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Folker-Halbmast



Oliver 'Tuku' Mtukudzi

OLIVER „TUKU“ MTUKUDZI


22.9.1952, Salisbury, Rhodesien,
bis 23.1.2019, Harare, Simbabwe


Er war Simbabwes populärster Musiker. Mit seiner „Tuku Music“ kreierte er eine ganz eigene Mischung aus dem Klang der Mbira, des Daumenpianos, dessen Spielweise er auf die Gitarre übertragen hatte, mit südafrikanischem Township Jive, westlicher Popmusik und sogar Country & Western. Oliver Mtukudzis Lieder waren nie explizit politisch. Das ersparte ihm sowohl unter dem weißen Rassistenregime als auch unter Robert Mugabe das Exil. Aber Mtukudzis Texte sind Paradebeispiele für Doppeldeutigkeit; sie wurden von fast allen verstanden, auch wenn sie der Zensurbehörde keine Handhabe für Verbote gaben. „Da, wo ich herkomme“, sagte er einmal, „singst du keine Lieder, wenn du nichts zu sagen hast.“

Wolfgang König



Phil Stanton

PHIL STANTON


4.4.1964, Chelmsford, England,
bis 26.1.2019, Wimbledon, England


Als Phil Stanton 1989 Riverboat Records gründete, war er schon seit Jahren Mitglied der gedeihenden Londoner Weltmusikszene. Die erste Veröffentlichung auf dem neuen Label stammte von Hassan Erraji & Arabesque aus Marokko. Als besonders wichtig aber erwies sich für Stanton seine Beziehung zu dem Inder Debashish Bhattacharya. Der nächste Meilenstein in seiner Entwicklung war die Gründung von World Music Network, gemeinsam mit seiner kolumbianischen Ehefrau Sandra Alayón-Stanton. Bekannt ist insbesondere die auf dem Label herausgegebene und nach Reiseführern benannte Rough-Guide-Weltmusikreihe. Den ihm 2013 verliehenen WOMEX Label Award hat sich das Unternehmen fürwahr verdient. Stanton starb an Multiplem Myelom, einer Form von Knochenmarkskrebs.

Ken Hunt



Izzy Young

ISRAEL „IZZY“ GOODMAN YOUNG


26.3.1928, Manhattan, New York, USA,
bis 4.2.2019, Stockholm, Schweden  


Erst im November schloss er sein Folklore Centrum, das er über sechzig Jahre lang betrieben hatte, zunächst in der MacDougal Street im New Yorker Greenwich Village und seit 1973 an verschiedenen Standorten in Schweden (siehe „Szene“ in Folker 1/2019). Young galt als wichtiger Multiplikator nicht nur der US-amerikanischen Folkmusik. Im Folklore Center verkaufte er Gitarrensaiten und Instrumente sowie Schallplatten und Bücher, und er organisierte Auftritte der Folkmusikszene des Greenwich Village, darunter das erste öffentliche Konzert Bob Dylans in der Carnegie Hall. 1973 zog Young aus politischen und privaten Gründen nach Stockholm. Er war Mitherausgeber der Zeitschrift Folket har aldrig segrat till fiendens musik.

Ulrich Joosten