreises stehen fest. Am 18. September präsentierten sich die drei Bands, die es in das Endausscheidungskonzert geschafft hatten, auf der Venner Mühleninsel. Die Band Folk My Life überzeugte die sechsköpfige Jury und das Publikum. „Schwungvolle, filigrane, dynamische Arrangements und enorme Spielfreude“, bescheinigte Rainer Mix, erster Vorsitzender des Vereins Venner Folk Frühling während der Prämierung dem Quartett, das erst seit Juli 2020 besteht. Die beiden Nyckelharpavirtuos:innen Blanche Oguey und Johannes Rütterman, die Saxofonistin Alexa Gödde alias Lexi Farina sowie der Gitarrist Alexander Peters haben es sich zum Ziel gesetzt, schwedische und deutsche Folkmusik zusammenzuführen. Dabei bedienen sie sich, wie die Bandinfo verrät, „vor allem aus der riesigen Tanzmusikquelle der Küster-Familie Dahlhoff aus Dinker in Westfalen.“ Und weiter: „Dazu kommen … unsere eigenen Stücke, die von zahllosen Ethnos, Spielkursen und Sessions verschiedener Traditionen geprägt sind. Neben der deutschen vermittelt besonders die schwedische Tradition für uns ein Gefühl von Heimat im besten Sinne, da wir dort durch Tanzabende und Studium musikalische Erfahrungen gesammelt haben. Das prägt unseren Sound ungemein.“ Der zweite Preis ging an das Trio Sväng aus Regensburg, Ronja Maltzahn & The Bluebird Orchestra wurden Dritte.
www.folkfruehling.de/dieter-wasilke-folk-foerderpreis/finalisten-2020
www.folkmylife.de


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PLATTFORM FÜR ALL (24.09.2021)
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Eine neue Internetplattform für Musiker macht auf sich aufmerksam. Yamuba.com wendet sich explizit an Musiker:innen, Veranstalter:innen und Musikinteressierte aller Art. Von Rock über Folk, Jazz und Volks-/Blasmusik bis hin zur Klassik sind alle Musiker und Musikerinnen willkommen. Die Plattform steht zweisprachig zur Verfügung. Hobbymusikant:innen sind genauso angesprochen wie Profis, Solointerpret:innen, Chöre, Orchester, Bands, DJs. Auf den ersten Blick überwältigt den interessierten Websitebesucher die Fülle an Funktionen. So kann man auf Yamuba ein Profil anlegen und musikalische Inhalte, Aktivitäten und Veranstaltungen verwalten und publizieren. Terminplanung für öffentliche Konzerte/Gigs sowie die Probenorganisation mit Teilnehmendenliste ist möglich. Der Musiker:innenkalender beinhaltet Termine aller Bands bei denen der oder die Betreffende aktuell spielt sowie persönliche Termine und interessante öffentliche Events von Bands, welche in die persönliche Merkliste aufgenommen wurden. News, Posts und Kommunikation sind sowohl im Musiker:innen- als auch im Bandprofil möglich. Dies gilt auch für Bilder oder Audio- und Videodaten mit Verlinkung auf andere Plattformen (Youtube, Vimeo, Soundcloud …). Billboards ermöglichen es, eine passende Band oder Mitglieder für die Band zu sowie Proberäume, Instrumente und Equipment zu suchen oder anzubieten. Yamuba versteht sich nicht als Ersatz für die eigene Bandwebsite, des Künstler:innenprofils auf Facebook, Instagram oder Whatsapp oder für die kurzfristige bandinterne Kommunikation. Es will vielmehr eine Ergänzung sein – eine All-in-One-Musikplattform mit wichtigen musikspezifischen Features, die anderweitig nicht kombiniert zu finden sind. Es gibt zwei Accountvarianten, das Basiskonto ist kostenlos (und bietet bereits eine Fülle von Funktionen), die Profivariante kostet – derzeit reduziert – 70 Euro im Jahr. Alle Infos auf
www.yamuba.com
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SINGER/SONGWRITER ZELEBRIEREN YOUNG (20.09.2021)
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Bob Dylan war zum Achtzigsten dran, jetzt folgt Neil Young. Der ist zwar erst 76, kann aber auf eine ähnlich umfangreiche und treue Anhängerschar blicken. Darunter unzählige Musiker und Musikerinnen, von denen sich einige anschicken, der kanadischen Singer/Songwriter-Legende Tribut zu zollen. Die Facebook-Gruppe „Folk Town“ bittet am 27. September 2021 ab 19.00 Uhr Künstlerinnen und Künstler aus vier Kontinenten vor die Mikrofone, um ihre Lieblingssongs aus nahezu allen Dekaden Youngs zu interpretieren. Gastgeber ist der deutsche Singer/Songwriter Tobias Panwitz (Trailhead), der auf „Folk Town“ jeden letzten Montag des Monats die „Giganten aus Folk, Pop, Country und Rock“ zelebriert. Was das Young-Tribute interessant macht, ist die deutsche Beteiligung, darunter die Singer/Songwriter:innen Franziska Günther, Juliane Heinemann, Wolf Schubert-K, Tom Lee Who, der Musiker und Profolk-Vorsitzende Maik Wolter mit Gattin Doreen sowie der Host selbst, Tobias Panwitz.
https://fb.me/e/IsIYvOMr


