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Backkatalog   Ausgabe Nr. 3/2019   Internetartikel
»Auch in Deutschland haben die digitalen Formate die CDs überholt.«
Neil Grant

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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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Steeplejack Music

Die Musik muss mir gefallen!

„Geboren in England, die meiste Zeit im Südwesten gelebt, zum Studium der deutschen Sprache und der Theater­wis­sen­schaften nach Deutschland ge­kom­men, lange Zeit Kneipenmusiker, drei Stunden am Abend Hitparade rauf und runter in den Irish Pubs der Neunziger. Dann ein Folkduo, Wayfaring Strangers, wir waren mäßig erfolgreich, haben ein paar Festivals gespielt. Das hat aber nicht gelangt, um dahin zu kommen, wo ich hinwollte.“

Text: Mike Kamp

Ein junges Leben im Schnelldurchgang. Neil Grant erzählt das alles ruhig, unaufgeregt und ohne jeglichen Akzent. Er wollte jedoch nicht so einfach aufgeben und seinen Popstar-Traum trotzdem verwirklichen. Also nahm er 1996 eine CD mit dem Titel From Warminster To Warsaw auf. Die Charts blieben auch weiterhin unerreichbar, aber eines hatte das Album dann doch bewirkt: Das speziell für diese Veröffentlichung gegründete Label Steeplejack Music wurde Wirklichkeit. Vorerst allerdings in der Schublade, denn Neil wusste nicht so recht, in welche Richtung er gehen sollte. „Um 2004 habe ich das Label reaktiviert, aber nicht sehr konsequent. Das geschah erst so ab 2006. Das Beste, was wir damals gemacht haben, war Craig Herbertsons Lord-Of-Whisky-Album. Das kam hier sehr gut an. Craig blieb dann sechs Jahre beim Label. Irgendwann um die Zeit dieser CD fing ich an, mit den Broom Bezzums zu arbeiten.“
Wenn Neil Grant von arbeiten redet, betrifft das nicht nur das Label und seine fraglose Kompetenz darin, Alben aufzunehmen und zu produzieren, sondern auch seinen Verlag und den Managementzweig seiner Firma. Nur diese Dreifaltigkeit ermöglicht ihm ein finanzielles Überleben und ein umfassendes Angebot an die Künstler. „Das ganze Labelgeschäft ist im Wandel. Das alte Modell, bei dem die Labels die ganze Macht hatten, ist im Prinzip ausgelaufen. Die Künstler wollen mehr eigene Entscheidungen. Es gibt daher in Zukunft unterschiedliche Arten der Zusammenarbeit, zum Beispiel, dass das Label quasi nur Dienstleistungen anbietet. Das könnte ich ausbauen.“

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