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WOMEX AWARDS 2021 (10.09.2021)
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Seit der Einführung der WOMEX Awards 1999 ist die Liste der Künstlerinnen, Künstler und Fachleute, die für diese Auszeichnung in Frage kommen, stetig gewachsen. Gewürdigt werden sollen außergewöhnliche Leistungen im Bereich der globalen Musik auf internationaler Ebene, wobei die Preisträger eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften in sich vereinen können: musikalisches Hervorstechen, soziale Bedeutung, kommerziellen Erfolg, politischen Einfluss, Lebenswerk. Auch 2021 verleiht die Weltmusikmesse ihre Preise und hat die Ausgezeichneten vor Kurzem bekannt gegeben. Der WOMEX Artist Award geht dabei an die kurdische Sängerin Aynur Doğan (siehe auch folker 6/2014: http://archiv.folker.de/201406/50Aynur.php) sowie der WOMEX Professional Excellence Award an das Projekt Global Music Match, das unter Coronabedingungen entwickelt wurde und bei dem sich in einer neuen Form musikalischen und kulturellen Austausches Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt gegenseitig unterstützen. Alle Infos unter
www.womex.com/programme/awards
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DEUTSCHFOLK LEBT! (07.09.2021)
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Und feiert sogar Festivals. In Jena zum Beispiel. Vor einem Jahr gründete sich die DeutschFolk-Initiative (DeFI), die Musik traditioneller Wurzeln wieder, so der Flyer zum Festival, an eine breite Zuhörerschaft bringen will, ohne dabei nationalistische oder rein kommerzielle Interessen zu verfolgen. Soweit, so begrüßens- und unterstützenswert. Gemeinsam mit Profolk organisiert die Initiative nun das erste reine Deutschfolkfestival, in Jena nämlich, das Ende September, vom 23. bis 26.9. stattfinden soll. In Konzerten, einem Tanzworkshop und drei Vorträgen präsentieren sich einige der kreativsten Köpfe der Deutschfolkszene und laden nicht nur zum Hören, sondern auch zum Mitdenken und -tanzen ein. Drumherum geben Folksessions dem Bedürfnis Raum, gemeinsam zu musizieren. Eröffnet wird das Festival bereits am 12. September mit einer Lesung von Ostfolk.de-Chefredakteur Wolfgang Leyn über Die DDR-Folkszene 1976-90. Am Samstag, dem 25.9., liest zudem Rudolstadt-Festival-Programmdirektor Bernhard Hanneken aus seinem frisch erschienen Buch Deutschfolk – Das Volksliedrevival in der BRDDR. Dazwischen gibt es jede Menge Musik, zum Beispiel von Tradsch, Trad Töchter, Gudrun Walther & Jürgen Treyz, Ilmfiedelhupf, Unfolkkommen, Bube Dame König oder Hüsch!. Also einiges, was derzeit Rang und Namen hat in der deutschen Folkszene. Möge den Veranstalterinnen und Veranstaltern ein glückliches Händchen beschert sein. Infos aktuell unter www.facebook.com/DeutschFolk und demnächst auch über
www.deutschfolkinitiative.de


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BESTENLISTE NR. 3/2021 (04.09.2021)
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Am 16. August veröffentlichte der Preis der deutschen Schallplattenkritik seine dritte Bestenliste des Jahres 2021. Die zurzeit in 32 Fachjurys aufgeteilten 157 Juroren und Jurorinnen hatten alle Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes aus dem letzten Quartal gesichtet und 277 Titel auf die Longlist gesetzt. Aus diesem Nominiertenpool schafften es jetzt 29 Siegertitel auf die Bestenliste. Aus dem Dunstkreis der folker-relevanten Genres wurde unter anderem im Bereich „Liedermacher“ das neue Doppelalbum der Berliner Band Dota, Wir rufen dich, Galaktika, ausgezeichnet. In der Rubrik „Folk und Singer/Songwriter“ ging der Preis an die deutsche Folkband Tworna für deren gleichnamigen Erstling. Im Bereich „Weltmusik“ kann sich die libanesische Sängerin und Songschreiberin Tania Saleh freuen, deren Album 10 A.D. es in die Auswahl schaffte ebenso wie der deutsch-iranische Musiker Misagh Joolaee mit Unknown Nearness in der Kategorie „Traditionelle ethnische Musik“. Auch der Blues wurde nicht vergessen mit der Doppel-CD-Kompilation Anfürsich es et zo leis – Anfürsich weed et widder laut, die 34 Künstlerinnen und Künstler vorstellt. Die komplette Liste mit allen Begründungen der Jury ist online einsehbar unter
www.schallplattenkritik.de/bestenlisten/2021/03
Cover Von Küste zu Küste
FOLKMUSIK IN SCHLESWIG-HOLSTEIN (01.09.2021)
Cover Von Küste zu Küste

Im vergangenen Jahr feierte die LAG Folk ihr dreißigjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass gönnte sich die Arbeitsgemeinschaft nun eine Neuauflage ihrer „Bibel“ Folkmusik in Schleswig-Holstein. „In den vier Jahren nach Erscheinen der letzten Auflage hat sich viel getan, außerdem wollten wir das runde Jubiläum nutzen, um die Musiker, Gruppen und Veranstalter in der LAG einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, heißt es in der Pressemitteilung. Vor allem aber vor dem Corona-Hintergrund, der vielen Künstler und Veranstaltern existenzielle Probleme bringt, heißt es weiter, „macht es Sinn, die vielfältigen Tätigkeiten und Angebote unserer Mitglieder zu präsentieren. Wir wollen zeigen, dass die Folkszene in Schleswig-Holstein noch lebt, dass trotz aller Widrigkeiten noch viele Musiker und Musikerinnen aktiv sind.“ Als Ergänzung zur Broschüre gibt es die Doppel-CD Von Küste zu Küste 2020 mit einem musikalischen Querschnitt der Mitgliedsgruppen. Broschüre und CD sind in der Geschäftsstelle der LAG Folk, Strandstr. 11 in 24235 Stein, erhältlich.
www.lagfolk.de


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MIGRANTS MUSIC MANIFESTO (28.08.2021)
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Das durch Creative Europe geförderte Projekt Migrants Music Manifesto wird sich in einer Projektwoche vom 13. bis 19. September in der Alten Feuerwache in Köln auf vielfältige Weise mit den Themen Identitätspolitik und kulturelle Diversität beschäftigen, mit Diskursen also, die bisher wenig Widerhall im Bereich der Musik fanden, obwohl diese den größten Kultursektor bildet. Betrachtet wird das Ganze konsequent aus der Perspektive der Akteurinnen und Akteure des Ökosystems global-lokaler Musik, das sich durch Migrationsbewegungen in Deutschland in den letzten vierzig Jahren entwickelt hat. Hauptpersonen sind dabei Arbeitsmigrantinnen und -migranten, aus politischen, humanitären, ökonomischen oder klimatischen Gründen Geflüchtete, Übersiedlerinnen und -siedler aus Osteuropa, mobile privilegierte Studierende, Expats aus der EU und der ganzen Welt, global mobile Musikspezialisten und -spezialistinnen mit temporärem Aufenthalt, Musiknomaden und -nomadinnen sowie viele andere, deren Musiken heute praktiziert werden. Auf dem Programm stehen fünf Konzerte plus die Premiere des 28-köpfigen MMM-Projektorchesters, ein Workshop-Lab mit zwanzig Werkstätten unter Leitung internationaler Meistermusikerinnen und -musiker für Musiken der Welt, acht Soundexpeditionen mit neuen Musikfilmen weltweit, sowie eine Generaldebatte zur Zukunft musikalischer Vielfalt mit zwanzig Panels, Round Tables, Präsentationen und über neunzig Sprechern aus acht Ländern Europas. Weitere Informationen über dieses ebenso spannende wie wichtige Projekt unter
www.migrants-music-manifesto.de
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KELTISCHER FRÜHLING IM SOMMER (24.08.2021)
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Nachdem der Verein Celtic Sessions Winterthur in der letzten Saison nur einen einzigen Konzertabend hatte durchführen können, ist man guten Mutes, dass sich dies im kommenden Herbst und Winter ändern wird. Auf jeden Fall ist man voller Vorfreude, ab Ende August wieder Konzerttermine anbieten zu können. Den Auftakt macht dabei das Gastspiel der vom Frühling in den Spätsommer verschobenen Tour des Celtic Spring Festivals (alle Termine hier: www.weltenklang.at/artists/21st-guinness-celtic-spring-tour-2021), das seit 21 Jahren Musikerinnen und Musiker aus Irland, Schottland und England in den deutschsprachigen Raum und immer wieder auch nach Winterthur bringt. Gleich zwei Ensembles werden somit am Samstag, dem 28. August, in der Alten Kaserne Winterthur auf der Bühne stehen. Das Trio Hightime kommt aus Connemara und damit aus dem „Wilden Westen“ Irlands, ist tief verwurzelt in der irischen Musiktradition und sorgt seit einiger Zeit mit Harfe und Geige (Kate Heneghan), Flöten und Whistles (Michael Coult), Gitarre (Calum Morrison) und beeindruckendem dreistimmigem Gesang für Furore in den Konzertsälen. Eleanor Shanley und Mike Hanrahan sind bekannt für ihre einzigartigen Interpretationen irischer und anderer Folksongs. Shanley war Leadsängerin der legendären Band De Dannan und musizierte bereits mit namhaften Kolleginnen und Kollegen wie Christy Moore, Sharon Shannon oder Ronnie Drew. Hanrahan ist ein renommierter Singer/Songwriter und war lange Zeit Kopf der Band Stockton’s Wing. Schön, dass diese beiden grandiosen Künstler zusammengefunden haben. Nach diesem Auftakt gibt es drei weitere bestätigte Daten der Celtic Sessions in Winterthur: am 24. September das Scottish Colours Festival, am 27. November das Irish Christmas Festival, und am 4. März 2022 wird erneut die dann neue Ausgabe des Celtic Spring Festivals zu Gast sein.
www.celtic-concerts-sessions.ch


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FOLKLORUM OHNE UNTERBRECHUNG (19.08.2021)
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Als einziges Festival weit und breit ohne Coronaunterbrechung finden die 28. Turisedischen Festspiele der Neuzeit, besser bekannt als „Folklorum“, auch in diesem Jahr wie gewohnt am ersten Septemberwochenende statt. Der Wald und das Festivalgelände unweit des östlichsten deutschen Dorfes wird vom 3. bis 5.9. für Tausende Folk- und Weltmusikfans wieder zum Nabel der Welt. Neben der gewohnt vielseitigen Musikmischung auf fünfzehn Bühnen (u. a. die Aberlour’s, Cynthia Nickschas, Eric Fish & Friends, Makatumbe, Oansno, Sväng, Volosi), wird gespielt und (mit-)gesungen, getanzt, gehandelt und Leckereien ausprobiert. Ganz so wie es das Volk der alten Turiseder vor mehr als tausend Jahren an dieser Stelle tat. Das auch schon damals einen musikalischen Wettstreit veranstaltete, der in diesem Jahr zum achten Mal als „Troubadourum“ seine Neuauflage erfährt. Dem Gewinner oder der Gewinnerin winken Verewigung auf dem turisedischen Pokal sowie Auftritte sowohl auf dem Folklorum als auch dem Liederfest auf Burg Waldeck 2022. Die Gastgeber vom Verein Kulturinsel Einsiedel, die Geheime Welt von Turisede wie auch die hinter allem stehenden Firma Künstlerische Holzgestaltung Bergmann GmbH verstehen sich als die Erben Turisedes. So wurde auch die alte Tradition wiederbelebt, dass sich jeder und jede um die Würde eines „Ehrenturiseders“ bewerben kann. Das setzt allerdings die erfolgreiche Bewältigung einer Menge ausgefallenster Wettkämpfe voraus. Zum eigen Spaß und zur Belustigung der Zuschauerinnen und Zuschauer jeden Alters. Die Nacht wird zum Tag gemacht, es wird in großen Kannibalenkesseln gebadet, und ab Mitternacht darf der reich gefüllte Schatzacker durchwühlt werden. Apropos Nachtaktivitäten: Wer nachweisen kann, dass sein Kind zum Folklorum gezeugt wurde, erhält für seinen Sprössling eine lebenslang gültige Freikarte! Preise und Einzelheiten zum Programm verdichten sich nach und nach unter
www.turisede.com
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SHANE, DER FILM (15.08.2021)
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Shane MacGowan ist ein begnadeter Songwriter, exorbitanter Selbstzerstörer und durchgeknallter Unruhestifter mit irischen Wurzeln, der nach London zog, um in den Undergroundclubs und -pubs die dort gerade entstehende Punkbewegung mit irischem Folk aufzumischen. Aus der Nische des Punk heraus schaffte er es, seinen Landsleuten in der aufgeheizten Stimmung des Nordirlandkonflikts eine weithin hörbare Stimme zu geben – mit einer Wucht und Hemmungslosigkeit, die sie bis dahin nie gehabt hatten. Nun läuft ein mit dem Spezialpreis der Jury des San Sebastian Film Festivals ausgezeichneter Film über MacGowan ab dem 19. August 2021 bundesweit auf den Leinwänden deutscher Kinos. Die Musikdokumentation mit dem schlichten Titel Shane porträtiert den Frontmann der legendären Pogues. Gedreht wurde das Ganze von einem Pionier des Musikfilms, Julien Temple, der bereits mit den Rockumentarys The Great Rock’n’Roll Swindle über die Sex Pistols und Joe Strummer – The Future Is Unwritten reüssierte. Produzent der Shane-MacGowan-Doku ist wiederum kein Geringerer als Schauspieler Johnny Depp. Temple, so versprechen es die Macher, „beschwört in seinem Film Aufstieg und Niedergang eines rotzigen Genies, das sich selbst mit seinen Exzessen aus der eigenen Band katapultierte und bis in den Rollstuhl brachte, um schließlich seinen sechzigsten Geburtstag mit neuen Zähnen und altem Humor als rauschendes Fest auf der Bühne zu feiern. Ein Feuerwerk aus intimen Aufnahmen der britischen Punkkultur aus Temples eigenen Archiven und bisher unveröffentlichtem Material!“ Zum Trailer geht es hier: www.youtube.com/watch?v=gtUV3K_rTW8. Weitere Links:
www.facebook.com/shanederfilm
www.instagram.com/shanederfilm


Folk My Life; Foto: Promo
FINALE FOLKFÖRDERPREIS 2021 (12.08.2021)
Folk My Life; Foto: Promo

Bereit zum zweiten Mal in Folge konnte im Mai der Venner Folk Frühling pandemiebedingt nicht stattfinden, weshalb wie schon im Vorjahr eine Lösung für den 2020 erstmals ausgelobten Dieter-Wasilke-Folk-Förderpreis gefunden werden musste. Die Auszeichnung hat zum Ziel, den Folkmusiknachwuchs zu unterstützen, und richtet sich an alle Musikerinnen und Musiker, gleich ob Solisten oder Gruppen, die in den Segmenten europäische und/oder nordamerikanische Folkmusik tätig sind. Waren bereits im letzten Jahr die Endausscheidungskonzerte der drei von einer Fachjury ausgewählten Bands in den September verschoben worden, so kommt diese Lösung auch für die zweite Ausgabe des Preises 2021 zur Anwendung. Bei hoffentlich bestem Wetter geht es am 18.9. auf der malerischen Mühleninsel in Venne ab 15.30 Uhr vor Jury und Publikum live zur Sache. Es präsentieren sich die Bands Folk My Life, Ronja Maltzahn & The Bluebird Orchestra sowie Sväng (nicht zu verwechseln mit dem finnischen Mundharmonikaquartett). Neben den Förderpreiskonzerten werden (sofern die Pandemielage es zulässt) weitere Bands zu hören sein, darunter Drowsy Maggie, Die Feuersteins, Annett Kuhr & Sue Sheehan, Threepwood ’N Strings und Kelpie. Weitere Infos und Kartenbestellungen unter
www.folkfruehling.de
Plakat Leipziger Liedernächte
FOLKLÄNDER REUNION UND LIEDERNÄCHTE (29.07.2021)
Plakat Leipziger Liedernächte

Vom 20. bis 22. August findet in Leipzig die zweite Ausgabe der Liedernächte statt. Das Festival für zeitgenössische Liedkultur lädt ein, akustische Musik zu genießen – und selbst zu singen. Zum Revueauftakt am Freitag treffen junge auf alte „Helden“: Max Prosa aus Berlin, Ben Sands aus Irland und die frisch von London nach Leipzig gezogene Luise London alias Broken Forest zelebrieren unterschiedliche Facetten von Lied, Folk und Singer/Songwriter-Musik. Der Samstag wird dann ein regelrechter Festtag, wenn die Leipziger Gruppe Folkländer in Urgesteinsbesetzung frisch revivalt ihre neue Platte vorstellen, die sie sich (und uns) zum 45. Geburtstag schenken. Musikalische Gratulationen von hochkarätigen internationalen Gästen sind zu erwarten, werden sich aber vollständig erst vor Ort enthüllen. Wer möchte da nicht dabei sein? Nähere Infos gibt es unter www.leipziger-liederszene.de und www.facebook.com/leipzigerliederszene.



Mercedes Peón; Foto: Maider Jiménez
WELTMUSIK IN AUGSBURG (13.07.2021)
Mercedes Peón; Foto: Maider Jiménez

Seit zehn Jahren gibt es in der Fuggerstadt das beliebte Festival der Kulturen. 2021 findet es im Gegensatz zu vielen anderen Weltmusikveranstaltungen tatsächlich live und analog statt, vom 29. bis 31. Juli im Annahof sowie am 7. August auf der Freilichtbühne Augsburg. Die iranisch-israelische Sängerin Liraz verbindet persische Melodien und Rhythmen des Nahen Ostens mit ihrem ganz eigenen, progressiven elektroakustischen Sound. Gnawa-Rhythmen treffen bei dem marokkanisch-französischen Quartett Bab L’Bluz auf Psychedelia, während das multinational besetzte Haïdouti Orkestar aus Paris das musikalische Erbe Bulgariens, Serbiens, Mazedoniens und der Türkei erforscht. Aus Augsburg sind u. a. dabei die junge Jazzpop-Formation Mount Adige mit den exklusiven Gästen Malaika & Mjalisuso (Gambia) und MHA mit Arabic Rap und Street Ska. Die Kunstperformance „Water Birds“ vereint die Musik einer Marching Band mit einer Skulptur von Sebastian Giussani. Flankierend zu den Livekonzerten wird mit einzelnen Künstlerinnen und Künstlern während ihres Festivalaufenthalts an der Videoreihe #crossingborderswithmusic weitergedreht. Die Serie entstand 2020 aufgrund der Pandemie, um die verbindende Kraft der (Welt-)Musik und künstlerische Kollaborationen am Leben zu erhalten. Außerordentlich erfolgreich war dabei das Musikvideo zum Lied „Marabilla“ mit der spanischen Sängerin und Multiinstrumentalistin Mercedes Peón und dem Streicherensemble der Augsburger Philharmoniker, das hundertfach im Internet geteilt und im spanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde (www.youtube.com/watch?v=8Dre0gyjn88). Es entstand letzten Sommer, als während des Lockdowns Audio- und Videodateien zwischen Santiago de Compostela und Augsburg hin- und hergeschickt und so gemeinsame Stücke für das Festival 2021 erarbeitet wurden. Am 7. August auf der Freilichtbühne tritt die charismatische Künstlerin, die zu den international renommiertesten Protagonistinnen der galizischen Neofolk-Szene gehört, nun erstmals live mit dem Streicherensemble auf. Infos und Tickets gibt es seit 1. Juli unter www.festivalderkulturen-augsburg.de.

Chris Strachwitz im Arhoolie-Archiv; Foto: John Lee
STRACHWITZ NEUNZIG (09.07.2021)
Chris Strachwitz im Arhoolie-Archiv; Foto: John Lee

Man mag es nicht glauben, wenn man ein Foto des deutschstämmigen Arhoolie-Label-Gründers Chris Strachwitz sieht: Neunzig Jahre alt wurde der ehemalige Highschoollehrer am 1. Juli 2021. Es gibt kaum jemanden, der mehr für die Erforschung, Dokumentation und Erhaltung traditionellen Wurzeln entstammender Musikstile wie Blues, Cajun, Zydeco, Gospel, Jazz, Tejano/Norteño, Old-Time und andere geleistet hat als er. Bereits vor sechzig Jahren gründete Strachwitz sein heute legendäres Schallplattenlabel, nahm unbekannte Musiker wie Lightnin’ Hopkins, Jesse Fuller und Mance Lipscomb auf und verkaufte die LPs in seinem 1976 gegründeten, mittlerweile ebenso legendären Laden Down Home Music Store im kalifornischen El Cerrito (www.downhomemusic.com). Dem Label folgte 1995 die Arhoolie Foundation, mit dem Ziel, traditionelle Musik zu dokumentieren und zu erhalten. Arhoolie Records, mittlerweile unter dem Dach des Smithsonian Institutes beheimatet, startet eine Reihe von Geburtstagsaktionen auf seiner Website und in den sozialen Medien, so etwa eine Geburtstagsplaylist (www.folkways.si.edu/arhoolie). Für seine richtungsweisende Sammel- und Dokumentationsarbeit wurde Strachwitz mehrfach ausgezeichnet, etwa 1993 mit einem Lifetime Achievement Award des Blues Symposiums für seine Rolle bei der Erhaltung des Blues. 1999 wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen, im Jahr 2000 ernannte ihn das US-amerikanische National Endowment for the Arts zum National Heritage Fellow. 2016 erhielt er bei den Grammys den Trustees Award. Der Folker gratuliert herzlichst.



Tworna aus Quohren bei Dresden - kunstvolle Improvisation über deutsche Volkslieder; Foto: Wolfgang Leyn
FOLK IM FLUSS (05.07.2021)
Tworna aus Quohren bei Dresden - kunstvolle Improvisation über deutsche Volkslieder; Foto: Wolfgang Leyn

Möglicherweise war es das erste „analoge“ Folkfestival mit Publikum nach dem langen Lockdown: das vom Januar auf Anfang Juni 2021 verlegte Folk im Fluss in Frankfurt an der Oder. Als Veranstaltungsort diente nun der Innenhof der Kulturmanufaktur Gerstenberg. Vier Bands stellten sich vor, darunter die Kapela Hałasów aus dem polnischen Poznań, die virtuos auf Akkordeon, Drehleier, großer Trommel und geschlagenem Bauerncello musizierten. Aus Dresden kamen zwei Gruppen: Tworna mit kunstvoll-expressiver Annäherung an deutsche Volkslieder, unter anderem auf dem ungewöhnlichen Streichinstrument Nyckelharpa; außerdem das Duo Unfolkkommen, welches mit Frische und Humor an die guten alten Handwerksgesellenlieder erinnerte, dazu „säggssche“ Volkslieder sang und Couplets über den Alltag der kleinen Leute. Abgerundet wurde das Festival durch die Familie Gerstenberg, die Hausband um Gastgeber Thomas Strauch. Es gab einen Tanzworkshop als „Maskenball“ ohne Anfassen und Sessions bis früh. Ergänzt wurde das Wochenende durch eine Ausstellung und ein Gespräch über die DDR-Folkszene mit Wolfgang Leyn. Die Ausgabe 2022 soll wieder im Januar stattfinden.

Delf Maria Hohmann bei der Cape St. Mary’s Performance Series, im HIntergrund atemberaubende Landschaft
NEUFUNDLÄNDISCHE KONZERTSERIE (02.07.2021)
Delf Maria Hohmann bei der Cape St. Mary’s Performance Series, im HIntergrund atemberaubende Landschaft

Neufundland, Kanadas östlichste Provinz. Seit 1999 gibt es dort an einem sehr entlegenen Ort eine allsommerliche Konzertserie, The Cape St. Mary’s Performance Series. Gegründet wurde sie von dem Musiker und „transplanted Doitschlander“ Delf Maria Hohmann und wird in der dortigen Festivallandschaft als einzigartig angesehen. An Samstagabenden im Interpretation Centre des Cape St. Mary’s Ecological Reserve, zwischen einer begehbaren Brutkolonie zehntausender Seevögel und einer atemberaubenden Steilküste ähnlich den irischen Cliffs of Moher, finden sich auf kleiner Bühne vor großem Fenster mit Blick über den Küstenstreifen die Künstler des Abends ein. Alle Konzerte bieten ein Programm, bei dem jedes Genre nur einmal vertreten ist. Autor:innen und Erzähler:innen treffen auf traditionelle Akkordeonisten, Gitarristen, Songwriter, Balladensänger, Soloinstrumentalisten mit Tuba, Fagott, Klarinette, Viola d’Amore, Hardingfele, Percussion oder ihre jeweiligen weiblichen Pendants, ein Streichquartett oder Musik gespielt auf gefundenen Instrumenten. Mit nur fünfzig Stühlen und einer außergewöhnlichen Raumakustik ist diese Serie ein absolutes Muss. Die 2020er-Corona-Ausgabe gibt es auf Youtube, aufgenommen an anderen Orten, unter anderem im Garten der offiziellen Vertretung der englischen Krone. Info und Links über
www.capestmarys.ca
www.newfoundlandlabrador.com/top-destinations/cape-st-marys